DD230574A3 - Verfahren zur veredlung von kammgarngeweben - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Veredlung von Kammgarngeweben oder textilen Fadenscharen, fuer Oberbekleidung Polstermoebel- und Autositzbezuege oder Dekoration, vorzugsweise aus Garnen im kammgarntypischen Garnstaerkenbereich aus Ringgarn oder aus Rotor(Offen-End)- oder MJS(Murata-Jet)- oder Sirospungarn oder Mischung der genannten Garne. Dabei werden eine oder mehrere Veredlungsflaechen aus Faserstoffen in Form eines Vlieses auch mit anteilig enthaltenen Effektmaterialien, aus Fadenlagen, aus gleichen oder unterschiedlichen Flaechengebilden oder Pelzimitationen, Futterstoff, mit textilen Vliesen oder Flaechen mit gleichen oder unterschiedlichen Flaechenmassen, wie die zu veredelnde textile Flaeche oder Fadenschar, zusammengefuehrt. Diese Schichtung aus mindestens einer zu veredelnden Bahn und einer Veredlungsflaeche wird einer bekannten multiplen Nadeleinrichtung zugefuehrt und mit 50...1 200 Einstichen pro cm2 mit Feltingnadeln, vorzugsweise CB-Kerbnadeln durchstochen, wobei die verschobenen Fasern zwischen mindestens einer zu veredelnden Bahn und mindestens einer Veredlungsflaeche die Schichten permanent verbinden oder zerschnitten werden und einen Flor bilden.
Description
Das Verfahren dient der Veredlung von textlien Flächengebilden mit Kammgarnen für Oberbekleidung, Möbel- und Autositzbezüge.
Die Verfahren zum Vernandeln einer oder mehrerer unterschiedlicher Faserschichten miteinander wie im DE-OS 2223688, US-PS 4144366, und CH-AS 643/73 sowie von großmaschigen Trägerbahnen mit Fasermaterialien wie in DD-PS 95284, dienen der Vereinigung von einzelnen Zwischenprodukten mit dem Ziel, der Herstellung völlig neuer Erzeugnisse durch Faserverschiebung, ggf. mit Florbildung an der Oberfläche.
Alle einzelnen, zu vereinigenden Komponenten sind erst nach der Vereinigung zu einem neuen Erzeugnis, für den Einsatzzweck geeignet. Es handelt sich um wirtschaftlich vorteilhafte Herstellungsverfahren.
Mit dem Verfahren DE-OS 2821701, DE-OS 2828394 werden durch das Ausstopfen von grobmaschigem Fadennetzwerk aus thermoplastischem Material auch mit farblich kontrastierenden Faservliesen aus gleichem Material ebenfalls effektiv Erzeugnisse hergestellt. Aus nicht eigenständig verwendbaren Zwischenprodukten, die mit verschiedenfarbigem Flor im Netzwerk modisch variierbar sind, entstehen neue Produkte. Die Fäden des Netzwerkes sollen durch den Nadelungsprozeß so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, sie dienen dem Festhalten der Fasern in den Maschen des Netzwerkes/ verstärkt durch Schrumpfung oder Einlagerung von elastomeren Fasern/ und dienen der Stabilität des Flächengebildes. Nach DE-OS 2522871 wird Geweben für Möbelbezug durch einen multiplen Nadelungsprozeß ein Flor, ein höheres Volumen und eine höhere Schiebefestigkeit verliehen, ohne Fasermaterial hinzuzufügen.
Die bekannten Verfahren enthalten keine Hinweise auf die Lösung des Problems, Fadengefüge ausgarnen, die sehr produktiv herstellbar sind aber im Vergleich zu Flächengebilden aus klassischen Garnen negative Eigenschaften haben, zu veredeln. Es besteht das Bedürfnis alle Vorteile, die sich aus der Anwendung moderner Verfahren zur Garnherstellung ergeben, in vollem Umfang zu nutzen und den, mit den spezifischen Kammgarnen und Kammgammischungen hergestellten Flächengebilden, alle bisher üblichen positiven Eigenschaften der Fadengefüge aus klassischen Garnen zu verleihen und zusätzlich modische und hohe ökonomische Effekte zu erzielen.
