DD236120A1 - Verfahren zur herstellung von hochwertigen regeneratfasern - Google Patents

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DD236120A1
DD236120A1 DD27493485A DD27493485A DD236120A1 DD 236120 A1 DD236120 A1 DD 236120A1 DD 27493485 A DD27493485 A DD 27493485A DD 27493485 A DD27493485 A DD 27493485A DD 236120 A1 DD236120 A1 DD 236120A1
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DD
German Democratic Republic
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bath
cable
fibers
regenerated
length
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DD27493485A
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English (en)
Inventor
Dieter Vorbach
Hartmut Franz
Erich Meusel
Friedemann Schmutzler
Brigitte Siegel
Eberhard Taeger
Original Assignee
Schwarza Chemiefaser
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Viskosefasern mit optimalen textilphysikalischen Eigenschaften fuer die Textilindustrie. Ziel der Erfindung ist eine Regeneratfaser mit hohem Gebrauchswert. Die Aufgabe besteht darin, den Verstreckungs- und Zersetzungsprozess so zu gestalten, dass beide unabhaengig voneinander ablaufen und getrennt beeinflusst werden koennen. Erfindungsgemaess erfolgt die Verstreckung des Spinnkabels in einem schwach alkalischen, Puffersalze enthaltenden Wasserbad bei 40-100C, wobei die Eintauchlaenge um das 1,1-6fache groesser ist als die Laenge des Hauptverstreckgebietes des Kabels. Anschliessend wird das verstreckte Faserkabel oder die geschnittene Faser in einem ueblichen Saeurebad bei 40-98C regeneriert. Die Fasern eignen sich zur Herstellung von Garnen und textilen Flaechengebilden mit baumwollaehnlichen Eigenschaften.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Regeneratfasern
Anwendungsgebiet der Erfindung '
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Viskosefasern mit optimalen textilphysikalischen Eigenschaften. Der Einsatz erfolgt überwiegend in der Textil- und Bekleidungsindustrie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zur Herstellung von Viskosefasern sind unterschiedliche Verfahren bekannt. Die Verspinnung kann mit ein- bzw. mehrbadigen Verfahren durchgeführt werden.
So ist es bekannt, daß zur Herstellung solcher Fasern mit hoher Festigkeit, mittlerer Dehnung und hohen Naßmodul bei guter Schlingenreißkraft Viskosen mit einem Gehalt von 5-7 Masse% Cellulose, 5-7 Massel Alkali sowie 33 - 40 Masse% (bezogen auf Cellulose) Schwefelkohlenstoff unter Zusatz von üblichen Modifizierungsmitteln in Spinnbäder versponnen werden, die neben Schwefelsäure und Natriumsulfat 40 - 70 g/l Zinksulfat enthalten. Die aus dem
Spinnbad abgezogenen Kabel werden in einem heißen, schwefelsauren Bad einer Verstreckung unterzogen und anschließend nachbehandelt (DD-PS 77 040, 65 005, 32 162, DE-OS 1 917 523).
Bei den bekannten mehrbadigen Spinnverfahren erfolgt der Fadenbildungsprozeß in der Weise, daß das an der-Spinndüse entstehende Spinnkabel durch die Spinnbadwanne geführt wird. Hierbei erfolgt die Koagulation und eine teilweise Zersetzung der Viskose. Ober Abzugsorgane, z.B. Galetten, und entsprechende Fadenleitelemente wird dieses Kabel einem zweiten schwefelsauren Bad zugeführt. In diesem Bad, dem Streckbad, erfolgt bei z.B. 96 C die Verstreckung und weitere Zersetzung des Kabels.
Nachteilig bei dieser Verfahrensweise ist, daß die Prozesse Verstreckung und Zersetzung nur gleichzeitig und unter gleichen Badbedingungen ablaufen können und daß es zur Erzielung bestimmter Fasereigenschaften nicht möglich ist, die Prozesse getrennt zu beeinflussen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Viskosefasern mit optimalen textilphysikalischen Eigenschaften durch geeignete Führung des Verstreckungs- und Zersetzungsprozesses herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, den Verstreckungs- und Zersetzungsprozeß so durchzuführen, daß beide Prozesse unabhängig voneinander ablaufen und getrennt beein-
