DD232645A5 - Modular aufgebaute tretunterlage, insbesondere schuhsohle - Google Patents

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DD232645A5 DD84267703A DD26770384A DD232645A5 DD 232645 A5 DD232645 A5 DD 232645A5 DD 84267703 A DD84267703 A DD 84267703A DD 26770384 A DD26770384 A DD 26770384A DD 232645 A5 DD232645 A5 DD 232645A5
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Abstract

Die Tretunterlage oder Schuhsohle fuer Sandalen, Sandaletten usw. Durch die Erfindung soll eine Tretunterlage zur Verfuegung gestellt werden, deren Herstellungskosten niedrig sind und die bei einfacher Fertigung den Qualitaetsanforderungen entspricht, wobei sie eine der Fussform angepasste anatomische Ausgestaltung aufweist. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Sohle der Tretunterlage aus einer Mehrzahl von miteinander verbundener modularer Elemente besteht. Die modularen Elemente bestehen aus dem gleichen Material und sind durch Verbindungsstellen miteinander verbunden. Ein Teil der modularen Elemente kann aus einem ersten und ein anderer Teil aus einem zweiten oder mehreren, aber mit dem Restteil verbindbaren Material bestehen. Die Form der modularen Elemente ist im wesentlichen zylinderfoermig und kann in der Aneinanderreihung verschiedene Durchmesser aufweisen. Ebenso koennen die modularen Elemente hohlzylinderfoermig sein und verschiedene Wandstaerken oder verschiedene polygone Querschnitte aufweisen. Fig. 2

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine modular aufgebaute Tretunterlage, insbesondere einer Sohle für Sandalen, Sandaletten, Schuhe etc. und ist auf dem Gebiet der Fußbekleidung anwendbar.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Tretunterlagen als Schuhwerkteile, beispielsweise Sohlen für offene, sandalen- oder sandalettenartige Fußbekleidungen, aber auch Einlegesohlen in geschlossene Schuhe werden in der üblichen Herstellungsweise aus flächigen Materialien gewünschter Dicke in Fußform ausgeschnitten oder ausgestanzt. Diese flächigen Materialien können Ledercoupons, Kunststoff- oder Naturstoff matten etc. laminiert oder einstückig sein und nach dem Ausstanzen bzw. -schneiden noch in zusätzlichen Herstellungsschritten speziell aufgebaut werden; damit sind beispielsweise Fersenteilerhöhungen, Fußhöhlenausformungen, Zehengreifer und dergleichen gemeint. Trotz topographisch geschickten Schnittführungen und optimierter Packung der Fußformflächen ist ein nicht geringer Materialverlust unabwendbar; damit entscheiden bei der Kostenkalkulierung für die Materialien deren direkte Kosten, d. h. es entsteht kostspieliger oder weniger kostspieliger Abfall, wiederverwertbar oder nicht. Sind nun, will man sich nicht auf eine gleichmäßig dicke monotone Sohle beschränken, in weiteren Herstellungsschritten laminare Aufbauten zur anatomischen Annäherung an den Fuß vorgesehen, so treten weitere Material- und Bearbeitungskosten auf. In lediglich einem einzigen Arbeitsgang und mit minimalem Materialverlust lassen sich solche Sohlen durch Heißpressung oder Spritzverfahren herstellen, wobei allerdings verhältnismäßig teure Formen nötig sind.
Um dies zu umgehen, wurde schon eine Sohlenherstellung durch Extrudieren vorgeschlagen, wie dies beispielsweise in der US-PS 3719965 beschrieben ist, in welchem Verfahren ein ungefähr der Fußlänge entsprechend breiter Streifen variabler Dicke extrudiert und anschließend die Sohlenform ausgeschnitten wird. An und für sich ist der Hersteller, abgesehen von einer höheren Durchsatzgeschwindigkeit nicht viel besser daran, da er in einem weiteren Arbeitsgang die Sohlehform doch noch ausschneiden muß.
