DD239236A1 - Selbsttragende feuerhemmende trennwand fuer schienenfahrzeuge, insbesondere reisezugwagen - Google Patents

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DD239236A1
DD239236A1 DD27834885A DD27834885A DD239236A1 DD 239236 A1 DD239236 A1 DD 239236A1 DD 27834885 A DD27834885 A DD 27834885A DD 27834885 A DD27834885 A DD 27834885A DD 239236 A1 DD239236 A1 DD 239236A1
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DD
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DD27834885A
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Inventor
Johann Ivanauskas
Lothar Moschner
Dietmar Quegwer
Wolfgang Haenchen
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Goerlitz Waggonbau Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine selbsttragende feuerhemmende Trennwand fuer Schienenfahrzeuge, insbesondere Reisezugwagen, die in Schichtbauweise ausgebildet, leicht und dekorativ sowohl einseitig wie auch wechselseitig Schutz gegen sich ausbreitendes Feuer gewaehrleistet. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, eine platzsparende Trennwand zu entwickeln, die den international festgelegten brandschutztechnischen Bedingungen entspricht, leicht montiert und vorgefertigt werden und aus im Reisezugwagenbau ueblichen Werkstoffen hergestellt werden kann. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass die Trennwand mindestens zwei zueinander Abstand haltende parallel oder orthogonal mit Versteifungen versehene Flaechenelemente aus Metall aufweist, die kraft- und formschluessig an diskreten Stellen miteinander verbunden, sowie mit zwischen und in den Versteifungen der Flaechenelemente vorgesehenen nicht- bzw. schwerbrennbaren Isolationsstoffen ausgefuellt sind und wahlweise die Aussenwaende der Trennwand aus metallischen und/oder nichtmetallischen Werkstoffen bestehen.

Description

Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, in Vermeidung der voranbeschriebenen Mängel, eine den international festgelegten brandschutztechnischen Bedingungen entsprechende leichte, selbsttragende^euerhemmende und dekorative'Trennwand für Reisezugwagen zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach zu montierende und leicht vorzufertigende aus im Reisezugwagenbau üblichen Werkstoffen bestehende platzsparende Trennwand zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Trennwand mindestens zwei zueinander Abstand haltende parallel oder orthogonal mit Versteifungen versehene Flächenelemente aus Metall aufweist, die kraft- und formschlüssig an diskreten Stellen miteinander verbunden, sowie mit zwischen und in den Versteifungen der Flächenelemente vorgesehenen nicht- oder schwerbrennbaren Isolationsstoffen ausgefüllt sind und wahlweise die Außenwände derTrennwand aus metallischen und/oder nichtmetallischen Werkstoffen bestehen. Darüber hinaus sind die Außenwände mit den Flächenelementen, ohne sie gegenseitig durchdringend, miteinander verbunden. Es ist weiter erfindungsgemäß, daß zwischen den Außenwänden und den Flächenelementen ein nicht- bzw. schwerbrennbarer Isolationsstoff vorgesehen ist. Im weiteren ist erfindungsgemäß, daß die Flächenelemente durch die den Verbindungselementen beidseitig unterlegten nicht- bzw. schwerbrennbaren Isolationsstoffen metallisch berührungsfrei sowie kraft- und formschlüssig verbunden sind, wobei die diesen entsprechenden Bohrungen größer sind als die Schäfte der Verbindungselemente.