DD229452A5 - Verfahren und vorrichtung zur aufbereitung einer dickspuelung - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufbereitung einer Dickspuelung aus einer Oel-, Gas- oder aehnlichen Bohrung und auf die zur Durchfuehrung des Verfahrens erforderliche Vorrichtung. Ziel ist es, den technisch-oekonomischen Aufwand zu verringern, den Wartungs- und Bedienungsaufwand zu vereinfachen, den Energieverbrauch und die Herstellungskosten zu senken, die Bohrleistung zu erhoehen und den Verschleiss an den Werkzeugen zu reduzieren. Aufgabe ist es, in einem kontinuierlichen Verfahren die vollstaendige Entfernung der Festkoerper und der Gase aus der Dickspuelung zu ermoeglichen, sowie eine Reinigung des Bohrkleins von mitgeschleppten teuren Materialien. Es wird eine Loesung vorgeschlagen, bei der ein endloses Filterband auf zwei angetriebenen Trommeln gelagert ist und die Dickspuelung an mehreren Stellen in Schichten auf das Filterband aufgebracht wird. Der Durchgang der Dickspuelung durch den Filter wird durch Bespruehen dieser mit Filtrat und durch Anlegen eines Unterdruckes erreicht. Nach den Verlassen des Filters erfolgt eine weitere Entgasung der Dickspuelung. Fig. 1

Description

Hierzu 23 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufbereitung einer Dickspülung aus einer Öl-, Gas- oder ähnlichen Bohrung und auf die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Vorrichtung.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei der Durchführung einer Ölbohrung wird die Dickspülung durch das Bohrgestänge gedrückt, tritt an der Bohrkrone aus und gelangt dann an der Außenseite des Bohrgestänges zwischen diesem und der Bohrlochwand nach oben. Die Dickspülung dient zum Transport des Bohrkleins an die Oberfläche, zur Kontrolle des Drucks in der entstehenden Bohrung, zur Schmierung des Bohrgestänges und der Bohrkrone und zur Verhinderung des Einbruchs der Bohrlochwände. Gegenwärtig werden der Dickspülung verschiedene Zuschläge zugesetzt, um deren Eigenschaften zu verbessern. Da die Dickspülung erheblichen Wert hat, ist es wünschenswert, sie zurückzugewinnen und zum Zwecke der Wiederverwendung zu regenerieren. Die Aufbereitung bzw. Regenerierung besteht in der Abtrennung von Festkörpern, die als Bohrklein in die Dickspülung gelangen. Unter „Festkörpern" und „Bohrklein" werden im folgenden Stein- und Erdpartikel verstanden, die von der Bohrkrone aus dem Erdreich losgelöst werden. Die Beschaffenheit der Dickspülung ist von außerordentlicher Bedeutung. Bekanntermaßen hat das Vorhandensein von Festkörpern in der Dickspülung schädliche Wirkungen, indem die Lebensdauer der Pumpen und anderer teurer Ausrüstungen vermindert wird. Außerdem ist es wünschenswert, daß teure Zuschläge wie Baryt nicht verlorengehen, daß fast alles mitgeführte Gas und Luft abgetrennt werden und daß die Dickspülung nicht verdünnt wird. Gegenwärtig ist es üblich, Festkörper durch Schüttelsiebe, Sandabscheider, Schlammabscheider, Zentrifugen und ähnliche Vorrichtungen zu entfernen. Außerdem werden Entgasungsvorrichtungen benutzt.
So muß die Bohrflüssigkeit in einem guten physikalischen und chemischen Zustand gehalten werden, um ihre Funktion erfüllen zu können. Das Bohrklein besteht aus großen Stücken (3A Zoll Durchmesser) bis zu feinsten Teilchen. Würde man die großen Stücke in der Flüssigkeit wieder das Bohrgestänge heruntergehen lassen, so würden sie die Riefen der Bohrkrone und die Werkzeuge des Schwerstangenzuges verstopfen. Daher müssen sie aus der Bohrflüssigkeit (Dickspülung) entfernt werden. Die Entfernung der großen Stücke erfolgt einfach durch Überleiten der Bohrflüssigkeit über ein'grobes Schwingsieb (Schüttelsieb), durch welches die großen Stücken ausgesiebt werden. Die kleineren Partikel des Bohrkleins in der Bohrflüssigkeit lassen sich dagegen nicht so einfach entfernen, und ihr Vorhandensein kann sehr schädliche Auswirkungen auf den gesamten Bohrprozeß haben. In dem Maße, wie der Festkörpergehalt anwächst, wird die Bohrgeschwindigkeit des Bohrko.pfes vermindert (durch unnötiges Nachbohren von Gestein), erfolgt starker Verschleiß der Bohrkrone und der Werkzeuge des Schwerstangenzuges und verschlechtern sich die Eigenschaften der Bohrflüssigkeit selbst erheblich und neigen zur Unkontrollierbarkeit. Eine Methode zur Abtrennung der kleineren Teilchen aus dem Bohrschlammstrom besteht in der Verdünnung des gesamten Bohrschlammvolumens mit Wasser. Das ist oft undurchführbar und fast immer teuer. Die Kosten für das Zusetzen von Wasser, Bereitstellung eines größeren Grubenvolumens usw. machen es im allgemeinen wünschenswerter, die Festkörper mechanisch zu entfernen, z. B. durch Sieben. Die Verdünnung wird jedoch häufig angewendet, um beim Bohren des Oberflächenloches (des oberen oder flachen Teils der Bohrung) den Feststoffgehalt zu vermindern.
In einer typischen Anlage wird die Dickspülung aus der Bohranlage durch sechs Moduleinheiten oder Arbeitsstufen geleitet: 1. ein Schüttelsieb, 2. einen Entgaser, 3. einen Entsander, 4. einen Entschlammer, 5. einen Spülungsreiniger und 6. eine
Zentrifuge. Die Spülung wird zuerst einem Schüttelsieb zugeführt, in dem die großen Teilchen abgetrennt werden. Die verbleibende Spülung gelangt dann in einen ersten Tank. Aus dem ersten Tank wird sie über einen Entgaser in einen zweiten Tank gepumpt. Danach wird sie aus dem zweiten Tank in einen Entsander gepumpt und gelangt in einen dritten Tank. Danach wird sie durch einen Entschlammer oder Spülungsreiniger gepumpt, der, ebenso wie der Entsander, als Zyklonfilter oder Nachreiniger ausgebildet ist. Dann gelangt sie in einen vierten Tank und wird aus diesem dem Dickspülungs-Vorratstank zugeführt.
So wird die Dickspülung in einem diskontinuierlichen Verfahren von einem Modul (oder einer Einheit) der Anlage zum nächsten Modul durch mindestens drei energieaufwendige Kreiselpumpen befördert. Da die Benutzung aller Einheiten der Anlage kein kontinuierlicher Prozeß ist, wird nur ein Teil der gesamten Bohrflüssigkeit tatsächlich durch das gesamte System bearbeitet. Die Wirtschaftlichkeit eines Spülungssystems hängt stark von den täglichen Bearbeitungskosten während des Bohrens ab. Die Spülung wird nach zwei verschiedenen Methoden behandelt: mit Hilfe von Chemikalien und durch mechanische Anlagen. Eine der primären Ursache der hohen täglichen Bearbeitungskosten besteht in dem Bohrklein (auch als „Festkörper" bezeichnet), das in die Spülung gelangt. Die Festkörper werden bei jedem Durchgang durch eine Pumpe weiter zerkleinert. Das verursacht eine erhebliche Abnutzung der Pumpen und macht wegen der Anhäufung kleiner Teilchen die Abtrennung der Festkörper noch schwieriger. Die Festkörper verursachen also viele Probleme, weil sie sich im gesamten Spülungssystem verteilen. Da sie sich mit fortgesetztem Bohren ansammeln, ist es erforderlich, sich mit diesem zu befassen. Die Festkörper werden durch Feinsiebungs-, Entsandungs-, Entschlammungs- und Zentrifugieroperationen entfernt. Außer den Siebvorgängen, bei denen Bohrkleinteilchen abgetrennt werden, die größer als die Maschenweite des Siebes sind, sind die übrigen verwendeten Vorrichtungen bei der Abtrennung von Festkörpern äußerst uneffektiv. Tatsächlich sind Hydrozyklone, die beim Entsanden und Entschlammen verwendet werden, sowie Zentrifugen keine Klassiervorrichtungen.
In der Industrie ist es allgemein üblich, daß die Verwendung der gegenwärtigen Ausrüstungen keine bessere Abtrennung der Festkörper einer bestimmten Größe als in einer Menge von 50% aus der Dickspülung gestatten. Einige Spülungssysteme haben zwar mehrfache Einheiten zur „besseren" Feststoffabtrennung, jedoch sind die Kosten überhöht. In einer typischen Tiefbohrung, bei der die Spülungskosten hoch sind, betragen die Mietkosten für die Ausrüstung durchschnittlich 1 500$ pro Tag. Tiefere Bohrungen umfassen manchmal Mietkosten für die Ausrüstung, die über 2000$ pro Tag betragen. Der Leistungsbedarf für den Betrieb der Pumpen und Einheiten der Ausrüstung beträgt zwischen 430 und 450PS. Darüber hinaus sind die Kosten für Sammeln und Leitungstransport oft genauso hoch wie der Kaufpreis der Ausrüstung. Daraus wird klar, daß die gegenwärtig bekannten Methoden zur Aufbereitung der Dickspülung funktionell ungeeignet und außerdem finanziell belastend sind.
Es gibt zwar Vorschläge für einfachere Methoden und Anlagen zur Behandlung der Dickspülung, wie in der US-PS Nr.4350591, jedoch haben solche Anlagen keine nennenswerte Verwendung in der Industrie gefunden. Diese Anlage enthält ein Filterband, das über Zylinder geführt wird, und Vibrationsplatten in Kontakt mit der dem Filter zugeführten Dickspülung, die die Dickspülung durch den Filter drücken sollen.
Demnach sollen die bisher benutzten Vorrichtungen das Problem der Abtrennung der Festkörper lösen, wobei bekannt ist, daß die Festkörper aus Teilchen mit einer Größe zwischen 1,5 Micron und etwa 0,75ZoII bestehen. Um die Dickspülung richtig zu regenerieren, müssen diese Festkörper fast vollständig entfernt werden. Außerdem muß das in der Dickspülung enthaltene Gas so weit wie möglich entfernt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den technisch-ökonomischen Aufwand zur Aufbereitung der Dickspülung zu verringern, den Wartungsund Bedienungsaufwand zu vereinfachen, den Energieverbrauch und die Herstellungskosten zu senken, die Bohrleistung zu erhöhen und einen geringeren Verschleiß an der Bohrkrone und den Werkzeugen zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Aufbereitung einer Dickspülung aus einer Bohrung zu schaffen, das in einem kontinuierlichen Verfahren die vollständige Entfernung der Festkörper aus der Dickspülung ermöglicht, bei dem die in der Dickspülung enthaltenen Gase entfernt werden und das eine Reinigung des ausgetragenen Bohrkleins von mitgeschleppten Materialien gewährleistet.
Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Vorrichtung zu schaffen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch folgende Verfahrensschritte gelöst:
a) Erstellung eines endlosen Filters mit einer Oberseite,
b) Inbetriebnahme des endlosen Filters längs eines vorherbestimmten Weges,
c) Aufbringen von Dickspülung auf die Oberseite des endlosen Filters, und
d) Anlegen eines Unterdruckes auf der Unterseite des Filters, um die Dickspülung hindurchzusaugen, wobei die Festkörper an der Oberseite des endlosen Filters verbleiben.
Das hervorragende Merkmal der Erfindung besteht darin, das es sich um ein kontinuierliches Verfahren handelt, durch das die gesamte Spülung nach ihrem Austritt aus dem Bohrlochkopf Durchgeleiter wird; nach der Aufbereitung kann die Spülung wieder in die Bohrung eingepumpt werden.
Die Anlage verfügt über ein Eingangswehr, durch welches die Bohrflüssigkeit aufgenommen wird und das Schwankungen bei der Zuführung der Bohrflüssigkeit aus dem Bohrgerät in die Anlage ausgleicht. Das Eingangswehr enthält eine Aufnahme- und Vorratskammer mit einem Überlauf, über den die Dickspülung abfließt. Dadurch verläßt die Bohrflüssigkeit das Eingangswehr in einem laminaren Strom, während sie mit einem turbulenten Strom einfließt.