Es ist das Ziel der Erfindung ein Veredlungsverfahren zu entwickeln, nach dem in textlien Fadengefügen mit Kammgarnen nach dem Flächenbildungsprozeß Fasermaterialien eingebunden werden, die nach modernen Spinnverfahren nicht oder nur mit hohem Aufwand spinnbar sind, z. B. Lammwolle, Reißspinnstoffe, Effektbildner, Seidenfilamente aus Futterstoffen, Haarenden aus Pelzimitationen, Faserenden aus anderen Kammgarngeweben.
Dieses Verfahren soll insbesondere der Veredlung von Flächengebilden mit Kammgarnen eingesetzt werden, die einen harten Garnkern und geringe Haarigkeit besitzen.
Gleichzeitig soll unter Wegfall üblicher fadenschädigender und materialverlustreicher Veredlungsprozesse wie Rauhen, Schleifen, die Haarigkeit erhöht, der Griff verbessert und ein Flor an mindestens einer Oberfläche erzeugt werden. Neben der Reduzierung der üblichen Faserstoffverluste (Abrieb) soll eine wesentliche Produktivitätserhöhung, eine große Variabilität der modischen Gestaltung und eine zielgerichtete Einstellung auf bekleidungsphysidogische Eigenschaften der Fadengefüge mit Kammgarnen, ggf. „nach Maß" unter Beibehaltung der Drapierfähigkeit erreichbar sein.
Es ist die Aufgabe der Erfindung insbesondere die Fäden von Kammgarnflächengebilden, die einen harten Griff und eine geringe Haarigkeit der angewendeten modernen Spinnverfahren (z. B. Rotor- oder Murata-Jet-Spinnverfahren) nicht oder sehr schlecht spinnbar sind.
Nach dem Flächenbildungsprozeß sind die Flächengebilde als zu veredelnde Bahn mit Fasermaterialien aus Veredlungsflächen mit kammgarntypischer und/oder nichtkammgarntypischer Faser- und/oder Fadenzusammensetzung ggf. mit Effektbildnern zu durchdringen. Dabei ist unter Umgehung von Rauhprozessen die Haarikeit der Garne zu erhöhen und ein Faserflor an mindestens einer Oberfläche der zu veredelnden Bahn zu erzeugen, der Faseranteile aus den Fäden und aus den jeweils vorliegenden Veredlungsflächen enthält. Der harte Gamkern ist zu lockern und ein weicherer Griff zu erzeugen. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein textiles Flächengebilde mit Kammgarnfäden oder eine Fadenschaar aus Kammgarnfäden insbesondere der typischen Gamkonstruktion der Rotor- (Offen-End-) oder MJS- (Murata-Jet-) Garne, im folgenden als zu veredelnde Bahn bezeichnet, von einer geeigneten Einrichtung kontinuierlich abgezogen wird. Dabei wird die zu veredelnde Bahn jeweils flächenbedeckend ein- oder beidseitig, ein- oder mehrschichtig, vorteilhaft mit einer Veredlungsfläche einseitig kontaktiert und in gleicher Richtung, meist mit gleicher Geschwindigkeit, einer multiplen Feltingnadeleinrichtung zugeführt. Die jeweilige Veredlungsfläche (z. B. ein geordnetes Faserstoffvlies oder ein Fadengefüge) enthält geordnete oder nichtgeordnete Faserstoffe in Vliesform und/oder in Fadenbindung, die zu einem hohen Anteil in das zu veredelnde Flächengebilde einzutragen sind, sie enthält meist solche Faserstoffanteile, die beim Spinnprozeß der Fäden der zu veredelnden Bahn nicht oder nur mit großem Aufwand spinnbar gewesen wären, z. B. Wolle mit extremer Stapellängenverteilung (wie Lammwolle, Reißspinnstoffe,) Effektbildner (wie Mohair, Stichelhaar, farblich kontrastierende Noppen, Flammen, Flocken). Faseranteile aus anderen Flächengebilden (wie Seidenfilamente aus Futterstoff, Haarenden aus Pelzimitationen, Faserenden aus Kammgarn oder Streichgarngeweben oder Fadenlegungen). Die Veredlungsfläche kann ggf. ein, in der Materialzusammensetzung, Fadenkonstruktion, Bindung oder Musterung gleiches oder unterschiedliches Flächengebilde sein, wie die zu veredelnde Bahn. Zur Gewährleistung der Drapierfähigkeit des veredelten Fadengefüges aus Kammgarn ist die Flächenmasse der zugeführten Veredlungsfläche maximal gleich oder kleiner als die Flächenmasse der zu veredelnden Bahn, gegebenenfalls werden beide Bahnen nach dem Veredlungsprozeß mittels Faserverschiebung durch ein Zerschneiden der Bindefasern wieder getrennt.
