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Einrichtung zum Entfernen von Emissionen an Werkmeug-
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maschinen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entfernen von
Emission an insbesondere mobilen Werkzuegmaschinen mit rotierendem Schneidwerkzeug2
die vornehnlich um Trennen von, schadstoffhaltigen Werkstoffen, insbesondere in
der Bauindustrie bzw. Baumaterialienindustrie zur Anwendung kommen.
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Zum Trennen von schadstoffhaltigen Materialien sind besondere Sicherheitsvorkehrungen
zu treffen Beim Trennvorgang anfallende Emissionen, wie Spe, staub Spritzkörner
und derleichen, sind mittels entsprechender Binrichtungen aus dem Arbeitsbereich
des Schneidwerkzeuges so zu entfernen, daß sie nicht in die Umgebung entweichen
und gesundheitsschädigend auf die dort arbeitenden einwirken. Das trifft sowohl
für ortsfeste als auch für mobile und tragbare Werkzeugmaschinen zu.
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Mobile Werkzeugmaschinen bestehen im wesentlichen aus einem Arbeitstisch
mit Schlitz, durch den das rotierende Schneidwerkzeug hindurchtritt. Das Schneidwerkzeug
ist unterhalb des Arbeitatisches um eine horizontale Achse drehbar und höhenverstellbar
angeordnet, von einer mit einer Absaugvorrichtung verbundenen Abdeckiiaube vollständig
umgeben und mit einem Antriebstotor versehen.
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Der durch den Schlitz im Arbeitstisch nach oben herausragende Teil
des Schneidwerkzeuges taucht in eine im
Abstand vom Arbeitstisch
angeordnete Schutzhube ein, die an einem Spaltteil, ensprechend der Materialdicke
des zu trennenden Materials, höhenverstellbar angeordnet ist.
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beim Trennen von schadstoffhaltigen Materialien in der fallende Emissionen
unterhalb des Arneitstisches in der Abdeckhaube aufgefangen und zum Teil abgesaugt.
Bedingt durch den Freischnitt und die Lufteinwirkung das Schneid-Werkzueges wird
ein Teil der Emissionen über das zu trennende Material hochgefördert beziehungsweise
in den spanräumen anhaftendes Material löst sich und lagert sich auf dem Material
und auf dels Arbeitstisch ab. Dies tritt verstärkt beia Ein- und Auslaufen der Platte
auf. Um auch dieses Material beseitigen zu können, kann die Schutzhaube, analog
zur Lösung nach DE-OS 2404 872, an eine Ansaugvorrichtung angeschlossen werden.
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Diese Lösung gewährleistet jedoch keine sichere Beseitigung der oberhalb
des Arbeitstisches entstehenden Emissionen.
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Zur Gewährleistung eines sicheren Absauges müssen, in Abstimmung mit
der Saugleistung der Absaugvorrichtung, der Leitungsquerschnitt der an die Schutzhaube
angeschlossenen Absaugleitung und der freie Querschnitt, der in jedem Moment des
Trennvorganges zwischen Material und unterem Rand der Schutzhaube besteht, gleich
groß sein. Letzterer ist zu Beginn und Ende (Ein- und Auslauf) größer und während
des Trennvorganges, bedingt durch Unebenheiten des Materials, meist kleiner, so
daß in jedem Fall/Emissionen durch diesen Spalt austreten. Starke Luftbewegungen
um die Werkzeugmaschine herum unterstützten diesen Vorgang. Mit letzterem muß gerachnet
werden, weil derartige mobile Werkzeugmaschinen für Zuschnitt- und Anpassungsarbeiten
auf Baustellen verwendet und dort häufig im Freien aufgestellt werden, Obwohl der
durch den notwendigen Spalt zwischen Material und Schnutzhaube austretende Teil
der Emission LL' Verhältnis zur Gesamtemission gering ist, ist er doch schadstoffhaltig
und würde .u schwerwiegenden und dauerhaften Gesundheitsschäden führen, wenn zusätzliche
Schutzbekleidung, mindestens
jedoch Atemsdchutz, nicht getragen
wird.
