DD234379A1 - Hydraulische spannvorrichtung, insbesondere fuer schlagartige zug- oder druckbeanspruchung - Google Patents

Hydraulische spannvorrichtung, insbesondere fuer schlagartige zug- oder druckbeanspruchung Download PDF

Info

Publication number
DD234379A1
DD234379A1 DD27303485A DD27303485A DD234379A1 DD 234379 A1 DD234379 A1 DD 234379A1 DD 27303485 A DD27303485 A DD 27303485A DD 27303485 A DD27303485 A DD 27303485A DD 234379 A1 DD234379 A1 DD 234379A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
clamping
sleeve
tensioning device
membrane
value
Prior art date
Application number
DD27303485A
Other languages
English (en)
Inventor
Klaus Pasdziernik
Herbert Massat
Detlev Krille
Original Assignee
Berlin Treptow Veb K
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Berlin Treptow Veb K filed Critical Berlin Treptow Veb K
Priority to DD27303485A priority Critical patent/DD234379A1/de
Publication of DD234379A1 publication Critical patent/DD234379A1/de

Links

Landscapes

  • Clamps And Clips (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung zum loesbaren Verbinden zweier zylindrischer Teile. Sie weist ein Gehaeuse auf und eine koaxial zu diesem angeordnete Spannhuelse, die an ihren Stirnseiten durch 2 Dichtringe fluessigkeitsdicht verbunden sind. Die Spannhuelse ist im Bereich des Ringraumes als plastisch verformbare Membranhuelse ausgebildet, wobei das Verhaeltnis von Hydraulikdruck zur Wandstaerke der Membranhuelse einen Wert von 50-150 MPa/mm aufweist und die Spannlaenge groesser als der zweifache Wert des Spanndurchmessers ist. Dadurch werden optimale Bedingungen zum Uebertragen von grossen vorzugsweise schlagartigen Zug- bzw. Durckkraeften geschaffen. Figur