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigt die Figur einen Schnitt durch die erfindungsgemäße selbsttragende,feuerhemmende Trennwand. Die eigentliche Tragkonstruktion bilden die miteinander kraft- und formschlüssig in Verbindung stehenden zwei metallischen Flächenelemente 1, die mit durchgehenden Versteifungen ausgeführt sind. Die Flächenelemente 1 können dabei parallel oder hinsichtlich der Versteifungsteilung auch parallel versetzt oder orthogonal zueinander angeordnet sein. Diese Anordnung ist abhängig von den jeweils zu sichernden Festigkeitsanforderungen. Zum Zwecke der thermischen Entkopplung der beiden Flächenelemente 1 zur Erreichung der jeweiligen feuerhemmenden Wirkung ist zwischen denselben ein Abstand haltender, nicht- bzw. schwerbrennbarer Isolationsstoff 2, der wahlweise ganzflächig oder nur an den jeweiligen zugeordneten Versteifungen angeordnet ist, vorgesehen. Die Versteifungen der Flächenelemente 1 sind ebenfalls mit nicht- bzw. schwerbrennbaren Isolationsstoffen 2 wie z. B. Glasfasern, Mineralfasern o.a. ausgefüllt. Für ein einfaches Einbringen der Isolationsstoffe 2 in die Versteifungen ist es vorteilhaft, die die Flächenelemente 1 in Abstand haltenden Isolationsstoffe 2 ganzflächig aufzubringen, z. B. aufzukleben und zwar für jedes Flächenelement 1 separat. Dabei sind plattenartig ausgebildete Isolationsstoffe 2 zu bevorzugen. Die Fügung der Flächenelemente 1 zur eigentlichen Tragkonstruktion derTrennwand erfolgt dabei so, daß die an diskreten Stellen angeordneten Verbindungselemente 4, die z. B. Schrauben mit Muttern und Unterlegscheiben sein können, mit nicht- bzw. schwerbrennbaren Isolationsstoffen 2 unterlegt sind, wobei ein metallisch berührungsfreier Kraft- und Formschluß dadurch entsteht, daß die den Verbindungselementen 4 zugeordenten Bohrungen 5 größer sind als die Schäfte der Verbindungselemente 4. Die Außenwände 3 der Trennwand können dabei aus nichtbrennbaren metallischen und/oder nichtmetallischen z. B. schwerbrennbaren Werkstoffen bestehen. Die Werkstoffwahl ist dabei abhängig sowohl davon, ob die Trennwand nur einseitig oder wechselseitig Schutz gegen sich ausbreitendes Feuer aufweisen soll bzw. welcher Feuerschutzwiderstand von der Trennwand verlangt wird. Je nach den Feuerwiderstandsanforderungen können zwischen den Außenwänden 3, unabhängig vom jeweiligen Werkstoffe!nsatz, und den Flächenelementen 1 nicht- bzw. schwerbrennbare Isolationsstoffe 2 vorgesehen werden, wobei diese wahlweise ganzflächig oder nur an den nach außen zeigenden Versteifungen anzuordnen sind. Die Außenwände 3 sind dabei mit den Flächenelementen 1 ohne sie gegenseitig zu durchdringen, durch Halteelemente 6 miteinander z. B. durch Gewindeschrauben oder selbstschneidende Schrauben verbunden. Außer dieser beschriebenen Art der Befestigung ist eine weitere, die besondere für dekorative Flächen geeignet ist, dargestellt, bei der die Außenwände 3 in ein Halteprofil 7 gesteckt sind, das auf dem Flächenelement 1 über ein Halteelement 6 verbunden ist, wobei ein Isolierstoff zwischengelegt ist. Dabei kann die Befestigung der Außenwände 3 an einer Trennwand beidseitig in gleicher oder jeweils einseitig in unterschiedlicher Ausführung erfolgen.

