DD236337A1 - Verfahren zur herstellung eines cu-haltigen stilbenazoxyfarbstoffes (g) - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines cu-haltigen stilbenazoxyfarbstoffes (g) Download PDF

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DD236337A1 DD27523885A DD27523885A DD236337A1 DD 236337 A1 DD236337 A1 DD 236337A1 DD 27523885 A DD27523885 A DD 27523885A DD 27523885 A DD27523885 A DD 27523885A DD 236337 A1 DD236337 A1 DD 236337A1
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disulfonic acid
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stilbene
condensation
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DD27523885A
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Wulfdieter Hepp
Siegfried Oschatz
Karl-Heinz Steinert
Gisela Borchhardt
Gisela Kraemer
Brigitte Schmidt
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung beinhaltet die Herstellung eines Azoxyfarbstoffes der Stilbenreihe der Formel I in nahezu 100%iger Ausbeute und Reinheit durch Kondensation von 1 Mol 4,4-Dinitro-1,1-stilben-2,2-disulfonsaeure und annaehernd 2 Mol der Aminoazoverbindung, hergestellt durch Kuppeln von diazotierter 2-Naphthylamin-4,8-disulfonsaeure mit 1-Amino-3-oxybenzol in saurer Loesung, in alkalimetall-hydroxid-alkalischer Loesung nach einem bestimmten Temperaturregime und anschliessender oxidativer Kupferung. Formel I

