DD236708A1 - Feuerbestaendige wand, insbesondere trennwand fuer schienenfahrzeuge - Google Patents
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Abstract
Die sich auf eine feuerbestaendige Wand beziehende Erfindung ist insbesondere fuer die Anwendung im Schienenfahrzeugbau vorgesehen. Die feuerbestaendige Wand soll derart konzipiert sein, dass bei moeglichst einfachem Aufbau eine Feuerbestaendigkeit von 60 Minuten bei 1 000C Temperatureinwirkung gewaehrleistet ist, um mit geringem Aufwand die Brandsicherheit, bevorzugt im Reisezugwagen wesentlich zu erhoehen. Erfindungsgemaess ist die feuerbestaendige Wand als Trennwand zwischen dem Wirtschafts- und/oder Anlagetrakt und den Fahrgast- und/oder Dienstraeumen im Schienenfahrzeug angeordnet und wie an sich bekannt schichtartig aufgebaut, bestehend aus mehreren feuerabweisenden und mehreren feuerhemmenden Schichten, wobei eine Anordnung aus einer metallischen Verkleidung, einer feuerabweisenden Isolierung und verschiedenartigen feuerhemmenden Pressstoffschichten vorgesehen ist, welche vorzugsweise plattenartig ausgebildet sind. Im Schienenfahrzeug ist die Wand derart angeordnet, dass die mit der metallischen Verkleidung versehene Oberflaeche zum Wirtschafts- und/oder Anlagentrakt gerichtet ist und sie sich vom Fussboden bis zur Innenverkleidung des Daches erstreckt. Fig. 2
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine feuerbeständige Wand, welche insbesondere im Schienenfahrzeugbau günstig anwendbar ist.
Im Schienenfahrzeugbau ist allgemein üblich, die Trennwände der Reisezugwagen, beispielsweise die Wände der einzelnen Fahrgastabteile als feuerhemmende Wände auszubilden, welche bevorzugt aus einer beidseitig mit Sprelacart beschichteten feuerhemmenden Spanplatte entsprechender Stärke bestehen. An sich bekannt ist jedoch eine Vielzahl verschiedenartig ausgebildeter Schutzwände oder -platten, welche Räumlichkeiten gegen eine Brandausbreitung abschirmen. Mit dem DE-Gbm 7146435 beispielsweise wurde eine Feuerschutzplatte für Wände, Decken, Türen, Verkleidungen o. dgl. vorgeschlagen, bestehend aus einer Schicht nichtbrennbaren Materials, auf deren bevorzugt Feuerseite eine Schicht aus brennbarem Material angeordnet und mit dieser vollflächig verbunden, beispielsweise verklebt ist. Die aus nichtbrennbarem Material bestehende Schicht soll dabei mindestens ebenso stark ausgebildet sein, wie die nichtbrennbare Schicht, so daß beim Abbrand des brennbaren Materials zunächst eine verkohlte Schicht entsteht, welche mit der nichtbrennbaren Schicht vollständig verbunden, nicht zerfallen kann und somit aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit den Wärmeübergang zur feuerabgewandten Seite hemmt. Als brennbare Materialien sind vorzugsweise Holz- und Faserstoffplatten vorgesehen, als nichtbrennbarer Bestandteil der Feuerschutzplatte soll Asbest-Silikat zum Einsatz kommen. Aussagen über die Feuerbeständigkeit dieser Feuerschutzplatte hinsichtlich bestimmter Temperaturen oder der Zeitdauer bis zu ihrer Zerstörung durch die Feuereinwirkung sind in der oben genannten Erfindungsbeschreibung nicht getroffen worden. Es wird jedoch eingeschätzt, daß eine Feuerbeständigkeit von 60 Minuten bei Temperatureinwirkung von 1000°C, wie sie auch im Schienenfahrzeugbau für unter extremen Bedingungen betriebene Schienenfahrzeuge gefordert ist, mittels der vorgeschlagenen Feuerschutzplatte nicht erzielt werden kann. Als beständiger in bezug auf feuerhemmende Eigenschaften dürfte sich dagegen das im DE-Gbm 7223464 beschriebene Feuerschutztor erweisen, dessen äußeren Stahlverkleidungen jeweils eine Asbest- oder Gipsschicht o. dgl. zugordnet ist, zwischen welchen sich ein Isoliermittel, beispielsweise Mineralwolle o.dgl. befindet.