Bei der Vemadelung der zu veredelnden Bahn mit der Veredlungsfläche mittels Feitingnadeln, vorzugsweise Kerb- oder Hakennadeln mit 50..11 200 Einstichen pro cm2 werden Faserstoffanteile aus der Veredlungsfläche in die Fäden des Fadengefüges der zu veredlenden Bahn und durch diese hindurch in Strichrichtung der Nadeln bis in den Faserflor an der Oberfläche verschoben und eingebunden. Auf diese Weise werden in den Fäden der zu vernadelnden Bahn solche Faserstoffe integriert, die die Gebrauchseigenschaften der zu veredelnden Bahn jeweils mit bestimmter Zielrichtung (Erhöhung des Wollanteiles, Integration von Effektbildnern, Anbindung von Futterstoff oder Pelzimitat) optimieren und die mit den modernen Spinnverfahren wie Rotor- oder Murata-Jet-, Siro-Spinnverfahren nicht oder nur sehr aufwendig in die Fäden integrierbar sind. Gleichzeitig soll unter Eliminierung von Veredlungsprozessen wie Rauhen oder schleifen ein Flor an der Oberfläche der zu veredelnden Bahn erzeugt werden, d.h. bei der Nadelung werden in den Kerben der Feltingnadeln Faseranteile aus allen durchstochenen Positionen der Veredlungsfläche und der zu veredlenden Bahn in Stichrichtung bis zum Faserflor an eine Oberfläche oder bei diametralem Einstich an beide Oberflächen transportiert. Durch die Verschiebung der Faseranteile aus den Fäden der zu veredelnden Bahn wird der Gamkern gelockert, der Garnmantel wird haarig gestaltet, er wird mit Effektbildnern versehen. Zusätzlich wird der Flor an der Oberfläche aus Faseranteilen aus allen durchstochenen Positionen gebildet. Nach dem Abzug der zusammengefügten und vernadelten Flächen aus der Feltingnadeleinrichtung wird entsprechend den Beispielen 3 und 4 ein gleichmäßig kurzer Flor durch Zuschneiden der Bindefasern an mehreren Oberflächen und nach Beispiel I ggf. ein unterschiedlich langer Flor bei geringen Material- und Festigkeitsverlusten unter Prozeßreduzierung, zusätzlich nach Beispiel 5 ein Faserflor mit Effektbildneranteil oder eine Materialdurchdringung nach Beispiel 2 erzielt. Mit dem Durchstich der Feltingnadeln durch die Schichtung (Veredlungsfläche/zu veredelnde Bahn) werden demzufolge Faseranteile aus der Veredlungsfläche durch die Fäden und Fadenkrenzungen der zu veredelnden Bahn hindurch, zusammen mit Faseranteilen aus der festen Packung der Garnkerne durch den Garnmantel hindurch bis zu den Flor verschoben. Auf diese Weise werden Veredlungseffekte erzielt wie:
— Fadenverbindungen zwischen der Veredlungsfläche und der zu veredelnden Bahn sowie zwischen übereinanderliegenden Fäden (Optimierung der Schiebefestigkeit)
— Erhöhung der Haarigkeit am jeweils faserdurchdrungenen Garnmantel (Erhöhung der Wärmehaltung, Effektbildung)
— Erhöhung des Wollfaseranteils (Erhöhung der Wärmehaltung, der Repräsentationsgüte)
— Mischung von Faseranteilen, die meist nicht spinnbar sind im Fadengefüge und im Flor (Optimierung spezifischer Gebrauchseigenschaften)
_^ Kurzer gleichmäßiger Faserflor mit oder ohne Effektbildnern
Die Erfindung wird an nachstehendem Beispiel erläutert:
Es handelt sich um zu veredelnde Bahnen aus Garnen im kammgarntypischen Garnstärkenbereich aus Rotor-(Offen-End)-garnen, MJS-(Murata-Jet)-gamen, Ringgarnen. Die konventionelle Veredlung der Oberfläche (z. B. durch Rauhen) ist infolge der spezifischen Fadenkonstruktion, z. B. der Offen-End- oder MJS-Garne oder Sirospungame durch den Bauchbindeneffekt erschwert. Wegen des stabilen, runden Garnquerschnitts und der geringen Haärigkeit dieser Garne sind häufige Rauhprozesse notwendig, die zu hohen Materialverlusten führen. Für den Rauhprozeß sind jeweils nur die äußeren Fasern der Garne erreichbar.
