DD240196A1 - Verfahren zur herstellung von lignocellulose-zement-platten v - Google Patents

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DD240196A1
DD240196A1 DD85279675A DD27967585A DD240196A1 DD 240196 A1 DD240196 A1 DD 240196A1 DD 85279675 A DD85279675 A DD 85279675A DD 27967585 A DD27967585 A DD 27967585A DD 240196 A1 DD240196 A1 DD 240196A1
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Karin Thiele
Gerhard Kuehne
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Univ Dresden Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lignocellulose-Zement-Platten (im folgenden LCZ-Platten) zur Abloesung von Asbestzementbauplatten, vor allem durch den Einsatz von Altpapier anstelle Asbest. Aufgabe der Erfindung ist es, auf der Basis der Verfahrensschritte Bildung einer Suspension aus Lignocellulosefasern, insbesondere Altpapier und Wasser, Zumischen von Zement, Vliesbildung, Pressen (nach Bedarf) und Aushaerten der Platte, eine LCZ-Platte mit gesteigerten Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften herzustellen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass waehrend der Aufbereitungsphase des Faserstoffes 0,1 bis 2,0 Ma.-% (bez. a. Zement) Kalium- oder Natriummethylsiliconat-Loesung zugesetzt und der Zement fruehestens nach 20 min Einwirkungszeit zugemischt wird.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lignocellulose-Zement-Platten (im folgenden LCZ-Platten) zur Ablösung von Asbestzementbauplatten, vor allem durch den Einsatz von Altpapier anstelle Asbest.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Asbestzementbauplatten enthalten 10 bis 15% Asbestfasern. Sie erreichen Biegefestigkeiten zwischen 20 und 40 MPa. Es besteht seit längerem die Aufgabe, den Asbest ganz oder wenigstens teilweise zu substituieren.
In der CS-EB 1631-79 wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bis zu 50% des Asbestanteils durch LCF in der Form von Zellstoff ersetzt wird. Diese Platten erreichen oberflächenveredelt Biegefestigkeiten zwischen 25 und 30MPa bei einer Dichte von 1,55g/cm3. (Bezeichnung: oberflächenveredelte Mantelplatten Ecalit C)
Es wurde auch bereits versucht, den Asbest durch ökonomisch günstigeres Altpapier zu ersetzen. Nach DE-AS 28^4506 wird eine asbestfreie Rohbauplatte im Aufwickelverfahren hergestellt. Tragfasern und/oder Altpapier werden in einer Kugelmühle auf 30 bis 700SR gemahlen. Die so vorbereiteten Fasern werden zwischen 3 und 30% je Gesamtmasse einem hydraulischen Bindemittel zugesetzt und daraus die Platten hergestellt. Durch das Mahlen der Fasern oder durch Zusatzfasern soll die Festigkeit der Platten erhöht werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es. Asbest bei der Herstellung dünner zementgebundener Flächenelemente durch Lignocellulosefaser^ insbesondere Altpapier, zu ersetzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, auf der Basis der Verfahrensschritte Bildung einer Suspension aus Lignocellulosefaser^ insbesondere Altpapier, und Wasser, Zumischen von Zement, Vliesbildung, Pressen (nach Bedarf) und Aushärten der Platte eine LCZ-Platte mit gesteigerten Festigkeits-und Beständigkeitseigenschaften herzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß während der Aufbereitungsphase des Faserstoffes 0,1 bis 2,0 Ma.-% (bez. a. Zement) Kalium-oder Natriummethylsiliconat-Lösung zugesetzt und der Zement frühestens nach 20 min Einwirkungszeit zugemischt wird.
Es wurde gefunden, daß hierdurch, wie Ausführungsbeispiel näher zeigt, die Festigkeits- und Beständigkeitseigenschaften der Platten verbessert werden können. Eine derart hergestellte LCZ-Platte kann auch bei vollständigem Ersatz des Asbestanteils durch Altpapier für den Außenbau eingesetzt werden.
Vorzugsweise sollte deratro Faserstoffanteil 8 bis 15 Ma.-% (bez. a. Zement) betragen.
Ausführungsbeispiel
4500g Zement PZ 1/45 (Rüdersdorf) 500g atro aufbereitetes Altpapier, Sorte I (Colditz) = AP I
50g Kaliummethylsiliconat-Lösung
Das Altpapier wurde im Turbolöser in 40 bis 501 Wasser bis zur vollständigen Vereinzelung der Fasern unter Zugabe von Kaliumoder Natriummethylsiliconat-Lösung suspendiert. Anschließend wurde die Suspension in vier gleiche Teile geteilt und nach einer Einwirkungszeit von 20 min mit jeweils 1125g Zement vermischt. Nach Homogenisierung der Suspension durch Rühren wurden auf dem Gießkasten unter Vakuumabsaugung vier Faservliese gebildet, anschließend entwässert und bei einem spezifischen Druck von 4,5MPa 3,0 Stunden gepreßt. Die so hergestellten Platten wurden sieben Tage im Feuchtklima gelagert und nach 36 Tagen geprüft. Nachfolgende Tabelle zeigt die Steigerungen der Festigkeits- und Beständigkeitseigenschaften, die durch den Einsatz von Kaliummethylsiliconat-Lösung erreicht wurden.
Variante abB obB EB E8
MPa % GPa %
1. API 20,0 100 12,1 100
2. APIundK/nethyl- 22,0 110 14,6 120 sil.-Lösung
3. KiSah 14,4 100 6,8 100
4. KiSahundK-methyl- 17,9 125 8,5 125 sil.-Lösung
Vor der Prüfung wurden die Prüfkörper in jedem Fall 48 Stunden im Normalklima gelagert.
3-F013x-Is ; (%b — Biegefestigkeit von Plattenprüfkörpern mit
°bB = 2. b d2 d " Plattendicke =5bis7mm
' b... Plattenbreite =49 bis 51 mm
' _ ls Stützweite = 150 mm
Fmax — Bruchkraft
4 b · [GPa]
fth
Eg — Elastizitätsmodul von Plattenprüfkörpern, aus den Biegefestigkeitsbestimmungen berechnet mit
fth .... theoretische Durchbiegung der Probe bei Erreichen der Bruchlast, wenn zwischen Belastung und Durchbiegung
Proportionalität angenommen wird
Restbiegefestigkeit der Prüfkörper nach 50 Frost-Tau-Wechsel entsprechend TGL 33433/06 Ausgangszustand nach 50 Frost-Tau-Wechsel-Zyklen

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von Lignocellulose-Zement-Platten durch Vliesbildung aus der Suspension, gekennzeichnet dadurch, daß der Faserstoff unter Zugabe von Kalium- oder Natriummethylsiliconat-Lösung suspendiert wird, wobei in der Suspension 0,1 bis 2,0 Ma.-% (bez. a. Zement) Kalium- oder Natriummethylsiliconat-Lösung mindestens 20 min auf die Fasern einwirken.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Faserstoffanteil 8 bis 15 Ma.-% (bez. a. Zement) beträgt.
DD85279675A 1985-08-14 1985-08-14 Verfahren zur herstellung von lignocellulose-zement-platten v DD240196A1 (de)

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