DD229648A5 - Farb- oder auftragwerk fuer offset-rotations-druckmaschinen - Google Patents

Farb- oder auftragwerk fuer offset-rotations-druckmaschinen Download PDF

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DD229648A5
DD229648A5 DD84269744A DD26974484A DD229648A5 DD 229648 A5 DD229648 A5 DD 229648A5 DD 84269744 A DD84269744 A DD 84269744A DD 26974484 A DD26974484 A DD 26974484A DD 229648 A5 DD229648 A5 DD 229648A5
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Daniel Bognar
Hans-Joerg Laubscher
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Miller Johannisberg Druckmasch
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Abstract

Durch die Erfindung soll der Arbeits- und Zeitaufwand, die auftretenden Reinigungsarbeiten, eine damit verbundene Stillstandszeit der Druckmaschine wesentlich reduziert und ein einfacherer Aufbau sowie eine Umstellbarkeit von der einen auf die andere Betriebsweise, wobei alle Walzen jeweils in Betrieb sind, gewaehrleistet werden. Erfindungsgemaess wird das dadurch geloest, dass eine dauernd drehende Kombiwalze aus Stahl oder einem anderen harten Werkstoff vorgesehen ist, die wahlweise, im Filmbetrieb, unter Freilassung eines geringen, durch Stellschrauben bzw. durch Steuerkurve einstellbaren Spalts dauernd mit der Farbkastenwalze einerseits beruehrungsfrei zusammenwirkt und an einer aus Gummi bestehenden Reibwalze andererseits dauernd anliegt, waehrend sie, im Heberbetrieb, pendelnd abwechselnd, und zwar wiederum unter Freilassung eines geringen, durch die Stellschrauben bzw. durch Steuerkurve einstellbaren Spalts, mit der Farbkastenwalze zusammenwirkend und gleichzeitig mit der Reibwalze in Anlage gehalten und sodann von der Farbkastenwalze wegbewegt und allein mit dieser Reibwalze in Anlage gehalten wird, wobei bei beiden Arbeitsweisen die Farbmesser-Vorderkante in einem kleinen Abstand von der Farbkastenwalze verlaeuft. Fig. 1

Description

AP B 41 F / 269 744-.O 64 603.23
Färb- oder Auftragwerk für Offset-Rotations-Druckmaschinen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Färb- oder Auftragwerk für Offset-Rotations-Druckmaschinen, das von Film- auf Heberbetrieb und umgekehrt umstellbar ist·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei solchen Färb- oder Auftragwerken wird in der Hauptsache zwischen Film-Farbwerken einerseits und Heber-Farbwerken andererseits unterschieden. Bei Film-Auftragwerden erfolgt eine kontinuierliche Farbübertragung zwischen der Farbkastenwalze und dem nachfolgenden Farbwerk; bei Heber-Farbwerken erfolgt diese Farbübertragung mittels einer hin- und herpendelnden Heberwalze intermittierend. Film-Farbwerke haben den Vorteil, daß sie infolge ihres kontinuierlichen Arbeitens, ohne Vorhandensein pendelnder Bauteile, schneller arbeiten und mehr Farbe übertragen können, als Heber-Farbwerke. Dafür haben Heber-Farbwerke den Vorteil der genaueren Dosierung, besonders bei kleineren, zu übertragenden Farbmengen·
Um nun die Vorteile beider Farbwerksarten (sinngemäß das gleiche gilt auch für Auftragwerke, mittels derer andere: Stoffe als Farbe zu übertragen sind) miteinander zu vereinigen, ist bereits eine Vielzahl von Färb- oder Auftragwerken bekannt geworden, die eine Umstellung von Film- auf Heberbetrieb, und umgekehrt, ermöglichen. Diese bezüglich der Betriebsweise umstellbaren Färb- oder Auftragwerke sind meistens recht kompliziert und vielteilig aufgebaut. Teilweise ist auch die Umstellung von der einen auf die
andere Betriebsweise umständlich und zeitaufwendig· Schließlich haftet bestimmten, bekannten umstellbaren Färb- oder Auftragwerken auch noch den Machteil an, daß bei der einen oder anderen Betriebsweise eine oder mehrere Walzen unbenutzt bleiben, do h· also bei der Parbübertragung unwirksam sind, mit der nachteiligen Folge, daß diese Walzen bei späterer Rück-Umsteilung auf die andere Betriebsweise gründlich gereinigt werden müssen, weil ja inzwischen die auf diesen vorher unbenutzten Walzen befindliche Farbe oder sonstiger Auftragsstoff, eingetrocknet ist; auch dann, wenn diese Walzen nach der Umstellung, aber vor der Wieder-Inbetriebnahme der Maschine, wenn die Farbe oder der sonstige Stoff noch nicht angetrocknet sind, gereinigt wird, entsteht immer noch ein recht erheblicher Arbeitsaufwand, Zeitaufwand und eine damit verbundene Stillstandszeit der gesamten Druckmaschine.
