DD226836A1 - Schaumbetonverbundplatte - Google Patents

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DD226836A1
DD226836A1 DD26665184A DD26665184A DD226836A1 DD 226836 A1 DD226836 A1 DD 226836A1 DD 26665184 A DD26665184 A DD 26665184A DD 26665184 A DD26665184 A DD 26665184A DD 226836 A1 DD226836 A1 DD 226836A1
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DD
German Democratic Republic
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foam concrete
fresh
wood wool
concrete composite
composite panel
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Application number
DD26665184A
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English (en)
Inventor
Joerg Stapel
Dieter Letsch
Erhard Gisske
Lothar Goretzki
Dieter Friedrich
Original Assignee
Baudirektion Hauptstadt Berlin
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schaumbetonverbundplatte, die erhoehte Waermedaemmeigenschaften besitzt und im Bauwesen bei guten Gebrauchswerteigenschaften nahezu universell einsetzbar ist. Erfindungsgemaess wird eine Sandwichkonstruktion realisiert, die durch beiderseitig flaechige Bedeckung einer duennen Schaumbetonschicht mit in Zementmoertel getraenkter Holzwolle hergestellt ist.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Schaumbetonverbundplatte mit erhöhten Dämmeigenschaften, die im Bauwesen nahezu universell einsetzbar ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß zur Wärmedämmung im Bauwesen Mineralwolleplatten, Polystyrolplatten, Gasbetonelemente, Platten aus Harnstoffkondensationsprodukten, Holzwolleleichtbauplatten, Schaumgipselemente, Schaumbeton u. a. gebräuchlich sind. Mineralwolleplatten sind in ihrer Anwendungsbreite begrenzt, weil sie zu geringe Festigkeiten aufweisen. Das gleiche gilt für Platten aus Harnstoffkondensationsprodukten. Gasbetonelemente haben ein schlechtes Feuchtigkeitsverhalten, da sie nicht hydrophob sind. Polystyrolplatten sind in ihrer Herstellung energieaufwendig, und deshalb ist ihr breiter Einsatz ökonomisch nur bedingt vertretbar. Holzwolleleichtbauplatten besitzen eine relativ hohe Wärmeleitfähigkeit und haben damit als Dämmstoffe einen geringeren Wirkungsgrad. Auf Grund des offenen Porensystems nehmen sie leicht Feuchtigkeit auf, wodurch die Wärmedämmeigenschaften herabgesetzt werden. Schaumgipsplatten sind nur für Innenräume verwendbar, da sie feuchteempfindlich sind. Bei niedrigen Rohdichten ist Schaumbeton ungeeignet für die Herstellung von Wärmedämmplatten, da er nicht transport- und lagerfähig ist, eine zu geringe Biegezugfestigkeit aufweist und langfristig eine zu hohe Schwindneigung besitzt. Schaumbeton muß in den beschriebenen Anwendungsfällen eine Mindesttragfähigkeit besitzen, die das Unterschreiten der Rohdichte von 300 kg/m3 untersagt. Damit können seine sehr guten Dämmeigenschaften in niedrigeren Rohdichten nicht genutzt werden
Die beschriebenen Wärmedämmplatten sind größtenteils nicht direkt verputz- und tapezierfähig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, kostengünstig eine Wärmedämmplatte herzustellen, die erhöhte Wärmedämmeigenschaften besitzt und im Bauwesen bei guten Gebrauchseigenschaften universell einsetzbar ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, mit billigen, ausreichend verfügbaren, bauphysikalisch günstigen Ausgangsmaterialien, einbau- und verarbeitungsgünstige Wärmedämmplatten herzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Sandwichkonstruktion im frisch-auf-frisch Verfahren durch die beiderseitig flächige Bedeckung einer dünnen Schaumbetonschicht mit in Zementmörtel getränkter Holzwolle hergestellt ist.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die beiderseitig flächige Bedeckung wird erreicht, indem Holzwolle in einem zementgebundenen Mörtel, vorzugsweise MGlII, getränkt und auf den Schaumbeton aufgebracht wird. Vorzugsweise kann Sand der Körnung 0/2 verwendet werden. Die tapezierfähige Fläche wird durch eine glatte Formfläche erreicht. Die Holzwolle-Mörtelschicht darf eine Dicke von 7 mm nicht überschreiten.
Auf diese Holzwolle-Mörtelschicht wird Schaumbeton mit einer Dichte von 100 bis 500 kg/m3, vorzugsweise 220 kg/m3, aufgebracht. Der Schaumbeton wird aus einem vorgefertigtem Schaum, Zement, vorzugsweise PZ 1/45 und Wasser hergestellt.
Mit Hilfe eines bekannten Schaumbildners, vorzugsweise Eiweißhydrolysaten, kann der Schaum vorgefertigt werden.
Die Schichtdicke des Schaumbetons darf 30 mm nicht unterschreiten. Im Bedarfsfall wird in den Schaumbeton eine Stabilisierung eingebracht. Dafür können vorzugsweise Holzwolle oderTextilfasern, Textilschnitzel, Gummifasern u. a. Materialien eingesetzt werden.
Nach Aufbringen der Deckschicht kann bei Bedarf durch Eindrücken mittels Dorn im Raster von etwa 200 mm eine Verbindung mit der Unterschicht hergestellt werden. Der entstandene Hohlraum.füllt sich mit Schaumbeton, so daß sich keine Kältebrücken bilden.
Die verputzfähige Fläche wird durch einfaches Glätten der Oberfläche erreicht. Durch diese tragfähige Kaschierung der Schaumbetonplatte können niedrigste Rohdichten und damit die höchsten Dämmeigenschaften des Schaumbetons genutzt werden. Nach dem beschriebenen Verfahren können Platten beliebiger Größe, vorzugsweise 800 x 800 mm hergestellt werden.
Der Wärmedurchgangswert im Einbauzustand liegt je nach Schaumbetonrohdichte bei 4 cm dicken Platten zwischen k = 1,5... 1,8 W/m2K, bei 5 cm dicken Platten bei k = 1,2... 1,5 W/m2K und bei 6 cm dicken Platten zwischen K = 1,0... 1,25 W/m2K.
Diese Wärmedämmplatte kann vorzugsweise für Rekonstruktions- und Modernisierungsmaßnahmen, als Substitutionsmaterial für Polystyrol in 3-Schicht-Außenwandelelementen sowie für 2-schalige Außenwandkonstruktionen eingesetzt werden.

Claims (1)

  1. -1- 666
    Erfindungsanspruch:
    1. Schaumbetonverbundplatte, gekennzeichnet dadurch, daß in einem Fertigungszyklus eine frische Schaumbetonschicht niedrigster Rohdichte, im Bedarfsfall mit Holzwolle bewehrt, beiderseitig flächig mit sehr dünnen Bedeckungen, nach der Erhärtung tragfähigen Schichten, aus in Frischmörtel getränkter Holzwolle kaschiert ist, und nach Bedarf einen zusätzlichen Verbund zwischen den frischen Deckschichten durch frische Mörtelbrücken besitzt.
DD26665184A 1984-08-27 1984-08-27 Schaumbetonverbundplatte DD226836A1 (de)

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