Miteinander verbunden, gewährleisten die Stahlverkleidungen die erforderliche Steifigkeit des Feuerschutztores. Zur Bildung von feuerhemmenden Wänden im Schienenfahrzeugbau ist eine solche Anordnung allerdings nicht zu empfehlen, da bei der Befestigung der Stahlplatten am Rohbau des Schienenfahrzeuges einerseits Wärmebrücken entstehen können und andererseits auch der Geräuschpegel im Inneren des Schienenfahrzeuges erheblich gesteigert wird. Hinzu kommt, daß die Schienenfahrzeugtrennwände sowohl eine dekorative Oberfläche aufweisen sollten als auch zur Befestigung von Inneneinrichtungsgegenständen geeignet sein müssen, was durch die beschriebene Anordnung nicht gewährleistet ist. Ebenfalls ungeeignet sind für Schienenfahrzeuge bevorzugt im Schiffbau zur Anwendung kommende, beispielsweise aus einem Zement-Asbest-Gemisch doer Gipskarton bestehende Trennwände. Aufgrund ihrer Sprödigkeit halten diese den beim Betrieb der Schienenfahrzeuge auftretenden, beispielsweise durch Schienenstöße oder beim Rangieren hervorgerufenen mechanischen Belastungen nicht stand.
Durchgeführte Brandversuche zeigten auf, daß auch eine Wand, zwischen deren jeweils einerseits mit Sprelacart beschichteten Holzplatten ein Wellblech angeordnet ist, wobei die Hohlräume eine Kamelitfüllung aufweisen, den Brandschutzforderungen, das heißt einer Feuerbeständigkeit der Wand von mindestens 60 Minuten bei maximal 10000C ohne Zerstörung der dem Feuer abgewandten Oberfläche nicht entspricht.
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Ziel der Erfindung ist es, eine für den Schienenfahrzeugbau geeignete feuerbeständige Wand zu schaffen, durch deren Anordnung im Schienenfahrzeug mit geringem Aufwand die Brandsicherheit, bevorzugt in Reisezugwagen, wesentlich erhöht werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine feuerbeständige Wand zu konzipieren, welche bei einem möglichst einfachen Aufbau einer Temperatureinwirkung von maximal 10000C mindestens 60 Minuten standhält, wobei nach Ablauf dieser Zeitspanne die dem Feuer abgewandte Oberfläche der Wand noch keine Beschädigungen aufweisen darf. Zugleich soll die Wand gute schall- und wärmedämmende Eigenschaften aufweisen, mit einer dekorativen Oberfläche versehen sowie zur Befestigung von Inneneinrichtungsgegenständen geeignet sein. Die Belastbarkeit durch Erschütterungen muß den beim Betrieb von Schienenfahrzeugen auftretenden Bedingungen entsprechen. Fernerhin soll die Anordnung der Wand im Schienenfahrzeug, bevorzugt Reisezugwagen derart erfolgen, daß die Gefährdung von Menschenleben bei einem ausbrechenden Brand auf ein Minimum gesenkt werden kann.
Erfindungsgemäß besteht die, wie an sich bekannt aus mehreren verschiedenartigen Schichten aufgebaute feuerbeständige Wand aus mehreren, bevorzugt zwei feuerabweisenden und mehreren, bevorzugt drei schwer entflammbaren Schichten und stellt im Schienenfahrzeug die Trennwand zwischen dem Wirtschafts- und/oder Anlagentrakt und den Fahrgast- und/oder Dienstabteilen dar, im Reisezugwagen beispielsweise zwischen dem Dienst- und einem der Fahrgastabteile, in Kühlzügen zwischen dem Aggregatraum und den Dienstabteilen.
Vorgesehen ist, die Wand aus einer metallischen Verkleidung einer feuerabweisenden Isolierung sowie drei, davon zumindest zwei verschiedenartigen Preßstoffschichten auszubilden, wobei bevorzugt ein Stahlblech, eine Asbestschicht, Sprelacart, eine Spanplatte und nochmals Sprelacart zum Einsatz kommen sollen. Zu beachten ist, daß zur Erzielung der erforderlichen Feuerbeständigkeit der Wand die Preßstoffschichten schwer entflammbar sein müssen.