Ziel der Erfindung
Bs ist das Ziel der Erfindung, den Arbeits- und Zeitaufwand, die auftretenden Reinigungsarbeiten und eine damit verbundene Stillstandszeit der gesamten Druckmaschine wesentlich zu reduzieren,
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Färb- oder Auftragswerk für Offset-Rotations-Üruckmaschinen, das von Film- auf Heberbetrieb und umgegehrt, umstellbar ist, zu schaffen, das einfach im Aufbau und ohne besonderen Aufwand, und zwar sogar im Betrieb der Druckmaschine von der einen auf die andere Betriebsweise umstellbar ist und bei dem in beiden Betriebsweisen immer alle Walzen in Betrieb sind.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß eine dauernd drehende Kombiwalze aus Stahl oder einem anderen harten Werkstoff vorgesehen ist, die wahlweise, im Filmbetrieb, unter Freilassung eines geringen, durch Stellschrauben bzw. durch Steuerkurve einstellbaren Spalts dauernd mit der Farbkastenwalze einerseits berührungsfrei zusammenwirkt und an einer aus Gummi bestehenden Reibwalze andererseits dauernd anliegt, während sie, im Heberbetrieb, pendelnd abwechselnd, und zwar wiederum unter Freilassung eines geringen, durch die Stellschrauben bzw. durch Steuerkurve einstellbaren Spalts, mit der Farbkastenwalze zusammenwirkend und gleichzeitig mit der Reibwalze in Anlage gehalten und sodann von der Farbkastenwalze wegbewegt und allein mit dieser Reibwalze in Anlage gehalten wird, wobei bei beiden Arbeitsweisen die Farbmesser-Vorderkante in einem kleinen Abstand von der Farbkastenwalze verläuft.
Zur praktischen Verwirklichung dieses Erfindungsgedankens ist eine Konstruktion besonders zweckmäßig, bei welcher in weiterer Ausbildung der Erfindung die Kombiwalze von einem um die Mittellinie der Reibwalze schwenkbar gelagerten Schwenkhebel getragen wird, der mittels einer von ihm getragenen Kurvenrolle und einem zugehörigen drehend angetriebenen Steuerkörper gesteuert wird, welch letzterer einen zylindrischen Abschnitt für den Filmbetrieb und einen neben diesem -zylindrischen Abschnitt liegenden Hockenabschnitt mit in Längsrichtung sich verändernder Nockenform, insbesondere sich veränderndem Nockenhub, aufweist, wobei der Steuerkörper durch einen Stellmechanismus stufenlos in axialer Richtung gegenüber der Kurvenrolle oder umgekehrt verschiebbar ist. Allein durch diese axiale Verschiebung des Steuerkörpers bzw. der Kurvenrolle kann das Färb- oder Auftragwerk von der einen auf die andere Betriebsweise umgestellt werden, und zwar auch bei laufender Druckmaschine. Es bleiben immer
alle, zum Farbwerk gehörenden Walzen im Einsatz. Der Gesamtaufbau des Färb- oder Auftragwerks ist recht einfach·
Der Steuerkörper kann, um auch im Filmbetrieb die übertragene Farbmenge verändern zu könnan, zweckmäßigerweise auf der dem ITockenabschnitt gegenüberliegenden Seite des zylindrischen Abschnitts, der sonst für den Filmbetrieb verwendet wird, einen kegelförmigen dritten Abschnitt aufweisen·
Zum gänzlichen Abstellen des Farbwerks kann in weiterer Ausbildung der Erfindung eine auf den Schwenkhebel einwirkende AbstellVorrichtung zum dauernden Entfernthalten der Kombiwalze von der Farbkastenwalze vorgesehen sein.
