DD226310A1 - Verfahren zur herstellung einer hochwertigen regeneratfaser - Google Patents

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DD226310A1
DD226310A1 DD26440784A DD26440784A DD226310A1 DD 226310 A1 DD226310 A1 DD 226310A1 DD 26440784 A DD26440784 A DD 26440784A DD 26440784 A DD26440784 A DD 26440784A DD 226310 A1 DD226310 A1 DD 226310A1
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DD
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bath
cable
stretching
tension
producing
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DD26440784A
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English (en)
Inventor
Hartmut Franz
Reinhard Maron
Erich Meusel
Bernd Riedel
Hans Wildner
Dieter Vorbach
Friedemann Schmutzler
Dieter John
Original Assignee
Schwarza Chemiefaser
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Regeneratfaser durch Verspinnen von Viskose. Ziel der Erfindung ist, ohne zusaetzlichen apparativen Aufwand Fasereigenschaften zu erreichen, die den Anforderungen einer modernen Verarbeitung und gehobenen Gebrauchswertanspruechen genuegen. Die Aufgabe besteht darin, die Fixierbedingungen so zu gestalten, dass ein Optimum von Nassmodul, Schlingenreisskraft und Dehnung erhalten wird. Erfindungsgemaess durchlaeuft das Spinnkabel nach dem Reckbad mit einem Rest-Gamma-Wert von 5-15 ein schwefelsaures Fixierbad bei einer Spannung von 5-30%, bezogen auf die Reckspannung, und einer Badtemperatur von 90-100C, wobei die Verweilzeit des Kabels im Fixierbad 10-50 s, bevorzugt 15-20 s, betraegt. Die Fasern eignen sich fuer den Einsatz zur Herstellung von Garnen und textilen Flaechengebilden mit baumwollaehnlichen Eigenschaften.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Regeneratfaser
'Änwendüriqsqebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Regeneratfaser mit baumwollähnlichen Eigenschaften, die die Verarbeitung zu Garnen rein oder in Mischung mit Synthesefasern nach modernen Spinnverfahren gestattet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daS zur Herstellung von Regeneratfasern mit hoher Festigkeit, mittlerer Dehnung und hohem Naßmodul bei guter SchlingenraiSkraft Viskosen mit einem Gehalt von 5-7 Massel Cellulose, 5-7 Masse% Alkali und 33 - 40 Massel Schwefelkohlenstoff (bezogen auf Cellulose) unter Zusatz von Modifizierungsmitteln in Spinnbäder versponnen werden, die neben Schwefelsäure und Natriumsulfat 40 - 70 g/l Zinksulfat enthalten. Die aus dem Spinnbad abgezogenen-Kabel werden in einem heißen, schwefelsauren Zweitbad einer Verstreckung unterzogen, in Stapel geschnitten und
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die Stapelfaser nach bekannten Methoden nachbehandelt, (DD-PS 77 040)
Zur Vervollständigung der Regenerierung kann entweder das Kabel oder die Faser spannungslos in einem sauren Drittbad (Fixierbad) einer Nachbehandlung unterzogen werden. (DO-PS 65 005, DD-PS 32 152, US-PS 3 547 813)
Darüber hinaus ist ein Verfahren bekannt, bei dem Spinnkabel, die nach dem Recken weniger als 50 % regeneriert sind, zur Ausbildung einer starken Kräuselung vor der vollständigen Regenerierung zwischenzeitlich mit alkalischen Lösungen unter einetn Spannungsnachlaß· von ca. 20 - 60 % behandelt werden. (DE-OS 1 917 523)
"Weiterhin ist bekannt, für die Herstellung hochwertiger Regeneratfasern in sauren Bädern und in Luft mehrstufig zu recken.
Nach DD-PS 67 540 wird ein Verfahren zur Reckung eines Spinnkabels in Luft beschrieben, das vor Hintritt in ein auf 20 - SO 0C temperiertes Säurebad noch einen Gasiffla-Wert von 18 - 28 besitzt. Durch dieses Säurebad wird das Kabel mit einem Nachlaß von 8 - 20 % geführt. Der Rest-GaEssa-Wert des Kabels vor der sich anschlie-Benden Regenerierungsstufe beträgt 6 - 14.
