DD229961A1 - Farbkasten - Google Patents

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DD229961A1
DD229961A1 DD27019384A DD27019384A DD229961A1 DD 229961 A1 DD229961 A1 DD 229961A1 DD 27019384 A DD27019384 A DD 27019384A DD 27019384 A DD27019384 A DD 27019384A DD 229961 A1 DD229961 A1 DD 229961A1
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DD
German Democratic Republic
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ink fountain
lowerable
fountain
forme cylinder
parallel crank
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Application number
DD27019384A
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English (en)
Inventor
Hermann Doebler
Klaus Reichenbach
Original Assignee
Polygraph Leipzig
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Abstract

Absenkbarer Farbkasten fuer ein Tiefdruckfarbwerk mit einer im Farbkasteninnenraum gelagerten und mit Federkraft an den Formzylinder anstellbaren Tauchwalze. Ziel der Erfindung ist ein Farbkasten, der mit einfachen Mitteln funktionssicher vom Formzylinder entfernt bzw. angestellt werden kann, ohne dass aufgabengemaess ein Verklemmen des Farbkastens bzw. ein Ueberlaufen von Farbe moeglich ist. Erfindungsgemaess wird dies mit einem Farbkasten geloest, der stirnseitlich an zwei Parallelkurbelgetrieben befestigt ist, die jeweils mit zwei Gelenkpunkten in der Maschinenwand gelagert sind. Die Verstellung des Farbkastens ist durch eine pneumatische Beaufschlagung durchfuehrbar. Fig. 1