Die erfindungsgemäße Konstruktion hat den Torteil, daß sie keinen Heberschlag, kein Hebergeräusch und keine Heberstreifen im Druckbild erzeugt und den "Verschleiß an der Heberwalze sowie der Farbkastenwalze und an den umliegenden Elementen auf ein Geringstmaß herabsetzt.
Mit der wichtigste Vorteil der Erfindung gegenüber den konventionellen Färb- oder Auftragswerken ist jedoch darin zu sehen, daß bei der erfindungsgemäßen Konstruktion das Farbmesser und auch die Farbkastenwalze in beträchtlichem Maße von Verschleiß geschont werden, weil ja das Farbmesser die Farbkastenwalze überhaupt nicht berührt, und zwar weder im Filmbetrieb noch im Heberbetrieb, und es ist daher weder eine Nacharbeit noch eine Nachstellung wegen aufgetretenen Verschleißes erforderlich. Das führt naturgemäß zu einer hohen Lebensdauer des Farbmessers·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung
-5-in schematischer Darstellung:
Pig· 1: eine Seitenansicht der dem Farbkasten benachbarten Teile des Färb- oder Auftragwerk für ein ersten Ausführungsbeispiel;
Fig, 2: eine Stirnansicht der Konstruktion nach Fig. 1 in Richtung des in Fig, 1 eingetragenen Pfeils II;
Fig. 3: eine Ausführungsform des Steuerkörpers in Seitenansicht und in Stirnansicht und zeigt außerdem oberhalb der Seitenansicht die mit diesem Steuerkörper erzielbare Farbgebung;
Fig, 4: in gleicher Darstellungs-weise wie Fig. 3 eine andere Ausführungsform des Steuerkörpers, wobei ebenfalls wieder oberhalb der Seitenansicht des Steuerkörpers die mit diesem erzielbare Farbgebung gezeigt ist;
Fig, 5: in gleicher Darstellung die gleichen Einzelheiten wie Fig. 3 und 4 für eine weitere Ausführungsform des Steuerkörpers;
Fig. 6: schematisch eine Möglichkeit zum völligen Abstellen des Farbwerks mittels des Steuerkörpers;
Fig, 7: wieder in gleicher Darstellung, wie die vorangehenden Figuren,, eine weitere Ausführungsform eines Steuerkörpers;
Fig, 8: einen Schnitt entlang der Schnittlinie Σ - X in Fig. 7;
Fig. 9: einen Schnitt entlang der Schnittlinie ZI - XI in Fig. 7;
Fig. 10: die mit dem Steuerkörper nach Fig. 7 "bis 9 erzielbare Farbgebung·
In der Zeichnung sind die wichtigsten, drehbaren Teile bezüglich ihrer Drehrichtung jeweils mit einem Drehrichtungspfeil versehen·
Außerdem sind gleiche oder gleichwirkende bzw. gleichartige Teile in allen Fig. der Zeichnung mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
Vom Farbkasten ist lediglich das Farbmesser 1 mit der Farbmesser-Verstellvorrichtung 2 dargestellt. In den Farbkasten taucht die aus Stahl bestehende Farbkastenwalze (häufig auch als Buktor bezeichnet) 3 ein. Mit der Farbkastenwalze 3 arbeitet eine Kombiwalze 4, je nach Betriebsweise kontinuierlich oder diskontinuierlich, zusammen. Diese Kombiwalze4 besteht ebenfalls aus Stahl oder einem anderen harten Werkstoff, und deshalb wird zwischen Farbkastenwalze 3 und Kombiwalze 4 ein Spalt S freigehalten, der eine direkte Berührung zwischen diesen beiden Walzen verhindert. Die Größe dieses Spalts S ist durch Einstellschrauben 5; 6 bzw. durch Steuerkurve 12 einstellbar. Wenn der Spalt zwischen Farbmesser 1 und Farbkastenwalze 3 beispielsweise auf einen Wert von 0,060 mm eingestellt wird, dann nimmt die Farbkastenwalze 3 einen etwa gleich dicken und gleichmäßig dicken Farbfilm mit der gleichzeitig als Schmierung des Farbmessers 1 dient. Der Spalt S wird in einem solchen Falle etwa auf eine Größe von 0,080 mm eingestellt. Dabei bleibt zwischen dem Farbfilm auf der Farbkastenwalze 3 und der Kombiwalze 4 ein Spalt von 0,020 mm übrig, der noch um die von der Kombiwalze 4 zurückgeführte Farbschichtdicke verringert wird. Von der Kombiwalze 4 gelangt die Farbe auf die mit ihr dauernd in Anlage stehende, aus G^ummi bestehende Reibungswalze 7.
