DD230748A1 - Verfahren zur zucht von holzbewohnenden speisepilzen - Google Patents

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DD230748A1
DD230748A1 DD25501783A DD25501783A DD230748A1 DD 230748 A1 DD230748 A1 DD 230748A1 DD 25501783 A DD25501783 A DD 25501783A DD 25501783 A DD25501783 A DD 25501783A DD 230748 A1 DD230748 A1 DD 230748A1
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Heinrich Gebhardt
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Heinrich Gebhardt
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zucht von holzbewohnenden Speisepilzen. Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Effektivitaet. Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren zur Zucht von holzbewohnenden Speisepilzen zu schaffen, das unter Verwendung zellulosehaltiger Abfaelle bei geringem Aufwand eine Vorkultivierung in kurzer Zeit ermoeglicht. Erfindungsgemaess wird dieses dadurch erreicht, dass die zellulosehaltigen Abfaelle mit kochendem Wasser, dem eine Hefe-Zuckerloesung zugesetzt wurde oder eine aus Treber, Schlempe, Melasse oder Feuchtmaiskleber durch Auskochen gewonnene Naehrloesung auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 70% gebracht, nachfolgend mit Pilzbrut beimpft und abgedeckt bei 18 bis 25C gelagert, danach einem Kaelteschock bei 10C ausgesetzt und anschliessend bis zum Sichtbarwerden der Pilzaustriebe abgedeckt zur Ernte ausgesetzt werden.

