DD236074A1 - Druckentlastungsvorrichtung zum steuern der transportgeschwindigkeit von stapeln - Google Patents
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Abstract
Bisher bekannte Stapelauslagen haben den Mangel, dass der Weitertransport der Falzbogen aus dem Bereich des Bogenabsetzens nicht kontinuierlich erfolgt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stapeltransportgeschwindigkeit zu realisieren, welche sich den Gegebenheiten entsprechend selbst anpasst. Diese Aufgabe wird geloest, indem innerhalb der Stapeltischebene mindestens eine Bogenfalle und zugehoerige Sensoren angeordnet sind. Die Bogenfalle wird zwischen zwei nacheinander angeordneten Bandrollen und aus Auffangblechen gebildet oder die Foerderbaender zur Blattzufuhr werden ueber beweglich angeordnete Foerderwalzen gefuehrt, wobei in der obersten Stellung der Foerderwalzen die Foerderbaender an den Bandrollen tangieren. Gelangen Falzbogen in die Bogenfalle wird von den Sensoren ein Signal abgegeben, welches bewirkt, dass sich die Transportgeschwindigkeit des Stapelns erhoeht. Die einzelnen Falzbogen haften nun in dem druckbelasteten Stapel. Um ein Absetzen der Falzbogen nicht zu behindern, geben nun die Sensoren ein Signal, welches die Verminderung der Transportgeschwindigkeit bewirkt. Dieses Arbeitsspiel wiederholt sich staendig, so dass der Stapeldruck zum Steuern der Transportgeschwindigkeit genutzt wird. Fig. 2
Description
— z-ita 11
Die Erfindung soll anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1: die Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Transportgeschwindigkeit von Stapeln mit Auffangblechen ohne
herausgerutschte Falzbogen Fig. 2: die Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Transportgeschwindigkeit von Stapeln mit Auffangblechen mit herausgerutschten Falzbogen
Fig. 3: die Draufsicht auf die Druckentlastungsvorrichtung Fig. 4: die Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Transportgeschwindigkeit von Stapeln mit Förderband
Die Falzbogen 1 werden mittels Förderbändern 2 einer Stehendbogenauslage mit konstanter Geschwindigkeit zugeführt. Es sind jeweils zwei Bandrollen 3; 4 hintereinander angeordnet. Der sich bildende und alsBogenfalle 12 genutzte Spalt wird durch ein Auffangblech 5, welches tiefer als die gemeinsame Tangente an die Bandrollen 3; 4 angeordnet ist, überdeckt. Das Hubelement 6 beschreibt eine oszillierende Bewegung auf der angedeuteten kreisförmigen Bahn 7. Im Beispiel nach Fig.4 wird das Auffangblech 5 und das Hubelement 6 durch das Förderband 2, welches über eine zusätzliche Bandrolle 8 geführt ist, ersetzt. Hat der sich bildende Stapel die richtige Transportgeschwindigkeit, werden die Falzbogen 1 mittels Haftreibung im Stapel festgehalten. Steigt der Druck im Stapel weiter an, wird von dem Sensor 9 ein Impuls zur Erhöhung der Bandgeschwindigkeit des Bandes 10 erteilt.
Lockert sich der Stapel infolgedessen auffallen einzelne Falzbogen 1 auf das Auffangblech 5. Dies wird vom Sensor 9 registriert und in einen Impuls umgewandelt, wodurch die Bandgeschwindigkeit des Bandes 10 vermindert wird. Der Druck im Stapel erhöht sich wieder. Das Arbeitsspiel wiederholt sich laufend. Ohne diese gesteuerte Stapeltransportgeschwindigkeit ist nur eine kurze Stapelbildung möglich.
Die im Ausführungsbeispiel auf das Auffangblech 5 heruntergerutschten Falzbogen 1 drücken auf einen Tasthebel 11, welcher deti Sensors beeinflußt. Bei ordnungsgemäßem Stapeldruck wird der Abstand des Tasthebels 11 zum Sensor 9 verringert, wodurch bei weiterhin ansteigendem Stapeldruck sich die Drehzahl eines nicht dargestellten thyristorgesteuerten Motors und damit die Bandgeschwindigkeit des Förderbandes 10 erhöht.
Claims (4)
- Erfindungsanspruch:1. Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Stapeltransportgeschwindigkeit von Stapeln in Abhängigkeit von der Stapeldichte an Stapelauslagen sowie an Stapelzuführeinrichtungen, gekennzeichnet dadurch, daß innerhalb der Stapeltischebene mindestens eine Bogenfalle (12) und zugehörige Sensoren (9) angeordnet sind.