Jede der Wandschichten ist vorzugsweise plattenartig ausgebildet, wobei die Preßstoffschichten, möglicherweise auch eine derartige bekannte Verbundplatte, sowie die Isolierplatte und die metallische Verkleidung lösbar miteinander verbunden sind. Weiterhin ist die Möglichkeit vorgesehen, jede der Wandschichten aus mehreren, sich stirnseitig stoßenden Teilstücken zu fertigen. Zu gewährleisten ist hierbei, daß die Stoßbereiche gegeneinander versetzt angeordnet sind. Die metallische Verkleidung ist bei Verwendung mehrerer Teilstücke außerdem derart auszubilden, daß die Randpartien der Teilstücke einander in den Stoßbereichen überlappen.
Zur Erzielung der erforderlichen Feuerbeständigkeit der erfindungsgemäßen Wand hat sich als notwendig erwiesen, einer metallischen Verkleidung von mindestens 1 Millimeter Stärke eine 10 Millimeter starke Isolierschicht sowie zwei je 1 Millimeter starke gleichartige Preßstoffschichten zuzuordnen, welche 25 Millimeter einer andersartigen Preßstoffschicht einschließen. Im Schienenfahrzeug ist die feuerbeständige Wand derart angeordnet, daß die mit der metallischen Verkleidung versehene Oberfläche zum Wirtschafts- und/oder Anlagentrakt gerichtet ist. Ihre Befestigung erfolgt in an sich bekannter Weise, bevorzugt mittels lösbarer Verbindungen, welche zugleich Verbindungselemente der plattenartigen Wandschichten darstellen können. Vorgesehen ist weiterhin, daß sich die feuerbeständige Wand vom Schienenfahrzeugfußboden bis in den Dachraum erstreckt und sich mit ihrer Oberkante bevorzugt an die Innenverkleidung des Daches anlehnt.
Somit ist mit der erfindungsgemäßen Lösung eine feuerbeständige Wand geschaffen, welche für den Schienenfahrzeugbau besonders gut geeignet ist. Von Vorteil ist insbesondere, daß die erfindungsgemäße Wand über einen einfachen Aufbau verfügt, und die Wandschichten auch plattenweise einzeln montiert werden können. Das erweist sich bevorzugt bei der Montage von Trennwänden im Schienenfahrzeug als günstig, da diese Arbeiten noch heute teilweise in Handarbeit ausgeführt werden müssen und insbesondere der Transport der Trennwände innerhalb des Schienenfahrzeuges mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden ist. Trotz des einfachen Aufbaus verfügt diese Wand jedoch über die unter den Bedingungen des Schienenfahrzeugbaues notwendigen Eigenschaften, das heißt die erfindungsgemäße Trennwand gewährleistet nicht nur eine Feuerbeständigkeit von mindestens 60 Minuten, sondern verfügt aufgrund der Verwendung von Preßstoffschichten auch über die erforderlichen schall- und wärmetechnischen Eigenschaften und hält den auftretenden mechanischen Belastungen stand. Gegeben sind damit auch eine dekorative Oberfläche sowie eine ausreichende Festigkeit zur Befestigung von Inneneinrichtungsgegenständen an der Trennwand des Schienenfahrzeuges. Jederzeit gewährleistet ist, daß bei Ausbruch eines Brandes beim Betrieb des Schienenfahrzeuges im Zugverband genügend Zeit zum Anhalten des Zuges und zur Evakuierung der Fahrgäste sowie zum Freisetzen der einzelnen, beispielsweise Reisezugwagen aus dem Zugverband verbleibt und die Gefährdung von Menschenleben weitestgehend vermieden werden kann.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 — die erfindungsgemäße Wand in ihrer Anordnung als Trennwand zwischen dem Dienstabteil und dem angrenzenden
Fahrgastabteil im Reisezugwagen, Fig.2 — einen Schnitt nach A-A durch die erfindungsgemäße Wand.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, verfügt die Trennwand 1 zwischen dem Dienstabteil 2 und dem angrenzenden Fahrgastabteil 3 über die erfindungsgemäße schichtartige Ausbildung, wobei die Wandschichten 4; 5; 6; 7 aus der Stahlblechverkleidung 4, der Asbestisolierung 5, der Sprelacartschicht 6, der Spanplatte 7 und der weiteren Sprelacartschicht 6 bestehen und die
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Wandschichten 6; 7 schwer entflammbar sind. Die Spanplatte 7 und Sprelacartschichten 6 sind als an sich bekannte Verbundplatte ausgebildet, mit welcher die ebenfalls über eine plattenartige Ausbildung verfügende Stahlblechverkleinerung 4 und die Asbestisolierung 5 lösbar verbunden sind. Die Verbindungselemente stellen zugleich die Befestigungselemente der Trennwand 1 am Wagenkasten 8 dar.