Description

VhU U-C*-Ot iö)
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, substantive Azofarbstoffe der Stilbenreihe durch Kondensation von 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben-2,2'-disulfonsäure mit Aminoazoverbindungen, welche auch metallisierbare Gruppen enthalten können, in ätzalkalischer Lösung herzustellen. Es ist ebenfalls bekannt, daß die Kondensationsreaktion in zwei Stufen verläuft, wobei zuerst nur eine der beiden Nitrogruppen der 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben-2,2'-disulfonsäure mit der Aminoazoverbindung reagiert. Das primäre Reaktionsprodukt, im folgenden Monokondensationsprodukt genannt, reagiert aber unter den bisher technisch angewandten Bedingungen - Temperatur von 1000C und mehr — sofort mit einem zweiten Molekül der Aminoazoverbindung, so daß eine Isolierung des reinen Monokondensationsproduktes nicht möglich ist. Es ist weiterhin bekannt, daß man 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben-2,2'-disulfonsäure in alkalischer Lösung mit 1,4-Diamino- oder 1-Amino-4-oxybenzolen im allgemeinen bei unter 5O0C liegenden Temperaturen in monomolekularem Verhältnis kondensieren und dann anschließend gegebenenfalls 1 Mol der entstandenen 4-Nitrostilben-4'-azobenzole mit 1 Mol eines 1,4-Diamino- oder 1-Amino-4-oxybenzols bei etwa 80 bis 90° zu symmetrischen oder unsymmetrischen Diazoverbindungen vereinigen kann (DRP 741 469). Falls ein aromatisches Diamin zur Kondensation verwendet wird, läßt sich das Reaktion-sprodukt diazotieren und mit einer kupplungsfähigen Azokomponente kuppeln. Nach diesem Verfahren, welches in der DRP 866 705 beschrieben ist, lassen sich Nitro- bzw. Aminomono- oder Aminodisazofarbstoffe herstellen, welche in der Azokomponente jedoch bestimmte, nämlich die Kupplung bewirkende Substituenten enthalten. Farbstoffe ähnlicher Konstitution sind aus den DRP 746 455 und 751 512 bekanntgeworden. In den genannten Patentschriften werden Verfahren der Kondensation von Aminoazofarbstoffen, hergestellt durch Kuppeln von diazotierten substituierten o-Aminophenolen mit 1-Amino-3-oxybenzol, 1-Amino-3-methoxybenzol bzw. mit Derivaten der genannten beiden Kupplungskomponenten, mit dinitrostilbendisulfonsaurem Natrium beschrieben. Die so erhaltenen Kondensationsprodukte werden anschließend mit Cu-Salzen bei erhöhten Temperaturen zu den entsprechenden Cu-Komplexen umgesetzt. Die genannten Aminoazofarbstoffe wurden auch im Gemisch mit bis dahin schon zur Kondensation mit dem dinitrostilbendisulfonsauren Natrium verwendeten Aminoazofarbstoffen mit dem Ziel des Erhalts in Bezug auf die Stilbenbrücke asymmetrischer Polyazofarbstoffe eingesetzt. Jedoch werden nach dem dort beschriebenen Verfahren in keinem Falle asymmetrische Polyazofarbstoffe in reiner Form erhalten, sondern Farbstoffgemische, bestehend aus symmetrischen Dikondensationsprodukten und asymmetrischen Polyazofarbstoffe^ Da die essigsaure Kupplung von diazotierten o-Aminophenolderivaten auf 1-Amino-3-oxybenzol bzw. seine Derivate auch in Gegenwart von Stabilisatoren und Kupplungsbeschleunigern zu keinen einheitlichen Kupplungsprodukten führt, sind weitere Möglichkeiten der Verunreinigung gegeben. Im Falle der Verwendung von nitrogruppenhaltigen o-Aminophenolen als Azokomponenten ergeben sich Aminoazofarbstoffe, deren Nitrogruppe unter den gegebenen Kondensationsbedingungen in die Kondensationsreaktion mit einbezogen werden, woraus teilweise schwerlösliche Polyazofarbstoffe resultieren.
-2- 752
Die Ökonomie des Verfahrens stellt sich auch im Falle der Verwendung von Aminoazofarbstoffen, hergestellt durch Kuppeln von diazotierten substituierten o-Aminophenolen auf 1-Amino-3-methoxybenzol bzw. seine Derivate, nicht viel günstiger, da — obwohl der Kupplungsverlauf hier eindeutiger festgelegt ist - infolge der Trägheit der diazotierten o-Aminophenole es teilweise zur Zersetzung vor ihrer Auskupplung kommt.
Die energischen Bedingungen, die für die demethylierende Kupferung der aus diesen Aminoazofarbstoffen erhaltenen Kondensationsprodukte erforderlich sind, führen zu einer teilweisen Zerstörung der Farbstoffe.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Verbindung der genannten Formel in nahezu theoretischer Ausbeute und praktisch fast 100%iger Reinheit.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es wurde gefunden, daß man eine nahezu vollständige Umsetzung zu dem der genannten Formel entsprechenden Cu-haltigen Stilbenazoxyfarbstoff erreicht, wenn man 1 Mol 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben-2,2'-disulfonsäure mit annähernd 2 Mol der Aminoazoverbindung, hergestellt durch Kuppeln von diazotierter2-Naphthylamin-4,8-disulfonsäure mit 1-Amino-3-oxybenzol in saurer Lösung, gegebenenfalls in Gegenwart von Naphthalinsulfonsäure, bei tieferen Temperaturen als 9O0C ,ankondensiert' und darauf durch Erhöhung der Temperatur auf 100°C die Kondensation bis zu ihrer Beendigung in ätzalkalischer Lösung weiterführt, das erhaltene Dikondensationsprodukt mit 2 Mol eines löslichen Kupfersalzes in Gegenwart von Oxidationsmitteln bei Temperaturen zwischen 20 bis 800C behandelt und den Farbstoff auf bekannte Weise isoliert. Der erfindungsgemäß hergestellte Cu-haltige Farbstoff zeichnet sich von den bekannten, mit metallabgebenden Mitteln behandelten Stilbenfarbstoffen im allgemeinen durch verbesserte Lichtechtheit, zum Teil auch durch verbesserte Alkali- und Säureechtheit der mit ihm auf Leder erhältlichen Färbungen aus. Es wird ein gutes Einfärben des Leders und eine gute Übereinstimmung der erreichten Farbtöne auf unterschiedlichen Lederarten beobachtet. Der Farbton ist ein neutrales Mittelbraun
Das nachfolgende Beispiel dient der Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens, ohne es jedoch hierauf zu beschränken.
Ausführungsbeispiel
81,8 Teile (2 Mol) der Aminoazoverbindung, hergestellt durch Kuppeln von diazotierter 2-Naphthylamin-4,8-disulfonsäure mit 1-Amino-3-oxybenzol in saurer Lösung, gegebenenfalls in Gegenwart von Naphthalinsulfonsäure, und 47,4 Teile (1 Mol) dinitrostilbendisulfonsaures Natrium werden mit 700 Teilen Wasser und 40 Teilen Natronlauge 36°Be 1 Stunde bei 80 bis 85"C unter Rühren erhitzt, nach Ablauf dieser Zeit werden nochmals 40 Teile Natronlauge 360Be zugesetzt und weitere 8 Stunden unter Rühren bei 1000C gehalten. Nach dem Abkühlen auf 500C wird die überschüssige Natronlauge mit Salzsäure abgestumpft, 300 Teile Wasser nachgesetzt, mit 50 Teilen Kupfersulfat - kristallin in 200 Teilen Wasser und 60 Teilen Natriumacetatlösung 30%ig versetzt, der pH-Wert der Reaktionsmischung durch weitere Säurezugabe auf 5,5 eingestellt und 60 Teile Wasserstoffperoxid 35%ig in 100 Teilen Wasser im Verlaufe von 30 Minuten zugefügt, 1 Stunde nachgerührt, der pH-Wert durch Zugabe von Natronlauge auf 6,5 bis 7 eingestellt, der Farbstoff mit Kochsalz vollends ausgefällt und filtriert.
Der getrocknete Farbstoff stellt ein dunkelbraunes Pulver dar. Er löst sich in Wasser mit brauner Farbe und färbt Leder in neutralbraunen Tönen. Es wird ein gutes Einfärben und eine gute Übereinstimmung der erreichten Farbtöne auf unterschiedlichen Lederarten beobachtet.

Claims (1)

  1. - ι - ι -je. »J υ
    Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Cu-haltigen Stilbenazoxyfarbstoffes der Formel
    Q-Gi-O
    in nahezu theoretischer Ausbeute und praktisch 100%iger Reinheit, gekennzeichnet dadurch, daß man 1 Mol 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben-2,2'-disulfonsäure mit annähernd 2 Mol der Aminoazoverbindung, hergestellt durch Kuppeln von diazotierter 2-Naphthylamin-4,8-disulfonsäure mit 1-Amino-3-oxybenzol in saurer Lösung, gegebenenfalls in Gegenwart von Naphthalinsulfonsäure bei tieferen Temperaturen als 90CC ,ankondensiert' und darauf durch Erhöhung der Temperatur auf 10O0C die Kondensation bis zu ihrer Beendigung in ätzalkalischer Lösung weiterführt, das erhaltene Dikondensationsprodukt mit 2 Mol eines löslichen Kupfersalzes in Gegenwart von Oxidationsmitteln bei Temperaturen zwischen 20 bis 80 0C behandelt und den Farbstoff auf bekannte Weise isoliert.
    Gegenstand der Erfindung
    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Cu-haltigen Stilbenazoxyfarbstoffes der Formel
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