DD240699A1 - Schutzvorrichtung an trennmaschinen zum emissionsfreien trennen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung an Trennmaschinen zum emissionsfreien Trennen ebener oder profilierter schadstoffhaltiger Materialtafeln. Um zu verhindern, dass beim Trennen derartiger Materialtafeln Emissionen in das Umfeld entweichen koennen, war eine Schutzvorrichtung zu entwickeln, die den Arbeitsbereich des Schneidwerkzeuges gegenueber der Umwelt abdichtet. Erfindungsgemaess wurde die Aufgabe geloest, indem die Schutzvorrichtung durch einen Rahmen gebildet wird, der aus einem Oberteil 1 und einem Unterteil 2 besteht, die gelenkig miteinander verbunden sind und zwischen denen die zu trennende Materialtafel eingeklemmt wird. Die offenen Seiten der Rahmenteile 1; 2 werden von je zwei elastischen, in Schliessrichtung draengenden und gegeneinanderliegenden Dichtelementen 5; 11 verschlossen. Zwischen die Dichtelemente des oberen Rahmenteiles 1 ragt die das Schneidwerkzeug 6 umgebende Schutzhaube 7 und zwischen die Dichtelemente 11 des unteren Rahmenteiles 2 ragt der Sammelbehaelter 12. Schutzhaube 7 und Sammelbehaelter 12 sind mit dem Schneidwerkzeug 6 im jeweiligen Rahmenteil 1; 2 verschiebbar angeordnet. Fig. 2
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung an Trennmaschinen zum emissionsfreien Trennen schadstoffhaltiger Materialien, beispielsweise eben oder profiliert ausgebildeter Materialtafeln bzw. Materialtafeln mit ebener oder profilierter Oberfläche, bei denen das Schneidwerkzeug gegenüber dem zu trennenden Material verschoben wird.
Es ist bekannt, zum Trennen großer, ebener Materialtafeln mittels rotierendem Schneidwerkzeug die Materialtafeln auf einem horizontalen oder zur Horizontalen geneigten Arbeitstisch aufzuspannen. Die Schneidvorrichtung ist über dem Arbeitstisch in einer Traverse oder Führung gegenüber dem Material verschiebbar, wobei das Schneidwerkzeug von oben in das Material eintaucht. Zur Vermeidung des Austrittes von Emissionen während des Trennvorganges in die Umwelt ist das Schneidwerkzeug von einer Schutzhaube umgeben, die bis dicht über die zu trennende Materialtafel reicht und an eine Absaugvorrichtung angeschlossen ist. Die unterhalb der Materialtafel bzw. des Arbeitstisches entstehenden Späne und Stäube werden von einem Sammelbehälter aufgefangen und abgesaugt. Der Sammelbehälter überdeckt den gesamten Arbeitsbereich des Schneidwerkzeuges. Dieser Sammelbehälter kann auch gemäß der DE-OS 1 653 036 aus einer nach oben offenen Rinne gebildet werden, die durch zwei eine Lücke bildende, elastische, in Schließrichtung drängende Bänder verschlossen und im Abstand unterhalb des Arbeitstisches angeordnet ist. In die Lücke zwischen den beiden Bändern mündet das Späneabwurfrohr der Spänefangvorrichtung, die so unterhalb des Trennschnittes angeordnet ist, daß sie nur den Bereich überdeckt, in dem das Schneidwerkzeug mit der Materialtafel in Eingriff steht. Über einen Bügel ist die Spänefangvorrichtung mit der Schneidvorrichtung verbunden.
Zur Gewährleistung einer einwandfreien und vollständigen Absaugung der entstehenden Emissionen muß in jedem Moment des Trennvorganges gewährleistet sein, daß der sich zwischen Unterkante Schutzhaube und Material- bzw. Arbeitstischoberfläche ausbildende Ansaugquerschnitt dem Querschnitt der Absaugleitung entspricht. Dieses Gleichgewichtsverhältnis kann während des gesamten Trennvorganges nicht eingehalten werden. Der freie Ansaugquerschnitt ändert seine Größe während des An- und Ausschnittes und durch Unebenheiten oder Profilierung der Materialtafel ständig. Hierdurch ändern sich die Strömungsverhältnisse der angesaugten Umgebungsluft im Ansaugquerschnitt und es kommt zum Austritt von Emissionen. Starke Luftbewegung um die Trennvorrichtung herum unterstützt diesen Vorgang noch.