Erfindungsgemäß wird in die zu veredelnde Bahn aus diesem Garn durch die Zuführung von Wolle in Veredlungsflächen in der Ober- oder Unterseite oder an der Ober- und Unterseite durch anschließende multiple Vemadelung von oben oder unten oder oben und unten mittels Nadelfilzmaschinen zusätzlich Wolle eingetragen. Durchdringen die Nadelköpfe von Feltingnadeln vorzugsweise von CB-Nadeln die Schichtung völlig und ragen darüber hinaus, werden Faserenden durch die Kerben aus dem vollen Garnquerschnitt der zu veredelnden Bahn und aus der Veredlungsfläche heraus bis an die Ober- und/oder Unterseite
getragen. Sie ragen teilweise aus der zu veredelnden Bahn heraus und bilden eine florartige Oberfläche. Der Flor ist um so länger, je größer die Einstichtiefe ist und um so dichter, je mehr Einstiche pro cm2 erfolgen.
Ausgehend von einem Kammgarnflächengebilde als zu veredelnde Bahn, kann die Veredlungsfläche ein synthetisches Flächengebilde mit Pelz- oder Futterstoffcharakter sein. Gegebenenfalls kann sich zwischen beiden Flächengebilden je nach Verwendungszweck ein Vlies aus Sekundärrohstoffasern oder auch eine Schaumfolie befinden.. Diese Warenbahnen werden zusammengeführt und einem Nadelungsprozeß unterzogen, wobei die Nadeln von der Abseite die Schichten durchdringen und Nadelspitzen die Ober- oder Schauseite der zu vernadelnden Bahn erreichen. Infolge dieses Vorganges werden Faserenden der zu veredelnden Warenbahn in Veredlungsflächen bzw. werden Faserenden der Veredlungsflächen in der zu veredelnden Warenbahn eingebunden. Es kommt zu einer permanenten Verbindung.
Erfindungsgemäß werden zwei gleiche Kammgarnflächengebilde als zu veredelnde Bahnen mit den Ober- oder Schauseiten gegeneinander zusammengeführt. Den äußeren Oberflächen wird jeweils als Veredlungsfläche ein orientiertes Faserstoffvlies aus Wolle mit oder ohne Effektfaserstoffen oder anderen, vorzugsweise langstapeligen Faserstoffen zugeführt. Durch einen beidseitigen Nadelungsprozeß entsteht eine Durchdringung der Faserstoffe aus den Veredlungsflächen durch eine zu veredelnde Bahn hindurch bis in die zweite zu veredelnde Bahn, wobei die Faserstoffe aus den zu veredelnden Bahnen in Strich richtung der Nadeln an der Faserverschiebung mit beteiligt sind.
Werden die beiden Bahnen nach dem Nadelungsprozeß durch Zugkrafteinwirkung und an der Faserverbindung geschnitten, entsteht ein kurzer gleichmäßiger Flor an beiden Oberseiten der veredelten Bahnen z. B. farblich kontrastierend oder als Melange.
Erfindungsgemäß werden zwei in der Konstruktion und/oder Materialzusammensetzung gleiche oder unterschiedliche Flächengebilde, eine als zu veredelnde Bahn und eine als Veredlungsfläche mit den Ober- oder Schauseiten gegeneinander zusammengeführt und beidseitig vernadelt. Es entsteht eine gegenseitige Faserdurchdringung. Werden die zu veredelnde Bahn und die Veredlungsfläche durch Zugkrafteinwirkung im Winkel bis zu 90° zur Nadelbrettebene auseinandergezogen und die gegenseitigen Faserverbindungen durchschnitten, entsteht ein kurzer, gleichmäßiger Flor an beiden Oberseiten der Kammgarnflächengebilde z. B. farblich kontrastierend oder als Melange.