Die Bohrflüssigkeit gelangt aus dem Eingangswehr in ein „Rollendes" Verteilungswehr, das unterhalb des Eingangswehr angeordnet ist und dazu dient, die Bohrflüssigkeit auf einer Bandfilteranlage in bestimmten Abständen längs des beweglichen Bandfilters zu verteilen. Das wird dadurch erreicht, daß die Bohrflüssigkeit in Schleiern oder Schichten in bestimmten Abständen längs des Arbeitsweges des endlosen Filters auf diesen aufgebracht wird, so daß eine Schichtbildung der Bohrflüssigkeit auf der Bandfilteranlage erfolgt. Bei der Aufgabe der Dickspülung auf die Bandfilteranlage erfolgt auch eine starke Entgasung der Bohrflüssigkeit. Das Verteilungswehr besteht vorzugsweise aus einer Vielzahl paralleler Walzen mit gleicher Drehrichtung,
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wobei die Walzen einer ersten, im oberen Teil des Flüssigkeitsstromes gelegenen Gruppe mit einer relativ höheren Geschwindigkeit angetrieben werden und die Walzen einer zweiten Gruppe, die sich im unteren Teil des Flüssigkeitsstroms befindet, mit einer relativ niedrigeren Geschwindigkeit angetrieben werden. Die Achsen der Walzen befinden sich in gleichmäßigen Abständen. Eine oder mehrere Walzen haben einen geringeren Durchmesser, wodurch ein relativ größerer Zwischenraum zwischen diesen Walzen mit geringerem Durchmesser und den Nachbarwalzen entsteht. Zwischen den übrigen Walzen mit normalem Durchmesser ist der Zwischenraum sehr gering, so daß wenig oder keine Bohrflüssigkeit durch die Zwischenräume zwischen den Walzen mit normalem Durchmesser dringt. Dadurch gelangt die Dickspülung durch die schlitzförmigen Zwischenräume zwischen den Walzen mit vermindertem Durchmesser und den benachbarten Walzen mit normalem Durchmesser in Form von Schleiern oder Schichten und belegt das bewegte Bandfilter längs seines Arbeitsweges, so daß die Dickspülung in Schichten auf das Bandfilter gelangt. Der Durchgang der Dickspülung durch die schlitzförmigen Zwischenräume zwischen den Walzen dient gleichzeitig zur Entfernung des Gases aus der Spülung. Die bewegliche Bandfilteranlage besteht aus einem mehrteiligen Endlosband, welches aus einem äußeren feinmaschigen Edelstahl-, Nylon- oder ähnliches Sieb und einem unterhalb desselben befindlichen grobmaschigen Stützsieb aus Edelstahl oder ähnlichem Material besteht. Die Bandfilteranlage ist auf einem Stützband aus Gummi oder ähnlichem Material gelagert, welches über zwei Rollen läuft, von denen eine eine Spannrolle ist und die andere eine angetreibene Saugtrommel. Zwischen den beiden Rollen befindet sich ein dem Bandfilter von unten anliegender Saugtisch mit einem Trog, der über ein darunterliegendes Leitungssystem an Saugpumpen angeschlossen ist. Der Unterdruck im Trog und unter dem Saugtisch befördert das Durchlaufen der Dickspülung durch die Filteranlage. Der Saugtisch verfügt entweder über parallele Stäbe in bestimmten Abständen, deren Oberseiten in das Stützband eingreifen, oder Rollen in bestimmten Abständen, die in das Stützband eingreifen.
Der Durchgang der Bohrflüssigkeit durch den Bandfilter wird nicht nur durch den Unterdruck unterhalb des Saugtisches, sondern auch durch Versprühen von Dickspülungs-Filtrat auf die vom Verteilungswehr auf das Bandfilter aufgebrachte Dickspülung befördert. Der hier benutzte Begriff „Filtrat" bedeutet Dickspülung, die die Anlage gemäß der vorliegenden Erfindung passiert hat.
Beim Durchgang der Bohrflüssigkeit durch den Filter verbleiben Bohrkleinbestandteile aus der Dickspülung, die größer sind als die Maschenweite des feinmaschigen Siebes, auf der Oberseite des Bandfilters. Gleichzeitig werden in der Bohrflüssigkeit mitgeführte Gase in Form relativ großer Blasen entfernt. Die Bohrkleinteilchen oberhalb einer bestimmten Korngröße verbleiben auf der Oberseite des feinmaschigen Siebes und werden über ein Austragband entfernt. Die feineren Gasblasen in der Bohrflüssigkeit gehen mit dieser durch das Bandfilter. Diese Gase werden anschließend fast vollständig durch einen zweiten Entgaser entfernt.
In einer ersten Variante besteht der zweite Entgaser aus einem Paar paralleler Walzen in gewissem Abstand, die sich im unteren Teil des Troges parallel zur Laufrichtung des Bandfilters befinden. Die Walzen werden in gegenläufige Drehung versetzt und drücken so die Bohrflüssigkeit aus dem Trog abwärts. Die Walzen sind an der Seite des Troges mit Dichtungen versehen, so daß keine Bohrflüssigkeit oder anderes Material auf anderem Wege als durch den engen Spalt zwischen den beiden Walzen an diesen vorbeikommt. Die Spülung, die durch den Spalt zwischen den beiden Walzen durchtritt und von diesen angetrieben wird, trifft auf eine längs neben den Walzen angebrachte Prallplatte, wobei das Gas aus der Bohrflüssigkeit entweicht. Diese Gase werden aus der Kammer, in der sich die Prallplatte befindet, über Saugleitungen absaugt, wodurch die Dickspülung regeneriert wird und das obengenannte Dickspülungs-Filtrat bildet. Die regenerierte Dickspülung wird entweder durch eine Ejektorpumpe mit Filtrat als Treibmittel oder durch Schwerkraft aus dem System entfernt.
In einer zweiten und dritten Variante besteht der zweite Entgaser aus einem Gehäuse mit einer Wandung und einer im allgemeinen waagerecht rotierenden Scheibe innerhalb der Wandung. Eine Auslaßöffnung aus dem Trog, in den die Bohrflüssigkeit nach dem Durchgang durch den Filter gelangt, befindet sich oberhalb der Scheibe. Die Scheibe wird über ein Getriebe durch einen Motor in Umdrehung versetzt und wirft die Spülung gegen die zylindrische Wandung, wo sich das mitgeführte Gas aus der Bohrflüssigkeit abscheidet. Die Bohrflüssigkeit fließt dann an der Gehäusewandung abwärts in einen Sumpf. Dieses Dickspülungs-Filtrat wird dann wie oben beschrieben aus dem System entfernt. Die freigesetzten Gase werden aus dem Gehäuse des zweiten Entgasers entweder durch eine besondere Leitung oder durch die Auslaßöffnung des Troges entfernt. Bei einer Variante werden zwei derartige Entgasereinheiten verwendet.
Wie bereits vorher erwähnt, besteht die Filteranlage aus einem endlosen feinmaschigen Sieb und einem Stützsieb, das auf einem Stützband aufliegt und in dieses eingreift. Das feinmaschige Endlossieb hat eine Maschenweite, die den zu entfernenden Teilchen angepaßt ist und liegt auf einem stärkeren Stützsieb mit größerer Maschenweite. Die beiden Siebe sind durch Längsstreifen verbunden, und zwar zwei Seitenstreifen und einen Mittelstreifen. Diese Streifen, die vorzugsweise aus Neoprengummi bestehen, haben Längsschlitze, deren innere Enden mit Bohrungen versehen sind. Die Kanten der beiden Siebelemente passen in die Schlitze und fügen sich in die Bohrungen ein und werden dort durch passende Mittel; wie Leim, festgehalten. Das Stützsieb liegt auf einem Stützband mit durchgehenden querlaufenden Abstandsleisten und Öffnungen in den Riefen, die einen Durchgang der Spülung ermöglichen.
Wenn der Filtersatz fast die gesamte Länge des Saugtisches überstrichen hat, ist nahezu die gesamte Bohrflüssigkeit durch die Filteranlage gesaugt, und die Festkörperteilchen verbleiben auf der Oberseite des feinmaschigen Siebes; es ist bekannt, daß die Festkörperteilchen andere Materialien mitschleppen, wie z.B. Baryt, der sehr teuer ist und zurückgewonnen werden sollte. Um die Rückgewinnung durchzuführen, wird das Bandfilter mit den Festkörpern darauf unmittelbar stromaufwärts in der Extraktionstrommel gewaschen. Die Waschflüssigkeit ist entweder Wasser oder Dieselöl, je nach der Art der Bohrflüssigkeit. Diese Waschung bricht die „Brücken" auf und läßt die wertvollen in die Extraktionstrommel dringen. Die Waschflüssigkeit dringt nicht durch den Filter, wodurch eine Verdünnung der Dickspülung vermieden wird. Die Entfernung der Waschflüssigkeit erfolgt durch Extraktion durch die Extraktionstrommel, über die der Filtersatz läuft. Der Baryt gelangt mit der Waschflüssigkeit in die Extraktionstrommel und wird anschließend abgetrennt und zurückgewonnen.
Der Filtersatz geht um die Extraktionstrommel herum, und darauf befindliche große Festkörperteilchen, wie Bohrklein, werden durch Zentrifugalkraft abgeschleudert und in einem System der Festkörperentfernung gesammelt, welches eine Förderschnecke enthält. Die Extraktionstrommel ist drehbar auf einer Hohlwelle montiert und besteht aus einem Zylinder mit Öffnungen. Der Filter berührt die Außenseite des Zylinders, die aus einer Gummiüberzugsschicht besteht, welche ebenfalls mit Öffnungen versehen ist, die mit den Öffnungen des Zylinders übereinstimmen. Saugdüsen an der Innenseite des Zylinders sind über die
durch den Filter, so daß die Restmaterialien vom Filter entfernt werden. Die Trommel wird durch einen Motor mit Transmission in Rotation versetzt. Zwischen der Hohlwelle und der Trommel wird mittels einer um die Hohlwelle gelegten Manschette eine Baffle-Struktur erzeugt, so daß die Extraktion nur durch eine begrenzte bogenförmige Zone der Umdrehung der
Extraktionstrommel erfolgt. ....
Der Fiitersatz und das Stützband werden hinter der Trommel voneinander getrennt, und das Sieb wird durch Rückwaschung mit einer Hochgeschwindigkeits-Luftdüse und einer quer über das Band verlaufenden Düsenordnung, die mit filtrierter Dickspülung unter Druck betrieben wird, weiter gereinigt.
Die vorliegende Erfindung hat viele Vorteile, insbesondere da sie ein energiesparendes Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Dickspülung durch ein einmaliges kontinuierliches Behandlungssystem darstellt. Die gesamte Flüssigkeit wird behandelt, und durch die Nichtbenutzung energieverbrauchender Kreiselpumpen werden erhebliche Energieeinsparungen erzielt. Da die mit Bohrkleinteilchen belastete Flüssigkeit nicht durch Kreiselpumpen gefördert wird, entfällt außerdem die weitere Zerkleinerung solcher Bohrkleinteilchen in kleinere Teilchen, die sehr schwer oderr gar nicht zu entfernen sind. Das Eingangswehr glättet die Wellen, und das Verteilungswehr verteilt die Dickspülung seitlich über das Filter, so daß eine volle Ausnutzung der Filterfläche möglich ist und die Dickspülung durch Unterdruck mit relativ hoher Volumengeschwindigkeit durch das Filter gesaugt werden kann.
Die Lösung der vorliegenden Erfindung sichert den raschen Durchgang der Dickspülung durch den Filter durch die Einwirkung von Druckbrausen auf das Filtratvon dereinen Seite und durch Unterdruck von der anderen Seite des Filters.
Das Verteilungswehr entfernt einen Teil des Gases, und das Drücken und Saugen der Bohrflüssigkeit durch den Filter entfernt sowohl Festkörper als auch weiteres mitgeschlepptes Gas. Das Restgas wird im Entgaser der zweiten Stufe fast vollständig entfernt, so daß mit der vorliegenden Lösung eine fast vollständige Entfernung des Gases aus der Dickspülung erreicht wird.
Außer den oben genannten Vorteilen hat die vorliegende Erfindung weitere deutliche Vorteile gegenüber gegenwärtig benutzten Ausrüstungen. Diese zusätzlichen Vorteile bestehen in der vollständigen Entfernung von Festkörpern mit einer Größe über 400mesh bei unbeschwerten Bohrspülungen und Festkörpern mit einer Größe über 190mesh bei beschwerten Bohrspülungen; Festkörperflocken aus unbeschwerten geflockten Dickspülungen oder Flüssigkeiten werden ebenfalls entfernt. Das ausgetragene Bohrklein wird von mitgeschleppten teuren Materialien wie Baryt gereinigt, welche zurückgewonnen und der Dickspülung wieder zugesetzt werden. Während frühere Systeme zur Behandlung von Spülungen auf Ölbasis dafür besondere Behandlungstechniken benötigen, benötigt die vorliegende Erfindung für solche Spülungen keine besonderen Behandlungstechnologien oder -ausrüstungen. Die Ausrüstung ist zuverlässig und erfordert keine ständige Wartung und Beobachtung oder routinemäßige und fortlaufende Regulierung.
Ein äußerst wichtiger Vorteil der vorliegenden Vorrichtung besteht darin, daß sie im Vergleich zu konventionellen Ausrüstungen nur etwa ein Drittel der Energie verbraucht.
Die mit dem vorliegenden Verfahren und der dazugehörigen Vorrichtung aufbereitete Dickspülung benötigt einen geringeren Zusatz von Wasser oder Öl zur Regulierung der Viskosität, und die saubere regenerierte Dickspülung, die so erhalten wird, ermöglicht eine bessere und dünnere Wandschicht für die Bohrlochwandlung.
Mit Hilfe der nach der vorliegenden Erfindung regenerierten Dickspülung können mit Bohrmotoren oder Turbinen höhere Bohrergebnisse erreicht werden, und die Dickspülung kann mit relativ niedrigen Kosten regeneriert werden. Die Abtrennung der Festkörper, wie in der vorliegenden Erfindung beschrieben, führt zu einer höheren Lebensdauer der Pumpen mit weniger Erosion an den Pumpen und an den Bohrkronen, verbesserter Bohrlochschmierung und höherem Vorschub der Bohrkrone.