Die Kombiwalze 4 wird von einem bei dem dargestellten Beispiel aus zwei Teilen 8; 9, zwischen denen die beiden Einstellschrauben β wirksam sind, getragen· Bewegungs- und funktionsmäßig bilden die beiden Teile 8; 9 also ein einziges Teil· Der gesamte Schwenkhebel 8; 9 und gleichzeitig seine beiden Teile 8; 9 relativ zueinander sind schwenkbar um die Mittellinie 10 der Reibwalze 7 gelagert· Der Schwenkhebel 8, 9 trägt eine Kurvenrolle 11, die mit einem insgesamt mit 12 bezeichneten Steuerkörper zusammen arbeitet· Die Kurvenrolle wird durch eine Druckfeder 13 dauernd in Anlage am Steuerkörper 12 gehalten. Das kann natürlich, bei entsprechend anderer Anordnung, auch eine Zugfeder sein.
Durch eine schematisch angedeutete Abstellvorrichtung 14, die in ganz beliebiger Art und Weise arbeiten kann, also z. B. hydraulisch, pneumatisch, elektromagnetisch etc., kann das in Pig· 1 untenliegende Ende des Schwenkhebels 8; 9 um seinen Schwenkpunkt 10 entgegen der Uhrzeigerrichtung, also nach rechts, verschwenkt werden, wodurch die Kurvenrolle 11 vom Steuerkörper 12 wegbewegt wird, so daß der Schwenkhebel 8; dann keine Schwenkbewegungen mehr aus^-führt; gleichzeitig wird die Kombiwalze 4 so weit von der Farbkastenwalze 3 wegbewegt, daß das Parb- oder Auftragwerk gänzlich abgestellt wird.
Der Steuerkörper 12 wird über einen, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Zahnrädern 15; 15 bestehenden Antrieb proportional dem gesamten Druck- oder Auftragwerk-Antrieb drehend angetrieben. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel hat der Steuerkörper 12 einen zylindrischen Abschnitt A für den ^ilmbetrieb und einen daneben liegenden Abschnitt B Hockenabschnitt B für den Heberbetrieb. Zur !"arbmengendosierung im Heberbetrieb weist dieser
Sockenabschnitt B eine sich in Längsrichtung verändernde Hockenform auf, und zwar ist insbesondere der Hockenhub veränderliche Dieser Nockenabschnitt B kann beispielsweise die Form eines Kreisexzenters mit sich in. Längsrichtung verändernder Exzentrizität haben. Um nun einerseits von Filmbetrieb auf Heberbetrieb, und umgekehrt, umschalten zu können und gleichzeitig die Übertragene P'arbmenge bei Heberbetrieb verändern zu können, ist der gesamte Steuerkörper gegenüber der Kurvenrolle 11, oder umgekehrt, in axialer Richtung verschiebbar; der hierzu vorgesehene Stellmechanismus ist insgesamt mit 17 bezeichnet und nicht im einzelnen erläutert, da er beliebiger, geeigneter, bekannter Art und Weise sein kann· Zweckmäßig ist es, diesen Stellmechanismus 17 mit einer Anzeigeskala 18 für die vorgenommene Einstellung zu versehen, einmal um zu erkennen, auf welche Betriebsweise das Färb- oder Auftragswerk jetzt eingestellt ist, und um andererseits bei Heberbetrieb einmal als günstig festgestellte Einstellwerte reproduzieren zu können»
Hähere Einzelheiten des bei dem Augführungsbeispiel nach den Fig· 1 und 2 verwendeten Steuerkörpers 12 sowie der damit erzielbaren Farbgebung ergeben sich im übrigen aus Fig. 3 der Zeichnung.