Auch bei herrschendem Gleichgewicht zwischen Ansaug- und Absaugquerschnitt werden größere Spritzkörner nicht abgesaugt. Diese treten infolge ihrer großen Energie aus und reißen anhaftende Staubteilchen mit.
Obwohl der in die Umwelt austretende Teil der Emissionen im Verhältnis zu den aufgefangenen und abgesaugten Materialteilchen und Staubpartikeln gering ist, ist er doch schadstoffhaltig und führt beispielsweise beim Trennen von asbesthaltigen Materialien zu schwerwiegenden und dauerhaften Gesundheitsschäden, wenn Atem- und Körperschutzmittel nicht getragen werden. Dieser Fakt trifft jedoch nur zu für Schneidvorrichtungen zum Trennen von planparallelen Materialtafeln. Der Austritt von Emissionen erhöht sich beim Trennen von profiliertem Material um ein Vielfaches.
Ziel der Erfindung ist es, schadstoffhaltige Werkstoffe mit ebener oder profilierter Oberfläche so zu trennen, daß Emissionen nicht in das Umfeld entweichen können.
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung einer Schutzvorrichtung für Trennmaschinen, die den Arbeitsbereich des Schneidwerkzeuges gegenüber der Umwelt so abdichtet, daß in jeder Phase des Trennvorganges der Austritt von Emissionen in die Umwelt sicher vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem um den Trennbereich ein zweiteiliger Rahmen angeordnet ist, zwischen dessen oberem und unterem Rahmenteil das zu trennende Material eingeklemmt wird und das obere Rahmenteil mit dem unteren Rahmenteil abheb- und abklappbar verbunden ist. Die obere und untere Seite des Rahmens sind von je zwei eine Lücke bildenden, elastischen, in Schließrichtung drängenden und gegeneinanderliegenden Dichtelementen verschlossen. Diese Dichtelemente können vielgestaltig sein, beispielsweise flach, schlauchförmig oder aufblasbar. In die Lücke zwischen den Dichtelementen des oberen Rahmenteiles ragt die das Schneidwerkzeug im geringen Abstand umgebende Schutzhaube hinein, an die sich die Dichtelemente allseitig dicht anlegen. In die Lücke zwischen den Dichtelementen des unteren Rahmenteiles ragt der schmale Sammelbehälter von unten hinein.
Schutzhaube und Sammelbehälter sind beispielsweise über den Spaltkeil lösbar und/oder gelenkig miteinander verbunden und sind mit dem Schneidwerkzeug im Rahmen verschiebbar angeordnet. Zu diesem Zweck sind sowohl an der Schutzhaube als auch am Sammelbehälter seitlich beispielsweise Lauf- und Führungsrollen angebracht, die an den beiden Rahmenteilen befestigte Schienen eingreifen.
Um mit dieser Vorrichtung Materialtafeln unterschiedlicher Profilierung trennen zu können, sind in die Rahmenteile entsprechende, dem Oberflächenprofil angepaßte Einsätze einsetzbar, deren Berührungsflächen mit weichem Dichtungsmaterial versehen sind. Die zum Trennen vorgesehenen Materialtafeln werden auf das untere Rahmenteil des aufgeklappten Rahmens aufgelegt, und zwar auf den dem Oberflächenprofil der Materialtafel angepaßten Einsatz. Nach Verschließen des Rahmens wird das Schneidwerkzeug in den Führungen des Rahmenoberteiles verschoben, wobei es mit der Materialtafel in Eingriff kommt und diese zertrennt. Nach Beendigung des Trennvorganges wird das Schneidwerkzeug in seine Ausgangslage zurückgeführt, der Rahmen geöffnet und beide Materialtafelteile entnommen. Der über den Spaltkeil mit der Schutzhaube verbundene Sammelbehälter wird analog der Bewegung des Schneidwerkzeuges in den Führungen des unteren Rahmenteiles verschoben. Schutzhaube und Sammelbehälter sind hierbei in ihrer Längsrichtung so ausgebildet, daß sie in der Lage sind, die gegeneinanderdrängenden Dichtelemente während des Verschiebevorganges zu öffnen und nach ihrem Durchgang wieder lückenlos schließen zu lassen. Die unter der Schutzhaube und im Sammelbehälter während des Trennvorganges entstehenden Emissionen werden durch die Absaugvorrichtung, an die beide angeschlossen sind, abgesaugt.
