DD227668A1 - Naehgewirkte einlage fuer foerdergurte - Google Patents

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Walter Horbach
Bernd Viertel
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Meerane Tech Textilien Veb
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    • D04B21/00Warp knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
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    • D04B21/16Fabrics characterised by the incorporation by knitting, in one or more thread, fleece, or fabric layers, of reinforcing, binding, or decorative threads; Fabrics incorporating small auxiliary elements, e.g. for decorative purposes incorporating synthetic threads
    • D04B21/165Fabrics characterised by the incorporation by knitting, in one or more thread, fleece, or fabric layers, of reinforcing, binding, or decorative threads; Fabrics incorporating small auxiliary elements, e.g. for decorative purposes incorporating synthetic threads with yarns stitched through one or more layers or tows, e.g. stitch-bonded fabrics
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Abstract

Die Anwendung der Erfindung erfolgt fuer Foerdergurte mit Plast- oder Elastmatrix zum Einsatz auf den Gebieten, auf denen Gurtbandfoerderer leichter Bauart zum Einsatz kommen. Ziel der Erfindung ist die hochproduktive und materialsparende Herstellung einer Foerdergurteinlage, die beim Umlenken um Gurttrommeln mit geringem Durchmesser keine Stauchfalten bilden. Die technische Aufgabe besteht in der Schaffung einer Bindungskonstruktion eines Naehgewirkes, die eine gleichbleibend glatte Oberflaeche desselben bewirkt. Die erfindungsgemaesse Loesung sieht den Einsatz von vier Fadensystemen, einem Kett-, einem Schuss- und zwei Naehfadensystemen vor. Die beiden Naehfadensysteme binden gegenlegig, wobei mindestens ein Naehfadensystem ueber mehr als zwei Maschenstaebchen bindet.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Anwendung der Erfindung erfolgt für Fördergurte mit Plast- oder Elastmatrix zum Einsatz auf allen Gebieten der Industrie, Landwirtschaft, im Handel und Verkehrswesen, in denen Gurtbandförderer leichter Bauart eingesetzt werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt ist, daß textile Einlagen für Fördergurte in Form von Nähgewirken angewendet werden, die gegenüber Geweben den Vorteil aufweisen, daß sie mit wesentlich niedrigerem Arbeitsaufwand hergestellt werden. Sie werden in Form von Fadenlagennähgewirke mit drei Fadensystemen (Kette, Schuß und einem Nähfadensystem) als Einlagen zur Aufnahme der Zugbeanspruchungen oder mit zwei Fadensystemen (Schuß und einem Nähfadensystem) als zusätzliche Schutzeinlagen in Fördergurten für schwere Aufgabebeanspruchung verwendet (DD-PS 49252). B 656, 15-34 Bekannt ist ferner, daß mit Hilfe der Webtechnik unter besonderen Voraussetzungen (DE-AS 2519448) Gewebeeinlagen mit biegetechnisch günstigen Eigenschaften herstellbar sind. Nachteilig ist bei diesem Verfahren die verhältnismäßig niedrige Produktivität im Vergleich zur Nähgewirkeherstellung.
Bisher als Einlagen für Fördergurte verwendete Fadenlagennähgewirke bestehen aus nur einem Nähfadensystem, das bei Schutzeinlagen vorzugsweise in Fransenbindung, bei zugtragenden Einlagen in Trikotbindung verarbeitet ist.
Das bedeutet, daß in nähgewirkten Einlagen für Fördergurte nur ein Nähfadensystem angewendet wird, dessen Bindung über höchstens zwei benachbarte Maschenstäbchen verläuft.
Beim Einsatz solcher Einlagen für Fördergurte entsteht der Nachteil, daß beim Umlenken um kleine Trommeln eine Stauchfaltenbildung auftritt, die um so größer wird, je kleiner der Trommeldurchmesser und je dünner die Beschichtungsauflage sind. Diese Stauchfaltenbildung bewirkt eine Verringerung des Reibwertes zwischen Trommel und Gurt und erhöht die dynamische Beanspruchung der Faserstoffe und fördert dadurch zwangsläufig deren Verschleiß.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine nähgewirkte Einlage für Fördergurte zu schaffen, die auch bei kleinen Durchmessern der Gurttrommeln, vorrangig unter 160mm, im bestimmungsgemäßen Einsatz der Fördergurte keine Stauchfaltenbildung bewirkt und ohne zusätzlichen Materialaufwand herstellbar ist.
