DD237550A1 - Verfahren und vorrichtung zur feuchtebestimmung - Google Patents

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DD237550A1
DD237550A1 DD27653285A DD27653285A DD237550A1 DD 237550 A1 DD237550 A1 DD 237550A1 DD 27653285 A DD27653285 A DD 27653285A DD 27653285 A DD27653285 A DD 27653285A DD 237550 A1 DD237550 A1 DD 237550A1
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Karin Schulte
Andreas Biedermann
Fred Mueller
Ralph Pulsack
Original Assignee
Univ Dresden Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Feuchte von Schuettguetern und Feststoffen durch Waermeuebertragung von einer elektrischen Heizquelle und Messung der Temperatur, beispielsweise zur Ueberwachung von Trocknungsprozessen. Ziel der Erfindung ist es, die Feuchtigkeit von Feststoffen und Schuettguetern mit einfachen Mitteln moeglichst schnell und genau zu bestimmen. Aufgabe der Erfindung ist es, die Feuchte durch Waermeuebertragung von einer elektrischen Heizquelle und Messung der Temperatur frei von Fehlern durch die waehrend der Messung wirksame Speicherkapazitaet der Heizquelle zu bestimmen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass die Temperatur waehrend der Aufheizphase gemessen, der Regressionskoeffizient B der Asymptote des Temperaturanstiegs ueber der Zeit festgestellt und seine auf die Heizleistung bezogene Groesse als Mass fuer die Feuchtigkeit ausgewertet wird. Fig. 3

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der Feuchte von Schüttgütern und Feststoffen durch Wärmeübertragung von einer elektrischen Heizquelle und Messung der Temperatur, beispielsweise zur Überwachung bzw. Steuerung von Trocknungsprozessen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Unter den verschiedenen Verfahren zur Feuchtigkeitsbestimmung sind auch solche bekannt, bei denen die Wärme einer elektrischen Heizquelle in den Prüfstoff übertragen und die Feuchtigkeit indirekt über die Wärmeleitfähigkeit gemessen wird. So wird nach DE-OS 31 22642 eine vorbestimmte Menge elektrischer Energie in einen im Prüfstoff befindlichen Widerstandsdraht eingespeist und die Temperatur bzw. die Zeit bis zum Erreichen einer bestimmten Temperatur indirekt über die Widerstandsänderung erfaßt. Je geringer die Wärmeleitfähigkeit des Prüfstoffes, um so größer ist der Temperaturanstieg im Widerstandsdraht.
Die Beziehungen zwischen der Wärmeleitfähigkeit und der Stoffeuchte werden über Kalibriermessungen festgestellt/Zur Berücksichtigung der Wärmespeicherfähigkeit und der Widerstandsveränderung des Heizdrahtes sowie der Wärmeübertragung zwischen Heizdraht und Prufstoff wird die Kalibrierung direkt unter Verwendung des Heizdrahtes vorgenommen. Auch unter diesen Bedingungen bleibt die Genauigkeit durch die Bestimmung nur eines Temperaturwertes begrenzt. Zur Verringerung dieses Fehlers sind je Prüfstoff wenigstens zwei Messungen mit verschiedenen Energiemengen durchzuführen. Die Verwendung des Heizdrahtes schafft im übrigen weitere Probleme. Zum einen kann er nicht in jedem Schüttgut ausreichend gerade gespannt werden. Vor allem aber entstehen Korrosionsprobleme und damit über einen längeren Zeitraum stärkere Abweichungen gegenüber der ursprünglichenKalibrierung.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Feuchtigkeit von Feststoffen und Schüttgütern mit einfachen Mitteln möglichst schnell und genau zu bestimmen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, die Feuchte durch Wärmeübertragung von einer elektrischen Heizquelle und Messung der Temperatur frei von Fehlern durch die während der Messung wirksame Speicherkapazität der Heizquelle zu bestimmen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Temperatur während der Aufheizphase gemessen, der Regressionskoeffizient B der Asymptote des Temperaturanstieges über der Zeit festgestellt und seine auf die Heizleistung bezogene Größe als Maß für die Feuchtigkeit ausgewertet wird. Es wurde gefunden, daß eine indirekte Proportionalität zwischen der Wärmeleitfähigkeit A5 des feuchten Prüfstoffs und dem Regressionskoeffizienten B besteht, ohne daß die Werte λξ und ApcA explizit bekannt sein müssen.
Die Abhängigkeit des Regressionskoeffizienten von der, elektrischen Leistung hat im interessierenden Meßbereich je Material und Feuchte einen charakteristischen, reproduzierbaren Verlauf. Die Verläufe werden einmalig vermessen und sind Grundlage für die Auswertung.
Durchgeführte Untersuchungen weisen eine sehr zuverlässige Feuchteklassifizierung auch bei sehr kleinen Feuchtedifferenzen aus.
-2- 2437
Für die Messung kann erfindungsgemäß eine Sonde eingesetzt werden, bei der der Heizdraht zusammen mit dem Temperaturfühler, vorzugsweise einem Thermoelement, in einem Rohr angeordnet und der restliche Rohrinnnenraum mit einem Feststoff, z. B. einem Keramikkörper oder Glasfasern, verfüllt ist.
Das Verhältnis von Länge zu Außendurchmesser des Rohres sollte größer als 50:1 sein.
Die Auswertung kann von Hand erfolgen. Besser ist der Anschluß eines Mikrorechners.
Ausführungsbeispiel
In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1: eine erfindungsgemäße Vorrichtung
Fig.2: eine Meßkurve / .
Fig.3: die Abhängigkeit des Regressionskoeffizienten B von der elektrischen Heizleistung j| für zwei verschiedene Feuchten D1 und D2
Die Vorrichtung besteht aus einem metallischen Schutzrohr 1 vom Außendurchmesser d, das formschlüssig auf einen Keramikkörper 2 mit vier Bohrungen aufgebracht wurde.
In diesen Bohrungen verlaufen kreuzweise ein Heizdraht 3 und die Thermoschenkei 4 einer Thermoperle 5, die etwa auf halber Länge der Sonde angebracht ist.
Die Meßsignale werden wahlweise von Hand registriert oder über einen Analog-Digital-Wandler 6 einem Mikrorechner zugeführt, der dann die gesamte Meßwertaufnahme, -steuerung und -verarbeitung realisiert.
In Fig. 2 ist der Meßkurvenverlauf für eine Messung mit beschriebener Einrichtung dargestellt.
Fig. 3 zeigt die Abhängigkeit des Regressionskoeffizienten B von der elektrischen Heizleistung qet für verschiedene Feuchten Di
und D2. ' \
Im Prüfstoff Kalidünger K60 mit den Feuchtigkeitsstufen '
Di = 0,24Ma.-% H2O . , .
D2 = 0,43 Ma.-% H2O ' . ' ' -
lag der mittlere Fehler mB bei der Ermittlung des.Regressionskoeffizienten B im Bereich mB = 0,0003... 0,009K. Der mittlere Fehler m des reproduzierten Temperaturverlaufs im Asymptotenbereich 1-2 betrug m = 0;006...0,03K.

