DD231620B1 - Vorrichtung zur beschickung von verbrennungsanlagen mit altreifen - Google Patents

Vorrichtung zur beschickung von verbrennungsanlagen mit altreifen

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DD231620B1
DD231620B1 DD27124884A DD27124884A DD231620B1 DD 231620 B1 DD231620 B1 DD 231620B1 DD 27124884 A DD27124884 A DD 27124884A DD 27124884 A DD27124884 A DD 27124884A DD 231620 B1 DD231620 B1 DD 231620B1
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DD27124884A
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Helmut Fiedler
Helmut Gorke
Lothar Engler
Dieter Paul
Bernd Albrecht
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Zeitz Hydrierwerk
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  • Incineration Of Waste (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beschickung von Verbrennungsanlagen, insbesondere Drehrohröfen, mit Altreifen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, Altreifen zum Zwecke der energetischen Nutzung in verschiedenen Verbrennungseinrichtungen zu verbrennen, wobei die Beschickung über Vorschubroste erfolgt.
Es ist weiterhin bekannt, stückige Güter beispielsweise nach DE-PS 3225281, DE-PS 2937690 und DE-PS 1934916 Drehrohröfen mittels mechanisch beweglicher Vorrichtungen zuzugeben. Diese Vorrichtungen sind auf Grund der Antriebstechniken und der Temperaturbelastungen reparaturanfällig und bedürfen einer ständigen Wartung.
Gemäß DR-PS 296884 ist es bekannt, Beschickungseinrichtungen mittels gewichtsbelasteter Klappen zu verschließen. Des weiteren ist es gemäß DR-PS 131699 bekannt, Leiteinrichtungen im Aufgabetrichter der Beschickungseinrichtung anzuordnen.
In DE-AS 1934916 ist eine Beschickungseinrichtung für Drehrohröfen zur Verbrennung von Müll und Abfallprodukten beschrieben, die aus einem Aufgabeschacht besteht, welcher in eine obere und eine untere Kammer unterteilt ist.
Die obere Kammer dient der Aufnahme des Mülls und der Abfallprodukte und ist durch einen Schieber von der unteren Kammer getrennt. Die untere Kammer besitzt einen waagerechten oder zum Drehrohrofen geneigten Boden, über den ein hin- und herbewegbares stößelartiges Element angebracht ist. Die Umfassungswände der unteren Kammer sind wegen der starken Hitzeeinwirkung mit zwangsgekühlten Kühlflächen versehen.
Die Beschickung mit Müll und Abprodukten erfolgt über Beschickungskübel in die obere Kammer. Durch Öffnen des Schiebers fällt der Inhalt auf den Boden der unteren Kammer und wird mit Hilfe des Stößels in den Drehrohrofen geschoben.
Flüssige oder teigige Abprodukte werden in Gebinden antransportiert und der unteren Kammer durch eine seitlich angebrachte Öffnung zugeführt. Die Nachteile dieser Beschickungsvorrichtung bestehen darin, daß störanfällige, mechanisch zu bewegende Teile, wie Schieber und Stößel, angebracht sind, daß wegen der hohen Temperaturbelastung der unteren Kammer aufwendige Kühleinrichtungen vorgesehen werden müssen und daß mit einem großen Materialverschleiß an den nichtkühlbaren Teilen, wie Stößel und Schieberunterseite, zu rechnen ist.
Für größere stückige Güter und besonders für Altreifen unterschiedlicher Art und Größe ist diese Beschickungsvorrichtung nicht geeignet. Infolge der Konstruktion der oberen Kammer, insbesondere des schräg angeordneten Schiebers, können Verklemmungen eintreten, wobei die Betätigung des Schiebers erschwert bzw. nicht mehr gewährleistet ist. Das in die untere Kammer fallende Gut kann unkontrolliert in den Drehrohrofen gelangen bzw. wird vom Stößel nicht erfaßt. Infolge des unkontrollierten Eintrages der Reifen in den Ofen können liegengebliebene Reifen auf dem Boden der unteren Kammer der Beschickungsvorrichtung wegen der starken Hitzeeinwirkung verbrennen. Verklemmungen in der unteren Kammer können zur Zerstörung des Stößels oder des Stößelantriebes führen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Vorrichtung, welche die Beschickung von Verbrennungsanlagen, insbesondere Drehrohröfen, mit Altreifen unterschiedlicher Art und Größe gestattet, einen einfachen Aufbau besitzt und damit nahezu wartungsfrei betrieben werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Zuhilfenahme einer Kühleinrichtung und unter weitestgehender Vermeidung mechanisch zu bewegender Teile eine Beschickungsvorrichtung zu schaffen, welche die ungehinderte und zuverlässige Zuführung der Altreifen in die Brennzone der Verbrennungseinrichtung ermöglicht.
Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung zur Beschickung von Verbrennungsanlagen mit Altreifen, bestehend aus einem Aufgabeschacht rechteckigen Querschnitts mit zwei Abschnitten und geneigtem Boden, wobei unter dem mit einem gewichtsbelasteten Verschluß versehenen Aufgabetrichter ein Fall- und Abrollschacht mit einem Leitblech zur Verstellung dessen Breite angeordnet ist, derart gestaltet, daß der Neigungswinkel (9) des Bodens (6) einem Wert zwischen 10 und 40°, die mittlere Höhe (7) des Fall- und Abrollschachtes (3) dem 2- bis 5fachen seiner maximalen Breite (8) und dessen mittlere Abrollstrecke (5) dem 1- bis 5fachen Sinuswert des Neigungswinkels (9) entspricht.
Der Anschluß der Beschickungsvorrichtung an die Verbrennungseinrichtung kann mit unterschiedlichen bekannten technischen Mitteln erfolgen. Eine Anschlußmöglichkeit ist die Verwendung eines Flansches (10), wobei dieser vorteilhafterweise derart ausgebildet ist, daß die lichte Breite im Verhältnis zur lichten Höhe 0,05:1 bis 0,4:1 beträgt.
Die Zuführung von Altreifen in die Verbrennungsanlage mit Hilfe der erfindungsgemäßen Beschickungsvorrichtung erfolgt in der Weise, daß der Altreifen senkrecht auf den gewichtsbelasteten Verschluß (2) auftrifft und über den Aufgabetrichter (1) in den Fall- und Abrollschacht (3) fällt. Der gewichtsbelastete Verschluß schließt nach Passieren des Reifens selbsttätig. Nach dem Auftreffen auf dem geneigten Boden (6) des Fall- und Abrollschachtes rollt der Reifen auf der schiefen Ebene in die Brennzone der Verbrennungseinrichtung und kippt dort nach dem Stillstand um. Mittels der Leiteinrichtung (4) kann die Breite des Fall- und Abrollschachtes variiert und der Reifenbreite angepaßt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt einen einfachen Aufbau; sie enthält, abgesehen von der verstellbaren Leiteinrichtung und dem gewichtsbelasteten Verschluß, keine mechanisch zu bewegenden Teile. Dadurch kann die Beschickungseinrichtung nahezu wartungsfrei betrieben werden; die Störanfälligkeit ist über einen langen Betriebszeitraum äußerst gering.
Mit Hilfe der vorgeschlagenen Vorrichtung ist die ungehinderte und zuverlässige Dosierung und Zuführung von Altreifen unterschiedlichster Art und Größe in Verbrennungsanlagen, insbesondere Drehrohröfen, möglich, ohne daß eine Zerkleinerung oder andere Vorbehandlung der Altreifen erforderlich ist.
Nach dem Auftreffen der Altreifen auf dem Boden des erfindungsgemäß ausgestatteten Schachtes rollen diese, unabhängig vom Gewicht und von den Abmessungen der Reifen, selbsttätig in die Brennzone der Verbrennungseinrichtung.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Seitenansicht (Figur 1) und die Vorderansicht (Figur 2) einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Beschickung von Verbrennungsanlagen mit Altreifen verschiedener Abmessungen ist aus der Zeichnung ersichtlich.
Am Aufgabetrichter (1) ist der gewichtsbelastete Verschluß (2) montiert. Über die gesamte Länge des Fall- und Abrollschachtes (3) ist die verstellbare Leiteinrichtung (4) angebracht, mit welcher die Breite des Fall- und Abrollschachtes zwischen 400mm als Maximalbreite (8) und 150mm variierbar ist. Die mittlere Höhe (7) des Fall- und Abrollschachtes beträgt 1700mm. Der Boden (6) des Abrollschachtes besitzt einen Neigungswinkel (9) von 25° und eine mittlere Abrollstrecke (5) von 750mm. Die lichten Maße des zum Anschluß an einen Drehrohrofen erforderlichen Flansches (10) betragen 1500mm Höhe und 400 mm Breite.

Claims (1)

  1. Vorrichtung zur Beschickung von Verbrennungsanlagen mit Altreifen, bestehend aus einem Aufgabeschacht rechteckigen Querschnitts mit zwei Abschnitten und geneigtem Boden, wobei unter dem mit einem gewichtsbelasteten Verschluß versehenen Aufgabetrichter ein Fall- und Abrollschacht mit einem Leitblech zur Verstellung dessen Breite angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (9) des Bodens (6) einem Wert zwischen 10 und 40°, die mittlere Höhe (7) des Fall- und Abrollschachtes (3) dem 2- bis 5fachen seiner maximalen Breite (8) und dessen mittlere Abrollstrecke (5) dem 1- bis 5fachen Sinuswert des Neigungswinkels (9) entspricht.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
DD27124884A 1984-12-20 1984-12-20 Vorrichtung zur beschickung von verbrennungsanlagen mit altreifen DD231620B1 (de)

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