DD240544A1 - Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-methyl-delta 4-thiazolinen - Google Patents

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DD240544A1
DD240544A1 DD28013285A DD28013285A DD240544A1 DD 240544 A1 DD240544 A1 DD 240544A1 DD 28013285 A DD28013285 A DD 28013285A DD 28013285 A DD28013285 A DD 28013285A DD 240544 A1 DD240544 A1 DD 240544A1
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methyl
thiazolines
propargyl bromide
reacted
dimethylformamide
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DD28013285A
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Wolf-Dieter Rudorf
Cornelia Haase
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Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 4-Methyl-D4-thiazolinen. Dabei werden CH-acide Nitrile, Cyanamid bzw. Sulfonamide in Dimethylformamid nacheinander mit Natriumhydrid, einem Isothiocyanat und Propargylbromid zur Reaktion gebracht oder die entsprechenden Mercaptoverbindungen IV in Gegenwart einer Base mit Propargylbromid umgesetzt. Die intramolekulare Cyclisierung zu den 4-Methyl-D4-thiazolinen kann durch Erhitzen des Rohproduktes entweder in einem geeigneten Loesungsmittel, gegebenenfalls in Gegenwart von p-Toluensulfonsaeure bzw. Trifluoressigsaeure, oder bis zur Schmelze vervollstaendigt werden. 4-Methyl-D4-thiazoline koennen als Zwischenprodukte, insbesondere fuer die Herstellung biologisch aktiver Substanzen, Verwendung finden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 4-Methyl-A4-thiazolinen der allgemeinen Formel I, in der R1 eine Aroyl-, Hetaroyl-, Cinnamoyl-, Arylsulfonyl- oder Cyanogruppe und Z Stickstoff oder die Gruppierung C-CN bedeuten sowie R2 für eine Alkyl- oder Arylgruppe steht.
Substituierte 4-Methyl-A4-thiazoline sind Zwischenprodukte für organische Synthesen. Sie können für die Herstellung biologisch aktiver Substanzen eine breite Anwendung finden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Derartig substituierte 4-Methyl-A4-thiazoline sind bisher noch nicht beschrieben worden. Bekannt ist, daß zur Synthese von Thiazolinen verschiedene Methoden existieren. Nach den bisher bekannten Verfahren sind die 4-Methyl-A4-thiazoline jedoch nicht erhältlich.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung dieser neuen Verbindungen auf der Basis von leicht zugänglichen Ausgangsprodukten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, substituierte 4-Methyl-A4-thiazoline nach einem einfachen Verfahren herzustellen. Erfindungsgemäß werden substituierte 4-Methyl-A4-thiazoline der allgemeinen Formel I hergestellt, indem
a) CH-acide Nitrile, Cyanamid bzw. Sulfonamide der allgemeinen Formel Il in Dimethylformamid nacheinander mit Natriumhydrid, einem Isothiocyanat und Propargylbromid zur Reaktion gebracht oder
b) die im Falle der CH-aciden Nitrile primär gebildeten Natriumsalze III durch Ansäuern zunächst in die Mercaptoverbindungen IV überführt und diese dann in Gegenwart einer Base—vorzugsweise Kaliumcarbonat in Acetonitril oder Natriummethylat in Methanol — mit Propargylbromid umgesetzt werden.
Um die intramolekulare Cyclisierung zu den 4-Methyl-A4-thiazolinen I zu vervollständigen, kann es erforderlich sein, das Rohprodukt entweder in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. n-Butanol, Toluen, Xylen bzw. Dimethylformamid, oder bis zur Schmelze zu erhitzen. Der gleiche Effekt wird erzielt, wenn man das Rohprodukt in einem inerten Lösungsmittel, z. B. Benzen, in Gegenwart von p-Toluensulfonsäure bzw. Trifluoressigsäure in der Siedehitze behandelt.
Die Gleichungen 1 und 2 veranschaulichen das erfindungsgemäße Verfahren, nach dem beispielsweise die Verbindungen der Tabelle 1 darstellbar sind.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1:
2-(Benzoyl-cyano-methylen)-4-methyl-3-phenyl-A4-thiazolin
Zu einer Lösung von 7,25g Benzoylacetonitril in 60ml absolutem Dimethylformamid gibt man bei 0°C unter Rühren portionsweise 1,2g Natriumhydrid zu. Ohne weitere Kühlung werden anschließend 6,8g Phenylisothiocyanat zugetropft. Man rührt weitere 2 Std. bei Raumtemperatur, kühlt danach erneutauf 0°C und fügt 6g Propargylbromid hinzu. Nach3Std. wird das Reaktionsgemisch in 300ml Eiswassergegossen und der gebildete Niederschlag abgesaugt. Diesen löst man in 300ml Benzen, fügt 20g p-Toluensulfonsäure hinzu und erhitzt 2 Std. unter Rückfluß. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der Rückstand mit Wasser versetzt, abgesaugt und aus Ethanol umkristallisiert.
-Z-
Beispiel 2:
2-Cyaniminq-4-methyl-3-phenyI-A4-thiazolin
Analog Beispiel 1 unter Verwendung von 2,1 g Cyanamid. Der nach dem Eingießen in Eiswasser ausgefallene Feststoff wird
abgesaugt und aus Aceton/Wasser umkristallisiert.
Beispiel 3:
2-(p-Methoxybenzoyl-cyano-methylen)-4-methyl-3-phenyl-A4-thiazolin
Analog Beispiel 1 unter Verwendung von 8,8g p-Methoxybenzoylacetonitril. Nach derZugabe von 1,2g Natriumhydrid und 6,8g Phenylisothiocyanatwird 2Std. bei Raumtemperatur gerührt und dann in 300 ml Eiswasser eingegossen, von einer eventuell gebildeten Trübung abfiltriert und mit kalter, verdünnter Salzsäure versetzt. Man saugt den Niederschlag ab und trocknet ihn. 3,1g der so erhaltenen Mercaptoverbindung werden in 40 ml trockenem Acetonitril gelöst, mit 2g Kaliumcarbonat versetzt und 3Std. unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Dann gibt man unter mäßiger Kühlung 1,2 g Propargylbromid hinzu und rührt weitere 3 Std. bei Raumtemperatur. Am Ende der Umsetzung wird kurz zum Sieden erhitzt und abfiltriert. Das Filtrat engt man ein, saugt den gebildeten Niederschlag ab und bringt diesen zum Schmelzen. Die erkaltete Schmelze wird aus Ethanol umkristallisiert.
Tabelle 1
Schmp.
Ausb.
C-CN
C-CN
C-CN
C-CN
C6H5-
C6H5-
C6H5-
C6H5-
C6H5-
219-221
278-279
240-242
287-289
256-258
70
78 76
CN
C6H5-
175-180
58
C6H5-
C6H5-
154-156
170-171
42
Gleichung 1
11
+ NaH + R-NCS
.NHR SNa
III
+ Br-CH2 -CSCH
R2
^N-C-CH XS-CH 3
Gleichung 2
ΗΊ
III
R^Z=C
'SHi
IV
1. Base
2. Br-CH2-CECH