Claims (6)

Erfindungsanspruch:
1. Verfahren zur Bestimmung der Feuchte von Feststoffen und Schüttgütern durch Wärmeübertragung von einer elektrischen Heizqueile und Messung der Temperatur, gekennzeichnet dadurch, daß die Temperatur während der Aufheizphase gemessen, der Regressionskoeffizient (B) der Asymptote des Temperaturanstiegs über der Zeit festgestellt und seine auf die Heizleistung bezogene Größe als Maß für die Feuchtigkeit ausgewertet wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Leistung der Heizquelle während der Aufheizphase gemessen wird.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein konstanter Heizstrom eingestellt wird.
4. Vorrichtung zur Bestimmung der Feuchte von Feststoffen und Schüttgütern mit einem elektrischen Heizdraht, einer Stromquelle für den Heizdraht und elektrischen Mitteln zur Messung der elektrischen Heizleistung und der Temperatur, gekennzeichnet dadurch, daß der Heizdraht (3) zusammen mit dem Temperaturfühler, vorzugsweise ein Thermoelement, in einem Rohr (1) angeordnet und der restliche Rohrinnenraum mit einem Feststoff (2), z. B. ein Keramikkörper oder Glasfasern, verfüiltist.
5. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Verhältnis von Länge zu Außendurchmesser des Rohres (1) größer als 50:1 ist.
6. Vorrichtung nach Punkt 4, gekennzeichnet dadurch) daß die Ausgänge der elektrischen Meßgeräte über einen Analog-Digital-Wandler (6) an einen Mikrorechner (7) angeschlossen sind.
DD27653285A 1985-05-21 1985-05-21 Verfahren und vorrichtung zur feuchtebestimmung DD237550A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4402770A1 (de) * 1994-01-26 1995-08-10 Ver Energiewerke Ag Verfahren zur Ermittlung des Trocknungszustandes eines locker gelagerten Hackschnitzel-Haufwerkes, insbesondere eines Nadelholzhackschnitzel-Haufwerkes
DE102006014515A1 (de) * 2006-03-24 2007-09-27 E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH Verfahren zur Überwachung bzw. Steuerung oder Regelung eines geschlossenen Elektrowärmegerätes

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EP1837600A3 (de) * 2006-03-24 2009-01-28 E.G.O. ELEKTRO-GERÄTEBAU GmbH Verfahren zur Überwachung bzw. Steuerung oder Regelung eines geschlossenen Elektrowärmegerätes

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