DD226920A1 - Vorrichtung an kettenwirkmaschinen, insbesondere naehwirkmaschinen, zur intensiven vliesverfestigung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Kettenwirkmaschinen, insbesondere Naehwirkmaschinen, zur intensiven Vliesverfestigung. Ziel der Erfindung ist die Steigerung der Festigkeit der Vlies-Naehgewirke durch steigenden Anteil in Maschen eingebundener Fasern. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass gegenueber der Wirknadeln drahtfoermige, kammartige auf einer Barre angeordnete durch ihre schwingende und/oder Hubbewegung unverfestigte Fasern des Vlies-Naehgewirkes in den Arbeitsbereich draengende Mittel angeordnet sind. Die gedraengten Fasern werden verfestigt und erhoehen den Anteil der in Maschen eingebundenen Fasern. Fig. 1
Description
Vorrichtung an Kettenwirkmaschinen, insbesondere Nähwirkmaschinen, zur intensiven Vliesverfestigung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Kettenwirkmaschinen, insbesondere Nähwirkmaschinen, zur intensiven Vliesverfestigung bei der Herstellung von leichten, aus losem Faser- und/oder Eleraentarfadenvlies bestehenden Textilstoffes durch die Bildung von senkrechten Maschen— reihen aus Faseranteilen des Faser- und/oder Elementarfadenvlieses, wobei die Maschine mit mit Schiebern verschließbaren spitzen Wirknadeln, die vor ihrer Spitze je einen Haken aufweisen, mit einem hinter dem Faser- und/ oder Elementarfadenvlies angeordneten ortsfesten Abschlagkamm und mit einer Vorrichtung zum Führen des Faser- und/ oder Elementarfadenvlieses ausgestattet ist, wobei sich vor dem letzteren eine parallel der Wirknadelreihe verlaufende Gegenhaltevorrichtung befindet, unter derselben und den Wirknadeln längs der Gegenhaltevorrichtung weiterhin ein Mittel zum Abstützen des fertigen Textilstoffes vorgesehen ist.
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- 2 Charakteristik der bekannten technischen Lösung
Eine Maschine zum Herstellen von leichten, aus losem Faser- und/oder Elementarfadenvlies bestehenden Textilstoffes ist bekannt (DD-PS 99 403). Den Wirknadeln ist bei derselben eine Gegenhaltevorrichtung für das lose Faser- und/oder Elementarfadenvlies und ein Abstutzmittel für den fertigen Textilstoff zugeordnet, welche kammartig ineinandergreifen. Die Gegenhaltevorrichtung ist in Richtung der Wirknadelreihe und senkrecht dazu einstellbar. Unterhalb der Wirknadeln und in einem geringeren Abstand zum Abschlagkamm als die Gegenhaltevorrichtung ist die Maschine mit einem Abstützmittel versehen, dessen Platinen zwischen die Platinen der Gegenhaltevorrichtung greifen. Die Gegenhaltevorrichtung und das Abstützmittel haben zueinander eine derartige Beziehung, daß sie ein stufenförmiges Einschließmittel bilden, wobei der Durchgangsspalt für das Faser- und/oder Elementarfaderivlies über den Wirknadeln breiter als darunter ist. Mit dem Einschließmittel wird bezweckt, im Bereich der Wirknadeln einen Fasermaterialstau zu erzeugen, der zu einer ausreichenden Zufuhr von Fasern in die Haken der Wirknadeln führt.
Die Platinen der Gegenhaltevorrichtung und des Abstützmittels komprimieren jedoch das unverfestigte Faser- und/ oder Elementarfadenvlies im Bereich der Wirknadeln derart, daß dabei nicht nur die Anzahl der in den Maschen eingebundenen Fasern, sondern auch der nicht in die Maschen eingebundene Faseranteil zwischen den einzelnen Maschenreihen steigt. Dadurch entsteht ein Vlies-Nähgewirke, welches in der flächenmassenbezogenen Reißkraft keine Verbesserung gegenüber der mit anderen Vorrichtungen zur mechanischen Verfestigung mit maschenbildenden Nadeln erzeugten Vliesstoffen aufweist. Hinzu kommt, daß die konstruktive Gestaltung des Abstützmittels und der Gegenhaltevorrichtung in ihrer Größe und ihren Bewegungsverhältnissen zu aufwendig sind. -
- 3 Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht deshalb darin, durch eine intensive mechanische Verfestigung des Faser- und/oder Elementarfadenvlieses die Festigkeit besonders bei leichten Vlies-Nähgewirken zu erhöhen und damit die Einsatzgebiete von derartigen Textilstoffen zu erweitern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung an Kettenwirkmaschinen, insbesondere Nähwirkmaschinen, zum Herstellen von leichten, aus losem Faser- und/oder Elementarfadenvlies bestehenden Textilstoffes zu schaffen, mit welcher eine vorzugsweise dünne Materialschicht durchgängig vermascht werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß unterhalb der Wirknadelreihe und in einem Abstand zu derselben kammartig auf einer Barre angeordnete Mittel vorgesehen sind, die zwischen die Wirknadeln greifen und dabei eine Hub- und/oder Schwingbewegung in Richtung der unverfestigten Fasern des Vlies-Nähgewirkes ausführen.
