DD234608B5 - Wasserstrahl-Skalpell - Google Patents

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DD234608B5
DD234608B5 DD27334685A DD27334685A DD234608B5 DD 234608 B5 DD234608 B5 DD 234608B5 DD 27334685 A DD27334685 A DD 27334685A DD 27334685 A DD27334685 A DD 27334685A DD 234608 B5 DD234608 B5 DD 234608B5
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scalpel
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druckfluidschneidduse
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Dietmar Dr-Ing Rath
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Dietmar Dr-Ing Rath
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    • A61B17/32—Surgical cutting instruments
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Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Wasserstrahl-Skalpell zum Trennen von homogenen organischem Material, zum Schneiden an Grenzschichten von organischen Materialien, insbesondere von Organen und Organteilen sowie zum Herausschalen von Knochen und Blutbahnen aus organischen Matenalteilen auf dem Gebiet der Medizin, des Vetennarwesens und der Fleisch- und Fischbearbeitung
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannte mechanische Schnittwerkzeuge, insbesondere Skalpelle, beruhen auf dem Schneideffekt eines im Schnittspalt geführten Messers Ebenfalls sind Skalpelle mit der Wirkung des Lasereffekts und der Einwirkung von elektrischem Strom auf den Fleischschichten bekannt Eine entsprechende Vorrichtung wird im DD-Patent 7550, mit dem Titel „Elektro-Chirurgieapparat" beschrieben
Insbesondere im DD-Patent 225 618 wird eine Schneideinrichtung zum Schneiden mit Wasserstrahlen beschrieben, die mit einem Wasserstrahl, der aus einer im Abstand zum organischen Material und außerhalb des Schnittbereiches geführten Düse austritt, ein Schnitt im organischen Material erzeugt Nachteilig ist der hohe technische Aufwand zur Steuerung sowie zur Erzeugung des hohen Wasserdruckes Fur den Einsatz bei subtilen Trennarbeiten ist diese Schneidvorrichtung nicht geeignet
Der allgemeine Nachteil der bekannten mechanischen Skalpelle besteht dann, daß beim Schnitt, insbesondere beim Herausschalen von Organen, Organteilen oder Knochen entlang der Grenzschichten zwischen diesen Teilen und anliegenden Fleischschichten oder anderen blutreichen Gefäßen, eine Verletzung dieser Schichten mit einem entsprechenden Blutverlust auftreten kann
Gleichzeitig ist besonders bei komplizierten Grenzschichtverlaufen durch die standige Gefahr der Gewebeverletzungen die psychische Belastung des Operateurs sehr hoch
Ziel der Erfindung
Die Erfindung stellt sich das Ziel, den technischen Aufwand zu verringern und durch die Verringerung der Anzahl der benotigten Werkzeuge die hohe psychische Belastung des Operateurs zu beseitigen
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues universelles Skalpell zu entwickeln, das über eine eng begrenzte Schnittzone und eine variable Schnittiefe verfugt und das Anschneiden von festeren Blutbahnen und angrenzenden Fleischschichten mit höherer Festigkeit beim Trennvorgang und beim Herausschalen von Organen, Organteilen, Blutbahnen und Knochen vermeidet
Erfindungsgemaß erfolgt die Losung der Aufgabenstellung durch die Anordnung einer Druckfluidschneidduse als Schneid- und Trennelement an einem Skalpellhandstuck und einem in das Handstuck integrierten Regel- und Umschaltventil fur den wahlweisen Betrieb des Skalpells als Schneid- und Absaugwerkzeug In weiterer Ausbildung der Erfindung sind im Unterteil des Handstuckes ein oder mehrere zusätzliche Absaugdusen zum kontinuierlichen Absaugen des Druckfluides wahrend des Schneidvorganges angeordnet
Weiterhin weisen die Flachen des Handstuckes neben der Druckfluidschneidduse an den unmittelbar anliegenden Kanten eine zusätzliche Schneidenausbildung zum Durchtrennen einzelner, besonders fester Materialien auf In weiterer Ausbildung der Erfindung besteht das Handstuck aus einer isolierten Anordnung der elektrisch leitfahigen Druckfluidschneidduse und einem dazu isoliert angeordneten, als Gegenpol ausgebildeten Schneidenteil im vorderen Bereich des Handstuckes, die über die im Handstuck verlegten Anschlüsse mit einer Koagulationseinnchtung verbunden sind
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird durch ein Beispiel naher erläutert Es zeigen
Fig 1 eine Seitenansicht Fig 2 eine Einzelheit A Fig 3 eine Einzelheit B
Das Skalpell besteht aus einer Druckfluidschneidduse 1, einer mit Schneidkanten versehenen Dusenhalterung 2 in der die Druckfluidschneidduse 1 isoliert eingefugt ist, einer geteilten, beweglichen Grifflache 3, einem unter der Grifflache angeordneten Schaltkontakt 4 zum Einschalten der Koagulationseinrichtung, einer gegen die Dusenhalterung 2 isolierten, als Stromzuführung zur Druckfluidschneidduse 1 ausgebildeten Druckfluidschneidzufuhrung 5, einer zum Regulierventil 9 hinfuhrenden Druckleitung 6, einer an das Regulierventil 9 angeordneten Saugleitung zum Absaugen des Druckfluides, einem in Verbindung mit dem Regulierventil 9 stehenden Umschaltventil 10 und einem mit der beweglichen Gnfflache verbundenen Druckkolben 11
Wirkungsweise
Das durch die Druckleitung 6 zugefuhrte Druckfluid mit einem Druck im Bereich von 0,2 bis 7 MPa gelangt über das Regulierventil 9 und das Umschaltventil 10 über die Druckfluidzufuhrung 5 zur Druckfluidschneidduse 1 Die einen wahlweisen Durchmesser von 0,1 bis 3,0 mm aufweisende Druckfluidschneidduse 1 bildet einen konzentrierten Freistrahl geringer (begrenzter) Schnittiefe aus, der das Schnittfeld begrenzt und zu einer schonenden Trennung des Gewebes fuhrt Zum Absaugen des Druckfluides aus dem Trennspalt erfolgt eine Betätigung des Umschaltventil 10 und der Anschluß der Druckfluidzufuhrung 5 und der Druckfluidschneidduse 1 an die Saugleitung 7 Nicht dargestellte, an der Unterseite der Dusenhalterung angeordnete Absaugdusen erhohen die Absaugleistung bei der Betätigung des Umschaltventil 10 und der gleichzeitigen Betätigung des Regulierventiles 9 in der Maximalstellung Zum sofortigen Verschließen von Gewebeblutungen ohne zusatzliche Instrumente ist das Wasserstrahl Skalpell mit einer Koagulationseinrichtung ausgerüstet, die aus der isolierten Druckfluidschneidduse 1 und einer nicht dargestellten, in unmittelbarer Nahe der Druckfluidduse angeordneten Gegenelektrode besteht Über den Schaltkontakt 4 wird der Koagulationsstrom über die als Leiter ausgebildete Druckfluidzufuhrung 5 zur Druckfluidschneidduse 1 geleitet Besonders beim Abschalen von Gewebe- und Organteilen von Knochen- oder festeren Fleischschichten ermöglicht die kompakte Ausbildung des Regulier- und Umschaltventiles 9,10 auch die getrennte Benutzung der einzelnen Teile unabhängig voneinander oder kombiniert fur einen effektiven Einsatz

