DD234465A1 - Koerperschallbedaempftes gehaeuse fuer abgasschalldaempfer an verbrennungsmotoren - Google Patents

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DD234465A1
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DD27304285A
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Inventor
Hans-Joachim Hecht
Original Assignee
Ifa Automobilwerke Veb
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Abstract

Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Kraftfahrzeugtechnik. Objekte der Anwendung sind Abgas-Schalldaempfer an Kraftfahrzeugen und Arbeitsmaschinen mit Verbrennungsmotoren. Ziel ist es, das Aussengeraeusch von Kraftfahrzeugen und Arbeitsmaschinen mit Verbrennungsmotoren zu reduzieren. Aufgabe ist es, mittels Verringerung der Schallabstrahlung durch Koerperschallbedaempfung das Aussengeraeusch zu reduzieren. Ein doppelschalig ausgefuehrtes Schalldaempfergehaeuse mit einem Zwischenraum definierter Tiefe ist mit einem koerperschallbedaempfenden Medium ausgefuellt. Fig. 1

Description

Titel der Erfindung
Körperschallbedämpftes Gehäuse für Abgas-Schalldämpfer an Verbrennungsmotoren
Anwendungsgebiet der Erfindung
Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Kraftfahrzeugtechnik. Objekte der Anwendung sind Abgas-Schalldämpfer an Kraftfahrzeugen und Arbeitsmaschinen mit Verbrennungsmotoren.
Charakteristik der bekannten techpischen Lösungen Die bekannten Ausführungen der Abgas-Schalldämpfer von Kraftfahrzeugen und Arbeitsmaschinen von Verbrennungsmotoren bestehen aus einem in der Regel einschaligen Blechgehäuse mit Einbauten aus Blech und sollen das aus der Abgasanlage austretende Mündungsgeräusch reduzieren. Der dabei erreichte Entwicklungsstand bewirkt, daß das vom Schalldämpfer selbst abgestrahlte Geräusch teilweise höher als das Mündungsgeräusch ist. Messungen der einzelnen Anteile der Geräuschquellen am Außengeräus'ch nach ECE-Regelung Nr. 51 bzw. TGL 39-852, Blatt 10, die mit der in der WP-Anmeldung DD 2591946 beschriebenen Einrichtung an einem serienmäßigen Nutzfahr-
zeug rait Reflexionsschalldämpfer durchgeführt wurden, haben zum Beispiel ergeben, daß der vom Schalldärapfergehäuse abgestrahlte Außengeräuschanteil um 4 dB (A) über dem Anteil des Mündungsgeräusches lag. Ein solches Ergebnis zwingt zu Maßnahmen der Körperschallbedämpfung am Schalldämpfergehäuse. Die allgemein bekannten und in der Fachliteratur beschriebenen Mittel und Methoden der Körperschallbedämpfung schwingender Bleche mittels einlagiger Dämpfungsbeläge oder mittels zwischen zwei Blechen eingezwängten viskoelastischen Dämpfungsbelägen können aufgrund der hohen Betriebstemperaturen an Abgas-Schalldämpfern nicht angewendet werden.
In DE OS 2930775 wird ein Schalldämpfer für Abgase beschrieben, dessen Gehäuse aus 3 Ble^hschalen mit 2 Zwischenräumen aufgebaut ist, die zur besseren Schall- und Wärmeisolierung mit Absorptionsmaterial ausgefüllt sind. Es ist jedoch bekannt und in der Fachliteratur dargelegt, daß derartiges Absorptionsmaterial zwar die Luftschallübertragung von einer Blechschale zur anderen, nicht aber bzw. nur in geringfügigem Maße die Körperschallübertragung zwischen den zwangsläufig starr miteinander verbundenen Blechschalen bedampfen kann. Die Wirkung dieser komplizierten Konstruktion dürfte deshalb in keinem Verhältnis zum Aufwand stehen. In DE OS 2236861 ist eine Lösung beschrieben, die den vom Auspufftopf abgestrahlten Schall reduzieren soll. Vorgeschlagen wird, die ira Schalldämpfer enthaltenen Kammern und Kanäle in unbrennbaren schautnfähigen Kunststoff einzubetten. Diese Lösung ist aus mehreren Gründen nicht realisierbar. Einerseits sind die Gehäusewände der Schalldämpfer in der Regel Bestandteil der Kammern. Andererseits sind schaumfähige elastische Kunststoffe nicht bis zu den in Abgas-Schalldämpfern wirksamen Temperaturen von 500 bis 700°C beständig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, das Außengeräusch von Kraftfahrzeugen und Arbeitsmaschinen mit Verbrennungsmotoren zu reduzieren.
