DD236544A1 - Verfahren zur herstellung einer neuen modifikation gamma des dispersionsfarbstoffes c.i. disperse red 73 - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer neuen modifikation gamma des dispersionsfarbstoffes c.i. disperse red 73 Download PDF

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Friedrich Wolf
Ursula Koch
Hans-Walter Modrow
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Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Herstellung einer neuen Modifikation "g" des Dispersionsfarbstoffes Disperse Red 73. Sie entsteht aus der bei der Synthese anfallenden faerbeinstabilen b-Modifikation durch Behandlung mit einem aromatischen Loesungsmittel. Diese neue b-Modifikation erleidet beim Erhitzen in waessriger Suspension keine drastische Ostwald-Reifung wie die b-Modifikation. Sie ist ausserdem leichter mahlbar wie die bekannte faerbestabile b-Modifikation.

Description

Verfahren zur Herstellung einer neuen Modifikation " des Dispersionsfarbstoffes CI. Disperse Red 73
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Herstellung einer neuen Modi fikation " γ "des Farbstoffes CI. Disperse Red 73 der Formel
Sie kann verwendet werden zum Färben von synthetischen Fasern, vorzugsweise von Polyester. . ,
Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen
Der Dispersionsfarbstoff CI. Disperse Red 73 ist aus der DE-OS 1 220 824 bekannt. Er entsteht durch Kupplung einer mineralsauren Lösung von diazotierten! 2«Cyano-4-nitranilin mit N-Ethyl-ff-ß-cyanethylanilin und fällt dabei in der thermoinstabilen oc-Modifikation an. Diese ist durch folgende Glanzwinkel charakterisiert:
2 Θ 26 ,8" 13,55° 27,1° 12,8° 20,4° 19, 23,7° 20,8°
% rel. Int. 1 OO 87 72 50 47 35 33 32
Beim Färben von synthetischen Fasern mit dieser ot-Modifikation treten häufig unerwünschte Stippen auf, da beim Erhitzen eine drastische Ostwald-Reifung eintritt.
26.4Jr- "-'.1T 772
Aus der DE-OS 2 249 739 ist eine thermostabile ß-Modifikation bekannt, die durch folgende Glanzwinkel charakterisiert ist:
2 Θ 26,2° 11,8° 14,0° 25,3° 14,45° 11,0° 17,7° 20,05° 10° 91 53 43 35 32 30 24
Sie entsteht durch thermische Behandlung der oc-Modifikation in wäßriger Suspension vor oder während des Mahlvorganges. Die Korngrößenverteilung der dispergierten ß-Modifikation ändert sich beim Erhitzen auf 373 K nur in dem für eine Färbung zulässigen Bereich. Die ß-Modifikation läßt sich jedoch wesentlich schwerer mahlen als die oC -Modifikation. Der Mahlprozeß erfordert einen hohen Energieaufwand.
Ziel der Erfindung;
Ziel der Erfindung ist es, eine neue Modifikation des Farbstoffes Disperse Red 72 herzustellen, die bei für die Texfcilpraxis ausreichender Thermostabilität sich leichter mahlen läßt als die thermostabile gebräuchliche ß-Modifikation.
Darlegung des Wesens der Erfindung;
Es bestand die Aufgabe, durch geeignete Zusatzstoffe und verfahrenschemische Operationen die bei der Synthese anfallende oC -Modifikation in eine anwendungstechnisch günstige Modifikation umzuwandeln·
Erfindungsgemäß wird der Farbstoff im Überschuß eines aromatischen Kohlenwasserstoffes gelöst und durch Abkühlung ein Addukt hergestellt, das nach Filtration 2 h bei 363 bis 373 K behandelt wird. Der so hergestellte Farbstoff enthält pro Mol 1 Mol Benzen und ist durch folgende Glanzwinkel charakterisiert:
