DD232441A1 - Verfahren zum betrieb von kohlemahlanlagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vermahlung von Braunkohlenbrikett bzw. Brikettabrieb, vorzugsweise zum Zwecke der Aufbereitung von Brennstaub fuer Dampferzeuger. Ziel der Erfindung ist es, die bei Ausbildung von internen Stoffkreislaeufen in der Mahlanlage erforderlichen Vergroesserung der filternden Abscheidern zu beseitigen, den Anlagenumfang zu reduzieren und den Energieaufwand zu senken. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb derartiger Kohlemahlanlagen zu schaffen, bei dem eine Kreislauffahrweise von Stoffstroemen ohne nachteilige Folgen fuer die Funktion einzelner Anlagenteile mit minimalem Einsatz von Anlagentechnik und Energie erfolgt. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass der Kohlemuehle (1) in bekannter Weise ein Zyklonabscheider (3) und ein filternder Abscheider (5) zur Abscheidung des Mahlstaubes nachgeschaltet werden, der im filternden Abscheider (5) abgeschiedene Feinstaub pneumatisch abgefoerdert und direkt dem Aufgabetrichter (9) der Kohlemuehle (1) zugefuehrt wird. Durch das nochmalige passieren der Kohlemuehle erfolgt neben einer Vermischung des Feinstaubes mit dem groeberen Mahlstaub eine Agglomeration beider Staubkomponenten, die die Abscheidung des Feinstaubes im Zyklonabscheider (3) ermoeglicht.
Description
_ der Erfindung
Verfahren zum Betrieb von Kohlemahlanlagen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vermahlung von Braunkohlenbriketts bzw. Brikettäbrieb, vorzugsweise zum Zwecke der Aufbereitung-als Brennstaub für Dampferzeuger.
Zur Aufmahlung von Braunkohlenbriketts bzw. Brikettabrieb werden Mahlanlagen eingesetzt, in denen der vor der Mühle vorgewärmte Förderstrom von der Mühle in einen Zyklonabscheider vorgereinigt und einem filternden Abscheider zur Feinreinigung zugeführt wirdo Der Zyklonabscheider ist auf einem Silo aufgesetzt und trägt die abgeschiedenen Fraktionen des Mahlstaubes direkt in dieses Silo ein. Der im filternden Abscheider anfallende Feinstaub wird mit vorgewärmter Luft einem zweiten Zyklon zugeführt. Dieser Zyklon ist ebenfalls auf dem Silo angeordnet und trägt den abgeschiedenen Staub in dieses ein. Das noch erhebliche Mengen Feinstaub enthaltende Abgas dieses zweiten Zyklons wird dem filternden Abscheider zusammen mit dem Abgas des erstgenannten Zyklons zugeführt. Diese Verfahrensweise hat mehrere Nachteile.
Wegen der Feinheit des angebotenen Staubes, die sich insbesondere durch die Fahrweis·,· im Kreislauf (fil-.
-3.QEZ.1934*2171$&
ternder Abscheider - zweiter Zyklon - filternder Abscheider) erhöht, muß der filternde Abscheider mit' einer geringen Pilterflächenbelastung, d. h. sehr groß dimensioniert werden. Die Luitmenge der Anlage wird durch die Erfordernisse der Mühle bestimmt. Durch die Zuführung der Transportluft erhöht sich die Filterflächenbelastung für den filternden Abscheider, was abermals zu dessen Vergrößerung beiträgt.
Pur die Erwärmung der Förderluft vom filternden Abscheider zum zweiten Zyklon ist Heizenergie nötig, die im weiteren Prozeß nicht weiter genutzt wird. Bedingt durch die diskontinuierliche Abreinigung des filternden Abscheiders wird über dem zweiten Zyklon dem Silo der Feinstaub stoßweise zugeführt. Danach wird die Homogenität des im Silo eingelagerten Brennstaubes beeinträchtigt. Andere Lösungen zur Abscheidung des Mahlstaubes sind
4-5 bekannt, bei denen die Mühlenabluft einem auf dem Silo installierten filternden Abscheider bzw. Totalabscheider zugeführt wird. Bei dieser Lösung entfallen die aufwendigen Aggregate für die Staubrückförde— rung vom filternden Abscheider zum Silo und damit der Staubkreislauf. Diese Lösung ist jedoch nur für kleine Mühlen einsetzbar, da die bei größeren Mühlenabluftmengen erforderlichen großen filternden Abscheider auf dem Silo keinen Platz finden. Damit bleiben die Nachteile der für größere Mahlanlagen aufwendigen AnIasung bestehen und führen zu einer Aufwendigen Anlagentechnik und zu Betriebsproblemen, insbesondere am filternden Abscheider und damit erhöhten Invest- und Betriebskosten.