Eine Variante der Erfindung sieht vor, das untere Rahmenteil geschlossen und als einen die gesamte Trennlänge überspannenden Sammelbehälter auszubilden.
Die Erfindung wird am Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen schematisch in
Fig. 1: die Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt entlang des Trennschnittes;
Fig. 2: die Vorderansicht im Schnitt entlang der Linie l-l nach Fig. 1;
Fig. 3: die Seitenansicht einer Variante der Erfindung im Längsschnitt;
Fig. 4: die Vorderansicht zu Fig. 3 im Schnitt entlang der Linie II—II;
Fig. 5: die Draufsicht zu Fig. 1 und 4.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung besteht aus einem den Trennbereich umschließenden Rahmen mit dem oberen Rahmenteil 1 und dem unteren Rahmenteil 2, die im Gelenkpunkt 3 abklappbar miteinander verbunden sind. Das obere Rahmenteil 1 ist ebenso wie das untere Rahmenteil 2 durch zwei an den Längswänden 4 befestigte Dichtelemente 5 verschlossen. Zwischen diese, in Schließrichtung drängende und aneinanderdrückende Dichtelemente 5 ragt die das Schneidwerkzeug 6 umgebende Schutzhaube 7. Diese ist mittels beidseitig an ihr paarweise angeordnete Lauf- und Führungsrollen 8 in am Rahmenteil 2 angeordnete Schienen 9 verschiebbar. Die Schutzhaube ist in ihrer Längsrichtung so gestaltet, daß sie ein lückenloses Öffnen und Schließen der aneinanderdrückenden Dichtelemente 5 während des Verschiebevorganges (Trennvorganges) gewährleistet.
Zwischen den an den Längswänden 10 des unteren Rahmenteiles 2 befestigten Dichtelementen 11 greift der sehr schmal ausgebildete Sammelbehälter 12 ein. Dieser ist gemeinsam mit der Schutzhaube 7 in Rahmenlängsrichtung verschiebbar, wobei er mittels beidseitig paarweise angeordneter Lauf- und Führungsrollen 13 in am unteren Rahmenteil 2 angeordneten Schienen 9 gelagert und über den Spaltkeil 14 mit der Schutzhaube verbunden ist. Sowohl Schutzhaube 7 als auch Sammelbehälter 12 sind über Stutzen 15 und 16 an eine Absaugvorrichtung angeschlossen.
Im oberen und unteren Rahmenteil 1; 2 eingesetzte, dem Oberflächenprofil der zu trennenden Materialtafel angepaßte Einsätze 17 ermöglichen ein emissionsfreies Trennen unebener und vielfältig profilierter Materialtafeln 18. Die Berührungsflächen dieser Einsätze 17 sind mit weichem Dichtungsmaterial 19 belegt, um ein dichtes Anlegen der Berührungsflächen an die Tafeloberfläche zu ermöglichen.
Die Anordnung mehrerer Konsolen 20 gewährleistet eine hohe Beweglichkeit der genannten Trennmaschine, indem diese leicht transportierbar ist und durch Auflage mittels der Konsolen 20 auf einen vorbereiteten Arbeitstisch 21 oder Böcke schnell einsetzbar
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Variante der Erfindung, die besonders bei kurzen Schnittlängen ihre Vorteile hat. Bei dieser Variante ist das untere Rahmenteil geschlossen ausgeführt und als Sammelbehälter 21 ausgebildet. Das obere Rahmenteil 1 ist mit Einsätzen 17 für unterschiedlich profilierte Materialtafeln 18 ausgerüstet, wobei das Verschieben und die Führung der Schutzhaube 7 in den Schienen 9 der Längswände 10 mittels beidseitig an die"Schutzhaube 7 angearbeitete Gleitstücke 22 erfolgt.