Mit Hilfe der entwickelten erfindungsgemäßen Lösung können die Gestehungskosten von Bohrlöchern bedeutend vermindert werden, und bei tiefen und schwierigen Bohrungen wird diese Verminderung auf 25% gegenüber gegenwärtig benutzten Methoden und Apparaturen geschätzt.
Die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Vorrichtung besteht aus:
a) einem Filtermittel zum Filtrieren von Dickspülung bestehend aus einem endlosen beweglichen Filtermittel;
b) einer Einspeisungsvorrichtung für die Aufgabe eines Gemisches von Bohrklein und Dickspülung auf das Filtermittel;
c) einer Saugvorrichtung zum Durchsaugen der Dickspülung aus dem genannten Gemisch durch das Filtermittel, um das Bohrklein von der Dickspülung zu trennen und eine regenerierte Dickspülung zu liefern;
d) einer Auffangvorrichtung für die durch das Filtermittel gesaugte regenerierte Dickspülung; und
e) einem Fördermittel für die Förderung der regenerierten Dickspülung aus der Auffangvorrichtung zu einer Vorrichtung, die die Wiederverwendung der Dickspülung gestattet.
Das Filtermittel enthält ein Paar Trommeln in bestimmtem Abstand, auf denen das bewegliche Filtermittel gelagert ist. Die Dickspülungs-Einspeisungsvorrichtung weist eine Eingangswehrvorrichtung auf, welche ein Gehäuse enthält, das eine Kammer bildet, wobei die Kammer eine Oberwand und eine Wand, die sich hauptsächlich quer dazu erstreckt, hat, sowie eine obere Überlaufkante, die sich in bestimmtem Abstand oberhalb der Oberwand befindet, wobei das genannte Eingangswehr ein Auslaßende für den Auslaß der über die Überlaufkante gehenden Dickspülung hat.
Die Dickspülungs-Einspeisungsvorrichtung enthält ferner eine Verteilungswehrvorrichtung, die sich unterhalb des genannten Auslaßendes des Eingangswehrs befindet, die Dickspülung von diesem aufnimmt und sie an das Filtermittel an bestimmten Stellen abgibt. Die Verteilungswehrvorrichtung enthält einen Rahmen mit zwei Seitenwänden und einer Vielzahl von quer über diesen Rahmen verlaufenden Wehrwalzen.
Die Verteilungswehrvorrichtung besitzt außerdem Antriebsmittel, die die Wehrwalzen in der gleichen Richtung rotieren lassen und Sprühvorrichtungen, welche Filtrat unter Druck auf die Dickspülung aufsprühen, die durch die Verteilungswehrvorrichtung auf den Filter aufgebracht wird.
Das Filtermittel besteht aus einem Filterband, welches aus einem Paar horizontal in bestimmtem Abstand befindlichen Trommeln montiert ist, welche einen horizontalen Bandabschnitt des genannten Filterbandes aufspannen und worin die genannte Saugvorrichtung unterhalb des genannten horizontalen Bandabschnittes angeordnet ist.
Die Saugvorrichtung besteht aus einer Saugtischanordnung, der der genannten horizontale Bandabschnitt aufliegt, um den Durchgang der Dickspülung nach unten durch den genannten horizontalen Bandabschnitt zu ermöglichen.
Die Saugtischanordnung enthält mehrere Streben in bestimmten Abständen, die sich in Berührung mit der Bewegungsrichtung des genannten waagerechten Abschnittes des genannten Filterbandes befinden und den genannten waagerechten Abschnitt des genannten Filterbandes stützen. Die Auffangvorrichtung hat zusätzlich eine Entgasungsvorrichtung zur Entfernung von Gas aus der Dickspülung nach dem Durchgang der Dickspülung durch das Filtermittel.
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Die Auffangvorrichtung enthält zusätzlich eine Pfanne unter dem endlosen Bandfilter, wobei die Pfanne einen Auslaß in ihrem Boden hat. Die Entgasungsvorrichtung besteht aus einer Scheibe unter dem Auslaß, einer Vorrichtung, die die Scheibe in nahezu waagerechter Lage hält, einer Vorrichtung, die die Scheibe in Drehung versetzt, Wandungen, die sich in gewissem Abstand um die Scheibe herum befinden und die zentrifugal von der Scheibe dagegengeschleuderte Dickspülung aufnehmen, und einer Vorrichtung zur Aufnahme der Dickspülung von den Wandungen.
Die endlose bewegliche Fiiteranlage besteht aus einem Filtersatz in Form einer geschlossenen Filterbandschleife und einer Stützbandschleife, die die Filterbandschleife stützt. Die Filterbandschleife enthält ein Paar volle Seitenkantenstreifen, wobei jeder der Streifen eine geneigte Längsseite hat. Das Stützband hat an jeder Seite Vorsprünge, wobei die Vorsprünge Paßflächen haben, die mit den geneigten Flächen der vollen Seitenkantenstreifen des Siebes zusammenpassen. Das Stützband hat querverlaufende aufrechtstehende Rippen und die Filterbandschleife berührt diese Rippen. Das Stützband weist durchgehende Öffnungen auf.
Das Filtermittel enthält ein Paar Trommel in bestimmtem Abstand, ein auf den Trommeln montiertes endloses Stützband, eine auf dem Stützband montierte Siebvorrichtung, eine Antriebsvorrichtung für eine der Trommeln, eine bei der einen Trommel gelegene und von dieser räumlich getrennte Führungseinrichtung, die das Sieb von dem Stützband abhebt, eine Vorrichtung, die Druckluft gegen den genannten Teil des Siebes bläst, um die von dem genannten Teil des Siebes mitgeführten festen Teilchen abzulösen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung enthält außerdem eine Rückwascheinrichtung zum Rückwaschen des genannten Filtermittels. Die Rückwascheinrichtung besitzt eine Vorrichtung, die Luft unter hohem Druck in umgekehrter Richtung des Durchganges der Dickspülung gegen das Filtermittel richtet. Die Rückwascheinrichtung besitzt eine Vorrichtung, die Filtrat in umgekehrter Richtung des Durchganges der Dickspülung gegen das genannte Filtermittel richtet. Das Fördermittel enthält Pumpeneinrichtungen, die ausschließlich aus dem Filtrat betriebenen Strahlpumpen bestehen. Das Filtermittel besteht aus einer geschlossenen Schleife eines Filtersatzes, welches ein äußeres feinmaschiges Sieb mit einem linearen Bandabschnitt enthält und worin die Dickspülungs-Einspeisevorrichtung eine Einrichtung enthält, welche mindestens einen senkrechten Schleier von Dickspülung auf die Oberseite des feinmaschigen Siebes in dem linearen Bandabschnitt fallen läßt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
— Fig. 1: die schematische Darstellung eines Erdölbohrturmes mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufbereitung der
Dickspülung
— Fig. 2: die erfindungsgemäße Vorrichtung in teilweise aufgeschnittener, perspektivischer Darstellung
— Fig. 3: eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
— Fig. 4: die Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung
— Fig. 5 A: den vorderen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß der Linie 5-A-B — 5-A-Bin Fig. 4
— Fig. 5 B: den hinteren Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß der Linie 5-A-B — 5-A-B in Fig. 4
— Fig. 6: einen Schnitt gemäß der Linie 6-6 in Fig. 5 B -r- Fig. 7: einen Schnitt gemäß der Linie 7-7 in Fig. 6
— Fig. 8: einen Schnitt gemäß der Linie 8-8 in Fig. 7
— Fig. 9: einen Schnitt gemäß der Linie 9-9 in Fig. 8
— Fig.10: einenSchnittgemäßderLinieiO-IOin Fig.5B
— Fig.11: einen Schnitt gemäß der Linie 11-11 in Fig. 5 A
— Fig. 12: einen Schnitt gemäß der Linie 12-12 in Fig. 5 A
— Fig.13: einenSchnittgemäßderLinieiS-ISin Fig. 12
— Fig. 14: eine zerlegte perspektivische Darstellung von Einzelteilen der in Fig. 12 gezeigten Vorrichtung
— Fig.15: einen Schnitt gemäß der Linie 15-15 in Fig. 4
— Fig.16: einenSchnittgemäßderLinieie-iöin Fig. 15
— Fig.17: einenSchnittgemäßderLinie17-17in Fig. 16
— Fig. 18: eine zerlegte perspektivische Darstellung des Filters
— Fig.19: einenSchnittgemäßderLinie19-19in Fig. 18
— Fig. 20: einen Schnitt gemäß der Linie 20-20 in Fig. 19
— Fig.21: einenSchnittgemäßderLinie21-21 in Fig.20
— Fig. 22: eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsvariante gemäß der Erfindung
— Fig. 23: die Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 22, teilweise aufgeschnitten
— Fig. 24 A: den vorderen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend der Linie 24-A-B — 24-A-B in Fig. 23
— Fig. 24 B: den hinteren Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung entsprechend der Linie 24-A-B — 24-A-B in Fig. 23
— Fig. 25: eine zerlegte perspektivische Darstellung eines Walzentisches der Ausführungsvariante gemäß Fig. 22
— Fig.26: einenSchnittgemäßderLinie26-26in Fig.25
— Fig. 27: einen Schnitt gemäß der Linie 27-27 in Fig. 24 A
— Fig. 28: einen Schnitt gemäß der Linie 28-28 in Fig. 27
— Fig. 29: einen Schnitt gemäß der Linie 29-29 in Fig. 28
— Fig. 30: einen Schnitt gemäß der Linie 30-30 in Fig. 24 A
— Fig. 31: ein Fließschema, in dem die Rückgewinnung von Baryt nach der Extraktion durch die Extraktionstrommel nach den
drei erfindungsgemäßen Ausführungsvarianten dargestellt ist
— Fig. 32: eine Seitenansicht einer dritten Auführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung
— Fig. 33: die Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 32
— Fig. 34: einen Schnitt gemäß der Linie 34-34
— Fig. 35: einen Schnitt gemäß der Linie 35-35 in Fig. 34
— Fig. 36: einen Schnitt gemäß der Linie 36-36 in Fig. 35
In der folgenden Beschreibung der Erfindung werden gleiche oder entsprechende Bezugszeichen für gleiche oder entsprechende Teile in allen Figuren verwendet.
Die Figur 1 zeigt einen typischen Erdölbohrturm mit einem Bohrgestänge D, einer Bohrkrone B, einem Drehkopf, einem Standrohr für die Zuführung der Dickspülung zum Bohrgestänge D, wobei die Dickspülung aus dem Vorratstank mittels einer
Pumpe durch das Standrohr gepumpt wird. Die Dickspülung geht wie üblich durch das Bohrgestänge D und verläßt dieses durch Öffnungen in der Bohrkrone B, um an der Außenseite des Bohrgestänges wieder nach oben zu gehen. Der gesamte Bohrschlamm aus der Bohrung gelangt in die Dickspülungs-Regenerierungsvorrichtung 10 der vorliegenden Erfindung, in der die Dickspülung in ihren ursprünglichen Zustand regeneriert bzw. aufbereitet wird. Die Regenerierungsvorrichtung 10 enthält ein Gasabzugsrohr, ein Abfall- und Bohrklein-Austragsrohr 12 und ein Rohr 13 für die regenerierte Spülung oder das Filtrat, das aus der Vorrichtung herausführt. Das Austragsrohr 12 mündet in eine Abfallgrube 14 und das Filtratrohr 13 mündet in den
Vorratstank.
Die Spüiungs-Regenerierungsvorrichtung 10 behandelt die Bohrflüssigkeit, die aus dem Bohrloch gepumpt wird und eine Dichte von 8,5 bis 18lb/gallon und einen Feststoffgehalt von etwa 2 bis 5Vol.-% hat. Die Festkörper sind gemahlene oder gebrochene Fels-oder Erdmaterialien (Bohrklein) und haben eine Größe von 1,5 Mikron bis V2 Zoll. Die Vorrichtung 10 der vorliegenden Erfindung entfernt das Bohrklein und mitgeschlepptes Gas und regeneriert die Dickspülung vollständig in den Zustand, den sie hatte, bevor sie in die Bohrung gepumpt wurde.
Die Spülungs-Regenerierungsvorrichtung 10 der vorliegenden Erfindung ist in Fig. 2 detaillierter dargestellt. Die Vorrichtung 10 enthält Vorbehandlungseinrichtungen 100, die ein Eingangswehrgehäuse 110 und ein rollendes Verteilungswehr 120 umfaßt. Das Eingangswehrgehäuse 110 dient allgemein zur Aufnahme der Dickspülung, die dieses über die Überlaufkante 112 verläßt. Die Spülung wird dem Gehäuse 110 über das Rohr 14' zugeführt. Das Gehäuse ist mit einem Deckel 111'versehen, dessen Lage aus Fig.2 ersichtlich ist. Das Gehäuse verschluckt alle Wellen in der Zuführung der Spülung und gibt die Spülung an das rollende Verteilungswehr 120 ab.