Claims (4)

1. Wasserstrahl-Skalpell zum Trennen von organischem Material, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Schneid- und Trennelement dienende Druckfluidschneidduse (1) in einer als Skalpellhandstuck ausgebildeten Düsenhalterung (2) angeordnet und über eine im Innern des Skalpellhandstuckes verlaufende Druckfluidzufuhrung (5) mit einem Regulier- (9) und Umschaltventil (10) zum Steuern der Druckfluidzufuhrung verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum kontinuierlichen Absaugen des Druckfluides während des Schneidvorganges im Unterteil der Düsenhalterung (2) ein oder mehrere zusatzliche Absaugdüsen angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unmittelbar an der Druckfluidduse (1) anliegenden Kanten der Düsenhalterung (2) eine zusatzliche Schneidenausbildung aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfluidschneidduse (1) elektrisch leitfähig ausgebildet, in einer isolierten Düsenhalterung (2) angeordnet und mit einer in unmittelbarer Nähe auf der Düsenhalterung (2) befindlichen Gegenelektrode über die als Zuleitung zum Schaltkontakt (4) ausgebildeten Druckfluidzufuhrung (5) und über im Skalpellhandstuck installierte Anschlußleitungen mit einer Koagulationseinrichtung verbunden ist.
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DD234608A1 (de) 1986-04-09

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