Claims (4)

Erfindungsanspruch:
1. Selbsttragende feuerhemmende Trennwand für Schienenfahrzeuge, insbesondere Reisezugwagen, die in Schichtbauweise ausgebildet, leicht und dekorativ sowohl einseitig wie auch wechselseitig Schutz gegen sich ausbreitendes Feuer gewährleistet, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand mindestens zwei zueinander Abstand haltende parallel oder orthogonal mit Versteifungen versehene Flächenelemente (1) aus Metall aufweist, die kraft- und formschlüssig an diskreten Stellen miteinander verbunden, sowie mit zwischen und in den Versteifungen der Flächenelemente (1) vorgesehenen nicht- bzw. schwerbrennbaren Isolationsstoffen (2) ausgefüllt sind und wahlweise die Außenwände (3) derTrennwand aus metallischen und/oder nichtmetallischen Werkstoffen bestehen.
2. Selbsttragende feuerhemmende Trennwand nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwände (3) mit den Flächenelementen (1), ohne sie gegenseitig durchdringend, miteinander verbunden sind.
3. Selbsttragende feuerhemmende Trennwand nach den Pkt.1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Außenwänden (3) und den Flächenelementen (1) ein nicht- bzw. schwerbrennbarer Isolationsstoff (2) vorgesehen ist.
4. Sei beitragende feuerhemmende Trennwand nach Pkt. 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flächenelemente (1) durch die den Verbindungselementen (4) beidseitig unterlegten nicht- bzw. schwerbrennbaren Isolationsstoffen (2) metallisch berührungsfrei sowie kraft- und formschlüssig verbunden sind, wobei die diesen entsprechenden Bohrungen (5) größer sind als die Schäfte der Verbindungselemente (4).
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine selbsttragende feuerhemmende Trennwand für Schienenfahrzeuge, insbesondere Reisezugwagen, die in Schichtbauweise ausgebildet, leicht und dekorativ sowohl einseitig wie auch wechselseitig Schutz gegen sich ausbreitendes Feuer gewährleistet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Feuerhemmende Trennwände, insbesondere für Reisezugwagen müssen leicht, raumsparend und dekorativ sein und eine ausreichende Stand- und Feuerfestigkeit besitzen. Die zu erfüllenden brandschutztechnischen Bedingungen sind durch internationale Normen, wie z. B. die Merkblätter des Internationalen Eisenbahnverbandes UIC festgelegt. Sie sollen derartige Isolierwirkungen aufweisen, daß bei einem Brand in einem von ihnen abgegrenzten Raum ihre den benachbarten Räumen zugewandte Seite über eine bestimmte Zeit keine übermäßige Temperaturerhöhung erfährt und kein Flammen- bzw. Rauchgasdurchgang stattfindet. Einfache metallische Wände können diese Bedingungen nicht erfüllen. Einfache Holzverbundwände mit z. B. schwer brennbar eingestellten Schichtpreßstoffplatten beschichtet, erfüllten die vorgenannten Bedingungen speziell für Abteiltrennwände ebenfalls nicht, wobei nur Wanddicken von ca. 25mm bis 30mm aufgrund der räumlichen Bedingungen realisierbar sind. Schwer brennbar eingestellte Spanplatten mit verdichteten Randzonen und beschichtet mit schwer brennbar eingestellten Schichtpreßstoffplatten sind in der Lage, bei Dicken wie vorgenannt, die geforderten Bedingungen speziell für Abteiltrennwände zu erfüllen. Zur Realisierung höherer brandschutztechnischer Forderungen für Abteiltrennwände, auch solche von z.B. Küchen, Büfetts, Diensträumen, sind bei den möglichen Wanddicken Spanplattenwände nicht mehr verwendbar.
Ganz allgemein ist bekannt, die aus brennbaren Materialien bestehenden Wände ein- oder beidseitig mit nichtbrennbaren Isolierstoffen, wie z. B. Asbestplatten, Glasfasermatten u. a. zu beschichten und mit einer ebenen äußeren Stahlblechverkleidung abzudecken. So ist auch ein nach beiden Seiten wechselweise wirkendes feuerhemmendes Schichtwandelement aus zwei metallischen Außenwänden und einer einzigen zwischen diesen angeordneten Isolierschicht (DE 1759785) bekannt, bei dem die Isolierschicht an jeder Außenwand unabhängig von ihrer Verbindung mit der jeweils anderen Außenwand befestigt ist. Dabei werden Haltestifte verwendet, die mit Widerhaken, Zähnen, Gewinden o.a. Vorrichtungen ausreichender Festigkeit versehen sind. Im Bauwesen ist dieses Wandelement gut einsetzbar, im Gegensatz dazu ein Einsatz desselben bei Reisezugwagen infolge seines hohen Gewichts nachteilig ist, da die Außenwände desselben jeweils selbsttragend ausgebildet und damit sehr dick sind. Hinzu kommt, daß zur Sicherung eines dekorativen Effektes kostenerhöhende Arbeitsgänge erforderlich sind. Ein anderes bekanntes hitzebeständiges Leichtbauelement (DD 56613) besteht aus ein oder mehreren gewellten und/oder trapezförmig gestalteten hitzebeständigen Lagen, vorzugsweise aus Asbestbeton und ist mit hitzebeständigen plattenartigen Lagen, vorzugsweise Mineralfaserplatten abgedeckt, wobei die einzelnen Lagen mittels Klebung und/oder Bolzen miteinander verbunden sind. Zur Auskleidung von Dampferzeugern, Industrieöfen u. a. m. ist dieses Element mit Vorteil verwendungsfähig, da es leicht ist und sowohl eben wie auch z.B. bogenförmig ausgebildet werden kann. Für den Einsatz in Reisezugwagen ist es nicht brauchbar, sowohl von der Art der eingesetzten Werkstoffe, die nicht für schwingende bzw. Stoßbelastungen geeigent sind, als auch vom Gewicht her. Die Bezeichnung Leichtbauelement ist in diesem Falle nur im Vergleich zur Ausmauerung mit schweren Normalformatmassivsteinen innen und ebenso schweren Verblendbausteinen außen in den obengenannten Anwendungsfällen zu verstehen. Ebenso ist die Verklebung der Lagen im Sinne einer Eigenfestigkeit des Elementes und der bei Reisezugwagen anzubringenden Innenausbauteile mit entsprechenden Kraftwirkungen problematisch. Die Verbolzung der Lagen bringt Wärmebrücken, die die internationalen brandschutztechnischen Bedingungen der Reieszugwagentrennwände nicht einzuhalten gestattet. Auch ergeben sich zur Sicherung eines dekorativen Effektes zusätzliche Arbeitsgänge, die kostenerhöhend sind.
DD27834885A 1985-07-08 1985-07-08 Selbsttragende feuerhemmende trennwand fuer schienenfahrzeuge, insbesondere reisezugwagen DD239236A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4443857A1 (de) * 1994-12-09 1996-06-20 Gyproc Gmbh Brandwand

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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