Das rollende Verteilungswehr 120 gibt die Dickspülung an die Entgasungs-Filterapparatur 200 weiter, die einen Filtersatz 201 enthält, der aus einem äußeren feinmaschigen Edelstahlsieb 220 und einem Edelstahl-Stützsieb 222 mit viel größerer Maschenweite besteht (Fig. 18). Die Siebe 220 und 222 sind an ihren Kanten durch Gummistreifen 225 und 225' und einen mittleren Gummistreifen 228 verbunden. Es versteht sich, daß das Sieb auch aus anderen Materialien hergestellt werden kann. Der Filtersatz 201 liegt gleichmäßig auf einem Stützband 230 auf, das über ein Rollenpaar läuft, von denen eine eine angetriebene Saugtrommel 300 und die andere eine mitlaufende Rolle 400 ist.
Weiterhin sind ein Vakuumsystem 500, ein Filtratentfemungssystem 530 und ein Feststoffentfernungssystem 550 vorhanden. Das gesamte System hält die Dickspülung während ihrer gesamten Verarbeitung in Bewegung, wodurch vermieden wird, daß durch Stau ein Sedimentieren oder Absetzen schwerer Teilchen aus der Flüssigkeit erfolgt und Verstopfungen in der Vorrichtung eintreten.
Die Vorrichtung 10 enthält ein Paar seitlicher Rahmenglieder 20, 21 (Fig. 10), die hohl und von stabiler Ausführung sind. Das Rahmenglied 20 trägt die Stützen 22 und 23, und das Rahmenglied 21 trägt die Stützen 24 und 25 (Fig.4). Die Stützen 22 und 24 tragen die Trommel 300, und die Stützen 23 und 25 tragen die Rolle bzw. Trommel 400. Der Filtersatz 201, bestehend aus den Sieben 220 und 222 und dem Stützband 230, läuft über einen Saugtisch 260, der sich zwischen den beiden Rollen erstreckt, so daß der Obergurt des Siebes und des Stützbandes teilweise auf dem Saugtisch aufliegen.
Die Dickspülung aus der Bohrung wird der Spülungs-Regenerierungsvorrichtung 10 über das Rohr 14' zugeführt (Fig.4), das in ein Absperrventil 15 mündet. Oberhalb des Absperrventils 15 ist das Rohr mit einem senkrechten Steigrohr 16 verbunden (Fig.3), dessen Oberseitesich in das Eingangswehrgehäuse 110 erstreckt und mit diesem verbunden ist. Das Steigrohr 16 geht vom Rohr 14' aus aufwärts und mündet in das Eingangswehrgehäuse 110 an dessen unterem Ende. Links von dem Steigrohr 16 befinden sich Teile des Vakuumsystems 500, bestehend aus einem Motor 501, dereine erste Vakuumpumpe 502 antreibt (siehe Fig. 4), und einer zweiten Vakuumpumpe 503, die von dem Motor 504 angetrieben wird. Diese Motoren und Pumpen sind unterhalb des Eingangswehrgehäuses 110 gelegen. Die Einlaßöffnung der Vakuumpumpe 503 ist mit der Rohrleitung 510 und die Einlaßöffnung der Vakuumpumpe 502 ist mit der Rohrleitung 520 verbunden (Fig.4). Wie in Fig. 3 dargestellt, ist die Leitung 510 mit einem Leitungsjoch 511 verbunden, das sich vorwärts zu einem Trommelantriebsgehäuse 330 erstreckt, welches auf der Stütze 22 ruht. Das Leitungsjoch 511 wird so durch die Stütze 22, sein gegenüberliegendes Ende durch die Stütze 23 getragen. Auf dem Leitungsjoch 511 ruht seinerseits der Saugtisch 260. In Figur 3 ist ein mit gestrichelten Linien teilweise gezeichneter Deckel 17 erkennbar, der eine mit dem Gasabzugsrohr verbundene Gasauslaßöffnung 18 enthält, wie in Fig. 1 und 3 dargestellt. Die Rohrleitung 520 ist mit einem Leitungsjoch 511 a verbunden und ruht in ähnlicher Weise auf den Stützen 24 und 25 am anderen Ende der Anordnung.
Die Figur 4 zeigt die Gesamtanordnung einschließlich der Stützen 24 und 25 auf dem Rahmenglied 21, die zusammen mit den Stützen 22 und 23 die Trommeln 300 und 400 tragen. Das Eingangswehrgehäuse 110 erstreckt sich oberhalb des Verteilungswehrs 120. Das Feststoffentfernungssystem 550, das am besten in den Figuren 2 und 4 dargestellt ist, besteht aus einem Motor mit Untersetzungsgetriebe 551, das eine Förderschnecke 552 in einem Gehäuse 553 antreibt, welche mit einem Rohr 554 verbunden ist, das an das Bohrkleinaustragsrohr 12 angeschlossen ist. Das Rohr 554 geht durch das hohle Rahmenglied 20, wie in Fig.2 dargestellt ist.
Das Eingangswehrgehäuse hat einen aufwärts geneigten Boden 111 (Fig. 5B), so daß das Eingangswehrgehäuse 110 oberhalb des Steigrohres 16 tiefer ist als an seinem Auslaß am Überlauf 112. Oberhalb des geneigten Bodens 111 befindet sich eine Deckplatte 113 und Seitenwände, sowie die Seitenwand 114, die die Struktur des EinL,angswehrs 110 abschließen. Der Auslaß des Eingangswehrgehäuses 110 liegt oberhalb des Verteilungswehrs 120, wie ebenfalls in Fig. 2 erkennbar ist. Das Eingangswehr empfängt die Dickspülung aus dem Steigrohr 16, durch das diese in turbulenter Strömung einfließen kann. Auf Grund seiner Abmessungen und seiner Kapazität dient das Eingangswehrgehäuse 110 als Weilenschlucker, und der Strom der Dickspülung über dem Überlauf 112 ist im Grunde laminar.
Das rollende Verteilungswehr 120 empfängt die Dickspülung aus dem Überlauf 112 und hat einen offenen Rahmen 121, bestehend aus zwei parallelen Seitenwänden 122 (Fig.2), Vorderwand 129 und Rückwand 128. Der Rahmen 121 ist über Drehbolzen 124,124' auf Querträgern 125,125' montiert, um eine Bewegung um eine horizontale Achse zu ermöglichen. Der Rahmen 121 trägt an seinem hinteren Ende zwei Stützen 126, auf denen eine Sperrolle 127 drehbar montiert ist, so daß sie das
hintere Ende des Rahmens stützt.
Eine Reihe von parallelen motorgetriebenen Wehrwalzen 130,131 befindet sich zwischen den Seiten 122 des Rahmens 121. Die Walzen 130 erstrecken sich quer zum Filtersatz 201. Alle Wehrwalzen werden in derselben Richtung durch Getriebe angetrieben, welche durch den Antriebsmotor 132, der mit einem Übertragungselement 133, mit einer in das Getriebegehäuse 135 mündenden Kraftabgabewelle 134 sowie durch einen zweiten Motor 132a, der mit einem Übertragungselement 133a mit einer Kraftabgabewelle 134a verbunden ist, die in das Getriebegehäuse 135 mündet, angetrieben werden. Die Wehrwalzen 130
sind gleich groß und haben parallele Achsen und relativ geringe Abstände. Demzufolge gelangt sehr wenig Dickspülung zwischen den Wehrwalzen 130 hindurch. Das Verteilungswehr 120 enthält jedoch in gewissen Abständen auch Wehrwalzen 131 mit kleinerem Durchmesser als die Walzen 130, wie aus Fig. 5 B erkennbar. Da die Achsen aller Wehrwalzen 130 und 131 gleichmäßige Abstände haben, sind die Abstände zwischen den Wehrwalzen 131 mit vermindertem Durchmesser und den benachbarten Wehrwalzen 130 viel größer als zwischen benachbarten Wehrwalzen 130. Dadurch fällt die auf der Oberseite der Walzen 130 und 131 gelagerte Dickspülung in bestimmten Abständen in Schleiern 150,151,152,153,154 und 155 herab. Der Durchgang der Dickspülung zwischen den Walzen des Verteilungswehrs 120 bewirkt die Freisetzung der in der Dickspülung mitgeführten großen Gasblasen, die einen Durchmesser von 1A Zoll und größer haben können. Außerdem können relativ große feste Teilchen wie Schiefer und haftender Schieferton nicht durch die Spalten zwischen den Wehrwalzen hindurchgelangen und werden durch die angetriebenen Walzen 130,131 über das Ende des Verteilungswehrs 120 hinweg befördert und fallen dann auf die Oberseite des Filtersatzes 201.
Der Filtersatz 201 besteht aus einer endlosen Bandschleife, die über die Trommeln 300 und 400 läuft und deren Obergurt unterhalb des rollenden Verteilungswehrs 120 liegt. Die Trommeln 300 und 400 drehen sich in der angegebenen Pfeilrichtung. Der Obergurt des endlosen Filtersatzes 201 bewegt sich folglich von rechts nach links, wie in Fig.5 A und 5B dargestellt. Der Obergurt ist außerdem von Trommel 400 nach Trommel 300 hin aufwärts geneigt. In der Praxis beträgt die Bewegungsgeschwindigkeit des Filtersatzes 300 bis 500 Fuß pro Minute. Der endlose Filtersatz 201 bildet einen Teil des Entgasungs-Filterapparates 200, der auch in bestimmten Abständen querlaufende Stützbalken 261 als Teil des Saugtisches 260 enthält, zwischen dessen Seitenwänden 280,282 der Obergurt des Filtersatzes 201 läuft. Die Balken 261 haben einen dreieckigen Querschnitt, dessen Spitzen nach oben zeigen, wie in Fig. 5B ersichtlich. Die Dickspülung, die durch den Endlosfiltersatz 201 durchgeht, läuft auf die Balken 261 und zwischen diesen hindurch und fällt in eine Kammer 262, die teilweise durch ein Gehäuse 263 begrenzt ist.
Die Rohrleitungen 512 erstrecken sich von den Leitungsjochen 511 und 511 a und verlaufen mit ihren Öffnungen in das Gehäuse 263. Die Leitungen 512 sind folglich mit den Vakuumpumpen 502 und 503 verbunden, so daß sich in der Kammer 262 ein Unterdruck einstellt. Der Unterdruck in der Kammer 262 hilft beim Durchsaugen der Bohrspülung durch den Filtersatz 201, nachdem diese in Form der Schleier 150,151,152,153,154,155 schichtweise auf den Filtersatz 201 aufgebracht wurde. Zur Unterstützung des Durchganges der Dickspülung durch den Filtersatz 201 befindet sich zwischen den Schleiern 151 und 152 eine querlaufende Reihe von Düsen 265 und eine ebensolche Reihe von Düsen 266 zwischen den Schleiern 154 und 153. Durch diese Düsen 266, die an einem Rohr 266a befestigt sind, wird unter Druck „Filtrat" gesprüht, d. h. Bohrspülung, die bereits durch den Durchgang durch die Vorrichtung 10 regeneriert ist. Diese Düsen richten das Filtrat abwärts auf die geschichtete Dickspülung, die sich auf dem Filtersatz 201 befindet, und drücken die Dickspülung durch den Filtersatz 201. Außerdem werden feste Teilchen, die auf dem Filtersatz 201 abgelagert sind, von festgehaltener Dickspülung oder mitgeschleppten Bestandteilen, die auf den Festkörper festgehalten werden, befreit. Die Wirkung des Waschens oder Besprühens mit Filtrat aus den Düsen 265 und 266 besteht darin, eine bessere Rückgewinnung der Dickspülung zu erreichen, als es möglich wäre, wenn man die Festkörper, die zu groß sind, um durch den Filtersatz zu gelangen, verwerfen würde, ohne sie zu waschen und von den mitgeschleppten Elementen der Dickspülung zu befreien, die sich auf der Oberfläche dieser Festkörper befinden. Der Durchgang der Dickspülung durch den Fiitersatz 201 erfolgt längs der Kammer 262, und bis ein bestimmter Teil des Filtersatzes 201 das linke Ende des Gehäuses 263 nahe der Trommel 300 erreicht hat, ist nahezu die gesamte Dickspülung durch den Filtersatz 201 in die Kammer 262 gegangen. Ein wenig Filtrat verbleibt jedoch auf und in dem Filtersatz 201. Die vom Verteilungswehr 120 kommende Dickspülung enthält eingeschlossenes Restgas oder Restluft, die darin als Blasen unterschiedlicher Größe verteilt ist. Der Durchgang der Dickspülung durch den Filtersatz 201 bewirkt eine weitere teilweise Entgasung von den Gasblasen, die größer sind als die Maschenweite des Siebes 220. So dient der Filtersatz 201 nicht allein zur Abtrennung von festen Partikeln aus der Dickspülung, sondern dient auch als Entgaser der ersten Stufe für die Dickspülung. Ein Entgaser der zweiten Stufe besteht aus einem Paar paralleler Rollen 250, 250a im unteren Teil der Kammer 262. Unterhalb der Rollen 250,250a befindet sich ein zweites Gehäuse 264, das am unteren Ende einen Sumpf 270 enthält. Oberhalb des Teils der Kammer 262, der sich der Trommel 300 am nächsten befindet, befindet sich eine querliegende Düsenreihe 267 (Fig. 5A), die dazu dient, alles verbliebene Filtrat vom Filtersatz 201 abzuwaschen. Wie Fig. 10 zeigt, sind die Düsen 267 an einem Rohr 267 a befestigt. Filtrate von Dickspülungen, die auf Wasserbasis aufgebaut sind, werden durch kleine Mengen Wasser aus den Düsen 267 gewaschen, während Filtrate von Dickspülung auf Ölbasis mit Dieselöl gewaschen werden. Diese Waschung mit Wasser oder Dieselöl dient gegebenenfalls auch zur Entfernung von mitgeschlepptem Material, das sich auf der Oberfläche der Festkörperteilchen befindet; die von dem Filtersatz 201 transportiert werden. Nur ein kleiner Teil der Waschflüssigkeiten gelangt in die Kammer 262, so daß die Verdünnung der regenerierten Dickspülung minimal ist. Die Waschflüssigkeit und alle in dem Filtersatz 201 zurückgehaltenen gelösten Materialien werden aus dem Filtersatz 201 entfernt, während dieser um die Extraktionstrommel 300 herumläuft. Mit Hilfe einer Saugapparatur, die mit Schläuchen innerhalb der Trommel 300 ausgerüstet ist,werden diese Flüssigkeiten durch den Filtersatz 201 hindurchgesaugt, wie in Fig.5A dargestellt. Die Materialien, die durch den Filtersatz 201 hindurch in die Trommel 300 gesaugt werden, gelangen in Separatoren (weiter unten beschrieben), die an ein Vakuum angeschlossen sind, wobei die festen Bestandteile gewonnen werden. Da diese Festbestandteile hauptsächlich aus mitgeschleppten Barytteilchen bestehen, wird hiermit ein Apparat zur Rückgewinnung des teuren Barytmaterials vorgestellt. Die Waschflüssigkeit kann zurückgewonnen und wiederverwendet werden oder verworfen werden.