Description

VEB Kombinat Polygraph "Werner Laraberz" Leipzig
TFS Eich/Rl
P 18 3
Farbkasten
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft einen vom Formzylinder einer Tiefdruckmaschine absenkbaren Farbkasten, mit einer im Farbkasteninnenraum parallel zum Formzylinder gelagerten, an letzteren mit Federkraft anstellbaren Tauchwalze.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Bei Tiefdruckmaschinen ist es, um den Formzylinderwechsel durchführen zu können, erforderlich, den Farbkasten vom Formzylinder soweit zu entfernen, daß letzterer ohne Behinderung in der Rotationsdruckmaschine ausgewechselt werden kann. Ein Entfernen des Farbkastens vom Formzylinder ist auch von Vorteil, wenn der Farbkasten gereinigt v/erden soll oder wenn Reparaturen an ihm durchgeführt werden müssen.
Zur Lösung dieser Forderungen ist durch die US-PS 35 89 287 ein Farbkasten bekannt geworden, der mit Hilfe eines sehr komplizierten und zum Verklemmen neigenden Gestänges um eine Drehachse parallel zur Drehachse des Tiefdruckzylinders von letzterem abgeschwenkt werden kann.
Diese nachteilige Eigenschaft des Gestänges beim Abschwenken bzw. beim Anschwenken zu verklemmen wird durch den einen an ihm nur auf einer Seite der Druckwerkswand angelenkten die Schwenkbewegung auslösenden Druckkolben noch verstärkt.
Besonders nachteilig wirkt sich jedoch aus, daß der Farbkasten durch das Abschwenken in eine schräge Stellung gebracht wird, in der die Farbe herauslaufen würde, würde sie nicht vorher entfernt worden sein.
Es sind auch Farbkästen bekannt geworden, die , ura das Problem der Verklemmung zu mindern, an jeder Seite der Maschinenwand von einem dort angeordneten Kolben beaufschlagt werden,
Es hat sich jedoch gezeigt, daß die zweiseitige Beaufschlagung des Farbkastens ebenso zu einer horizontalen Schrägstellung zwischen den Druckwerkswänden und dadurch ebenfalls zu einer Verklemmung führt, aus der er in diesem Falle sogar schwerer gelöst werden kann als im vorangenannten
Beispiel.
Die Ursache dieser Verklemmung wird darin gesehen, daß einmal die auf jeder Stirnseite des Farbkastens wirkende Kraft nicht immer dosiert auf die erforderliche Größe der vorhandenen Gegenkräfte eingestellt werden kann und z. a. die beiden Druckkolben nicht gleichzeitig, sondern zeitlich versetzt, zur Wirkung kommen.
In einer weiteren bekannt gewordenen Einfärbvorrichtung mit einer im Farbkasten für den Einfärbvorgang sehr vorteilhaft federnd gelagerten, an den Formzylinder mit Federkraft anstellbaren Tauchwalze (DE-AS 1611286) ist der Farbkasten ebenfalls um eine Drehachse parallel zur Drehachse des Form-"zylinders von letzteren abschwenkbar zwischen den Druck-.60 werkswänden gelagert, so daß die bereits bei US-PS 35 89 erwähnten Nachteile in bezug auf das Überlaufen der Farbe . auch hier auftreten.
Um den Nachteilen zu begegnen, die durch Verschmutzen, von Verkleben usw. bei überlaufender Farbe auftreten, wurde deshalb bei dieser Lösung zusätzlich ein Farbauffangbehälter angeordnet.
Durch die DE-AS 1761715 wurde ein Farbkasten bekannt, der von der Farbwalze mittels Schwenkarmen senkrecht absenk- bzw. an die Farbwalze anhebbar ist, dazu wurde er in entsprechenden Führungen senkrecht verschiebbar angeordnet. Bei dieser Lösung wird zwar durch das senkrechte Absenken des Farbbehälters ein Überlaufen der Farbe beim Entfernen des Farbkastens vom Formzylinder vermieden, aber gleichzeitig wird die Funktionssicherheit der Vorrichtung herabgesetzt, weil in den aufwendigen Führungen ein Verklemmen des Farbkastens sehr leicht möglich ist und diese Gefahr durch die vorgesehenen Schwenkhebel, die kein allseitig gleichmäßiges Anheben bzw. Senken des Farbkastens gewährleisten, noch verstärkt wird.
Durch die DE-OS 2601339 ist eine weitere Einfärbvorrichtung bekannt geworden, bei der der Farbaufnahmebehälter mittels einer umständlichen Heb- und Senkvorrichtung mit einer von Hand zu betätigenden Stellspindel vom Formzylinder senkrecht abgesenkt bzw. angehoben werden kann.
Ziel der Erfindung:
Ziel der Erfindung ist ein Farbkasten, der mit einfachen Mitteln funktionssicher vom Formzylinder einer Tiefdruckmaschine entfernt bzw. angestellt werden kann.
Wesen der Erfindung: 95
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Farbkasten mit einer im Farbkasteninnenraura gelagerten und mit Federkraft an den Formzylinder anstellbaren Tauchwalze zu schaffen, der vom Formzylinder mit Hilfe einer pneumatischen Beaufschlagung ab- bzw. angestellt werden kann, ohne daß es dabei zu einer Verklemmung zwischen den Druckwerkswänden kommt und ohne daß, selbst bei vollem Farbstand, ein Überlaufen der Farbe möglich ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem Farbkasten gelöst, der an jeder Stirnseite an einer Koppel eines Parallelkurbelgetriebes befestigt ist, dessen zwei in einer Gestellwand angeordneten Gelenkpunkte von einer Lotrechten geschnitten werden und alle sich jeweils zwischen den Gestellwänden gegenüberliegenden Gelenkpunkte der beiden Parallelkurbelgetriebe gleiche parallel zueinander verlaufende Drehachsen haben.
Der Farbkasten ist dabei an einer an jeder Koppel des Parallelkurbelgetriebes in einer horizontalen Ebene abgewinkelt angeordneten Platte befestigt.
Damit wird mit relativ einfachen Mitteln erreicht, daß der Farbkasten beim Abheben vom bzw. beira Anheben an den Formzylinder immer in einer horizontalen Ebene verbleibt, so daß selbst bei einem mit Farbe gefüllten Farbkasten kein Überlaufen möglich ist.
Ein weiterer Vorteil wird dadurch wirksam, daß durch das Parallelkurbelgetriebe die Bewegung des Farbkastens beim Absenken wie beim Anheben in zwei dichtungen gleichzeitig erfolgt, einmal in eine horizontale und einmal in eine vertikale Richtung, dadurch erhält der Farbkasten beira Absenken vom Formzylinder eine gute Zugänglichkeit, die sich beim Säubern oder bei Reparaturarbeiten vorteilhaft auswirkt.
Weiterhin ist erfindungsgemäß jede obere Kurbel der beiden Parallelkurbelgetriebe über die am Farbkasten befindlichen Gelenkpunkte hinaus verlängert und an diesen verlängerten Enden durch eine Traverse fest miteinander verbunden, die in der Mitte zwischen den beiden Parallelkurbelgetrieben durch einen angelenkten Druckkolben in zwei Richtungen beaufschlagbar ist.
Durch diese Anordnung des Druckkolbens teilen sich, die an der Traverse wirkenden Stellkräfte beim Verstellen des
Farbkastens nach beiden Seiten in gleiche Größen, so daß eine horizontale Schrägstellung und damit ein Verklemmen des Farbkastens beim Senken oder Anheben vermieden wird. Außerdem wurde durch die verlängerten Kurbelenden der zur Wirkung kommende Stellhebel vergrößert, so daß die Verwendung eines kleiner dimensionierten Druckkolbens möglich ist, der damit gleichzeitig die Platzverhältnisse in der Druckmaschine verbessert.
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt:
Fig. 1: Eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Schnitt A-A · bei angestelltem Farbkasten
Fig. 2: Eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Schnitt A-A bei abgesenktem Farbkasten
Fig..3: Eine Draufsicht auf den zwischen den Druckwerkswänden angeordneten Farbkasten.
Der Farbkasten 1 ist vom Formzylinder 2 absenkbar bzw. an letzteren anhebbar zwischen den Druckwerkswänden 3 angeordnet und an einer an jeder Koppel 4 befindlichen Platte 5 befestigt.
Jede Koppel 4 als Glied eines Parallelkurbelgetriebes wird mit den in den Gelenkpunkten 6 und 7 angeordneten Bolzen 8 und 9 von den in den beiden Kurbeln 10 und 11 befindlichen Bohrungen drehbar aufgenommen.
Die beiden anderen zu den beiden Gelenkpunkten 6 und 7 parallelen Gelenkpunkte 12 und 13 werden drehbar von Bolzen 14 und 15 aufgenommen, die in den beiden Druckwerkswänden 3 befestigt sind.
Die beiden oberen Kurbeln IO sind über den Gelenkpunkt 6 hinaus nach rechts verlängert (Fig, 1 und 2) und an diesem verlängerten Ende durch eine Traverse 16 fest miteinander verbunden.
Für das Anheben und Absenken des Farbkastens 1 ist dieser durch den an der Traverse 16 angelenkten Druckkolben 17 in zwei Richtungen beaufschlagbar.
Im Farbkasten 1- ist eine bekannte Tauchwalze 18 an zwei Armen 19 schwenkbar und durch Druckfedern (nicht gezeigt) in Richtung des Formzylinders 2 beaufschlagt angeordnet. Zur Einstellung der Anpreßkraft zwischen Formzylinder 2 und der Tauchwalze 18 sind die oberen linken Enden (Fig. 1 und 2) der Kurbeln 10 abgewinkelt und liegen mit ihrer Anlagefläche bei angestelltem Farbkasten 1 an einem verstellbaren Anschlag 20 an.
Zum Absenken des Farbkastens 1 wird der Druckkolben 17 angezogen. Die beiden Kurbeln 10 und 11 schwenken dabei parallel nach unten und die Koppel 4 mit dem an ihr befestigten Farbkasten 1 bewegt sich in stets vertikaler Lage nach unten und gleichzeitig in eine seitliche Richtung.
Beim Hochschwenken wird der Druckkolben 17 in umgekehrter Richtung betätigt und der Farbkasten 1 an den Formzylinder 2 gehoben, bis gem. eingestelltem Anschlag 20 der gewünschte Anpreßdruck zwischen Tauchwalze 18 und Formzylinder 2 erreicht ist und die Anlagefläche der abgewinkelten Kurbel 10 am Anschlag 20 anliegt.