Es bestehen also entgegengesetzte Zwänge derart, daß bei Einhaltung minimaler Herstellungskosten eine Sohle, diese aus einem flächrigen Material der gewünschten Dicke entlang den Umrissen eines menschlichen Fußes ausgeschnitten werden, wobei eine von den Zehen bis zur Ferse uniforme Sohle gleicher Dicke resultiert. Oder aber es wird eine Sohle mit mehr oder weniger
guter anatomischer Angleichung an den menschlichen Fuß angestrebt, durch dessen Maßnahmen zur Erzielung solcher Formen aber die Herstellungskosten ensprechend dem Aufwand ansteigen.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Tretunterlage zur Verfügung zu stellen, deren Herstellungskosten niedrig sind und die bei einfacher Fertigung den Qualitätsanforderungen entspricht.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tretunterlage, insbesondere Schuhsohle für Sandalen, Sandaletten etc. zu schaffen, die eine der Fußform angepaßte anatomische Ausgestaltung aufweist. Erfiridungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Sohle der Tretunterlage aus einer Mehrzahl von miteinander verbundener modularer Elemente besteht. Vorteilhafterweise sind die modularen Elemente aus dem gleichen Material und durch Verbindungsstellen miteinander verbunden. Nach der Erfindung besteht ein Teil der modularen Elemente aus einem ersten und mindestens ein anderer Teil der modularen Elemente aus einem zweiten oder mehreren, aber mit dem Restteil verbindbaren Material. Vorzugsweise ist die Form der modularen Elemente im wesentlichen zylinderförmig und sie weisen in der Aneinanderreihung verschiedene Durchmesser auf. In weiterer Auführung ist die Form der modularen Elemente im wesentlichen zylinderförmig und sie weisen einen polygonen Querschnitt auf. Zweckmäßig ist es, wenn die modularen Elemente hohlzylinderförmig sind und verschiedene Wandstärken aufweisen. Im Sinne der Erfindung ist es auch, daß die Aneinanderreihung der modularen Elemente entsprechend den Verformungsdrücken dieser eine auf die Sohle bezogene Funktion für die Belastungsverteilung aufweist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen: Fig. 1: eine schematische Darstellung einer einfachen Sandalette mit einer gemäß Erfindung aufgebauten modularen Tretunterlage oder Sohle;
g.2: eine seitliche Ansicht einer Sohle, beispielsweise für eine Sandalette mit ebenfalls modular eingeordneten, die Anatomie des Fußes berücksichtigenden, Elementen;
g.3: ein Herstellungsdetail zur Ausgestaltung einer Tretunterlage bzw. einer Sohle; g.4: ein anderes Detail zur Ausgestaltung einer Sohle, insbesondere die Gewichtsverteilung der Standfläche betreffend. ie in Fig. 1 dargestellte einfache Sandalette 1 mit Sohle 2 und Schlupfriemen 5 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer modularen etunterlage gemäß Erfindung. In diesem Beispiel ist die Sohle 2 aus einer Anzahl von miteinander verbundenen im esentlichen rohrförmigen Elementen 3 zusammengesetzt. Es ist natürlich klar, daß für den modularen Aufbau nicht nur linderförmige Elemente verwendet werden müssen, es sind nebst runden auch elliptische, polygone und andere Elemente inkbar. So kann, um an einem Schuhmodell eine ganz spezifische Form- oder Materialeigenschaft zu realisieren, ein jezifisches Profil extra hergestellt werden, welches eine Tretunterlage oder Sohle ergibt, die den schon genannten Komfortid Tragansprüchen genügt.
3 können beispielsweise für eine Sohle 2 auch Modulelemente mit spindelförmigen Ausbauchungen verwendet werden, die in 5r Fußhöhlenregion zum Beispiel eine adäquate Abstützung ermöglicht. Solche speziellen Zusatzelemente verteuern die srstellung nicht, bieten aber erheblich unterhalb dem Niveau der Herstellungskosten vergleichbarer Sohlenformen gemäß :and der Technik ähnliche Eigenschaften wie diese. Es sind weiter auch Kombinationen von Materialien verschiedener genschaften möglich, ohne daß durch ein solches Komposit die Herstellung wesentlich erschwert bzw. verteuert würde. Der odulare Aufbau gemäß Erfindung gestattet aber auch die Herstellung von recht komplexen und damit auch teureren Sohlen, ) daß die Erfindung nicht nur, obschon aufgabenmäßig dafür vorgesehen, billige Sohlen oder Tretunterlagen herstellbar nd.