Große Bohrkleinteile, die auf der Oberseite des Obergurtes des Filtersatzes 201 transportiert werden, werden durch Zentrifugalkraft entfernt, wenn der Filter 201 über die gekrümmte Oberfläche der Trommel 300 läuft, wobei diese Teilchen in das oben beschriebene Festkörper-Austragssystem 550 gelangen.
Unterhalb der Extraktionstrommel 202 befindet sich eine Führung für den Filtersatz 201, wie in Fig. 5 A dargestellt, die die Rollen 202a enthält, über die die Siebe 220 und 222 des Filtersatzes 201 laufen. Wie dargestellt, laufen die Siebe 220, 222 abgehend von der Peripherie der Extraktionstrommel fast senkrecht abwärts, während das Stützband 230 in Berührung mit der Peripherie der Extraktionstrommel 300 bleibt und von dieser in etwa waagerechter Lage abgeht. So werden die Siebe 220, 222 von dem Stützband 230 getrennt. Die Siebe 220, 222 gehen über weitere Führungsrollen 203 (Fig. 5 B) in festen Positionen und dann über die Umlenkführung 204 mit den Rollen 204a. Die Führung 204 ist auf einer Achse 205 drehbar gelagert, die quer zur Bewegungsrichtung des Filtersatzes 201 verläuft. Ein Spannungsregulierungsmechanismus 206 bewirkt die Drehung der Führuna 204 um die Drehachse 205, wodurch die Soannunq der Siebe 220,222 reguliert wird.
Unmittelbar nach der Lösung von der Extraktionstrommel 300 wird das Sieb 220 durch eine Reihe von Wasser- oder Dieselöldüsen rückgewaschen, die durch Hochdruck-Luftdüsen 207 vervollständigt werden. Die an dem Filtersatz haftenden Festkörper werden so aus dem Sieb 220 entfernt und fallen in das Festkörper-Austragssystem 550. Nach dem Überqueren der Rollen 202a der Führung 2O2.wird das Sieb 220 nochmals mit Wasser oder Dieselöl aus einer Düsenreihe 208, die sich auf den Röhren 208a befinden, rückgewaschen, um alle noch auf dem Sieb 220 befindlichen Festkörper zu entfernen. Die Flüssigkeit von den Düsen 208 geht zusammen mit den durch das Filtrat abgespülten Festkörpern (deren Menge gering sein dürfte) abwärts in eine Kammer 209; in der Kammer 209 befindet sich eine Strahlpumpe mit einer Strahldüse 211, die mit derselben Flüssigkeit betrieben wird wie aus den Düsen 208 gesprüht wird, und einem Abflußrohr 212, das zu einem Vorratsgefäß führt. Nach der Reinigung des Siebes 220 durch die Luftdüse 207 und die Waschung aus den Düsen 208 und die Entfernung der Materialien durch die Extraktionstrommel 300 befindet sich auf der Leertrommel 400 ein fast sauberer Filtersatz 201. Der saubere Filtersatz ist damit in bester Verfassung für die Wiederholung des Prozesses.
Wie bereits erwähnt, bestehen die Wehrwalzen aus Walzen mit größerem Durchmesser 130 und Walzen mit kleinerem Durchmesser 131. Alle Wehrwalzen 130,131 drehen sich in derselben Richtung. Der schmale Abstand zwischen benachbarten Walzen läßt nur eine sehr kleine Menge Dickspülung hindurch, wie durch die dünnen Schleier 156 in Fig.7 dargestellt. Augenscheinlich können nur sehr kleine Teilchen aus der Dickspülung zwischen benachbarten Walzen 130 hindurchgelangen, während größere Teilchen zwischen den Walzen mit kleinerem Durchmesser 131 und benachbarten Walzen mit größerem Durchmesser 130 hindurchgelangen können. Dieses bildet die Schleier 150,151,152,153,154 und 155. Fast die gesamte Dickspülung, die dem Verteilungswehr 120 zugeführt wird, geht durch dieses hindurch. Unterhalb der Walzen 130,131 befindet sich quer zu diesen eine Spreizplatte 147 von umgekehrter V-Form, die gleichzeitig als Strebe dient und sich quer zu den Walzen 130,131 erstreckt und zur seitlichen Verteilung der Dickspülung dient. Eine oder mehrere solche Spreizplatten 147 sind so angeordnet, daß sie die Dickspülung seitlich verteilen, nachdem sie durch die Wehrwalzen 130,131 gegangen sind. Die Wehrwalzen 130 und 131 bestehen aus einem inneren zylindrischen Metallkern 136 und einem äußeren Mantel 137 aus einem Kunststoffmaterial wie Teflon. Wie in Fig. 8 dargestellt, werden der Kern 136 und der Mantel 137 durch quer hindurchgehende Stifte 138 zusammengehalten. An den Enden der Kerne 136 befinden sich Keilnuten 139, und Keile 140 verbinden die Kerne und damit die Walzen 130 und 131 mit den Stützwellen 141. Wie in Fig. 8 dargestellt, ist das rechte Ende jeder Stützwelle 141 in einem Lager 142 auf der Seite 122 gelagert. Die Stützwellen 141 sind gemäß Fig.8 am linken Ende in einem Lager 143 auf der Seite 123 gelagert und haben ein aufgekeiltes Zahnrad 144, das in ein mitlaufendes Zahnrad 145 eingreift. Eine Deckplatte 146 verdeckt die Außenseite des Getriebekastens und dient als Lagerstütze für das äußere Ende der
Wellen 141. ;. ,
Die Welle 134 (Fig. 6) treibt einen Satz von Zahnrädern 144 und 145, und die WeI Ie 134a treibt einen weiteren Satz von Zahnrädern 144 und 145. Die Welle 134 wird vorzugsweise mit einer höheren Geschwindigkeit angetrieben als die Welle 134a, so daß eine erste, rechts gelegene (gemäß der Ansicht in Fig. 5 B) Gruppe von Wehrwalzen 130,131 mit höherer Geschwindigkeit angetrieben wird als eine zweite, linke Gruppe von Wehrwalzen.
Die Düsenreihen 265 und 266 werden mit Filtrat unter Druck gespeist und sprühen es mit erheblicher Kraft abwärts auf die Oberseite des feinmaschigen Siebes 220. Das Stützband 230 gleitet auf den Balken 261 des Saugtisches 260 und berührt diese. Die Balken 261 sind durch Durchlässe 261 a getrennt, durch welche die Dickspülung in die Kammer 262 gelangt. Ein Überlauftrog 160 (Fig. 10) befindet sich seitlich neben dem Filter 201, um eventuell über den Filtersatz 201 überlaufende Dickspülung aufzufangen. Der Trog 160 kann mit einer geeigneten Pumpe versehen werden, um das überlaufende Material entweder zurückzuführen zum Zulauf der Dickspülung, oder abzuleiten, wenn das im Falle einer Störung eines der mechanischen Bauteile des Dickspülungs-Regenerierungssystems notwendig sein sollte.
Die Rohrleitungen 512, die mit dem Leitungsjoch 511 verbunden sind, welches an eine Vakuumpumpe angeschlossen ist, sind an gegenüberliegenden Enden mit Einlaßöffnungen in die Kammer 262 unterhalb der Balken 261 versehen. Weiterhin sind die Rohrleitungen 512a zu erkennen, die mit dem Leitungsjoch 511 a und der Kammer 262 verbunden sind. Die Rohrleitung 512a ist ebenfalls an eine Vakuumpumpe angeschlossen. So wird in der Kammer 262 ein Unterdruck erzeugt, der den Durchgang der Dickspülung durch den Filtersatz 201 fördert. Beim Eingang der Dickspülung in die Kammer 262 freigesetzte Luft oder Gas wird dadurch schnell aus der Kammer abgesaugt.
Der Entgaser der zweiten Stufe besteht aus den parallelen angetriebenen Walzen 250, 250 a, die sich entsprechend den eingezeichneten Pfeilen in entgegengesetzter Richtung drehen. Der Antrieb der Walzen 250,250a erfolgt durch einen Antriebsmotor 251, wie in Fig.5A dargestellt. Zwischen den Walzen 250, 250a und den Blöcken 253 befinden sich Dichtungen 252, die an den gegenüberliegenden Wänden des Trogabschnittes 264 befestigt sind und verhindern sollen, daß Material um die Walzen 250, 250a herumgeht. Unterhalb des Spaltes zwischen den Walzen 250,250a befindet sich eine Prallplatte 254 von flacher umgekehrter V-Form, die die Dickspülung aufnimmt, die durch die Walzen 250,250a hindurchgelangt, und damit weiter zur Abtrennung von Luft und Gas aus der Dickspülung beiträgt. Diese Luft oder Gas wird aus einer unteren Kammer 255 abgesaugt, die durch die Walzen 250, 250a, die Blöcke 253 und den Trogteil 264 begrenzt ist und über die Leitung 256 und das Reduzierventil 257 mit der Leitung 512 verbunden ist.
Das quergelegene Sumpfrohr 270 am unteren Ende des Entgasers der zweiten Stufe hat innen eine Düse 271, die mit Filtrat unter Druck aus einem Rohr 272, das mit einer Pumpe oder anderen Quelle für Druckfiltrat verbunden ist, gespeist wird. Dadurch wird die Dickspülung nach ihrem Durchgang durch das Spülungs-Regenerierungssystem 10 durch das Filtratrohr 13 in den in Fig. 1 dargestellten Dickspülungstank gefördert. Das Untergurt des Stützbandes 230 gleitet auf einer Stützplatte 240, die auf den Rahmengliedern 20 und 21 ruht. Weiterhin bewegt sich der Filtersatz 201 auf einer Führungsrolle 203. Die Figuren 5 A und 11 zeigen ein oben offenes Kammergehäuse 209 zwischen den Rahmengliedern 20 und 21 mit dem Filtersatz 201 oberhalb der Kammer und den Düsen 208, die an dem Rohr 208a befestigt sind und von diesem mit Filtrat versorgt werden, so daß dieses auf und durch den Filtersatz 201 in die Kammer 209' des Gehäuses 209 gelangt. Die Kammer 209' hat zwei Düsen im bestimmten Abstand, durch die das Filtrat in das Ableitungsrohr 212 und von da in das Filtratrohr 13 abgeleitet wird. Die Extraktionstrommel 300 und ihre Aufhängung sind in den Figuren 5A, 12,13 und 14 dargestellt, auf die Bezug genommen wird. Die Extraktionstrommel 300 hat, wie in Fig. 12 dargestellt, zwei Seitenwände 301 und 302, die einen Zylinder 303 tragen, der an seiner Außenseite eine zylinderförmige Elastomer-Deckschicht 304 hat. Das Stützband 230 bewegt sich auf der Schicht 304 und hat eine Vielzahl von Öffnungen 238. Die Öffnungen 238 stimmen mit entsprechenden gekrümmten Außennuten 306 in der Schicht 304 überein. Radiale Öffnungen 306a verbinden die Nuten 306 mit radialen Öffnungen 307 im Zylinder 303. Eine \/iai-7ahi aviaior <?ai instiit7(=n 3f)R sind mit der Innenseite desZvlinders 303 verbunden, wobei jeder Stutzen mit mehreren
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Öffnungen 307 verbunden ist. Jeder Saugstutzen 308 ist mit einem Saugschlauch 309 verbunden. In der Saugtrommel 300 befindet sich auch eine Zwischenwand 310 mit entsprechenden Öffnungen 311, durch die einige der Saugschläuche 309 gehen, wie in Fig. 12 dargestellt.