Die spannungslose Regenerierung des Kabels bzw, dar Faser in einem säurehaltigen Drittbad als Fixierbad hat den Nachteil, daß bei der dabei auftretenden Relaxation Eigenschaftsverluste (Absinken des Naßmoduls, Dehnungsanstieg) zu verzeichnen sind. Ein zusätzlicher Verzug bzw, eine Behandlung des Kabels ohne NachlaS in einea Drittbad bewirkt zwar einen Anstieg des Naßmoduls, allerdings zu Lasten der SchlingsnreiSkraft
und der Dehnung. Die Faser versprödet. Das zuletzt genannte Verfahren (DD-PS 57 540) hat dabei insbesondere den Nachteil, daß unter den beschriebenen Bedingungen ein nicht ausfixiertes und ausreichend regeneriertes Kabel erhalten wird, das eine zusätzliche Regenerierungsstufe erforderlich macht.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren ζ :· zur Herstellung einer hochwertigen Regeneratfaser zu entwickeln, mit dem ohne zusätzlichen apparativen Aufwand Fasereigenschaften erreicht werden, die den Anforderungen einer modernen Verarbeitung und gehobenen· Gebrauchsvyertansprüchen genügen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die im Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Regeneratfaser integrierte Fixierstufe so zugestalten, daß ein Optimum der gegenläufigen textilphysikalischen Eigenschaften Naßmodui einerseits sowie SchlingenraiS-kraft und Dehnung andererseits erhalten wird.
Erfindungsgemäß wird das Verfahren durch Verspinnen von Viskose in ein natriumsulfat- und zinksulfathaltiges, schwefelsaures Spinnbad, Verstrecken des Kabele in einem schwefelsauren Reckbad und Fixieren des Kabels in einem Fixierbad, das 1-5 g/l Schwefelsäure enthält, so durchgeführt, daß das Kabel das Fixierbad mit einem Rest-Gamma-Wert von 5-15 und einer Spannung von 5 - 30 %, bezogen auf die Reckspannung, bei einer Badtemperatur von 90 - 100 0C durchläuft. Die Badlänge ist dabei so bemessen, daß die Verweilzeit das
Kabels im Fixierbad 10-5Os, bevorzugt 15-2Os, beträgt, so daß ein Rest-Garama-Wert von kleiner oder gleich 5 erhalten-wird.
Unter diesen erfindungsgemäBen Bedingungen werden Fasern mit guten Kraft-Dehnungs-Eigenschaften ira nassen Zustand, gemessen als Naßmodul, und geringer Sprödigkeit, gemessen als Schlingenreißkraft und Dehnung, erhalten. Das erfindungsgeraäße Verfahren hat weiterhin den Vorteil, daß auf Grund des geringen resultierenden Rest-Gamma-Werts des fixierten Kabels eine zusätzliche kontinuierliche Regenerierungsstufe nicht erforderlich ist. .
Aus f uh runqs beisp ieI
Die Erfindung soll an einem AusfUhrungsbeispiel bzw. Vergleichsbeispielen zum Stand der Technik erläutert ,vverden.
Beispiel 1
Eine Viskose mit 6 Hassel Cellulose, δ Massel Natriumhydroxid und 34,5 Masse5o Schwefelkohlenstoff wird unter Zusatz von 3 Masse% eines Modifikatorgeaischs (jeweils bezogen auf Alpha-Cellulose), bestehend aus Dimethylasnin, Polyäthylenglykol der Molmasse 1500 und einem alkylierten Asainoxäthylat, in ein Spinnbad von 40 C versponnen. Das Spinnbad enthält 75 g/l Schwefelsäure, 120 g/l Natriumsulfat und 50 g/l Zinksulf at. Der Gamma-Wsrt der Spinnviskose betragt 50, nach Durchlauf des Spinnbades 25.