Jede der Wandschichten 4; 5; 6; 7 besteht aus mehreren, sich stirnseitig stoßenden Teilstücken, wie aus Fig. 2 ebenfalls erkennbar, die Stoßbereiche gegeneinander versetzt angeordnet sind sowie die Randpartien der Stahlblechverkleidung 4 einander im Stoßbereich zweier Teilstücke überlappen.
Im Reisezugwagen ist die Trennwand 1 derart angeordnet, daß die 1 Millimeter starke Stahlblechverkleidung 4 und die dahinter liegende, 10 Millimeter starke Asbestisolierung 5 als feuerabweisende Schichten dem Dienstabteil 2 zugewandt sind, während die Verbundplatte, bestehend aus der 25 Millimeter starken Spanplatte 7 und den beidseitig der Spanplatte 7 aufgebrachten, je 1 Millimeter betragenden Sprelacartschichten 6 der Trennwand 1 fahrgastabteilseitig zugleich eine dekorative Oberfläche vermittelt. Fig. 1 zeigt, daß sich die Trennwand zwischen dem Dienstabteil 1 und dem angrenzenden Fahrgastabteil 2 in ihrer Ausbildung als feuerbeständige Wand vom Fahrzeugfußboden bis in den Dachraum erstreckt und mit ihrer Oberkante an der Innenverkleidung 9 des Schienenfahrzeugdaches anliegt.
Claims (7)
- -1- 757 58Erfindungsanspruch:1. Feuerbeständige Wand, bevorzugt Trennwand für Schienenfahrzeuge, mit schichtartigem Aufbau, bestehend aus verschiedenen feuerhemmenden Schichten, gekennzeichnet dadurch, daß die als Trennwand (1) zwischen dem Wirtschafts- und/oder Anlagentrakt und den Fahrgast- und/oder Diensträumen im Schienenfahrzeug, im Reisezugwagen zwischen dem Dienstabteil (2) und dem angrenzenden Fahrgastabteil (3) angeordnete Wand aus mehreren, bevorzugt zwei feuerabweisenden Schichten sowie mehreren, bevorzugt drei schwer entflammbaren Schichten besteht, wobei vorzugsweise eine Anordnung aus einer metallischen Verkleidung, bevorzugt einer Stahlblechverkleidung (4), einer feuerabweisenden Isolierung, beispielsweise einer Asbestisolierung (5) und drei, davon zumindest zwei verschiedenartigen Preßstoffschichten vorgesehen ist.
- 2. Feuerbeständige Wand nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß die Wand aus einer schwer entflammbaren Verbundplatte und weiteren, plattenartig ausgebildeten feuerabweisenden Schichten besteht, welche bevorzugt lösbar miteinander verbunden sind.
- 3. Feuerbeständige Wand nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß jede der Wandschichten aus mehreren, sich stirnseitig stoßenden Platten besteht und daß deren Stoßbereiche gegeneinander versetzt angeordnet sind.
- 4. Feuerbeständige Wand nach Punkt 1,2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Randpartien der metallischen Verkleidung im Stoßbereich zweier Teilstücke sich überlappend ausgebildet sind.
- 5. Feuerbeständige Wand nach Punkt 1,2,3 und 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Wand aus Wandschichten von mindestens 1 Millimeter der metallischen Verkleidung, 10 Millimeter der feuerabweisenden Isolierung und 27 Millimeter Preßstoffen besteht, wobei zwei gleichartige Preßstoffschichten von je 1 Millimeter Stärke eine weitere, andersartige Preßstoffschicht von 25 Millimeter Stärke einschließen.
- 6. Feuerbeständige Wand nach Punkt 1, 2, 3, 4 und 5, gekennzeichnet dadurch, daß die metallische Verkleidung der Wand bei Anordnung als Trennwand (1) im Schienenfahrzeug dem Wirtschafts- und/oder Anlagentrakt zugewandt ist.
- 7. Feuerbeständige Wand nach Punkt 1,2, 3,4, 5 und 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Wand im Schienenfahrzeug sich vom Fußboden bis in den Dachraum erstreckend und mit ihrer oberen Kante sich an die Innenverkleidung (9) des Daches anlehnend angeordnet ist.Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
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| EP2078538B2 (de) † | 2008-01-14 | 2016-06-15 | Siemens Aktiengesellschaft | Feuerschutz-Abschlussplatte |
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1985
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