Die Extraktionstrommel 300 ruht zur Rotation auf einer stationären Hohlwelle 315, die auf den Lagern 316 und 317 gelagert ist, wie in Fig. 12 dargestellt ist. Ein Gehäuse 318 umschließt das Lager 316 und ist mit der Seitenwand 301 verbunden. Ein Gehäuse 319 umschließt das Lager 317 und ist mit der Seitenwand 302 der Trommel 300 verbunden. Eine Hülse 320 (siehe auch Fig. 14), die auf der Zwischenwand 310 montiert ist, hat periphere Öffnungen 321, in die sich die Saugschläuche 309 erstrecken, so daß die Innenseite der Hülse 320 mit den Saugschläuchen 309 verbunden ist. Die Hülse 320 ist mit der Wand 310 verschweißt und· umgibt die Welle 315 koaxial in gewissem Abstand. An der Hülse 320 ist eine Dichtung 322 befestigt (z.B. angeschraubt) und bildet die Dichtung gegen die Welle 315. Die Welle 315 hat eine Öffnung 325, die die Verbindung mit der Hülse 320 herstellt sowie zwischen der Wand 310 und der Dichtung 322, so daß ein kontinuierlicher Flüssigkeitsdurchgang zwischen dem Innern der Welle 315 und dem Innenraum der Hülse 320 möglich ist, wozu die Trennscheibe 326 und 327 installiert sind, wie in Fig. 5 A und 14 dargestellt. Die Trennscheibe 326 und 327 (siehe Fig.5A) bilden eine herumgehende Kammer, begrenzt durch einen Teil der Innenwand der Hülse 320, durch die Innenseite der Wand 310 und durch die Dichtung 322. Wenn, wie aus Fig.5A ersichtlich, die Extraktionstrommel 300 rotiert und ein Saugschlauch 309 die senkrechte Stellung erreicht, geht sein inneres Ende an der Trennwand 326 vorbei und wird dadurch mit dem Innenraum der Welle 315 verbunden, die an ein Vakuum angeschlossen ist, und bleibt in Verbindung mit dem Innern der Welle 315, bis er die waagerechte Stellung überschreitet und die Verbindung mit der durch die Dichtscheibe 327 begrenzte Kammer 328 verliert. So erfolgt die Extraktion nur in einer begrenzten Umdrehungszone der Extraktionstrommel 300, so daß durch den Fiitersatz 201 das durch die Waschdüse 367 abgelagerte Material sowie anderes aufliegendes Material, das fein genug ist, um durch die Öffnungen im Sieb 220 durchzugehen, hindurchgesaugt wird.
Der Antrieb der Extraktionstrommel 300 befindet sich innerhalb des auf dem Pfeiler 22 gelagerten Gehäuse 330 und erfolgt über ein Getriebe 331 mit einer Abtriebswelle 332, die mit einem Flansch 333 verbunden ist, welcher seinerseits mit der Seitenwand 301 der Trommel verbunden ist. Diese Struktur stützt die stationäre Welle 315, das Lager 316, das die Drehung der Trommel 300 ermöglicht und das Getriebe 331, das die Umdrehung bewirkt. Ein Motor ist über einen Treibriemen 334 mit einer Riemenscheibe 335 verbunden, welche mit dem Getriebe 331 verbunden ist, wie in Fig.3 gezeigt.
Ein Hohlgehäuse 340 befindet sich auf dem Pfeiler 24. Dieses hat, wie in Fig. 13 und 14 gezeigt, einen Schlitz 341, welcher einen U-förmigen Aufsatz 342 aufnimmt. In dem Aufsatz ist eine Buchse 343 mit Öffnungen 344 eingeschweißt. Die Keile 345 verbinden die Buchse 343 und das Ende der Welle 315. Das Ende der Welle 315 befindet sich in der Buchse 343 und hat, wie in Fig. 13 sichtbar, Öffnungen 329, die mit den Öffnungen 344 in der Buchse 343 übereinstimmen. So stellen diese Öffnungen die Verbindung zwischen dem Inneren des Gehäuses 340 und dem Inneren der Welle 315 her. Das Gehäuse 340 ist, wie in Fig. 14 gezeigt, durch eine Zwischenwand 359 von dem Innenraum des Leitungsjochs 511 a getrennt. Ein Auslaßstutzen 360 in dem Gehäuse stellt jedoch die Verbindung zu einer Vakuumquelle her, die weiter unten beschrieben wird.
In Fig. 15 ist das Leitungsjoch 511 a gezeigt. Dieses hat einen nach oben gehenden Abzweig 514 oberhalb einer geneigten Platte 515, die den Endabschnitt des Leitungsjochs 511 a abteilt. Dadurch entsteht dort eine Kammer 516, in der sich eine einstellbare Spannvorrichtung 410 befindet. Die Kammer 516 ist durch eine Endplatte 517 mit einer Öffnung 518 abgeschlossen. Senkrecht dazu sind ein Paar Führungsstangen 519 und 521 angeordnet. Ein linear bewegliches Wellenlager 420 nimmt das eine Ende der Welle 401 der mitlaufenden Trommel 400 auf und enthält ein Paar Lagergehäuse 421 mit den Lagern 422, die die Führungsstangen 519 und 521 aufnehmen. Die Welle 401 ruht in einer Buchse 432, die mit den Seitenwänden 433 und 434 des Trägers 420 verbunden ist, wie am besten aus Fig. 17 erkennbar ist.
Eine axial bewegliche Stange 411 der Spanneinrichtung 410 ist, wie in Fig. 17 erkennbar, durch einen Bolzen 413 mit einer Stütze 412 mit dem Wellenlager 420 verbunden und bewirkt damit eine Gleitbewegung des Wellenlagers 420 und der Welle 401 unter der Wirkung der Spanneinrichtung 410 in waagerechter Richtung, wodurch die richtige Spannung des Filters 201 bewirkt wird. Das andere Ende der Welle 401 ist zur Regulierung in einer gleichartigen Einrichtung mit einem Wellenlager 420' und einer Spanneinrichtung 410' gelagert (Fig.3).
Die Spanneinrichtungen 410,410' kann von jeder beliebigen Konstruktion sein, die den Filtersatz 201 unter der notwendigen Spannung während des Betriebes hält und eine ausreichende Lockerung erlauben, um eine Auswechselung des Filtersatzes 201 und des Bandes 230 zu ermöglichen.
In Fig. 18 ist das feinmaschige Sieb 220 als Teil des Filtersatzes 201 dargestellt. Dieser ist durch einen Mittelstreifen 228 in zwei Felder 201A und 201 B unterteilt. Wie bereits früher erwähnt, umfaßt der Filtersatz ein äußeres feinmaschiges Sieb 220 und ein inneres grobes Stützsieb 222. Das feinmaschige Sieb 220 hat eine Maschenweite von 187 mesh, wenn Barytbeschwerte Dickspülung verwendet wird, und eine Maschenweite von 325 mesh, wenn unbeschwerte Dickspülung verwendet wird. Das untere Stützsieb 222 besteht aus Edelstahl mit einer Maschenweite von 18 mesh und gibt dem Sieb 220 mechanische Festigkeit. An den Seiten befinden sich Seitenstreifen 225,225' mit jeweils einem Schlitz 226 und einer vergrößerten Bohrung 226 a, in der die Kanten der Siebe 220 und 222 mit Leim befestigt sind. Die Seitenstreifen 225, 225' haben innen geneigte Stirnseiten 227. Die Felder 201A und 201B werden durch den Mittelstreifen 228 getrennt, der ähnlich aufgebaut ist wie die Seitenstreifen 225, mit geneigten Stirnseiten 229a und 229b.
Das Stützband 230 hat Seitenkantenvorsprünge 231 und 231 a innerhalb der Außenkanten und bildet so die Seitenränder 232 und 232a, wie in Fig. 18 dargestellt. Der Vorsprung 231 hat eine Gegenfläche 233, die in die Fläche 227 des Seitenstreifens 225 eingreift. Ebenso greift der Vorsprung 231 a in den anderen Seitenstreifen 225 ein. Das Stützband 230 hat weiterhin Mittelvorsprünge 234 und 234a (Fig. 19), die sich ebenso wie die Vorsprünge 231 und 231a entlang der gesamten Länge des Bandes 230 erstrecken. Die Vorsprünge 234 und 234a haben die Flächen 235a und 235b, die an die Flächen 229a und 229b des Mittelstreifens 228 passen. Durch das hier beschriebene System von Vorsprüngen und Paßflächen wird eine sichere Führung und Unterstützung des Siebes 220 durch das Stützband 230 erreicht.
Außerdem hat das Band 230, wie in Fig. 21 dargestellt, eine Vielzahl aufrechtstehender Rippen 236, die sich quer über das Band 230 erstrecken und den Körper 237 des Bandes 230 überragen. Die Rippen bilden eine große Zahl querlaufender Zellen oder Rinnen, die die Dickspülung aufnehmen. Die Zellen sind mit einer großen Zahl von Öffnungen 238 versehen, die durch den Körper 237 des Stützbandes 230 hindurchgehen, so daß das große Volumen Dickspülung, das sich auf dem Band 230 ansammelt, mit großer Geschwindigkeit durch dieses hindurchgehen kann. Das ist wichtig, um fast die gesamte Dickspülung, die sich auf
dem Band 230 ansammelt, längs eines sehr kurzen Arbeitsweges abzuführen. Zusätzliche Festigkeit erhält das Band 230 durch eine nach unten gerichtete Führungs-Mittelrippe 239, die in eine um die Extraktionstrommel 300 herumgehende Nut 305 eingreift, wie in Fig.4 dargestellt.
In den Abbildungen 22-30 wird eine zweite Ausführungsvariante des Dickspülungs-Regenerierungssystems 2-10 gemäß der vorliegenden Erfindung vorgestellt. In der Beschreibung der zweiten Variante sind die Zahlenbeziehungen derjenigen Teile, die von Teilen und Bauteilen der ersten Verkörperung verschieden sind, mit dem Vorsatz „2" bezeichnet. Der Vorbehandlungsapparat 2-100 besteht, wie in Fig.24B dargestellt, aus einem Eingangswehrgehäuse 2-110 mit einem aufwärtsgerichteten geflanschten Eingangsrohr 2-115, einer Stauwand 2-116 mit einer Wehroberkante 2-112. Die Wehrkante 2-112 liegt niedriger als die Oberwand 2-117 des Wehres 2-110 und bildet so einen Durchlaß oberhalb der Wehrkante 2-112, durch den die aus dem Zuführungsrohr 2-14 ankommende Dickspülung überlaufen kann. So ist die Kammer, die von der Wand 2-116 mit gebildet wird, eine Rückhaltekammer, die Turbulenzen der Dickspülung aufnimmt und glättet. Der Entgasungs-Filterapparat 2-200 (siehe Fig.23) enthält einen Saugtisch 2-260 mit parallelen Walzen 2-261 und Zwischenräumen 2-261 a. Die Walzen 2-261 stützen den endlosen Filtersatz 201 und das Stützband 230, während durch die Zwischenräume 2-261 a die durch den Filtersatz 201 und das Stützband 230 durchgegangene Dickspülung in die Pfannen 2-274 und 2-277 unterhalb der Walzen 2-261 hindurchgehen kann. Wie in Fig. 24 A und 24B dargestellt, befinden sich die Walzen 2-261 längs des Laufweges des Obergurtes des Filtersatzes 201 unter diesem und stützen ihn reibungsarm, so daß Abtrieb und Hemmung des Filtersatzes 201 vermindert werden. Wie ebenfalls in Fig.24A und 24B sichtbar, wird zur Verminderung von Abnutzung und Reibung der Untergurt des Bandes 230 durch eine Reihe von Rollen 2-240 gestützt.
Der Saugtisch 2-260 ist in Fig.25 erläutert. Er enthält die Walzen 2-261 in gleichmäßigen Abständen, welche Endabschnitte 2— 281 mit großem Durchmesser und eine innere Welle 2-282 haben, die im Mittelteil der Walzen 2-261 sichtbar sind. Die vergrößerten Abschnitte 2-281 bestehen aus Überzügen aus Teflon, Gummi oder ähnlichem, und die Welle 2-282 ist, wie in Fig. 26 gezeigt, hohl. Der Zwischenraum, der sich zwischen den beiden Überzügen einer Rolle befindet, nimmt die Führungsrippe 239 des Stützbandes 230 auf (Fig. 19). Jede der Hohlwellen 2-282 enthält am Ende ein Lager 2-283, wie in Fig. 26 dargestellt. Die Außenseite des Lagers berührt die Innenseite der Welle 2-282. Ein Wellenstumpf 2-284 mit einem Überzug 2-284a ragt aus der Innenseite. Auf das Ende des Wellenstumpfes 2-284 ist eine Mutter 2-285 aufgeschraubt.
Eine Lagerschiene 2-286 erstreckt sich längs jeder Seite des Tisches 2-260, auf die ein Block 2-286a montiert ist und mit Überwurfmuttern 2-286b gesichert ist. An die Lagerschiene 2-286 ist eine Platte 2-287 mit senkrecht gerichteten Schlitzen 2— 287 a in regelmäßigen Abständen angeschweißt. Die Schlitze 2-287a sind so beschaffen, daß sie die Muttern 2-285 aufnehmen und halten, wie in Fig. 25 dargestellt. Auf der Innenseite der Platte 2-287 ist eine Abstandsplatte 2-289 mit Löschern für die Aufnahme der Bolzen 2-284 mit ihren Überzügen 2-284a befestigt.