- 2. Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Stapeltransportgeschwindigkeiten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Bogenfalle (12) zwischen zwei nacheinander angeordneten Bandrollen (3; 4) und aus einem Auffangblech (5) bildet.
- 3. Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Stapeltransportgeschwindigkeit nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Förderbänder (2} über beweglich angeordnete Förderwalzen (8) geführt werden, wobei in der obersten Stellung der Förderwalzen (8) die Förderbänder (2) an den Bandrollen (3 u. 4) tangieren.
- 4. Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Stapeltransportgeschwindigkeit nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß von einer an sich bekannten Auswerteeinheit ein thyristorgesteuerter Motor Signale erhält.Hierzu 3 Seiten ZeichnungenAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Druckentlastungsvorrichtung zum Steuern der Transportgeschwindigkeit von horizontal zu bewegenden Stapeln und findet an Auslagetischen von Stehendbogenauslagen und Bündelpressen für Ein- und Mehrfachnutzen Verwendung.Charakteristik der bekannten technischen LösungenBisher bekannte Stapelauslagen haben den Mangel, daß der Weitertransport der Falzbogen aus dem Bereich des Bogenabsetzens nicht kontinuierlich erfolgt. Bei dem Stapelschieber gemäß DD-PS 145626, der nach jedem Falzbogen eine Hubbewegung in Richtung des Bogenbündels macht, ist zwar der Absetzraum ständig frei, aber der mechanischen Hubbewegung sind Leistungsgrenzen gesetzt, die keine Steigerung mehr zulassen. Taktlos arbeitende Stapelauslagen, wiez. B. in der DE-OS 3246112 beschrieben, sind jedoch in der vorgewählten Geschwindigkeit ständig fehlerhaft. Der Mangel entsteht dadurch, daß der Zustand der Falzbogen durch Papierdicke, Falzqualität, Preßdruck, Feuchtigkeitsgehalt und Struktur des Papiers selbst innerhalb eines Auftrages unterschiedlich ist. Durch diese Schwankungen wird bei zu langsamer oder zu großer Stapelgeschwindigkeit der kritische Bogenabsetzraum zu locker mit fallenden Bogen oder zu dicht mit Behinderung des Bogenabsetzens. Die gleiche Problematik ist vorhanden bei Maschinen, die Bogenbündel weiterverarbeiten bzw. Bogen vereinzeln. Hier besteht ebenfalls das Erfordernis, die Bündel mit den gepreßten Bogen nicht zu dicht bzw. nicht zu locker an die Vereinzelungselemente heranzubringen.Ziel der ErfindungDas Ziel der Erfindung besteht darin, die genannten Nachteile der geschilderten Auslagen zu beseitigen.Darlegung des Wesens der ErfindungDer Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stapeltransportgeschwindigkeit zu realisieren, welche sich den Gegebenheiten entsprechend selbst anpaßt.Diese Aufgabe wird gelöst, indem innerhalb der Stapeltischebene Bogenfallen und Sensoren angeordnet werden, die einen oder mehrere in die Bogenfalle gefallene Bogen registrieren. Rutschen die Falzbogen zwischen zwei Bandrollen auf das Auffangblech herunter, wird ein Sensor beeinflußt, wodurch die Transportgeschwindigkeit der Falzbogen durch eine Verringerung der Geschwindigkeit der die Falzbogen ableitenden Bandrollen verlangsamt wird. Dadurch wird der Stapel wieder druckbelastet und die Falzbogen können nicht aus dem Stapel herausrutschen. Dieses wird wiederum an einen Sensor weitergeleitet, durch den die die Falzbogen ableitenden Bandrollen in der Geschwindigkeit erhöht werden. Dieses Arbeitsspiel wiederholt sich ständig, sodaß der Stapeldruck zum Steuern der Transportgeschwindigkeit genutzt wird.Die Auffangbleche sind über der gesamten Breite der Stapeltischebene zwischen den Transportbändern verteilt angeordnet. Es können deshalb Falzbogen jeder Formatbreite verarbeitet werden. Weiterhin gelangen pro Umdrehung der Bandrollen mehrere Hubelemente in Eingriff, welches die herausgerutschten auf dem Auffangblech befindlichen Falzbogen auf die Stapelstichebene wieder anheben. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Band derZuführrollen zu führen, so daß die Falzbogen ebenfalls abrutschen und wieder hochgehoben werden können.
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