Durch den Einsatz dieser erfindungsgemäßen kammartig angeordneten Mittel werden die Fasern, die sich bei den bereits bekannten Vlies-Nähgewirken zwischen den Maschenreihen befinden und nur einen sehr kleinen Anteil an der Materialfestigkeit besitzen, erfaßt und über die Spitzen der Wirknadeln gehoben, so daß dieselben im darauffolgenden Arbeitszyklus erneut von den Wirknadeln erfaßt und zusätzlich verfestigt werden. Damit wird der Anteil der in die Maschen eingebundenen Fasern wesentlich erhöht und damit die Festigkeit der Vlies-Nähgewirke.
- 4 Ausführungsbeispiel
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt der Maschenbildungszone einer Nähwirkmaschine und in
Fig. 2 eine Draufsicht zu Figur 1.
Die in Figur 1 dargestellte schematische Maschenbildungszone einer Nähwirkmaschine zur Herstellung von leichten, aus losem Faser- und/oder Elementarfadenvlies bestehenden Textilstoffes ist mit hin- und herbeweglichen Wirknadeln versehen, die beispielsweise die Gestalt von Schiebernadeln besitzen. Zum Offnen und Schließen der Nadelhaken dienen die Schließdrähte 2. Die Schließdrähte 2 verschließen die Haken 10 dann, wenn die Wirknadeln 1 rückwärts aus dem Faser- und/oder Elementarfadenvlies 7 austreten und die aus demselben dabei mitgeführten Faserschlingen durch die im vorherigen Arbeitsgang gebildete, auf den Wirknadeln 1 befindliche Faserschlinge ziehen. Auf diese Weise wird das Faser- und/oder Elementarfadenvlies 7 mittels auf dessen rechter Seite aus den Fasern des Vlieses entstehenden Vliesmaschen 12 zu einem Vlies-Nähgewirke abgebunden. Das Faser- und/oder Elementarfadenvlies 7 und das fertige Vlies-Nähgewirke 8 sind im Bereich der Maschenbildungszone zwischen einem senkrecht zu den Wirknadeln 1 angeordneten ortsfesten Abschlagkamm 3 und dem Gegenhaltemittel 4, welches von den den Wirknadeln 1 gegenüberliegenden Einlegeplatinen gebildet wird, und der Stützschiene 5 unterhalb der Wirknadeln 1 geführt.
Zu Beginn eines neuen Maschenbildungszyklusses befinden sich die Wirknadeln 1 im hinteren Totpunkt im Abschlagkamm 3 und in ihren Haken 10 befindet sich eine aus
Faserbündeln bestehende Halbmasche 11. Bei der Vorwärtsbewegung der Wirknadeln 1 bewegt sich der Schließdraht weiter zurück und der vorher geschlossene Nadelhaken IO öffnet sich, so daß die Halbmasche 11 beim Durchdringen der Wirknadeln 1 in das Faser- und/oder Elementarfadenvlies 7 auf den Nadelschaft gleiten kann. In dieser Phase greifen die Mittel 6 unterhalb der Wirknadeln 1 zwischen die im vorangegangenen Arbeitszyklus gebildeten senkrechten Maschenreihen. Mittels Hub- und/oder Schwingbewegung der Mittel 6 werden die zwischen den Maschen befindlichen unverfestigten Faseranteile über die Spitzen der Wirknadeln 1 gehoben, so daß die Wirknadeln 1 beim Durchstechen des Faser- und/oder Elementarfadenvlieses die zwischen den Maschen liegenden Faseranteile nicht in Richtung des gebildeten Vlies-Nähgewirkes 8 verdrängen. Nachdem die Wirknadeln 1 den vorderen Totpunkt erreicht haben, bewegen sich die Mittel 6 in Abzugsrichtung des fertigen Vlies-Nähgewirkes 8, geben die angehobenen Faseranteile dabei frei und unterstützen im folgenden den Abzug. Die angehobenen Faseranteile können beim Rückwärtsgang der Wirknadeln 1 von denselben erfaßt werden und nehmen anschließend an der Maschenbildung teil· Damit wird erreicht, daß bei der Herstellung von leichten Vlies-Nähgewirken 8 der größtmögliche Faseranteil an der Maschenbildung beteiligt wird und damit die Festigkeit derartiger Vlies-Nähgewirke wesentlich erhöht werden kann.
Claims (5)
1. Vorrichtung an Kettenwirkmaschinen, insbesondere Nähwirkmaschinen, zur intensiven Vliesverfestigung bei der Herstellung von leichten, aus losem Faser- und/ oder Eletnentarfadenvlies bestehenden Textilstoffes durch die Bildung von senkrechten Maschenreihen, wobei die Maschine mit mit Schiebern verschließbaren spitzen Wirknadeln, die vor ihrer Spitze je einen Haken aufweisen, mit einem hinter dem Faser- und/oder Eleraentarfadenvlies angeordneten Abschlagkamm sowie einer Gegenhaltevorrichtung und einem Abstützmittel ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Wirknadeln (1) und in einem Abstand zu derselben kammartig auf einer Barre (9) angeordnete Mittel (6) vorgesehen sind, die zwischen die Wirknadeln (1) greifen und dabei eine Hub- und/oder Schwingbewegung in Richtung der unverfestigten Faseranteile (7) des Vlies-Nähgewirkes (8) ausführen,
2. Vorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (6) beispielsweise aus Drähten oder Platinen gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (6) mit Fasereindrückplatinen (4) kombiniert sind.
4» Vorrichtung nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (6) zwischen den Nadelspitzen an Stelle von Einlegeplatinen (4) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mittel (6) während des Einstechens der VVirknadeln (1) in das Faservlies (7) gegen Materialflußrichtung über den Wirknadeln (1) und während des Erfassens der Fasern durch die Wirknadeln (1) in Materialflußrichtung unter den Wirknadeln (1) befinden.
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