Die so gebauten Lagerschienen 2—286 und Blöcke 2-286a befinden sich parallel zu beiden Seiten und werden durch Querglieder 2-288 verbunden. Die Walzen 2-261 werden zusammengestellt und mit ihren Wellen 2-284 durch die Öffnungen in den Platten 2-289 gesteckt. Dadurch werden sie zusammengehalten, und die ganze Einheit, bestehend aus den Walzen 2-262 und den beiden Platten 2-289 wird dann in Position gebracht, wobei die Muttern 2-285 in die Schlitze 2-287 a der Platte 2-287 eingeführt werden, womit der Aufbau des Saugtisches 2-260 abgeschlossen wird.
Die Pfanne 2-274 hat einen Bodenauslaß 2-275, durch den die Dickspülung abläuft, und senkrechte Verteilerplatten 2-276, die die Kammer innerhalb der Pfanne 2-274 in vier Teilkammern unterteilen. In jede Teilkammer führt eine Absaugleitung 2-512, die mit den Leitungsjochen 511 und 511 a an den gegenüberliegenden Enden verbunden ist, wie in Fig. 27 dargestellt. Jede Leitung 2-512 hat eine abwärtsgerichtete Mittelöffnung, über der ein Rohrmantel angebracht ist.
Eine zweite Pfanne 2-277 ist ähnlich mit einem Auslaß 2-278 im unteren Teil versehen und bildet auch eine Kammer, die durch die Verteilerplatten 2-279 unterteilt ist. So ist die Kammer, die teilweise durch die Pfanne 2-277 gebildet wird, durch fünf Verteilerplatten 2-279 weiter unterteilt. Die Absaugleitungen 2-512 verbinden jede Unterabteilung mit den Leitungsjochen 511
Unter den Auslassen 2-275 und 2-278 ist je ein Entgasungssystem 2-290 der zweiten Stufe angebracht. Die Entgaser 2-290 der zweiten Stufe sind von fast gleicher Konstruktion. Sie bestehen jeweils aus einem Gehäuse 2-291, in dem eine Scheibe 2-292 rotiert. Das Gehäuse 2-291 ist teilweise zylindrisch, und zwar bis zur Höhe der Scheibe 2-292. Weiter abwärts ist es konisch und mündet in einen Stumpf 2-295. Die Dickspülung trifft relativ nahe ihrer Mitte auf die rotierende Scheibe 2-292, wo der Aufprall kleine Gasblasen freisetzt. Die Dickspülung lagert sich als dünne Schicht auf der rotierenden Scheibe 2-292 ab, wodurch die Gasabscheidung erleichtert wird. Danach wird die Dickspülung durch Zentrifugalkraft gegen die Wände des Gehäuses 2— 291 geschleudert, wo der Aufprall die Freisetzung des jetzt noch in der Dickspülung mitgeführten Gases erleichtert. In Fig. 27 ist der Filtersatz 201, bestehend aus dem feinen Sieb 220 und dem Gurt 230, gelagertauf den Walzen 2-261, dargestellt. Weiterhin ist eine Verteilerplatte 2-279 mit einer Unterkante 2-279a dargestellt. Unterhalb des Auslasses 2-278 befindet sich die rotierende Scheibe 2-292 und das Getriebegehäuse 2-293, die durch die Welle 2-296 von der Motor-Antriebseinheit 2-297 angetrieben wird. In der durch die Pfanne 2-277 gebildeten Kammer sind vier Leitungen 2-512 mit einem zentralen Saugstutzen 2-512a erkennbar, welche sich sowohl mit dem Leitungsjoch 511 als auch mit dem Leitungsjoch 511 a in Verbindung befinden. Der Entgaser 2-290 der zweiten Stufe steht mit den Pfannen 2-274 und 2-277 über den Auslaß 2-278 in Verbindung, da die Dickspülung nichtständig die Öffnung 2-278 anfüllt und damit keinen Verschluß zwischen der durch die Pfannen gebildeten Kammer und den Entgasern 2-290 der zweiten Stufe bildet. Wenn sich in dem Entgaser 2-290 der zweiten Stufe durch das Aufschleudern der Dickspülung auf die zylindrische Wand des Entgasers 2-290, bewirkt durch die Zentrifugalkraft der rotierenden Scheibe 2-292 durch das freigesetzte Gas ein ausreichender Gasdruck aufgebaut hat, kann das Gas in Form von großen Blasen durch die Dickspülung hindurch durch die Öffnung 2—278 entweichen, oder es kann eine Leitung installiert werden, die den Entgaser 2-290 der zweiten Stufe mit einem oder beiden Leitungsjochen 511, 511 a verbindet, ähnlich der Leitung 256 der ersten Variante.
Der Sumpf 2-295, in dem sich die entgaste Dickspülung sammelt, ist mit einem Auslaßrohr 2-270 verbunden, der zu dem Filtrat-Abführungssystem 2-530 gehört. Selbstverständlich führt von jedem der Entgaser 2-290 der zweiten Stufe ein Rohr 2-270 weg. Diese Rohre vereinigen sich zur Zuführung der regenerierten Dickspülung zum Spülungstank. In dem Filtrat-Abführungssystem 2-530 bewegt sich die Flüssigkeit vorzugsweise durch Schwerkraft, jedoch können auch Pumpen benutzt werden.
In Abb.28 und 29 ist das Ende einer typischen Saugleitung 2-512 dargestellt, die in einen Flansch-2-520 endet, welcher durch Bolzen oder Schrauben 2-521 mit einem zweiten Flansch 2-255 verbunden ist. Der Flansch 2-522 gehört zu einem kurzen Rohr
2-523, das in Flüssigkontakt mit dem Leitungsjoch 511 a ist. Zwischen den Flanschen 2-520 und 2-522 befindet sich ein Staurand 2-525 mit einer Öffnung 2-526, die den Durchflußquerschnitt bestimmt. Der Staurand 2-525 und die Öffnung 2-526 wird entsprechend dem gewünschten Durchflußquerschnitt der jeweiligen Leitung 2-512 gewählt. Durch Verwendung von Staurändern 2-525 mit unterschiedlich großen Öffnungen in jeder der Leitungen 2-512 können die gewünschten Durchflußgeschwindigkeiten an jeder der Leitungen 2-512 erreicht werden. Am anderen Ende der Leitung 2-512, wo diese mit dem Leitungsjoch 511 verbunden ist, befindet sich eine ähnliche Anordnung.
Fig.30 zeigt die Extraktionstrommel 2-300 mit den Seitenwänden 2-301 und 2-302 und der Zwischenwand 2-310, die an ihrem Außenrand von Saugrinnen 2-308a, 2-308b durchdrungen ist, welche jeweils mit einem Saugschlauch 2-309 verbunden sind. Gleichartige Saugrinnen 2-308b, die die Wand 2-310 nicht durchdringen, sind mit den Schläuchen 2-309 b verbunden. So verlaufen die Saugschläuche geradliniger als in der in Fig.8 gezeigten Variante und durchdringen nicht die Zwischenwand 2-310, wie in der ersten Verkörperung.
Das Band 230 des Filtersatzes 201 dieser zweiten Variante unterscheidet sich von dem Band 230 der ersten Variante dadurch, daß sich an jeder Seite des Bandes 230 sechs Öffnungen 2-232 befinden. Die anliegende Schicht 2-304 der Extraktionstrommel 2-300 hat entsprechende radiale Öffnungen 2-306, die mit peripheren gekrümmten Furchen 2-306a verbunden sind. Die Saugrinnen 2-308 haben einen dreieckigen Querschnitt, wie in Fig.24A gezeigt.
Die Figuren 32 bis 36 zeigen eine dritte Ausführungsvariante der Erfindung, welche einen Entgaser enthält, der aus einer einzigen relativ großen Schleuderscheibe besteht. Bei dieser Variante wird der Saugtisch durch eine Trogplatte 600 begrenzt, die sich unterhalb der Walzen 602 befindet, die den Filtersatz 201 stützen. Tatsächlich sind die Varianten von Abb. 32 ff. mit der Variante von Fig.22 ff. in allen Details außerdem Entgasungssystem unterhalb der Walzen 602 identisch. Die Begrenzungen der Trogplatte 600 bestehen aus seitlichen Rahmengliedern 6-286 längs der Seiten des Saugtisches und den Rahmenendgliedern 6-288, wie in Fig. 35 und 36 dargestellt. Ein abwärtsgerichteter Trog T erstreckt sich senkrecht vom linken Ende der Trogplatte 600 und wird durch die Y-förmige Bodenplatte 604 begrenzt, wie in Fig.34 dargestellt. Der Rand des Y-förmigen Troges wird durch erste und zweite Seitenwände 606 und 608 gebildet sowie eine abgeschrägte Endwand 610 und die Wandelemente 612, 614, 616, 618, 620, 622, 624 und 626. Die Wandelemente 612, 614, 616 und 618 bilden einen ersten Ablaßtrog 630 mit einer Außlaßkante631. Die Wandelemente 620,622,624 und 626 bilden einen zweiten Ablaßtrog 632 mit einer Auslaßkante 633. Im Boden 604 befinden sich die regelbaren Ventile V1, V2 und V3, wie in Fig.33 und 35 dargestellt. Außerdem ist die Trogplatte 600 mit drei querliegenden Auslaßschlitzen 640 versehen.
An der Trogplatte 600 ist ein achteckiges Entgasergehäuse 650 befestigt, das in Fig.33 in der Draufsicht gezeigt ist und eine große Entgaser-Schleuderscheibe 652 enthält, welche auf einer Welle 655 innerhalb eines Gehäuses 654 montiert ist. Die Unterseite der Welle wird über einen Treibriemen 662 durch ein Motortransmissionsmittel 660 angetrieben, wie aus Fig. 36 zu erkennen ist. In das Innere des Gehäuses 650 führen Saugrohre 670 mit Einlaßöffnungen 672, wie aus Fig.33 und 36 am besten zu erkennen ist. Die äußeren Enden dieser Saugrohre sind mit Verbindungsschläuchen 690 mit den Leitungsjochen 511 oder 511a verbunden, wie in Fig. 33 dargestellt. Folglich befindet sich das Innere des Entgasergehäuses 650 unter vermindertem Druck. Ebenso steht der Raum über der Trogplatte 600 unter Unterdruck, weil zwischen dem Raum oberhalb der Trogplatte 600 und dem Inneren des Entgasergehäuses 650 durch die Schlitze 640 und die Öffnungen an den Trogseiten 631,633 eine Verbindung besteht. Die Ventile V1, V2 und V3 können so eingestellt werden, daß atmosphärische Luft in den linken Teil des Troges T eindringt, um erforderlichenfalls das Vakuum unter den weiten stromab gelegenen Walzen 602 (den in Fig.35 weiter links gelegenen Walzen) zu vermindern. In den meisten Fällen wird nämlich die Dickspülung den Filtersatz passiert haben, bevor sie die linken Walzen erreicht. Folglich braucht an diesen Teil des Bandlaufes kein starkes Vakuum mehr angelegt zu werden.
Die Funktion der Variante gemäß Fig. 32 ff. entspricht im wesentlichen der Funktion der zweiten Variante. Im einzelnen dringt die Dickspülung durch den Filtersatz abwärts auf die Trogplatte 600, von wo sie in die Ableitungsschlitze 640 oder in den links von der Trogplatte 600 beginnenden Trog gelangt, von wo sie dann abwärts durch die Ableitungströge 630,632 über die Kanten 631, 633 auf die Schleuderscheibe 652 gelangt. Es ist zu beachten, daß die Ventile V1,V2,V3 so konstruiert werden können, daß die Dickspülung nicht durch diese ablaufen kann, während gegebenenfalls gleichzeitig Luft eingesaugt werden kann. Die Spülung aus den Trögen 630, 632 und den Schlitzen 640 trifft auf die Scheibe 652, wobei eine gewisse Entgasung stattfindet, und wird dann gegen die Außenwand 653 geschleudert, wobei eine weitere und stärkere Entgasung der Spülung erfolgt. Die Spülung fließt dann entlang den nach innen geneigten Seitenwänden des Entgasergehäuses 650 durch die Leitung 695 nach außen und wird vorzugsweise durch Schwerkraft in den Spülungstank befördert. Erforderlichenfalls kann in der Leitung 695 eine Pumpe angebracht sein, mit der die Spülung in den Spülungstank gepumpt wird. Fig.31 zeigt einen Zyklonabscheider 700, der mit der Leitung 351 verbunden ist und die durch die Saugtrommel 300 durchgesaugten Materialien aufnimmt. Das sind Baryt und eventuell andere Materialien von erheblichem ökonomischem Wert. Der Zyklonabscheider 700 ist durch eine Leitung 720 mit einem zweiten Abscheider 740 verbunden, welcher durch die Leitung 750 mit einer Vakuumquelle verbunden ist. Die Leitung 750 kann beispielsweise an jedes der evakuierten Entgasergehäuse, z. B. das Gehäuse 650, angeschlossen werden. In einigen Fällen könnte der Zyklonabscheider und/oder Abscheider 740 umgangen werden und die Leitung 351 führt direkt zurück in den Entgaser.