Darlegung des Wesens der Erfindung Die technische Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zielgemäße Reduzierung des Außengeräusches von Kraftfahrzeugen und Arbeitsmaschinen mit Verbrennungsmotoren mittels Verringerung der Schallabstrahlung des Abgas-Schalldämpfers durch Bedämpfung des Körperschalls des Dämpfergehäuses zu realisieren.
Merkmale der Erfindung
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Schalldämpfergehäuse in an sich bekannter Weise doppelschalig so gebaut wird, daß die beiden Blechschalen einen durch die konstruktive Ausführung fixierten Zwischenraum definierter Tiefe bilden, der mit einem nicht brennbaren und bis 700 C temperaturbeständigen körperschalldätnpfenden Medium vollständig ausgefüllt ist. Dieses Medium ist entweder ein loses feinkörniges trockenes Material, der allseitig geschlossene Zwischenraum weist dann eine Tiefe von 5 bis 25 mm auf, und die Körperschallbedämpfung erfolgt durch Schwingungsübertragung in das Material und trockene Reibung zwischen den Marterialpartikeln. Oder aber das Medium besteht aus Luft, der dann nicht mehr zwangsläufig allseitig geschlossene Zwischenraum ist weniger als 0,5 mm tief, und die Körperschallbedämpfung erfolot durch die durch den geringen Abstand der Blechschalen erzwungenen Viskositätsverluste in der Luft. Um möglichst große Verlustfaktoren zu erzielen, müssen die beiden Blechschalen gegenphasig schwingen und deshalb in beiden Ausführungsformen unterschiedlich dick sein.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfüh.rungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in den Fig. 1 und 2 die erfindungsgemäße Lösung,
Dargestellt ist das Gehäuse eines Abgas-Schalldämpfers eines Nutzkraftwagens. Er besteht in an sich bekannter Weise aus einer zylinderförmigen inneren Blechschale 1 sowie einer· dünneren ebenfalls zylinderförraigen äußeren Blechschale 2, die beide an den Stirnseiten mit den die Ein- und Auslaßrohre tragenden Blechen verschweißt sind. Sie bilden einen Zwischenraum 3 definierter Tiefe zwischen 5 und 25 mm, der mit einem losen, feinkörnigen und trokkenen Material 4 vollständig ausgefüllt ist. Dabei handelt es sich um sogenannte Renn-Schlacke mit einer mittleren Korngröße von ca. 2 mm und einer maximalen Größe einzelner weniger Körner von 5 mm, die bei der Verhüttung von Nickel anfällt. Sie wird über eine öffnung 5 in den Zwischenraum 3 eingebracht und durch Rütteln verdichtet. Die öffnung 5 wird nach dem Einbringvorgang zugeschweißt. Die nicht zum Erfindungsumfang gehörenden inneren Einbauten des Schalldämpfers sind in der Zeichnung mit gestrichelten Linien angedeutet.
In einer anderen Ausführungsform besteht das Material 4 aus trockenem Quarzsand. In einera weiteren Ausführungsbeispiel besteht das Material 4 aus Gießerei-Altsand. In einer weiteren Ausführungsform besteht das Material 4 aus Gesteinsmehl.
In einera anderen Ausführungsbeispiel ist der Zwischenraum 3 weniger als 0,5 mm tief und mit Luft ausgefüllt. Ein statischer Druckausgleich zur Umgebungsluft über eine oder mehrere öffnungen in der äußeren Blechschale 2 oder an den Stirnseiten beeinträchtigt den Dämpfungseffekt ,nicht.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    1.
    Körperschallbedämpftes Gehäuse für Abgas-Schalldämpfer an Verbrennungsmotoren ,in an sich bekannter doppelschaliger Bauweise, dadurch gekennzeichnet, daß Blechschalen (1 und 2) des Gehäuses einen allseitig geschlossenen Zwischenraum (3) definierter Tiefe zwischen 5 - 25 ram bilden, der mit einem losen feinkörnigen trockenen nicht brennbaren und bis 700° C temperaturbeständigen Material (4) vollständig ausgefüllt ist.
    Körperschallbedämpftes Gehäuse für Abgas-Schalldämpfer gemäß Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (3) eine Tiefe von weniger als 0,5 mm aufweist und mit dem Medium Luft ausgefüllt ist.
    Körperschallbedämpftes Gehäuse für Abgas-Schalldämpfer gemäß Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Blechschalen (I1 2) des Gehäuses eine unterschiedliche Dicke aufweisen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnung !
DD27304285A 1985-02-05 1985-02-05 Koerperschallbedaempftes gehaeuse fuer abgasschalldaempfer an verbrennungsmotoren DD234465A1 (de)

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