Erfindungsgemäß werden auf die Abseite zu veredelnder Bahnen aus Fäden, die schwer mit Effektfasem spinnbar sind oder die keine Effektbildner enthalten, Effektbildner in Form von Noppen, Flammen, Flocken, Stichel mittels bekannter Vorrichtung eingestreut. Danach wird die Bahn einer Nadeleinrichtung zugeführt und von der Abseite her so durchstochen, daß die Effektfasem mit im Flächengebilde eingebunden und zum überwiegenden Anteil in Nadelstichrichtung aus der Ober- oder Schauseite der zu veredelnden Bahn in Abhängigkeit von der Einstichtiefe mehr oder weniger weit herausgezogen werden. In Abhängigkeit von der Einstichhäufigkeit bleiben auf der Abseite mehr oder weniger große Reste der Noppen, Flammen, Flocken sichtbar erhalten und bilden z. B. Farbeffekte.
In Betracht gezogene Druckschriften:
DD-PS 95 284 (D 04 h 1/46)
DE-OS 2821701 (D 04 H 5/08)
DE-OS 2828394 (D 04 H 5/02)
CH-AS 643/73 (D 04 H 1/46)
US-PS 4144/366 (D 04 H 11/00)
Claims (4)
- Patentansprüche:1. Verfahren zur Veredlung von textlien Flächengebilden aus Kammgarn mittels Faserverschiebung innerhalb textiler Schichten unter Florbildung an mindestens einer Oberfläche durch multiple Feltingnadelung dadurch gekennzeichnet, daß die zu veredelnde Bahn, ein Fadensystem aus Kammgarn, das vorteilhaft aus Kammgarnmischungen mit Ringgarnen und/oder Kammgarnen mit der typischen Garnkonstruktion der Rotor-(Offen-End-,) MJS-(Murata-Jet,) Sirospinn-Game besteht, mit einer oder mehreren Veredlungsflächen, bestehend aus kammgarntypischen und/oder nichtkammgarntypischen Fasern und/oder Fäden zusammen einer multiplen Feltingnadeleinrichtung als Schichtung zugeführt und jeweils flächendeckend mindestens von der Veredlungsfläphe her durchstochen wird, wobei von den Feltingnadeln in Stichrichtung erfaßte Faseranteile aus der Veredlungsfläche in die Fäden des Fadensystems und durch diese hindurch, sowie Faseranteile aus dem Garnkern der Kammgarne des Fadensystems durch den Garnmantel hindurch, bis in den Flor an der Oberfläche der zu veredelnden Bahn verschoben, gemischt und eingebunden werden.
- 2. Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß eine vorteilhafte Variante darin besteht, daß eine Schichtung, die aus mindestens zwei in der Faserzusammensetzung und textlien Flächenkonstruktion völlig unterschiedlichen Flächen, der zu veredelnden Bahn als Fadengefüge und mindestens einer Veredlungsfläche als Faservlies mit Effektbildnern besteht, vorteilhaft von der Oberfläche her, an der die Effektbildner liegen, mittels Feltingnadeln durchstochen wird und mindestens Faseranteile der Effektbildner in das Fadengefüge der zu veredelnden Bahn in Strichrichtung so weit verschoben werden, daß sie an der anderen Oberfläche der zu veredelnden Bahn florbildend herausragen. ,
- 3. Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß eine vorteilhafte Variante darin besteht, daß eine Schichtung aus zwei gleichartigen Fadensystemen als Flächen der zu veredelnden Bahn und der Veredlungsfläche mit den Schauseiten aneinanderliegend in diametraler Richtung von Feltingnadeln durchstochen werden, die zwei vernadelten Flächen mit der Faserbindung zwischen der zu veredelnden Bahn und der Veredlungsfläche im Winkel bis zu 90° zur Nadelbettebene auseinandergezogen, einer Schneideinrichtung zugeführt und die gleichartigen Verbindungsfasern florbildend zerschnitten werden.
- 4. Verfahren nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß eine vorteHhafte Variante darin besteht, daß eine Schichtung aus zwei in der Fadenkonstruktion, Faserzusammensetzung und Musterung unterschiedlichen Fadensystemen als Flächen der zu veredelnden Bahn und der Veredlungsfläche mit den Schauseiten aneinanderliegend in diametraler Stichrichtung vernadelt, anschließend unter Dehnung der Verbindungsfasern zwischen den Flächen im Winkel bis zu 90° zur Nadelbettebene auseinandergezogen, einer Schneideinrichtung zugeführt und die Mischung der Verbindungsfasern zwischen den unterschiedlichen Fadensystemen florbildend zerschnitten werden.
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