Wesen der Erfindung
Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, auf Basis der hochproduktiven Nähwirktechnologie eine neuartige Bindungskonstruktion zu schaffen, die eine glatte Oberfläche der nähgewirkten Fördergurteinlage ergibt, die sich auch bei starker Biegung des Fördergurtes nicht verändert.
Erfindungsgemäß wurde überraschend gefunden, daß beim Einsatz von vier Fadensystemen unter spezieller Bindungskonstruktion für die Herstellung von nähgewirkten Einlagen für Fördergurte auch bei geringen Gurttrommeldurchmessern unter 160mm keine Stauchfaltenbildung am Fördergurt auftritt. Neben einem Kett- und einem Schußsystem werden zwei Nähfadensysteme eingesetzt. Die beiden Nähfadensysteme binden gegenlegig. Mindestens ein Nähfadensystem bindet über mehr als 2 Maschenstäbchen.
Erfindungsgemäß können die Nähfadensysteme Tuch/Samt, Tuch/Tuch oder Trikot/Samt binden.
Durch die erfindungsgemäße Bindungskonstruktion werden die Kettfäden in eine leicht flach wellige Lage gezwungen. In Kombination mit den anderen Fadensystemen wird dadurch eine für das Biegen günstige Struktur erreicht, indem sich auch auf der Biegungsinnenseite keine Fadenelemente aufwölben. Die Oberfläche der Einlage und damit auch des Fördergurtes bleibt geschlossen. Der Reibwert zwischen Fördergurt und Gurttrommel bleibt voll erhalten, wodurch der Verschleiß des Gurtes minimiert werden kann.
Weiterhin zeigte sich, daß bei der erfindungsgemäßen Herstellung von nähgewirkten Fördergurteinlagen die Quersteifigkeit und -festigkeit positiv beeinflußt werden. Ursache dafür ist, daß von einem oder beiden Nähfadensystemen im Gegensatz zu bisher üblichen Nähgewirkestrukturen fürtextile Fördergurteinlagen eine tragende Funktion in Querrichtung übernommen
wird. Die teilweise Übernahme einer Funktion, die bisher ausschließlich von den Schußfäden asugeübt wurde, ermöglicht eine Materialeinsparung im Schußfadensystem ohne Einbuße an Querfestigkeit. Da außerdem feine Fäden in den Nähfadensystemen einsetzbar sind, wird die Dicke der nähgewirkten Einlage reduziert und eine glattere Oberfläche erreicht, die besonders gute Voraussetzungen für die spätere Beschichtung bietet. Dabei wird zusätzlich das Auftragen der Bindepunkte, was teilweise bis zur Fördergurtoberfläche sichtbar war, vermieden. Damit wird überraschend neben einer Materialeinsparung in der textlien Einlage auch eine Einsparung an Beschichtungsmasse ermöglicht.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachfolgend in konkreten Realisierungsformen anhand der Herstellungsdaten dargestellt werden:
Beispiel 1
Kettfaden: 188texPA-S-kt
Nähfaden: 30texPA-S-kt
Schußfaden: Zwirn aus OE-Garn 67 PE-F/33 Vl-F
64texx3
Kettfadendichte: 60Fdn/dm
Schußfadendichte: 100Fdn/dm
Nähfadendichte: 80Fdn/dm
Binduna: Tuch/Samt7weifarif>n<;v<;tpmin npnenlpnin
Beispiel 2
Kettfaden:
Schußfaden:
Nähfaden:
Kettfadendichte:
Schußfadendichte:
Nähfadendichte:
Bindung:
Beispiel 3
Kettfaden:
Schußfaden:
Nähfaden:
Kettfadendichte:
Schußfadendichte:
Nähfadendichte:
Bindung:
188texPA-S-kt KMS-V107 tex: PA-S-kt76tex + Vl-F 15texPE-S-t-DS 80 Fdn/dm 125Fdn/dm
80 Fdn/dm Tuch/Tuch zweifadensystemig, gegenlegig
112texPE-S-kt 94texPA-S-kt 14texPE-S-kt 93 Fdn/dm 136 Fdn/dm
80 Fdn/dm Trikot/Samt zweifadensystemig, gegenlegig

Claims (4)

  1. -1- 682
    Erfindungsansprüche:
    1. Nähgewirkte Einlage für Fördergurte, gekennzeichnet dadurch, daß vier Fadensysteme, ein Kett-, ein Schuß- und zwei Nähfadensysteme zum Einsatz kommen, wobei die Nähfadensysteme gegenlegig binden und mindestens ein Nähfadensystem über mehr als 2 Maschenstäbchen bindet.
  2. 2. Nähgewirkte Einlage nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Nähfadensysteme Tuch/Samt binden.
  3. 3. Nähgewirkte Einlage nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Nähfadensysteme Tuch/Tuch binden.
  4. 4. Nähgewirkte Einlage nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die beiden Nähfadensysteme Trikot/Samt binden.
DD26827484A 1984-10-11 1984-10-11 Naehgewirkte einlage fuer foerdergurte DD227668B1 (de)

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DE3535246A1 (de) 1986-04-17
DD227668B1 (de) 1989-12-06

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