Claims (4)

Erfindungsanspruch:
1. Absenkbarer Farbkasten für ein Tiefdruckfarbwerk mit einer im Farbkasteninnenraum gelagerten, an den Formzylinder mit Federkraft anstellbaren Tauchwalze, gekennzeichnet dadurch, daß der Farbkasten (1) an jeder Stirnseite an einer Koppel (4) eines an der jeweiligen Druckwerkswand (3) der Druckmaschine drehbar angeordneten Parallelkurbelgetriebes befestigt ist und beide Parallelkurbelgetriebe mit ihren oberen, über den am Farbkasten (1) befindlichen Gelenkpunkt hinaus verlängerten Kurbel (10) durch eine Traverse (16) fest
miteinander verbunden sind, die mittig mit einem angelenkten Druckkolben (17) in zwei Richtungen beaufschlagbar ist.
2. Absenkbarer Farbkasten gem. Punkt 1., gekennzeichnet dadurch, daß die in den Druckwerkswänden (3) angeordneten Gelenkpunkte (6 und 7) der beiden Kurbeln (10
und 11) des Parallelkurbelgetriebes von einer Lotrechten gemeinsam geschnitten werden,
3. Absenkbarer Farbkasten gem. Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die sich in den Druckwerkswänden gegenüberliegenden Gelenkpunkte(6 und 6* sowie 7 und 7')der beiden Parallelkurbelgetriebe gleiche parallel zueinander befindliche Drehachsen haben.
4. Absenkbarer Farbkasten gem. Punkt 1., gekennzeichnet dadurch, daß an jeder Koppel (4) des Parallelkurbelgetriebes zum horizontalen Befestigen des Farbkastens eine Platte (5) angeordnet ist.
Hferzu^S-JSeßen ZsI
DD27019384A 1984-12-03 1984-12-03 Farbkasten DD229961A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4030377A1 (de) * 1990-09-26 1992-04-16 Frankenthal Ag Albert Farbwerk fuer eine tiefdruckmaschine
DE102007003728A1 (de) * 2007-01-25 2008-08-07 Koenig & Bauer Aktiengesellschaft Farbwerk zum Einfärben eines Formzylinders eines Druckwerks einer Tiefdruckmaschine

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