Im Betrieb als Filmfarbwerk arbeitet die Kurvenrolle 1 mit dem zylindrischen und zur Drehachse zentrischen Abschnitt A des Steuerkörpers 12 zusammen, als in der in Fig. 2 dargestellten Lage. Die Kombiwalze 4 bleibt unbeweglich (natürlich außer ihrer Rotation)« Zur Anpassung der Farbgebung an das zu druckende Sujet wird das Farbmesser 1 von seiner Grundstellung aus mittels der einzelnen Elemente der Farbmesser-Verstellvorrichtung 2 (z· B. Zonenschrauben) eingestellt· Dieser Farbrelief, das sich über dem bei dem weiter oben angegebenen Haßbeispiel über dem 0,080 mm dicken Schmier-Farbfilm befindet, wird von der Kombiwalze 4 mit-
genommen, nämlich gewissermaßen abgefräst und im übrigen Farbwerk weiterbefördert. Es wird allerdings nur ein Teil der Farbmenge weitertransportiert; der andere Teil bleibt auf der Kombiwalze 4 haften und wird zum Spalt 5 zurückgeführt. Dort bildet sich dann ein neues, im Gleichgewicht des Farbflusses konstantes Farbrelief. Zur Dosierung der Farbmenge stehen hierbei einerseits eine Drehzahlregelung der Farbkastenwalze 3 und zum anderen die "Verstellung des Farbmessers 1 durch die Farbmesser-Verstellvorrichtung 2 zur Verfügung·
Das Far"bwerk wird bei Rollenoffset-Rotationsdruckmaschinen dann als Heber-Farbwerk eingesetzt, d. h. also auf Heber-Farbwerk-Arbeitsweise umgeschaltet, wenn die kontinuierliche Filmfarbführung, trotzt minimaler Einstellung (Dosierung der Farbe) noch immer zu viel Farbe liefert. Die Umschaltung erfolgt, wie schon erläutert, durch axiale Verschiebung des Steuerkörpers 12 oder der Kurvenrolle 11 durch dessen Stellmechanismus 17, in der Weise, daß äie Kurvenrolle 11 nunmehr in den Hockenabschnitt B des Steuerkörpers 12 gelangt. Hier kann nun jetzt die Menge der geförderten Farbe durch die stufenlos steuerbare Größe des Hubes der Kombiwalze 4 von Maximum bis auf 0 dosiert werden, und zwar ohne Verstellung des Farbmessers 1 und auch ohne Verstellung der Drehzahl der Farbkastenwalze 3. Bei Einstellung' auf O-Dosierung liefert die Kombiwalze 4 keine Farbe mehr, weil sie dann das auf der Farbkastenwalze 3 befindliche ^arbrelief überhaupt nicht mehr berührt. Damit wird die V/irkung der Kombiwalze 4 und somit die Farbzufuhr zum nachfolgenden Färb- bzw. Auftragwerk abgeschaltet.