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Bekanntlich ist es notwendig, bei hydraulischen Spannvorrichtungen die elastische Verformbarkeit einer Spannhülse bzw. Spannlippe, die flüssigkeitsdicht in einem Gehäuse befindlich ist und deren dadurch gebildete Ringkammer mit Hydrauliköl beaufschlagt wird, für das Spannen von Werkzeugschaften an Werkzeugmaschinen zu nutzen.
Die Beanspruchung der Spannfuge durch die der Spannung entgegenwirkenden Kräfte und Momente ist bei hydraulischen Spannvorrichtungen, z. B. Spannfuttern an Werkzeugmaschinen, meist eine Torsionsbeanspruchung, eine Querkraftbeanspruchung, eine Biegemomentbeanspruchung oder eine Kombination dieser Beanspruchungen. Nachteilig ist, daß bei hoher Zug- bzw. schlagender Zug-oder Druckbeanspruchung mit Beschleunigungen bis zu lOOfacher Erdbeschleunigung die elastische Verformung einer dünnwandigen Spannhülse nicht mehr ausreicht, die entsprechenden Spannkräfte zu erzeugen. -
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannt ist nach CH-PS 622977 (DE-AS 2644576) eine hydraulische Spannvorrichtung, bei der die Spannhülse so ausgebildet ist, daß sich 2 elastisch verformte Bereiche ausbilden, die zu einer genaueren und sicheren Führung eines Werkzeugschaftes an Präzisionswerkzeugmaschinen führen. Nachteilig ist, daß durch die lediglich elastische Verformung keine genügend hohe Spannkraft und durch die Aufteilung in 2 Bereiche keine genügend hohe effektive Spannfläche erzeugt wird. Spannvorrichtungen dieser Art mit nur einem elastisch verformbaren Bereich sind durch eine Vielzahl weiterer Schutzrechtsschriften bekannt. Dabei wird die Absicht der lediglich elastischen Verformung bei den meisten Lösungen dargelegt, bei anderen durch den Zweck der Verwendung (z.B. leichtes Festlegen eines Bauteils auf einer Welle DE-AS 32 07921) oder durch die Dimensionierung der Spannlänge (z. B. DE-AS 31 41 086, DE-AS 2721337) indirekt zum Ausdruck gebracht. Der Nachteil aller dieser Lösungen ist, daß sie durch eine nur elastische Verformung einer Spannhülse oder durch den Verwendungszweck zur Übertragung von Drehmomenten nicht in der Lage sind, große schlagartige Zug-oder Druckkräfte zu übertragen.
Das gleiche gilt für die im EP-AS 0074332 dargestellte Dehnspannvorrichtung, bei der statt einer Spannhülse 2 Spannlippen zur Übertragung.der Spannkräfte vorgesehen sind. Der Nachteil ist auch hier, daß die zwei Spannflächen extrem klein sind und keine großen Zug- oder Druckkräfte übertragen werden können.
Einen ähnlichen Effekt erzielt die im DD-PS 206634 beschriebene Lösung mit einer Spannhülse, die in den zwei Übertragungsstellen zum Gehäuse zwei membranartige Ringnuten aufweist, so daß zwei ringförmige Bereiche höherer Elastizität entstehen, die nicht imstande sind, hohe Zug- oder Druckkräfte zu übertragen.
Ziel der Erfindung
Mit der Anwendung der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung soll der Aufwand für das Einrichten und Nachjustieren eines konstant geforderten Aufreißhubes bei z. B. elektrischen Schaltkontakten wesentlich gesenkt werden. Sie soll im drucklosen Zustand in der Lage sein, die durch Wärmedehnung oder Fertigungstoleranzen hervorgerufene Längenänderung des Schaltgestänges auszugleichen, indem sich der Spannbolzen in der Membranhülse bewegen kann. Im druckbeaufschlagten Zustand muß sie jedoch hohe dynamische Zug- bzw. Druckkräfte übertragen können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Lösungen durch Schaffung von Verhältnissen an der Spannfuge zu beseitigen, die eine schlagartige Zug- oder Druckbeanspruchung mit Beschleunigungen bis zu 10Ofacher Erdbeschleunigung gestatten.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, indem die Spannhülse im Bereich des Ringraumes als plastisch verformbare Membranhülse ausgebildet ist, wobei das Verhältnis von Hydraulikdruck zur Wandstärke der Membranhülse einen Wert von 50-150MPa/mm ouiweist und die Spannlänge der Membranhülse größer als der zweifache Wert des Spanndurchmessers ist.
Dabei sollte die Membranhülse aus einem zähen Federstahl, z. B. 67SiCr5, gefertigt werden. Damit ist eine Membranhülse geschaffen worden, die dem in den aus Membranhülse und Gehäuse gebildetem Druckraum zugeführtem Druckmedium einen minimalen Widerstand entgegengesetzt. Dadurch wird eine maximale Pressung an der Spannfuge erreicht, die eine innige Verbindung der Mikrorauhigkeiten der Oberflächen von Spannmembran und Spannbolzen ermöglicht, so daß im Zusammenhang mit einer entsprechend großen Spannlänge der Spannmembran die Komponenten Spannkraft, Spannfugenreibwert und Spannfläche eine maximale Größe erreichen. In der Spannmembran treten Spannungen auf, die ihre plastische Verformung ermöglichen und die beim unbeabsichtigten Fehlen des Spannbolzens zu einer erheblichen bleibenden Deformation durch Aufblähen oder sogar Bruch führen würden.
Die aus der Aufreißbeschleunigung resultierende Massenkraft und die Kontaktkraft müssen über den Membranquerschnitt aufgenommen werden. Daraus ergibt sich bei feststehender Werkstoffestigkeit und Membrandicke der Spannfugendurchmesser.
In den durchgeführten Versuchen mit einer Membrandicke von s = 0,2 mm, einer Aufreißmasse von ca. 4 kg, einer
-I-
Aufreißgeschwindigkeit von 1 ms~1 wurden Beschleunigungen von ± 103ms~2 erreicht, ohne daß ein Schlupf zwischen Spannmembran und Spannboizen auch nach einigen tausend Schaltungen auftrat. Dabei wurde die Membranhülse mit einem Druck von ca. 16MPa belastet. Zum Ausgleich der Längenänderung des Schaltgestänges ist im drucklosen Zustand der Dehnspannvorrichtung ein Spiel in der Spannfuge von ca. 0,01 mm vorhanden.
Ausführungsbeispiei
In der Zeichnung ist ein Längsschnitt durch die Spannvorrichtung dargestellt.
In dem mit einem Druckmittelanschluß 7 versehenem Gehäuse 1 ist koaxial zu einer Gehäusebohrung die Membranhülse 2 eingeschoben. Sie besitzt auf der Spannlänge 8 eine ringförmige Membran mit einer Wandstärke von 10 ca. 0,1 bis 0,3 mm. Dabei ist die Spannlänge 8 etwa 2,5fach größer als der Innendurchmesser 9 der Membranhülse 2 gewählt.
Die Membranhülse 2 trägt an ihren beiden Enden ringförmige Verstärkungen mit eingearbeiteten Dichtflächen für die beiden Dichtringe 6, wobei der untere Dichtring 6 gegen die Drehbewegung der Verschlußmutter 4 durch die Verschlußscheibe 5 geschützt wird.
In der Innenbohrung der Membranhülse 2 befindet sich der Spannbolzen 3, der bei drucklos beschaltetem Druckmittelanschluß
7 mit ca. 0,01 mm Spiel verschiebbar ist. _