Das aus dem Spinnbad abgezogene Kabel ψιίτά in einem Bad, das 15 g/l Schwefelsäure enthält, bei 96 0C gereckt. Das Reckverhältnis beträgt 130 %. die Reck-
Spannung 60 mN/tex. Nach Austritt aus dem Verstreckbad ist der Rest-Garama-Wert 10, die Abzugsgeschwindigkeit 30 ra/min.
Danach wird das Kabel in ein drittes Bad geführt, das 5 g/l Schwefelsäure enthält und eine Temperatur von 95 C besitzt. Die Spannung des Kabels beträgt 15 aiN/ tex, die Verweilzeit im Bad 20 s. Der Rest-Gamma-Wert des unter Spannung relaxierten Kabels ist 2.
Das Kabel wird in Stapel geschnitten, wie üblich nachbehandelt und getrocknet.
Die resultierenden Fasern besitzen folgende textilphysikalische Eigenschaften:
Feinheit: 0,17 tex
feinheitsbezogene ReiSkraft trocken: 380 mN/tex feinheitsbezogene Reißkraft naß: 280 mN/tex Reißdehnung trocken: 14 %
Reißdehnung naß : 16 %
feinheitsbezogene Schlingenreißkraft: 70 mN/tex Naßmodul: 1200 mN/tex
Beispiel 2 (Vergleichsbeispiel nach dem Stand der Technik)
Hinsichtlich der Verspinnung und Verstreckung wird verfahren wie im Beispiel 1. Das Kabel wird ira dritten Bad bei einer Temperatur von 95 0C unter einer Spannung von 72 mN/tex und bei einer Verweiizeit von 20 s behandelt, geschnitten, nachbehandelt und getrocknet. Es resultieren folgende Faserwerte: Feinheit: 0,17 tex
feinheitsbezogene Reißkraft trocken: 370 mN/tex feinheitsbezogene ReiSkraft naS : 255 raN/tex
ο/ /ο
Reißdehnung trocken: 11
Reißdehnung naß: 12 %
feinheitsbezogene Schlingenreißkraft : 48 mN/tex Naßßiodul: 1390 mN/tex
Beispiel 3 (Vergleichsbeispiel nach dem Stand der Technik)
Es wird verfahren wie im Beispiel 1, Das Kabel wird unmittelbar nach der Verstreckung in Stapel geschnitten, die Fasern spannungslos ait verdünnter Schwefelsäure (5 g/l) bei 96 0C,- 2 Minuten lang behandelt, nachbehandelt und getrocknet. Folgende Faserwerta ergeben sich: Feinheit: 0,17 tex
feinheitsbezogene Reißkraft trocken: 375 mN/tex feinheitsbezogene Reißkraft naß: 270 mN/tex Reißdehnung trocken : IS /O Reißdehnung naß: 19 %
feinheitsbezogene Schlingenreißkraft: 85 mN/tex NaEraodul: 950 mN/tex

Claims (1)

  1. Erfindunqsanspruch
    Verfahren zur Herstellung einer hochwertigen Regeneratfaser durch Verspinnen von Viskose in ein natriumsulfat- und zinksulfathaltiges, schwefelsaures Spinnbad, Verstrecken des Kabels in einem schwefelsauren Reckbad und Fixieren des Kabels in einem Fixierbad, das 1-5 g/l Schwefelsäure enthält, gekennzeichnet dadurch, daß das Kabel das Fixierbad mit einem Rest-Gamma-Wert von 5-15 bei einer Spannung von 5 - 30 %, bezogen ,auf die Reckspannung, und einer Badtemperatur von 90 - 100 0C durchläuft und die Verweilzeit des Kabels im Fixierbad 10 - 50 s, bevorzugt 15 - 20 s, beträgt.
DD26440784A 1984-06-22 1984-06-22 Verfahren zur herstellung einer hochwertigen regeneratfaser DD226310A1 (de)

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