Fig. 5 zeigt die Ausbildung der zwischen die Dichtelemente 5; 11 ragenden Konturen der Schutzhaube 7 und des Sammelbehälters
Zur Gewährleistung eines ständig ausreichenden Absaugluftstromes, der auch alle Abschnitte des Trennbereiches erfaßt, werden an den Rahmenteilen 1; 2 und/oder an den Einsätzen 17 Ansaugöffnungen in an sich bekannter Weise angebracht. Hierdurch wird ständig das Gleichgewicht zwischen Ansaug- und Absaugquerschnitt aufrechterhalten und eine völlige Absaugung der Emissionen erreicht. Dies und die Abdichtung des gesamten Arbeitsbereiches des Schneidwerkzeuges gegenüber der Umwelt ermöglichen es, schadstoffhaltige Materialien unterschiedlichen Oberflächenprofiles zu trennen, ohne daß nachhaltige und bleibende gesundheitliche Schaden bei den an der Trennmaschine oder in deren Umgebung tätigen Werktätigen eintreten. Es kann auf zusätzliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. das Tragen von Körperschutzmitteln verzichtet werden.
Claims (8)
- Erfindungsanspruch:1. Schutzvorrichtung an Trennmaschinen zum emissionsfreien Trennen ebener oder profilierter Materialtafeln, bestehend aus einer Schutzhaube, die das Schneidwerkzeug umgibt und nur den Teil des Schneidwerkzeuges freiläßt, der mit dem zu trennenden Material in Eingriff steht, und einem Sammelbehälter unterhalb des zu trennenden Materials, wobei Schutzhaube und Sammelbehälter an eine Absaugvorrichtung angeschlossen sind, gekennzeichnet dadurch, daß die Schutzvorrichtung aus einem aus Ober- und Unterteil (1; 2) bestehenden Trennbereich umschließenden Rahmen gebildet wird, deren obere und untere Seiten von je zwei elastischen, in Schließrichtung drängenden und gegeneinanderliegenden Dichtelementen (5; 11) verschlossen sind, zwischen die Dichtelemente (5) des oberen Rahmenteiles (1) von oben die das Schneidwerkzeug (6) umgebende Schutzhaube (7) und zwischen die Dichtelemente (11) des unteren Rahmenteiles (2) der Sammelbehälter (12) von unten hineinragt und Schutzhaube (7) und Sammelbehälter (12) mit dem Schneidwerkzeug (6) im jeweiligen Rahmenteil (1; 2) verschiebbar angeordnet sind.
- 2. Schutzvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Dichtelemente (5; 11) beispielsweise flache Bänder sind.
- 3. Schutzvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Dichtelemente (5; 11) beispielsweise schlauchförmig bzw. hohl ausgebildet sind.
- 4. Schutzvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Dichtelemente (5; 11) bespielsweise aufblasbar sind bzw. unter einem Innendruck stehen.
- 5. Schutzvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß Schutzhaube (7) und Sammelbehälter (12) mittels Lauf- und Führungsrollen (8; 13) in am oberen und unteren Rahmenteil (1; 2) befestigten Schienen (9) gelagert und geführt sind.
- 6. Schutzvorrichtung nach den Punkten 1 und 5, gekennzeichnet dadurch, daß Schutzhaube (7) und Sammelbehälter (12) gelenkig und/oder lösbar miteinander verbunden sind.
- 7. Schutzvorrichtung nach den Punkten 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß in den Rahmenteilen (1 und 2) Einsätze (17) auswechselbar angeordnet sind, die dem Oberflächenprofil der zu trennenden Materialtafel (18) angepaßt sind.
- 8. Schutzvorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Berührungsflächen der Einsätze (17) mit der Materialtafel mit weichem Dichtungsmaterial (19) belegt sind.
Priority Applications (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5088181A (en) * | 1990-10-09 | 1992-02-18 | The Boeing Company | Sheet metal part machining system |
| US5857507A (en) * | 1996-09-20 | 1999-01-12 | Black & Decker Inc. | Table saw |
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1985
- 1985-09-03 DD DD28026185A patent/DD240699A1/de unknown
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