DD231840B1 - Kohlenstaubdampferzeuger zur verbrennung von rohbraunkohle - Google Patents
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Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Kohlenstaub-Dampferzeuger mittlerer oder großer Leistung zur Verbrennung grubenfeuchter Rohbraunkohle.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Der Kohlenstaub-Dampferzeuger besteht üblicherweise aus dem Feuerraum mit Brennersystem und Aschetrichter, dem Wärmeübertragersystem und den peripheren Anlagen, insbesondere zur Brennstoffaufbereitung.
Nach GB-PS 2105606 ist bekannt, unter dem Aschetrichter einen Wirbelschichtreaktor anzuordnen. Die feinen Bestandteile des Kohlenstaubs verbrennen in der Brennerflamme, die groben Fraktionen sinken nach unten und werden in der Wirbelschicht verbrannt. Eine solche Kombination kann vorteilhaft zur Erhöhung des Verbrennungswirkungsgrades und zum Einsatz eines breiteren Brennstoffbandes (in Abweichung vom Auslegebrennstoff) genutzt werden. Die sonst unverbrannt mit der Asche abgezogenen groben Teilchen werden energetisch genutzt. Außerdem braucht die Kohle nicht mehr so fein aufgemahlen werden. Beides verbessert die Energiebilanz, insbesondere bei der Verbrennung grubenfeuchter Braunkohle mit hohem Xylit-und Ballaststoffgehalt. Außerdem wird der Verschleiß der Mühlen gesenkt. Bei sich verschlechternden Braunkohlequalitäten ist es möglich, vorhandene Dampferzeuger bis hin zu mittlerer und großer Leistung nachzurüsten.
Die Menge der im Feuerraum und der in der Wirbelschicht verbrannten Rohbraunkohle ist abhängig vom Gesamtvolumenstrom, von der Menge der aus der Grube mitgebrachten Xylite und Ballaststoffe sowie von der Einstellung der Aufbereitungsanlage (Mühle, Sichter, Vortrocknung) vor dem Feuerraum und dem Brennersystem. Sie ist dann im Feuerraum selbst kaum noch zu beeinflussen. Die Menge der in der Wirbelschicht verbrennbaren Fraktion und damit die Entlastung der Mühle wird u.a. von der thermischen Belastbarkeit der Aschetrichterwandung begrenzt. Die Nichtbeachtung dieser Grenze kann zu schweren Folgeschäden führen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die weitere Verbesserung von Kohlenstaub-Dampferzeugern mit einem unter dem Aschetrichter angeordneten Wirbelschichtreaktor.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein weiteres Element zur Steuerung der Verbrennung der Kohle in einem derartigen Kohlenstaub-Dampferzeuger anzugeben.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß im Aschetrichter des Dampferzeugers ein Kegel mit der Spitze nach oben angeordnet und der Kegel in der Höhe verstellbar ist.
Mit diesem in der Höhe verstellbaren Kegel ist es möglich, den Querschnitt des Feuerraums über der Wirbelschicht zu verändern.
Es versteht sich, daß anstelle des Kegels auch andere kegelähnliche Körper, wiez. B. Prismen, die bei ihrer Höhenverstellung den Querschnitt ebenfalls verändern, einsetzbar sind.
Ausführungsbeispiel
In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Kohlenstaub-Dampferzeuger stark vereinfacht dargestellt. Auf die Darstellung der zur Beschreibung nicht unbedingt notwendigen peripheren Geräte bzw. Einrichtungen wurde verzichtet.
Der Feuerraum B steht in mehrfacher Verbindung mit der Ventilatormühle 5. Die Rohbraunkohle wird über die Rauchgasrückführung 9 zugeführt. Vorgetrocknet gelangt sie in die Ventilatormühle 5 und wird hier zerkleinert. In einem nachgeschalteten Strömungssichter 4 wird die feine Fraktion A von der groben Fraktion B getrennt. Die feine Fraktion gelangt über die üblichen Brennersysteme zur Verbrennung in den Feuerraum 8. Die grobe Fraktion wird in den unteren, sich verjüngenden Teil des Feuerraums (Aschetrichter) transportiert. Unter ihm ist ein Wirbelschichtreaktor 1 angeordnet. Er besteht im wesentlichen aus dem Wirbelschichtrost 3, dem Wirbelschichtbett 2 und dem Ascheüberlaufrohr 6. Über dem Ascheüberlaufrohr ist im Aschetrichter ein Kegel 7 angeordnet. Seine Spitze ist nach oben gerichtet. Er ist in der Höhe verstellbar. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, den Austrittsquerschnittzu verändern. Weitere Steuergrößen sind die Luftzuführung durch den Wirbelschichtrost 3, die Veränderung der zugeführten Menge Rohbraunkohle, die Einstellung des Strömungssichters und die üblichen Veränderungen am Brennersystem. Es ist dadurch möglich beide Verbrennungen parallel zueinander zu betreiben und insgesamtzu optimieren.