Obgleich zweifellos zahlreiche Modifizierungen der vorgelegten Variante der Erfindung durch Fachleute ausgeführt werden können, wird bemerkt, daß der Umfang der Erfindung allein durch den nachfolgenden Erfindungsanspruch begrenzt wird. So ist zu erkennen, daß die vorliegende Erfindung in allen ihren Varianten große Ersparnisse gegenüber allen bisher bekannten Systemen zur Behandlung von Dickspülung bietet und auch bessere Ergebnisse als die bisherigen Systeme liefert. Beispielsweise wird eine Einsparung durch die Tatsache erreicht, daß die vorliegende Erfindung vollständig auf energieverbrauchende Kreiselpumpen der in konventionellen Systemen verwendeten Art verzichtet. Der Energiebedarf der vorliegenden Erfindung ist wesentlich niedriger als der bekannten Systeme zur Behandlung von Dickspülung. Ein weiterer Vorteil entsteht dadurch, daß keine Kreiselpumpen oder andere mechanische Pumpen für die Beförderung von Dickspülung, die Bohrklein enthält, benutzt werden. Durch diese Besonderheit der vorliegenden Erfindung wird die weitere Zerkleinerung der Bohrkleinteilchen vermieden, wobei die zerkleinerten Teilchen sich schwer oder überhaupt nicht entfernen lassen. Weiterhin werden die Kosten für den Abtrieb der Pumpen, die die mit Bohrklein belastete Dickspülung pumpen, eingespart. Das vorliegende System benötigt überhaupt nur eine mechanische Pumpe, und zwar für das Rückpumpen der regenerierten Dickspülung in die Bohrung. Da die regenerierte Dickspülung kein Bohrklein enthält, gibt es keinen schädlichen Einfluß auf die Pumpe.
Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung rühren von der Tatsache her, daß die Dickspülung bei jedem Durchlauf durch das System vollständig gereinigt wird. Die Funktion erfolgt kontinuierlich während des gesamten Bohrvorganges, so daß erhebliche Mengen Zeit und Kosten bei den Bohrvorgängen für die Vervollständigung der Bohrung eingespart werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Erfindung beruhtauf derTatsache, daß die Bewegungsgeschwindigkeit des Filtersatzes von entscheidender Bedeutung ist, indem eine Erhöhung der Geschwindigkeit des Filtersatzes zu einer Verringerung der durch den Filtersatz durchgehenden Teilchengröße führt. Folglich wäre es bei einigen Operationen möglich, die Bewegungsgeschwindigkeit des Filterbandes zu verändern, um die Konsistenz der Dickspülung genau zu steuern. Höhere Geschwindigkeiten des Filterbandes führen zu einem höheren Durchfluß pro Minute und einer Verminderung der durch die Siebe durchgehenden Teilchengröße. Ein weiterer wichtiger Unterschied der vorliegenden Erfindung gegenüber bisher bekannten Anlagen besteht darin, daß wertvolle Produkte bei der vorliegenden Erfindung durch das Sieb hindurchgehen, während bei anderen Siebverfahren das wertvolle Produkt auf dem Sieb zurückgehalten wird. So ist das Verfahren genau umgekehrt wie bei bisher bekannten Filtersystemen.
Weiterhin stellt die vorliegende Erfindung ein vollständiges Abgehen von bisher bekannten Behandlungssystemen für Dickspülung dar, indem die Dickspülung vollständig, wie in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit, regeneriert wird. Bei konventionellen Systemen ist keine solche Regenerierung möglich, und es ist folglich in vielen Fällen erforderlich, zu versuchen, die Dickspülung durch Zugabe weiterer Zuschläge zu manipulieren, um einen ausreichenden Minimalzustand der Dickspülung zu erzielen, wie er für die Fertigstellung der Bohrung erforderlich ist.

Claims (32)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Aufbereitung einer Dickspülung aus einer Bohrung, gekennzeichnet dadurch, daß dieses aus den Verfahrensschritten
    a) Erstellung eines endlosen Filters mit einer Oberseite,
    b) Inbetriebnahme des genannten endlosen Filters längs eines vorherbestimmten Weges,
    c) Aufbringen der Dickspülung auf die Oberseite des genannten endlosen Filters und
    d) Anlegen eines Unterdruckes auf der Unterseite des genannten Filters, wobei die Dickspülung hindurchgesaugt wird und die Festkörper an der Oberseite des genannten endlosen Filters zurückgehalten werden.
    besteht.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Dickspülung in Form von Schleiern in bestimmten Abständen längs des Arbeitsweges des endlosen Filters auf diesen aufgebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach den Punkten 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Dickspülung nach dem Durchgang durch den endlosen Filter entgast wird.
  4. 4. Verfahren nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Entgasung der Dickspülung durch Schleuderung der Dickspülung gegen eine Oberfläche erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Teil des endlosen Filters, durch den die Dickspülung hindurchgegangen ist, mit Waschflüssigkeit gewaschen wird.
  6. 6. Verfahren nach Punkt 5, gekennzeichnet dadurch, daß anschließend in einem weiteren Verfahrensschritt Wasser aus dem endlosen Filter abgezogen wird.
  7. 7. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß in einem weiteren Verfahrensschritt die Feststoffe von der Oberseite des endlosen Filters entfernt werden.
  8. 8. Verfahren nach Punkt 7, gekennzeichnet dadurch, daß das Entfernen der Festkörper durch Bewegen des endlosen Filters auf einer gekrümmten Bahn erfolgt, wobei die Festkörper durch Zentrifugalkraft von dem Filter entfernt werden.
  9. 9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Punkten 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß diese aus
    a) einem Filtermittel (200,2-200) zum Filtrieren von Dickspülung, bestehend aus einem endlosen beweglichen Filtermittel (201);
    b) einer Einspeisungsvorrichtung (100,2-100) für die Aufgabe eines Gemisches von Bohrklein und Dickspülung auf das Filtermittel (201);
    c) einer Saugvorrichtung (500) zum Durchsaugen der Dickspülung aus dem Gemisch durch das Filtermittel (201), um das Bohrklein von der Dickspülung zu trennen und eine regenerierte Dickspülung zu liefern;
    d) einer Auffangvorrichtung (262) für die durch das Filtermittel gesaugte generierte Dickspülung; und
    e) einem Fördermittel (530,2-530) für die Förderung der regenerierten Dickspülung aus der Auffangvorrichtung zu einer Vorrichtung, die die Wiederverwendung der Dickspülung gestattet,
    besteht.
  10. 10. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Filtermittel ein Paar Trommel η (300; 400; 2-300) in bestimmtem Abstand enthält, auf denen das bewegliche Filtermittel (201) gelagert ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Dickspülungs-Einspeisungsvorrichtung eine Eingangswehrvorrichtung enthält, welche ein Gehäuse (110,2-110) enthält, das eine Kammer bildet, wobei die Kammer eine Oberwand und eine Wand, die sich hauptsächlich quer dazu erstreckt, hat, sowie eine obere Überlaufkante (112; 2-112) die sich in bestimmtem Abstand oberhalb der Oberwand befindet, wobei das Eingangswehr ein Auslaßende für den Auslaß der über die Überlaufkante gehenden Dickspülung hat.
  12. 12. Vorrichtung nach Punkt 11, gekennzeichnet dadurch, daß die Dickspülungs-Einspeistungsvorrichtung ferner eine Verteilungswehrvorrichtung (120) enthält, die sich unterhalb des Auslaßendes des Eingangswehrs befindet, die Dickspülung von diesem aufnimmt und sie an das Filtermittel an bestimmten Stellen abgibt.
  13. 13. Vorrichtung nach Punkt 12, gekennzeichnet dadurch, daß die Verteilungswehrvorrichtung (120) einen Rahmen (121) mit zwei Seitenwänden (122) und einer Vielzahl von quer über diesen Rahmen verlaufenden Wehrwalzen (130,131) enthält.
  14. 14. Vorrichtung nach Punkt 13, gekennzeichnet dadurch, daß Antriebsmittel (132,132 a) vorgesehen sind, die die Wehrwalzen in der gleichen Richtung rotieren lassen.
  15. 15. Vorrichtung nach Punkt 12, gekennzeichnet dadurch, daß Sprühvorrichtungen (265, 266) vorgesehen sind, die das Filtrat unter Druck auf die Dickspülung aufsprühen, wobei die Dickspülung durch die Verteilungswehrvorrichtung (120) auf den Filter (201) aufgebracht wird.
  16. 16. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Filtermittel (201) aus einem Filterband besteht, welches aus einem Paar horizontal in bestimmtem Abstand befindlichen Trommeln (300; 400,2-300) montiert ist, welche einen horizontalen Bandabschnitt des Filterbandes aufspannen und worin die genannte Saugvorrichtung unterhalb des horizontalen Bandabschnittes angeordnet ist.
  17. 17. Vorrichtung nach Punkt 16, gekennzeichnet dadurch, daß die Saugvorrichtung aus einer Saugtischanordnung (260, 2-260) besteht, der der Dickspülung nach unten durch den horizontalen Bandabschnitt zu ermöglichen.
  18. 18. Vorrichtung nach Punkt 17, gekennzeichnet dadurch, daß die genannte Saugtischanordnung (260, 2-260) mehrere Streben (261) in bestimmten Abständen enthält, die sich in Berührung mit der Bewegungsrichtung des waagerechten Abschnittes des Filterbandes befinden und den waagerechten Abschnitt des Filterbandes stützen.
  19. 19. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Auffangvorrichtung zusätzlich eine Entgasungsvorrichtung (250,250a) zur Entfernung von Gas aus der Dickspülung nach dem Durchgang der Dickspülung durch das Filtermittel enthält.
  20. 20. Vorrichtung nach Punkt 19, gekennzeichnet dadurch, daß die Auffangvorrichtung zusätzlich eine Pfanne (T 2-274, 2-277) unter dem genannten endlosen Bandfilter (2-230) enthält, die Pfanne (T 2-274, 2-277) einen Auslaß (2-275,2-278) in ihrem Boden hat und die Entgasungsvorrichtung aus einer Scheibe (652, 2-292) unter dem Auslaß, einer Vorrichtung (654, 2-296), die die Scheibe in nahezu waggerechter Lage hält, einer Vorrichtung (660,2-297), die die Scheibe (652, 2-292) in Drehung versetzt, Wandungen (653,2-291), die sich in gewissem Abstand um die Scheibe herum befinden und die zentrifugal von der Scheibe dagegengeschleuderte Dickspülung aufnehmen, und einer Vorrichtung zur Aufnahme der Dickspülung von den genannten Wandungen besteht.
  21. 21. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß die endlose bewegliche Filteranlage aus einem Filtersatz (201) in Form einer geschlossenen Filterbandschleife und einer Stützbandschleife (230) die die genannte Filterbandschleife stützt, besteht.
  22. 22. Vorrichtung nach Punkt 21, gekennzeichnet dadurch, daß die Filterbandschleife ein Paar volle Seitenkantenstreifen (225, 225') enthält.
  23. 23. Vorrichtung nach Punkt 22, gekennzeichnet dadurch, daß jeder der Streifen eine geneigte Längsseite (227) hat.
  24. 24. Vorrichtung nach Punkt 23, gekennzeichnet dadurch, daß das Stützband (230) an jeder Seite Vorsprünge (231, 231 a) hat, wobei die Vorsprünge Paßflächen (233) haben, die mit den geneigten Flächen der genannten vollen Seitenkantenstreifen (225) des genannten Siebes zusammenpassen.
  25. 25. Vorrichtung nach Punkt 21, gekennzeichnet dadurch, daß das Stützband (230) querverlaufende aufrechtstehende Rippen (236) hat und die genannte Filterbandschleife die Rippen berührt.
  26. 26. Vorrichtung nach Punkt 25, gekennzeichnet dadurch, daß das Stützband (230) durchgehende Öffnungen (238) hat.
  27. 27. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Filtermittel ein Paar Trommel η (300,400,2-300) in bestimmtem Abstand, ein auf den Trommeln montiertes endloses Stützband (230), eine auf dem Stützband (230) montierte Siebvorrichtung (220), eine Antriebsvorrichtung (332) für eine der Trommeln (300,400,2-300), eine bei der einen Trommel gelegene und von dieser räumlich getrennte Führungseinrichtung, die das Sieb von dem Stützband (230) abhebt, eine Vorrichtung, die Druckluft gegen den genannten Teil des Siebes bläst, um die von dem genannten Teil des Siebes mitgeführten festen Teilchen abzulösen, enthält.
  28. 28. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß außerdem eine Rückwascheinrichtung zum Rückwaschen des Filtermittels enthält.
  29. 29. Vorrichtung nach Punkt 28, gekennzeichnet dadurch, daß die Rückwascheinrichtung eine'Vorrichtung enthält, die Luft unter hohem Druck in umgekehrter Richtung des Durchganges der Dickspülung gegen das genannte Filtermittel richtet.
  30. 30. Vorrichtung nach Punkt 28, gekennzeichnet dadurch, daß die Rückwascheinrichtung eine Vorrichtung enthält, die Filtrat in umgekehrter Richtung des Durchganges der Dickspülung gegen das Filtermittel richtet.
  31. 31. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Fördermittel Pumpeinrichtungen enthält, die ausschließlich aus mit Filtrat betriebenen Strahlpumpen bestehen.
  32. 32. Vorrichtung nach Punkt 9, gekennzeichnet dadurch, daß das Filtermittel aus einer geschlossenen Schleife eines Filtersatzes (201) besteht, welches ein äußeres feinmaschiges Sieb (220) mit einem linearen Bandabschnitt enthält und worin die Dickspülungs-Einspeisevorrichtung (100,2-100) eine Einrichtung enthält, welche mindestens einen senkrechten Schleier von Dickspülung auf die Oberseite des feinmaschigen Siebes (220) in dem genannten linearen Bandabschnitt fallen läßt.
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