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 4-Methyl-A4-thiazolinen der allgemeinen Formel I, in der R1 eine Aroyl-, Hetaroyl-, Cinnamoyl-, Arylsulfonyl- oder Cyanogruppe und Z Stickstoff oder die Gruppierung C-CN bedeuten sowie R2 für eine Alkyl- oder Arylgruppe steht, gekennzeichnet dadurch, daß
    a) CH-acide Nitrile, Cyanamid bzw. Sulfonamide der allgemeinen Formel Il in Dimethylformamid nacheinander mit Natriumhydrid, einem Isothiocyanat und Propargylbromid zur Reaktion gebracht werden oder
    b) die im Falle der CH-aciden Nitrile primär gebildeten Natriumsalze III durch Ansäuern zunächst in die Mercaptoverbindungen IV überführt und diese dann in Gegenwart einer Base — vorzugsweise Kaliumcarbonat in Acetonitril oder Natriummethylat in Methanol — mit Propargylbromid umgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die intramolekulare Cyclisierung zu den substituierten 4-Methyl-A4-thiazolinen I vervollständigt wird, indem das Rohprodukt entweder in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. n-Butanol, Toluen,Xylenbzw. Dimethylformamid, oder bis zur Schmelze erhitzt wird oder in einem inerten Lösungsmittel, z.B. Benzen in Gegenwart von p-Toluensulfonsäure bzw. Trifluoressigsäure, in der Siedehitze behandelt wird.
DD28013285A 1985-08-30 1985-08-30 Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-methyl-delta 4-thiazolinen DD240544A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0842931A4 (de) * 1995-04-27 1998-09-02 Nissan Chemical Ind Ltd Oxopropionitril-derivate und insektenbekämpfungsmittel
WO2001047902A1 (en) * 1999-12-24 2001-07-05 Otsuka Chemical Co., Ltd. Cyanomethylene compounds, process for producing the same, and agricultural or horticultural bactericide

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WO2001047902A1 (en) * 1999-12-24 2001-07-05 Otsuka Chemical Co., Ltd. Cyanomethylene compounds, process for producing the same, and agricultural or horticultural bactericide

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