- 3 2 Θ 9,9° 10,55° 23,0° 23,2° 20,45° 21,6° 22,1°
Int?1* 10° 90 8β 62 53 49 49
Beim trocknen Erhitzen auf 373 K verdampft das Benzen, das mittels Kühler kondensiert und aufgefangen werden kann. Zurück bleibt der Farbstoff in der ^-Modifikation, die durch folgende Glanzwinkel charakterisiert ist:
12,6° 26,1° 26,75° 27,45° 27,85° 20,1° 8,9° .5,5
33 29 1δ 15 14 14 13
Ohne Energiezuführung läßt sich die cc -Modifikation in die ^-Modifikation umwandeln, wenn man 1 Masseteil Farbstoff in wäßriger Suspension mit mindestens 0,25 Masseteilen eines aromatischen Kohlenwasserstoffes versetzt· Dazu geeignet sind z· B. Benzen, Chlorbenzen oder o-Zylen. Innerhalb von 24 Stunden ist eine vollständige Umwandlung eingetreten. Der Farbstoff wird abfiltriert. Das FiItrat kann erneut benutzt werden. Der Farbstoff enthält höchstens 0,05 % des aromatischen Lösungsmittels. Die gu -Modifikation wird in üblicher Weise gemahlen und getrocknet. Zur Erzielung der gleichen Kornfeinheit braucht man etwa die Hälfte der Zeit, die für die Mahlung der gebräuchlichen ß-Modifikation notwendig ist. Hach einstündigem Erhitzen auf 373 K tritt im Kochtest nur eine geringfügige Ostwald-Reifung ein, da die Umwandlung der ^-Modifikation in die ß-Modifikation mehr als die doppelte Zeit benötigt als die Umwandlung der oL Modifikation in die ß-Modifikation.
Aus führungsbeispiele
Beispiel 1:
10 Masseteile des Farbstoffes CI, Disperse Red in der Oo-Modifikation werden aus 170 Masseteilen Benzen umkristallisiert. Der abfiltrierte, benzenhaltige Farbstoff wird trocken auf 373 K erhitzt, bis das gesamte Benzen überdestilliert ist. Anschließend werden 10 Masseteile der entstandenen -^-Modifikation unter Zusatz von Dispergatoren, bestehend aus 4 Masseteilen eines sulfonierten Kondensationsproduktes aus lTaphthol-2, Phenol und Formaldehyd, sowie von 20 Teilen eines Kondensationsproduktes aus Haphthalinsulfonsäure und Formaldehyd, einer Naßfeinstmahlung in einer Perlraühle unterworfen und anschließend im Zerstäubungstrockner getrocknet.
Beispiel 2:
10 Masseteile des Farbstoffes C.I» Disperse Red in der συ-· Modifikation werden in Wasser suspendiert und mindestens 2,5 Masseteile Chlorbenzen zugegeben. Die Suspension bleibt 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen und wird dann filtriert. Das Filtrat wird erneut verwendet. Die abfiltrierte -^-Modifikation wird wie in Beispiel 1 dispergiert und getrocknet·

Claims (2)

  1. Erfindungsansp rüche
    1. Verfahren zur Herstellung einer neuen Modifikation " ^ des Dispersionsfarbstoffes C· I-. Disperse Red 73 aus der in bekannter V/eise hergestellten oC -Modifikation, gekennzeichnet dadurch,
    a) daß der Farbstoff im Überschuß eines aromatischen Kohlenwasserstoffes gelöst und durch Abkühlung ein Addukt hergestellt wird, das nach Filtration 2 h bei 363 bis 373 K behandelt wird oder
    b) daß der Farbstoff mit mindestens 0,25 Masseteilen (bezogen auf die Färbstoffmenge) eines aromatischen Kohlenwasserstoffes 20 bis 30 Stunden in wäßriger Suspension bei 283 bis 293 K behandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach*Punkt 1., .
    gekennzeichnet dadurch,
    daß als aromatische Kohlenwasserstoffe Benzen, Chlorbenzen oder o-Xylen verwendet werden.
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