Beim Einsatz der Erfindung als reines Heberfarbwerk kann die Rastzeit der Kombiwalze 4 an der Farbkastenwalze 3 durch die Gestaltung des HockenabSchnitts B des Steuerkörpers 12
variiert werden. Selbstverständlich ist bei jeder beliebigen Verstellung dieser Art die Kombiwalze 4 dauernd in Anlage an der nachfolgenden Reibwalze 7, weil ja die Schwenkachse des Schwenkhebels 8; 9 mit der Drehachse dieser Reibwalze 7 zusammenfällt, - Zur Dosierung der Farbmenge bei Heberais auch bei Film-Arbeitsweise stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich einmal Drehzahlregelung der Farbkastenwalze 3, Verstellung des Farbmesser 1 und modifizierte Formgebung des Nockenabschnitts B bzw· unterschiedliche Einstellung der Kurvenrolle 11 innerhalb dieses Abschnitts B des Steuerkörpers 12·
Fig· 3 zeigt, wie schon bereits kurz erwähnt, den bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig, 1 und 2 verwendeten und dargestellten Steuerkörper 12, und zwar in Seitenansicht und in Stirnansicht in Richtung des links der Seitenansicht eingetragenen Pfeils, Über dieser Seitenansicht ist als Ordinate die Farbgebung, die mit den einzelnen teilen des Steuerkörpers 12 erzielbar ist, eingezeichnete a ist die Zone, innerhalb v/elcher das Farbwerk im Filmbereich arbeitet, b ist die Zone des Dosierbereichs, innerhalb dessen im Heberbetrieb gearbeitet werden kann, wobei mit c die Restfarbgebung für die Zone des Dosierbereichs b im Heberbetrieb bezeichnet ist. Der Abschnitt A des Steuerkörpers 12 ist hier zylindrisch. Im Abschnitt B verläuft der Hocken, wie Seitenansicht und Stirnansicht erkennen lassen, oben in Verlängerung des zylindrischen Abschnitts A, während der übrige Teil dieses Nockenabschnitts B einen immer größerwerdenden No.ckenhub aufweist. Der Nocken ist hier in Form eines Kreisexzenters mit immer größer werdender Scheitelhöhe ausgebildet· Die Null-Dosierung, also die völlige Abschaltung des Färb- oder Auftragswerks, erfolgt-hier durch die in Fig. 1 mit 14 bezeichnete Abstellvorrichtung.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 erfolgt wieder im Abschnitt A des Steuerkörpers 12 die Film-Farbgebung·. Im Abschnitt B erfolgt die Grob- bis Fein- bis Null-Dosierung· Der Heber-Sfockenabschnitt B hat hier eine Kurve mit zwei unterschiedlich ausgebildeten Kegeln, um eine MuIl-Dosierungsmöglichkeit zu erreichen. Eine Null-Dosierung kann hier also ohne eine besondere Abstellvorrichtung, wie z. B. in Fig. 1 mit 14 bezeichnet, erfolgen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 dient wieder der Bereich A der Farbgebung a im Filmbetrieb. Der Abschnitt B mit Farbgebung b stellt die Grob- bis Feindosierung dar. Die Restfarbgebung c ist durch den Bastbereich der Kurve (reguliert) vorgegeben. Die Null-Dosierung erfolgt wieder durch einen Abschaltmechanismus für die Kombiwalze Die Steuerkurve ist hier wiederum im Abschnitt A zylindrisch, im Abschnitt B weist sie dagegen die Form eines einseitigen Kegels auf.
Figo β zeigt eine Ausführungsform mit einseitig kegeliger Steuerkurve im Abschnitt B für den Heberbereich. Der Abschnitt für Fiimbetrieb ist wiederum mit A bezeichnet. Diese Konstruktion weist aber zusätzlich eine Möglichkeit zum Abstellen des Färb- oder Auftragswerks ohne besondere Abstellvorrichtung, wie z. B. 14 in Fig. 1, auf, und zwar in Form eines Abstellabschnitts D, der einen nennenswert größeren Durchmesser als der Abschnitt A für den Fiimbetrieb aufweist, wobei der Übergangsabschnitt z\?ischen diesem Abschnitt A und dem Abstellabschnitt D, der mit C bezeichnet ist, konisch gestaltet ist, um den Übergang der Kurvenrolle 11, die einmal gestrichelt und einmal in ausgezogenen Linien dargestellt ist, vom Abschnitt A in den Abschnitt D, und umgekehrt, zu ermöglichen.