ie Sohlendicke kann auch stark variieren. Mit Modulformen ähnlich Spaghettis sind komfortable Innensohlen herzustellen öglich; verwendet man Module mit längslaufenden kapillaren Hohlräumen, so können diese zur Aufnahme von Duftstoffen ;rwendet werden, die beim Auftreten, wie durch kleine Düsen die Duftstoffdämpfe rhythmisch in die Umgebung entlassen, ickere Sohlen dienen der Herstellung von einfachen Badesandaletten bis hin zu Allzwecksandalen. In die vorhandenen urchgänge können beispielsweise die Fußschlaufen gesteckt werden, mit denen die Sohle 2 am Fuß befestigt werden kann. g.2 zeigt nun in seitlicher Sicht eine Sohle 2 mit aufgesetztem Fuß 10, bei der schlauchförmige Elemente 3; 3' 3" verschiedener urchmesser zu einer Sohle 2 zusammengesetzt sind. Bei den Zehen beginnend sieht man zwei Elemente 3 mit einem mittleren urchmesser der Sohlendicke. Im Gebiet des Zehenansatzes befindet sich ein Element 3' mit einem etwas größeren urchmesser; auf diese Weise bildet sich eine fußseitige Erhöhung, die mit den Zehen „gegriffen" werden kann. Allein diese nfache Maßnahme vermittelt solch einer Sohle 2 einen besseren Halt zum Fuß. Angereiht sind wieder die Elemente 3 vom urchmeser der Sohlendicke und daran anschließend wieder ein Element 3' mit erhöhtem Durchmesser, welches sich über die 3nze Sohlenbreite erstrecken kann. Eine weitere, blasenförmige Erhöhung 3" soll eine Fußhöhlenstütze darstellen. Dies wäre Jn eines dieser Spezialelemente mit spindelförmigen Aufblähungen, das in die Sohle 2 integriert wird. An das Element 3" mit 3m größten Durchmesser anschließend kommt wieder ein Übergangselement 3' mit erhöhtem Durchmesser, welches als tztes Element in der Fersengegend zum Zwecke eines besseren Haltes noch einmal verwendet wird. Dies ist ein usführungsbeispiel von vielen, wie es oben schon angedeutet wurde.
erstellungsdetails zeigt nun Fig. 3 an einer Anzahl zylinderförmiger Elemente 40 mit verschiedenen Durchmessern. Auf einer nterlage 8, die den Boden für eine Fußunterlage bzw. Sohle 2 darstellen soll, sind fünf miteinander verbundene Module oder emente 40; 40'; 40" im Querschnitt dargestellt. Um eine gute Auflage zu erhalten, sind boden-, also nicht fußseitig die Umfange 3r Elemente 40; 40'; 40" verschiedenen Durchmessers in einer Ebene angelegt. Die nebeneinander angeordneten Elemente 40; j'; 40" werden mittels bekannten Techniken, beispielsweise mittels Formspritzen miteinander verbunden. Die erbindungsstellen sind in Fig.3 mit der Bezugsziffer 41 dargestellt. Diese Verbindungen 41 ergeben sich beim Formspritzen auf sin thermische Art. Man hat bei dieser modularen Anordnung recht viel „Freiheitsgrade", um die entsprechenden ohlenformen herzustellen, auch eignet sich die Erfindung vorzüglich für eine Fließbandfertigung.
s ist bei der Herstellung von Sohlen 2 gleicher Dicke auch denkbar, die zylinderförmigen Elemente 3; 3'; 3"; 40; 40'; 40" oder lodule in Fußlängsrichtung anzuordnen. Dies ist jedoch nur bei verhältnismäßig dünnen Sohlen 2 zu empfehlen, es sei denn, es 3ße sich damit ein brauchbarer Effekt erzielen. Üblicherweise kommt die Querstrukturierung der Sohle 2 dem natürlichen brollen des Fußes entgegen.
