DD228491A1 - Pressform zur herstellung von hohlkoerpern - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Pressform zur Herstellung von Hohlkoerpern durch hydrostatisches Pressen und wird zur Fertigung von keramischen Hochspannungsisolatoren eingesetzt. Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Oekonomie und die Schaffung der Voraussetzungen fuer ein teilautomatisiertes Regime der Be- und Entleerung der Pressform. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, technische Mittel vorzusehen, die ein Ausstossen und eine Lagestabilisierung auf der Ausstosseinheit ermoeglichen, ohne dass die Formhuelle wesentlich belastet wird. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass im Stuetzkorb ein Bodendurchbruch in Gestalt eines Hohlzapfens vorgesehen ist, der Boden der flexiblen Formenhuelle einen schlauchartigen Abschluss, der um das Ende des Hohlzapfens geschlagen ist, aufweist und der Kern sich verjuengt und sich abdichtend am schlauchartigen Ende der flexiblen Formenhuelle anlegt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Preßform zur Herstellung von Hohlkörpern durch hydrostatisches Pressen von verdichtbaren teilchenförmigen Materialien. Eine bevorzugte Anwendung der erfindungsgemäßen Preßform erfolgt bei der Fertigung keramischer Hochspannungsisolatoren.
Durch die Anwendung der iso- bzw. hydrostatischen Preßtechnik wurde die Herstellung von Körpern mit komplizierten Oberflächengeometrien aus pulverförmigen Materialien möglich. In jüngster Zeit wendet man diese Verfahren auch bei der Fertigung von größeren hohlausgebildeten keramischen Isolierelementen an.
Eine Vorrichtung zur Herstellung keramischer Hohlkörper, die in der Patentanmeldung WP B30B/2511111 beschrieben wird, besteht aus einem Stützkorb, einer beidseitig offenen elastischen Formenhülle, zwei Abschlußplatten und einem beidseitig offenen Kern.
Nachteilig bei der Entleerung dieser Vorrichtung ist es, daß nach der Entnahme der Vorrichtung aus dem Druckbehälter mittels eines Hebezeuges der obere Teil der Preßform über die gesamte Höhe des Formlings abgehoben werden muß.
Bei der Fertigung von großen Isolierelementen erfordert das eine Raumhöhe, die nur durch zusätzliche Aufwendungen erreicht werden kann. Zur Eingliederung in ein teilautomatisiertes Transportsystem sind zusätzliche Arbeitsgänge erforderlich. Eine exakte Lagestabilisierung des gepreßten Körpers, der bis zu einer Tonne wiegen kann, ist ebenfalls mit dieser Vorrichtung nicht möglich.
Bei einer anderen technischen Lösung, dem Prinzip nach Uhde und Lohrengel, besteht die Preßform aus einem einseitig offenen zylindrischen Stützkorb, einer sackartigen elastischen Formenhülle, einem Vollkern mit Fußplatte und einer oberen Abschlußplatte.
Die Abdichtung des Füllraumes der Preßform erfolgt durch Anlegen der zum offenen Ende sich verjüngenden elastischen Formenhülle an den Rand der oberen Abschlußplatte.
Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist es, daß beim Einfüllen des Granulates zur Stabilisierung der sackartigen Formenhülle zusätzliche Einrichtungen erforderlich sind.
Die Entformung des Preßlings nach Entnahme der Vorrichtung aus dem Druckbehälter kann entweder durch Ausheben des Kernes mit Abschlußplatte und Formling, Absetzen dieser Einheit, Abnehmen der Abschlußplatte und Absetzen des Formlings oder nach Entfernen der Abschlußplatte durch Ausstoßen von Kern und Formling nach oben und folgendes Ausheben des Formlings erfolgen.
Dabei ist im Falle des Aushebens ein zusätzlicher Arbeitsgang und eine entsprechende Raumhöhe für die Aushebebewegung erforderlich. Im Falle des Ausstoßens wirkt sich nachteilig aus, daß
a) die elastische Formenhülle durch eine Einrichtung fixiert werden muß und
b) die Formenhülle durch das Ausstülpen so stark belastet wird, daß die Lebensdauer gering ist.
Eine Lagefixierung des Formlings, die für einen teilautomatisierten Transportablauf erforderlich ist, kann auch in diesem Falle nur durch eine zusätzliche Haltevorrichtung erreicht werden.
Es ist das Ziel der Erfindung, die Herstellung von Hohlkörpern durch hydrostatisches Pressen von verdichtbaren teilchenförmigen Materialien technologisch einfacher zu gestalten und die Voraussetzungen für ein teilautomatisiertes Regime der Be- und Entleerung der Preßform zu schaffen.
Aufgabe der Erfindung ist es, technische Mittel vorzusehen, die ein Ausstoßen des Formlings und eine Lagestabilisierung auf der Ausstoßeinheit ermöglichen, ohne daß die Formenhülle wesentlichen Belastungen ausgesetzt ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Stützkorb ein Bodendurchbruch in Gestalt eines Hohlzapfens vorgesehen ist, der Boden der flexiblen Formenhülle einen schlauchartigen Abschluß, der um das Ende des Hohlzapfens geschlagen ist, aufweist und der Kern sich verjüngt und sich abdichtend am schlauchartigen Ende der flexiblen Formenhülle anlegt.
Von Vorteil ist es, daß die flexible Formenhülle die Bodenplatte teilweise umschließt und im Stützkorb eine profilierte Einlage vorgesehen ist.