Description

Verfahren zur Zucht von holzbewohnenden Speisepilzen
Anwendungsgebiet der Erfindung:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zucht von holzbewohnenden Speisepilzen·
•Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
,In DD WP 292 ist ein Verfahren zur Züchtung von holzbewohnenden Speisepilzen beschrieben, bei dem abgelagertes, aufgelockertes Holz mit den entsprechenden Pilzsporen geimpft und zur Erzielung einer Myze!bildung unter Ausschluß von Licht und Zuführung von Wärme und Feuchtigkeit als Vorzucht kultiviert wird. Diese Vorzucht erfolgt vornehmlich derart, daß die beimpften Holzstücke in feuchter, möglichst steriler Erde gelagert werden. Nach ca 3 bis 6 Monaten werden die vom Pilzmyzel durchsetzten Holzstücke bei Verminderung der Feuchtigkeit und Erhöhung der Belichtung zur Fruchtkörperbildung ausgesetzt. Dabei werden die Holzstücke entweder in ein Gemisch von Erde, Sand, Sägespänen und Laub gestellt und erforderlichenfalls abgeschattet.
Von Nachteil ist die Verwendung von Holz zum Beimpfen und die relativ lange, aufwendige Vorkultivierung. In DD WP 53 4-52 ist ein Verfahren zum Herstellen von Preßnährsubstraten aus zellulosehaltigen Abfällen für die Anzucht holzbewohnender Speisepilze offenbart. Zellulosehältige Abfälle, wie Holzabfälle, Pappe, Papier u.a. \';erden mit einer stickstoffhaltigen Nährlösung mit einem Bindemittelzusatz getränkt und zu Preßlingen beliebiger Form mit mehreren senkrecht verlaufenden Hohlräumen geformt. Diese Hohlräume werden zur Erhaltung und Ergänzung der Feuch-
tigteeit der-Preßnährsubstrate mit Erde, Sand, Sägespänen oder einer Mischung dieser Stoffe gefüllt und bei Bedarf mit Nährlösung gegossen.
Die Preßnährsubstrate'werden nach bekannter Impfung und Vorkultur zur Fruchtkörperbildung ausgesetzt
Nachteilig ist der erhebliche Zeitaufwand und die relativ geringe Ertragfähigkeit.
Ziel der Erfindung:
Ziel der Erfindung ist die Verbesserung der Effektivität.
Wesen der Erfindung:
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren zur Zucht von holzbewohnenden Speisepilzen zu schaffen, das unter Verwendung zellulosehaltiger Abfälle bei geringem Aufwand eine Vorkultivierung in kurzer Zeit ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht, daß zellulosehaltige Abfälle wie Holzschnitzel, Baumrinde, Laut», Kakaoschalen, Heilpflanzenrückstände oder Gemische dieser Stoffe mit kochendem Wasser, dem eine Hefe-Zuckerlösung zugesetzt wurde oder durch eine durch Auskochen aus Treber, Schlempe, Melasse oder Feuchtmaiskleber gewonnene Nährlösung auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 % gebracht werden. Danach wird dieses Substrat mit Pilzbrut beimpft und abgedeckt c'a 3 - ^ Wochen'bei 18 - 25 0C gelagert und anschließend einem Kälteschock bei 10 C ausgesetzt.
Anschließend erfolgt das Aussetzen zur Ernte, wobei das Substrat solange noch abgedeckt bleibt, bis die ersten Pilzaustriebe sichtbar werden.
Ausführungsbeispiel:
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Zellulosehaltige Abfälle wie Holzschnitzel, Sägespäne, Hobelspäne, Baumrinde, Laub, Kakaoschalen, Eeilpflanzenrückstände oder Gemische dieser Stoffe werden als Ausgangsmaterial ver-
wendet. Holzabfälle aller Baumarten sind dafür geeignet. Diese Abfälle "werden mit kochendem Wasser, dem Back- oder Futterhefe und Zucker zugesetzt sind, auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 % gebracht. Anstelle dieser Hefe-Zucker-Lösung kann auch eine Nährlösung verwendet werden, die durch Auskochen von Treber-, Schlempe-, Melasse- und Feuchtma-iskleber gewonnen wird. Diese Industrieabfälle fallen auch in großen Mengen an, und können nach der Gewinnung von Pilznährlösungen dem Tierfutter zugesetzt werden.
Es ist auch möglich, reine Kakaoschalen nur mit kochendem Wasser zu überbrühen und als Substrat zu verwenden. Nach dem Abernten kann dieses Substrat dem Viehfutter zugesetzt werden« Die gut durchmischten und homogen durchfeuchteten Abfälle werden dann in geeignete Lagerbehälter gefüllt und mit Pilzbrut beimpft. Zirka 3 - 4- Wochen lang wird dieses Substrat bei 18 - 25 0G abgedeckt gelagert. Es bildet sich ein dichtes Pilzmyzel, das das ganze Substrat durchsetzt. Nach dieser Vorkultivierung wird das Substrat einem Kälteschock bei 10 0C ausgesetzt.
Nachfolgend werden die mit dem Substrat gefüllten Behältnisse zur Ernte ausgesetzt und bleiben solange abgedeckt, bis die' ersten Pilzaustriebe sichtbar werden.
Als Pilzbrut können vorzugsweise verwendet werden: Austernseitlingsbrut oder Pasaniapilzbrut.
Es ist auch möglich, als Substrat Kakaoschalen oder Heilpflanzenrückstände zu verwenden die nur mit kochendem Wasser überbrüht und auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 % gebracht wurd en·

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Pkt. 1. Verfahren zur Zucht von holzbewohnenden Speisepilzen, in einem Substrat aus zellulosehaltigen Abfällen, dadurch gekennzeichnet, daß die zellulosehaltigen Abfälle mit kochendem Wasser, dem eine Hefe-Zuckerlösung zugesetzt wurde oder· einer aus Treber, Schlempe, Melasse oder Feuchtmaiskleber durch Auskochen gewonnenen Nährlösung auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 70 % gebracht, nachfolgend mit Pilzbrut beimpft und abgedeckt bei 18 bis 25 C gelagert, danach einem Kälteschock bei 10 C ausgesetzt und anschließend bis zum Sichtbarwerden der ersten Pilzaustriebe abgedeckt zur Ernte ausgesetzt werden.
DD25501783A 1983-09-22 1983-09-22 Verfahren zur zucht von holzbewohnenden speisepilzen DD230748A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0248636A3 (en) * 1986-06-03 1988-04-06 Everbloom Biotechnology (Pte) Ltd. Mushroom cultivation
GB2223922A (en) * 1986-06-03 1990-04-25 Everbloom Biotechnology Mushroom cultivation

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GB2191074B (en) * 1986-06-03 1990-12-12 Everbloom Biotechnology Mushroom cultivation

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