Die Ausführungsform des Steuerkörpers 12 nach J1Ig, 7 ähnelt weitgehend derjenigen nach Pig. 4· Ss ist hier wiederum der zylindrische Abschnitt A mit in Pig· 10 eingetragener Farbgebung (Farbdicke), mit a bezeichnet, nämlich eine konstante Zone für den Farbfilmbereich, ferner ein doppelkegelförmiger Abschnitt B, das ist ein diskontinuierlicher Dosierungsbereich für den Heberbetrieb, außerdem aber noch ein Abschnitt E, und das ist ein kontinuierlicher Farbfilmdosierungsabschnitt, der eine Möglichkeit zur Farbdosierung im Filmbetrieb darstellt. Der Abschnitt E liegt auf der dem Abschnitt B gegenüberliegenden Seite des zylindrischen Abschnitts A. näher erläutert ist diese Ausführungsform durch den Schnitt entlang der Linie VIII, der in Fig, 8 dargestellt ist und die Abschnitte A und E des Steuerkörpers 12 zeigt, und durch den Schnitt 12, der in Fig. 9 dargestellt ist und die Abschnitte A und B des Steuerkörpers 12 zeigt·

Claims (4)

Erfindungs anspruch
1· Färb- oder Auftragswerk für Offset-Rotations-Druckmaschinen, das von Film- auf Heberbetrieb, und umgekehrt, umstellbar ist, gekennzeichnet dadurch, daß eine dauernd drehende Kombiwalze (4) aus Stahl oder einem anderen harten Werkstoff vorgesehen ist, die v/ahlweise (im Fiim_. betrieb) unter Freilassung eines geringen, durch Stellschrauben (5* 6) bzw» durch Steuerkurve (12) einstellbaren Spalts (5) dauernd mit der aus Stahl bestehenden Farbkastenwalze (3) einerseits berührungsfrei zusammenwirkt und an einer aus Gummi bestehenden Reibwalze (7) andererseits dauernd anliegt, während sie (im Heberbetrieb) pendelnd abwechselnd wiederum unter Freilassung eines geringen, durch die Stellschrauben (5; 6) bzw. durch Steuerkurve (12) einstellbaren Spalts (S), mit der Farbkastenwalze (3) zusammenwirkt und gleichzeitig mit der Reibwalze (7) in Anlage gehalten und sodann von der Farbkastenwalze (3) wegbewegt und allein mit der Reibwalze (7) in Anlage gehalten wird, wobei bei beiden Arbeitsweisen die Farbmesser-Vorderkante in einem kleinen Abstand von der Farbkastenwalze (3) verläuft·
2. Färb- oder Auftragwerk nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Kombiwalze (4) von einem um die Mittellinie (1O) der Reibwalze (7) schwenkbar gelagerten Schwenkhebel (8; 9) getragen wird, der mittels einer von ihm getragenen Kurvenrolle (11) und einem zugehörigen, drehend angetriebenen Steuerkörper (12) gesteuert wird, welch letzterer einen zylindrischen Abschnitt (A) für den Fümbetrieb und einen neben diesem liegenden Uockenabschnitt (B) mit in Längsrichtung sich verändernder Nockenform, insbesondere veränderndem Hockenhub, für den Heberbetrieb aufweist, wobei der Steuerkörper (12) durch einen Stellmechanismus 07)
stufenlos in axialer Richtung gegenüber der Kurvenrolle (11) oder umgekehrt Kurvenrolle (11) gegenüber Steuerkörper (12) verschiebbar ist.
3· Färb- oder Auftragwerk nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Steuerkörper (12) auf der dein üfockenabschnitt (B) gegenüberliegenden Seite des zylindrischen Abschnitts (A) einen kegelförmigen dritten Abschnitt (E) zur Veränderung der übertragenen Farbmenge im Filmbetrieb aufweist,
4· Färb- oder Auftragwerk nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß eine auf den Schwenkhebel (8; 9) einwirkende Abstellvorrichtung (14) zum dauernden Entfernthalten der Kombiwalze (4) von der Farbkastenwalze (3).
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
DD84269744A 1983-11-24 1984-11-22 Farb- oder auftragwerk fuer offset-rotations-druckmaschinen DD229648A5 (de)

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