g.4 zeigt nun rein schematisch, wie durch die Verwendung von Modulen mit verschiedenen Wanddicken d die ewichtsverteilung der Standfläche gesteuert werden kann. Angenommen es handelt sich um die Elemente 50; 51; 52; 53 und ides einzelne wiedersteht einer bestimmten Verformungsdruckkraft, von Element 50 bis 53 jeweils einer höheren. Die Elemente D; 51; 52; 53 liegen wiederum auf einer festen Unterlage B; darüber eingezeichnet sind die zugehörigen verschieden großen ruckvektoren D53 bis D53 für gleich große Verformungen. Das dazugerechnete Diagramm zeigt die Funktion des Druckes in bhängigkeit der Anordnung von Elementen verschiedener Wandstärkend. Die einzelnen Elemente sind mittels Schweißstellen ineinander verbunden.
/ird nun die Anordnung der Elemente verändert, so verändert sich auch die Funktion f (d) der Verformungsdrücke, welche unktion natürlich keine kontinuierliche ist, die Belastungsvektoren sind lediglich durch Interploation zu einer Funktion jsammengefaßt. Je nach Anforderung und Belastungsverteilung über die Sohle 2 können entsprechende Funktionen leicht jsammengestellt werden, beispielsweise in der Fersengegend oder in der Zone, in welche die Fußballen abrollen. Solche laßnahmen erhöhen den Tragkomfort, wobei diese Maßnahmen zwanglos in einen modularen Aufbau eingeführt werden önnen. Die Kosten und auch der Aufwand werden wiederum nur unwesentlich erhöht. Andererseits sieht man es auf die iesamtverschleißfestigkeit ab oder auf die Gesamtlebensdauer, so können exponierte Zonen mit verstärkten Materialien ersehen werden. Die Kombination mehrerer der beschriebenen Maßnahmen führen auf unterem Kostenlevel zu sehr emerkenswerten Produkten.
'er modulare Zusammenbau, wie ihn die Erfindung lehrt, kann zur Erzielung weiterer Eigenschaften herangezogen werden. Zu ennen sind Massageeffekte, die ja insbesondere an den Füßen große Erleichterung bringen können, die Hohlräume iannigfaltig verwendet werden — eine dieser Verwendungen wurde schon genannt —, aber auch kleine teppichförmige retunterlagen 1 für Fußgymnastik können zusammengestellt werden. Und bei allen Anwendungen ist es möglich, die Wahl der laterialien und damit die Herstellungskosten zu beeinflussen und letztere zu optimieren.

Claims (7)

  1. Erfindungsanspruch:
    1". Tretunterlage, insbesondere Schuhsohle für Sandalen, Sandaletten etc., gekennzeichnet dadurch, daß die Sohle (2) der Tretunterlage (1) aus einer Mehrzahl von miteinander verbundener modularer Elemente (3) besteht.
  2. 2. Tretunterlage nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die modularen Elemente (3) aus dem gleichen Material bestehen und durch Verbindungsstellen (41) miteinander verbunden sind.
  3. 3. Tretunterlage nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein Teil der modularen Elemente (3) aus einem ersten und mindestens ein anderer Teil der modularen Elemente (3) aus einem zweiten oder mehreren, aber mit dem Restteil verbindbaren Material besteht.
  4. 4. Tretunterlage nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Form der modularen Elemente (3; 3'; 3") im wesentlichen zylinderförmig ist und sie weisen in der Aneinanderreihung verschiedene Durchmesser auf.
  5. 5. Tretunterlage nach einem der Punkte 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Form der modularen Elemente (3; 3' 3") im wesentlichen zylinderförmig ist und einen polygonen Querschnitt aufweisen.
  6. 6. Tretunterlage nach Punkt 1; 4 oder 5, gekennzeichnet dadurch, daß die modularen Elemente (3; 3'; 3"; 50; 51; 52; 53) hohlzylinderförmig sind und verschiedene Wandstärken (d) aufweisen.
  7. 7. Tretunterlage nach Punkt 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Aneinanderreihung der modularen Elemente (50; 51; 52; 53) entsprechend den Verformungsdrücken (D50-D53) dieser eine auf die Sohle (2) bezogene Funktion (f; d) für die Belastungsverteilung aufweist.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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