Ziel der Erfindung ist' es, die durch die Ausbildung von internen Kreisläufen erforderliche Vergrößerung des filternden Abscheiders zu beseitigen, den AnIagenumfang zu reduzieren und den Energieaufwand zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betrieb von Kohlemahlanlagen für Braunkohlenbriketts bzw. Brikettabrieb zu schaffen, bei dem eine Kreislauffahrweise von Stoffströmen ohne nachteilige Folgen für die Funktion einzelner AnIagenteile mit minimalem Einsatz von Anlagentechnik und Energie vorgesehen ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch nachfolgend, beschriebenes Verfahren gelöst. In einer Kohlemühle werden Brikettabrieb bzw. Braunkohlenbrikett zermahlen und die Mühlenabluft wird in bekannter Weise zuerst einem auf einem Silo aufgesetzter Zyklonabscheider und dann einem filternden Abscheider zugeführt. Der im filternden Abscheider abgeschiedene Staub wird pneumatisch mit vorgewärmter Luft der Ansaugluft vor der Mühle aufgegeben. Die feinen Staubpartikel durchlaufen die Mühle im wesentlichen ohne weitere Aufmahlung. Auf Grund ihrer Feinheit agglomerieren sie jedoch leicht mit gröberen Partikeln des aus der Mühle ausgetrageneo Mahlstaubes und können so im Zyklonabscheider auf dem Silo abgeschieden werden.Die gesamte durch die Abscheider geförderte Luft wird, abgesehen von Falschlufteinbrüchen," aus der Mühle abgesaugt. Die Zuführung der vorgewärmten Transportluft vom filternden Abscheider ermöglicht
die Ansaugluftmenge der Mühle zu reduzieren und darüberhinaus mit geringem Energiebedarf zu beheizen·
Das erfindungsgemäße Verfahren soll nachstehend an Hand eines Beispieles erläutert werden.
Die Kohlemühle 1 wird über den Zuteiler 2 mit Braunkohlenbrikett bzw, Brikettabrieb beaufschlagt. Die staubbeladene Mühlenabluft wird dem Zyklonabscheider 3 auf dem Kohlenstaubsilo 4 und anschließend dem filternden Abscheider 5 zugeführt. Die förderung der Luft besorgt der Ventilator 6, der die gereinigte Mühlenabluft ins Freie ausbläst (Abluftschlot 7)· Der im filternden Abscheider 5 abgeschiedene Feinstaub wird durch vorgewärmte Transportluft 8 <äem Aufgäbetrichter 9 der Kohlemühle 1 zugeführt. Die Förderung dieser Transportluft 8 besorgt ein Ventilator 10, die Vorwärmung erfolgt in einer Kalorifere 11'. Der Luftbedarf der Kohlemühle 1 wird damit durch die Ansaugluft 12, die in einer Kalorifere 13 vorgewärmt und über das Gehäuse des Zuteilers 2 zur Kohlemühle 1 geleitet wird, sowie durch die Zuführung der vorgewärmten und staubbeladenen Transportluft 8 gedeckt.
Die Bereitstellung der Transportluft 8 kann auch aus . der Abluft 7 nach dem filternden Abscheider 5 oder nach Ventilator 6 erfolgen, wobei die Kalorifere 11 entfallen oder verkleinert ausgeführt werden kann. In der Kohlemühle 1 erfolgt eine gute Vermischung des rückgeführten Feinstaubes mit dem Mahlstaub, so daß sich die apparativ bedingten Feinstaubspitzen für den im Silo 4 anfallenden Brennstaub nur noch unwesentlich Auswirken.
Claims (1)
- ErfiηάangsanSprüche.1. Verfahren zur Vermahlung von vorzugsweise Braunkohlenbrikett bzw. Brikettabrieb unter Verwendung einer Kohlemühle (1), deren Abluftstrom in einem Zyklonabscheider (3), der vorzugsweise auf einem Kohlenstaubsilo (4) angeordnet ist, sowie einem nachfolgenden filternden Abscheider (5) gereinigt wird, gekennzeichnet dadurch, daß der im filternden Abscheider (5) abgeschiedene Feinstaub unmittelbar der Kohlemühle (1), beispielsweise mittels vorgewärmter pneumatischer Förderluft (8), zugeführt wird und am Aufgabetrichter (9) der Kohlemühle (1) gleichzeitig neben der Zuteilung von Braunkohlenbriketts bzw. Brikettabrieb und vorgewärmter Ansaugluft (12) aufgegeben wird.2ο Verfahren nach Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß die vorgewärmte Förderluft (8) dem Abluftstrom (7) nach dem filternden Abscheider (5) als Teilstrom entnommen wird."Harzu 1 SaIi^ Zeichnung
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