Claims (1)
- Kohlenstaub-Dampferzeuger zu r Verbrennung von Rohbraunkohle mit einem unter dem Aschetrichter des Feuerraums angeordneten Wirbelschichtreaktor, gekennzeichnet dadurch, daß im Aschetrichter ein Kegel (7)bzw. ein kegelartiger Körper mit der Spitze nach oben angeordnet und der Kegel (7) in der Höhe verstellbar ist.Hierzu 1 Seite ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft einen Kohlenstaub-Dampferzeuger mittlerer oder großer Leistung zur Verbrennung grubenfeuchter Rohbraunkohle.Charakteristik des bekannten Standes der TechnikDer Kohlenstaub-Dampferzeuger besteht üblicherweise aus dem Feuerraum mit Brennersystem und Aschetrichter, dem Wärmeübertragersystem und den peripheren Anlagen, insbesondere zur Brennstoffaufbereitung. Nach GB-PS 2105606 ist bekannt, unter dem Aschetrichter einen Wirbelschichtreaktor anzuordnen. Die feinen Bestandteile des Kohlenstaubs verbrennen in der Brennerflamme, die groben Fraktionen sinken nach unten und werden in der Wirbelschicht verbrannt. Eine solche Kombination kann vorteilhaft zur Erhöhung des Verbrennungswirkungsgrades und zum Einsatzeines breiteren Brennstoffbandes (in Abweichung vom Auslegebrennstoff) genutzt werden. Die sonst unverbrannt mit der Asche abgezogenen groben Teilchen werden energetisch genutzt. Außerdem braucht die Kohle nicht mehr so fein aufgemahlen werden. Beides verbessert die Energiebilanz, insbesondere bei der Verbrennung grubenfeuchter Braunkohle mit hohem Xylit- und Ballaststoffgehalt. Außerdem wird der Verschleiß der Mühlen gesenkt. Bei sich verschlechternden Braunkohlequalitäten ist es möglich, vorhandene Dampferzeuger bis hin zu mittlerer und großer Leistung nachzurüsten. Die Menge der im Feuerraum und der in der Wirbelschicht verbrannten Rohbraunkohle ist abhängig vom Gesamtvolumenstrom, von der Menge der aus der Grube mitgebrachten Xylite und Ballaststoffe sowie von der Einstellung der Aufbereitungsanlage (Mühle, Sichter, Vortrocknung) vor dem Feuerraum und dem Brennersystem. Sie ist dann im Feuerraum selbst kaum noch zu beeinflussen. Die Menge der in der Wirbelschicht verbrennbaren Fraktion und damit die Entlastung der Mühle wird u.a. von der thermischen Belastbarkeit der Aschetrichterwandung begrenzt. Die Nichtbeachtung dieser Grenze kann zu schweren Folgeschäden führen.Ziel der ErfindungZiel der Erfindung ist die weitere Verbesserung von Kohlenstaub-Dampferzeugern mit einem unter dem Aschetrichter angeordneten Wirbelschichtreaktor.Darlegung des Wesens der ErfindungAufgabe der Erfindung ist es, ein weiteres Element zur Steuerung der Verbrennung der Kohle in einem derartigen Kohlenstaub-Dampferzeuger anzugeben.Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß im Aschetrichter des Dampferzeugers ein Kegel mit der Spitze nach oben angeordnet und der Kegel in der Höhe verstellbar ist.Mit diesem in der Höhe verstellbaren Kegel ist es möglich, den Querschnitt des Feuerraums über der Wirbelschicht zu verändern.Es versteht sich, daß anstelle des Kegels auch andere kegelähnliche Körper, wie z. B. Prismen, die bei ihrer Höhenverstellung den Querschnitt ebenfalls verändern, einsetzbar sind.AusführungsbeispielIn der Zeichnung ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Kohlenstaub-Dampferzeuger stark vereinfacht dargestellt. Auf die Darstellung der zur Beschreibung nicht unbedingt notwendigen peripheren Geräte bzw. Einrichtungen wurde verzichtet. Der Feuerraum B steht in mehrfacher Verbindung mit der Ventilatormühle 5. Die Rohbraunkohle wird über die Rauchgasrückführung 9 zugeführt. Vorgetrocknet gelangt sie in die Ventilatormühle 5 und wird hier zerkleinert. In einem nachgeschalteten Strömungssichter 4 wird die feine Fraktion A von der groben Fraktion B getrennt. Die feine Fraktion gelangt über die üblichen Brennersysteme zur Verbrennung in den Feuerraum 8. Die grobe Fraktion wird in den unteren, sich verjüngenden Teil des Feuerraums (Aschetrichter) transportiert. Unter ihm ist ein Wirbelschichtreaktor 1 angeordnet. Er besteht im wesentlichen aus dem Wirbelschichtrost 3, dem Wirbelschichtbett 2 und dem Ascheüberlaufrohr 6. Über dem Ascheüberlaufrohr ist im Aschetrichter ein Kegel 7 angeordnet. Seine Spitze ist nach oben gerichtet. Er ist in der Höhe verstellbar. Dadurch ist es in einfacher Weise möglich, den Austrittsquerschnitt zu verändern. Weitere Steuergrößen sind die Luftzuführung durch den Wirbelschichtrost 3, die Veränderung der zugeführten Menge Rohbraunkohle, die Einstellung des Strömungssichters und die üblichen Veränderungen am Brennersystem. Es ist dadurch möglich beide Verbrennungen parallel zueinander zu betreiben und insgesamt zu optimieren.
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Families Citing this family (1)
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| HU201230B (en) * | 1987-11-17 | 1990-10-28 | Eszakmagyar Vegyimuevek | Acaricides with synergetic effect and comprising thiophosphoryl glycineamide derivative as active ingredient |
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1984
- 1984-08-14 DD DD26625484A patent/DD231840B1/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
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