- 3 flußt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe zur Herstellung von hochwertigen Regeneratfasern aus Viskose durch Verspinnen in ein natriumsulfat- und zinksulfathaltiges, schwefelsaures Spinnbad dadurch gelöst, daß die anschließende Verstreckung des Spinnkabels in einem schwach alkalischen, Puffersalze enthaltenden Wasserbad bei Temperaturen von 40 - 100 C durchgeführt wird, welches die weitere Zersetzung des Kabels beim Verstrecken verhindert. Die Eintauchlänge des Kabels in das Verstreckbad ist um das 1,1 - 6fache größer als die Länge des Hauptverstreckgebietes des Kabels. Die Länge des Hauptverstreckgebietes des Kabels ergibt sich dabei aus dem Abstand zweier Punkte X1 und X2 auf dem Kabel. Bei X ' entspricht die Fadenlaufgeschwindigkeit der Eintauchgeschwindigkeit des Kabels in das Streckbad und bei X_ herrscht die Geschwindigkeit 0,9 . V., wobei V die Fadentransportgeschwindigkeit nach dem Streckbad bedeutet. Nach dem Verstreckvorgang wird das Faserkabel oder die geschnittene Faser in einem üblichen Säurebad bei Temperaturen von 40 - 98 0C regeneriert.
Ausführungs beispie1
Die Erfindung soll nachfolgend an Beispielen erläutert werden.
Beispiel 1
Eine Viskose mit 6 Masse% Cellulose, 6 Massel Natriumhydroxid sowie 35 Masse% Schwefelkohlenstoff und 3 Masse% Modifikatorgemisch aus Dimethylamin und PoIyäthylenglykol (bezogen auf Alpha-Cellulose) wird in
einem Spinnbad von 35 0C versponnen. Es wird eine 800-Loch-Düse mit einem Düsenlochdurchmesser von 0,06 mm verwendet. Das Spinnbad enthält 70 g/l Schwefelsäure, 100 g/l Natriumsulfat und 40 g/l Zinksulfat, Die Badstrecke beträgt 50 cm.
Die anschließende Verstreckung wird in einem Wasserbad, das 80 g/l Natriumacetat enthält, bei 75 0C und einem Verstreckverhältnis von 1 : 2,3 durchgeführt. Die Eintauchlänge des Kabels beträgt 1,5 m.
Das Kabel wird anschließend in einem Bad, das 15 g/l Schwefelsäure enthält, bei 98 0C regeneriert. Es wird in Stapel geschnitten, wie üblich nachbehandelt und getrocknet.
Die resultierenden Fasern besitzen folgende textilphysikalischen Eigenschaften:
Feinheit: 0,15 tex
feinheitsbezogene Reißkraft trocken: 370 mN/tex feinheitsbezogene Reißkraft naß: 270 mN/tex Reißdehnung trocken: 15 %
Reißdehnung naß: 17 %
feinheitsbezogene Schlingenreißkraft : 75 mN/tex Naßmodul: 1050 mN/tex
Beispiel 2
Eine Viskose mit 7,3 Masse% Cellulose, 5,5 Masse% Natriumhydroxid sowie 35 Masse% Schwefelkohlenstoff und 3 Masse% Modifikatorgemisch (wie in Beispiel 1 bezogen auf Alpha-Cellulose) wird in einem Spinnbad von 40 0C versponnen. Die Düsen- und Spinnbadbe-
dingungen entsprechen denen in Beispiel 1. Die Badstrecke beträgt 60 cm.
Die Verstreckung wird in einem Bad, das 80 g/l Natriumphosphat enthält/bei 60 0C und einem Verstreckverhältnis von 1 : 2j7 durchgeführt· Die Eintauchlänge des Kabels beträgt 55 cm.
Das Kabel wird anschließend in Stapel geschnitten und bei 70 0C 2 Minuten in einem Bad mit 20 g/l Schwefelsäure regeneriert, nachbehandelt und getrocknet.
Die resultierenden Fasern besitzen folgende textilphysikalischen Werte:
Feinheit : 0,15 tex
feinheitsbezogene Reißkraft trocken: 380 mN/tex feinheitsbezogene Reißkraft naß: 235 mN/tex Reißdehnung trocken: 18 %
Reißdehnung naß: 20 %
feinheitsbezogene Schlingenreißkraft : 85 mN/tex Naßmodul: 950 mN/tex

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Regeneratfasern durch Verspinnen von Viskose in ein Natriumsulfat und Zinksulfat enthaltendes, schwefelsaures Spinnbad, gekennzeichnet dadurch, daß die anschließende Verstreckung des Spinnkabels in einem schwach alkalischen, Puffersalze enthaltenden Wasserbad bei Temperaturen von 40 - 100 C durchgeführt wird, die Eintauchlänge des Kabels in das Verstreckbad um das 1,1 - 6fache größer ist als die Länge des Hauptverstreckgebietes des Kabels und anschließend das verstreckte Faserkabel oder die geschnittene Faser in einem üblichen Säurebad bei Temperaturen von 40 - 98 0C regeneriert wird.
DD27493485A 1985-04-08 1985-04-08 Verfahren zur herstellung von hochwertigen regeneratfasern DD236120A1 (de)

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