Dadurch wird erreicht, daß Preßspannungen am Fußteil des Formlings, die zu Ausplatzungen bzw. Rissen führen, zuverlässig verhindert werden. Die üblicherweise am Fußteil auftretenden Verdickungen werden gleichfalls beseitigt. Weiterhin ist es von Vorteil, daß der Kern als Hohlkörper ausgebildet und sich das untere Ende des Hohlkernes formschlüssig in die Ausstoßeinheit einpaßt.
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Durch die erfindungsgemäße Preßform wird erreicht, daß der Formling lagestabilisiert ausgestoßen und durch ein Greifersystem übernommen werden kann. Ein teilautomatisierter Transportablauf zu den weiteren Bearbeitungsaggregaten wird dadurch ermöglicht.
Da während des Ausstoßens die eingelegte flexible Formenhülle in völliger Ruhestellung verbleibt, wird ein vorzeitiger Formenverschleiß zuverlässig verhindert.
Die Ausführung des Kernes als Hohlkörper verringert erheblich die Belastung der Aushebeeinrichtung durch das verminderte Gewicht des Kernes.
Die erfindungsgemäße Preßform soll anhand von vier Zeichnungen näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 Längsschnitt der zum Füllen vorbereiteten Preßform
Fig.2 Längsschnitt der Preßform im gefüllten Zustand
Fig. 3 Schematische Darstellung der Preßform während des Ausstoßens des Formlings Fig. 4 Ausschnitt einer Preßform, bei der die flexible Formenhülle die Bodenplatte teilweise umschließt Die Preßform besteht aus dem Stützkorb 1, der als perforierter Metallbehälter mit zapfenförmigem Bodendurchbruch ausgeführt ist. Die elastische Formenhülle 2, die aus Latexgummi mit einer Wandstärke von ca. 4mm hergestellt wird, weist einen schlauchartigen Abschluß im Bodenteil auf. Die bekannte elastische Pufferzone 8 ist ringförmig im Boden der elastischen Preßform angebracht.
Der Kern 3 mit Bodenplatte 4 ist ein metallener Hohlzylinder, dessen Querschnitt sich am unteren Ende konisch verjüngt.
Weiterhin ist die obere Distanzplatte 5 und ein Abdichtelement 6 vorgesehen.
In der Figur 4 ist die flexible Formenhülle 2, die die Bodenplatte 4 teilweise umschließt und die profilierte Einlage 9 darstellt.
Zum Pressen wird die Preßform in folgender Weise vorbereitet. In den Stützkorb 1 wird die flexible Formenhülle 2 so eingelegt, daß der schlauchförmige Abschluß um das Ende des Zapfens des Stützkorbes 1 geschlagen ist. Nach Einsetzen des Kernes 3 mit Bodenplatte 4 wird die Preßform zur Füllstation transportiert und das zu verpressende Granulat eingerüttelt. Anschließend wird die Distanzplatte 5 aufgebracht und das Abdichtelement 6 aufgestülpt.
An der Distanzplatte 5 sind Aufnahmen 7 für ein Hebezeug vorgesehen.
Die Preßform ist preßbereit und gelangt über ein teilautomatisiertes Transportsystem in den Druckbehälter.
Nach Beendigung des Preßvorganges wird die Preßform aus dem Druckbehälter mittels Hebezeug entnommen und gelangt auf dem teilautomatisierten Transportsystem über eine Waschanlage zur Ausstoßeinheit.
Das Abdichtelement 6 und die Distanzplatte 5 werden entfernt und der Formling wird mittels einer nicht näher dargestellten Ausstoßeinheit etwas über die halbe Formlingslänge ausgestoßen.
Die Gestaltung des Kernes 3 als Hohlkörper gestattet es in einfacher Weise, eine formschlüssige Verbindung zwischen der Ausstoßeinheit und dem Kern 3 mit Formling herzustellen.
Durch die hochgezogene an der Bodenplatte 4 anliegende Formenhülle 2 erhält der Formling eine weitgehend zylindrische Gestalt, ohne nachteilige Verdickungen im Bodenbereich.
Der Formling wird anschließend von einem Greifersystem erfaßt und nach Zurückfahren der Ausstoßeinheit wird der Formling automatisch zu den.weiteren Bearbeitungsstationen befördert. Die Preßform ist dann wieder füllbereit und der gesamte Zyklus wiederholt sich.
Claims (4)
- -1- 695Erfindungsansprüche:1. Preßform zur Herstellung von Hohlkörpern durch hydrostatisches Pressen von verdichtbaren teilchenförmigen Materialien, im wesentlichen bestehend aus einer beidseitig offenen flexiblen Formenhülle, einem Stützkorb, einem Kern, zwei Abschlußplatten und einer Abdichthaube, dadurch gekennzeichnet, daß im Stützkorb (1) ein Bodendurchbruch in Gestalt eines Hohlzapfens vorgesehen ist, der Boden der flexiblen Formenhülle (2) einen schlauchartigen Abschluß, der um das Ende des Hohlzapfens geschlagen ist, aufweist und der Kern (3) sich verjüngt und sich abdichtend am schlauchartigen Ende der flexiblen Formenhülle (2) anlegt.
- 2. Preßform zur Herstellung von Hohlkörpern nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Formenhülle (2) die Bodenplatte (4) teilweise umschließt und im Stützkorb (1) eine profilierte Einlage (9) vorgesehen ist.
- 3. Preßform zur Herstellung von Hohlkörpern nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (3) als Hohlkörper ausgebildet ist.
- 4. Preßform zur Herstellung von Hohlkörpern nach den Punkten 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich das untere Ende des Hohlkerns (3) formschlüssig in die Ausstoßeinheit einpaßt.Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
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