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Hydraulische Spannvorrichtung zum lösbaren Verbinden eines Spannbolzens mit einer Spannhülse, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse und eine koaxial zu diesem angeordneten Spannhülse aufweist, die an ihren Stirnseiten flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind, so daß mindestens ein durch ein Druckmedium beaufschlagbarer Ringraum vorhanden ist, gekennzeichnet dadurch, daß die Spannhülse im Bereich des Ringraumes als plastisch verformbare Membranhülse (2) ausgebildet ist, wobei das Verhältnis von Hydraulikdruck zur Wandstärke (10) der Membranhülse (2) einen Wert von 50-150MPa/mm aufweist und die Spannlänge (8) die Membranhülse (2) größer als der 2fache Wert des Spanndurchmessers (9) ist.
  2. 2. Hydraulische Spannvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Membranhülse (2) aus einem zähen
    Federstahl, z. B. 67SiCr5, besteht.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
DD27303485A 1985-02-05 1985-02-05 Hydraulische spannvorrichtung, insbesondere fuer schlagartige zug- oder druckbeanspruchung DD234379A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27303485A DD234379A1 (de) 1985-02-05 1985-02-05 Hydraulische spannvorrichtung, insbesondere fuer schlagartige zug- oder druckbeanspruchung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD27303485A DD234379A1 (de) 1985-02-05 1985-02-05 Hydraulische spannvorrichtung, insbesondere fuer schlagartige zug- oder druckbeanspruchung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD234379A1 true DD234379A1 (de) 1986-04-02

Family

ID=5565192

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD27303485A DD234379A1 (de) 1985-02-05 1985-02-05 Hydraulische spannvorrichtung, insbesondere fuer schlagartige zug- oder druckbeanspruchung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD234379A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE869892C (de) Spannvorrichtung
DE2938476C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer Verbindung von zwei mit Flanschen versehenen Wellenstümpfen und Wellenkupplung nach diesem Verfahren
DE1527557C3 (de)
CH656816A5 (de) Bohrer fuer handgeraete.
DE1295318B (de) Spannvorrichtung
EP0355405B1 (de) Radführung für Kraftfahrzeuge
DE3610671C2 (de)
DE3603301A1 (de) Spannvorrichtung fuer werkstuecke oder werkzeuge mit einer im umfang veraenderbaren spannhuelse
EP0972613A1 (de) Mitnahmevorrichtung für eine Werkzeugmaschine
EP0764490B1 (de) Stirnseitenmitnehmer für Werkzeugmaschinen
EP0627050B1 (de) Kupplung
EP4035811A1 (de) Spannmittel und reduzierring hierfür
DE1192885B (de) Keilverbindung zwischen Welle und Nabe
DE1502047B2 (de) Spanndorn fuer werkstuecke
DE1049193B (de) Einseitig geschlitzte Spannzange
DE841672C (de) Mitnehmerspitze fuer Drehbankspindeln od. dgl.
DE3433519C1 (de) Reibschweißmaschine
DE3400993A1 (de) Sicherheitslenkwelle aus innenwelle und aussenrohr
DE1157853B (de) Spannhuelse
DE1827676U (de) Element zum kraftschluessigen verbinden zweier rotationskoerper miteinander.
DD243233A1 (de) Lageausgleichseinrichtung fuer schrauber
DE2261775A1 (de) Reibungskupplung
DE1920867U (de) Walze aus einem gegen zugspannung empfindlichen werkstoff.
DE841838C (de) Hohlspindel, insbesondere fuer selbsttaetige Drehbaenke, mit einer darin axial verschiebbaren Werkzeugspindel
DE2606908C2 (de) Verbundwalze mit Walzenring aus zugspannungsempfindlichem Material