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Ziel der Erfindung ist es, schadstoffhaltige Werkstoffe, beispielsweise
Asbetzementwerkstoffe, emissionsfrei zu trennen, so daß schwerwiegende und dauerhafte
Gesundheitsschäden nicht entstehen und die Arbeiten olive zusätzliche Schutzmaßnahmen
durchgeführt werden können Aufgabe der Erfindung ist es, an Werkzeugnaschinen f;lit
rotierendem Schneidwerkzeug eine Einrichtung zurd Entfernen von Emissionen zu schaffen,
die beitu Trennen von scltaclstoffhaltigen Materialien ein Entweichen der Emission
in das Umfeld sicher verhindert.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem an einem hinter dem
Schneidwerkzeug angeordneten Spaltkeil ein Rahman parallel zum Arbeitstisch befestigt
ist. Dieser tragt vorzugsweise ein Bürstensystem aus mehreren Reihen Dorsten, die
im gleichmäßigen Abstand rings um das Schweidwerkzeug angeordnet sind und bis dicht
an das Schneidwerkzeug heranreichen. Die Borsten sind in ihrer Länge so bemessen,
daß sie bis auf den Arbeitstisch oder bis auf eine darauf autliegende, entsprechend
der Form des zu trennenden Materials profilierten Arbeitsplatte herabreichen. Um
einen sichere Schutz auch beim Ein- und Auslaufen der zu trennenden Materialtafeln
beziehungsweise bei schmalen Materialstreifen zu gewährleisten, nimmt die iaänge
der borsten Mit der Entfernung vom Schneidwerkzeug stufenweise oder kontinuierlich
zu0 Die größte Längendifferenz entspricht hierbei der Dicke des zu trennenden Materials,
wobei die äußeren und längsten Borsten mit geringer Vorspannung auf den Arbeitstisch
aufliegen0Über den Bereich des aus Schlitz im Arbeitstisch auftauchenden Schneidwerkzeuges
ist in den Bürstensystem undim Rahmen ein Durchbruch mit Stutzen vorhanden zum Anschluß
an eine Absaugvorrichtung.
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Die aus schadstoffhaltigem Material, beispielsweise Asbest, bestehende
Matzerialtafel wird auf dem Arbeitstisch auflieend in den Bereich des rotierenden
Schneidwerkzeuges geschoben. bevor Jedoch das Schneidwerkzeug erreicht wird, wird
die Laterialtafel unter den Borstenvorhang geschoben.
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Alle Borsten gleiten mit mehr oder weniger Vorspannung auf der Materialtafel,
wobei die inneren Borsten im Bereich des Schneidwerkzeuges genug in den entstandenen
Freischnitt und hinter deu Schneidwerkzeug in den Schnittspalt hineinragen Sie verhindern
dadurch, daß durch den rireischnitt und den Schnittspalt Emission von Schneidwerkzeug
mit hochgerissen werden. Sollte dies doch geschehen, so werden diese über den Durchbruch
im Bürstensystem und Rahmen abgesaugt.
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Ue sichere Absaugung ist durch das Bürstensystem ständig gewährleistet,
.eil durch die Borstenreihen bei jeder Materialdicke förderluft in ausreichenden
Mengen angesaugt erde kann. Spritzkörner werden durch die Borsten abgesaufit, so
an seitlichen Austreten behindert und vom Förderluftstrom der Absaugvorrichtung
erfaßt und abtransportiert.
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Die längeren äußeren Borsten dienen als zusätzlichen Schutz, vornehmlich
beim Ein- und Auslaufen der Materialtafel.
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Das Bürstensystem ist mit dem Spaltkeil entsprechend der Dicke des
zu trennenden Materials höhenverstellbar. Dies Jedoch nur soweit, daß die äußeren
Sorstenreihen noch mit Vorspannung auf den Arbeitstisch aufliegen0 Bei größeren
Materialdicken ist das Bürstensystem auszutauschen.
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Lit dieter Einrichtung ist es auch möglich, mehr oder weniger stark
profilierte Materialtafeln, beispielsweise Wellasbesttafeln, zu trennen. Hierfür
ist das Bürstensystem so gesteltet, daß die Borsten selbst an der tiefsten Stelle
des Profils noch mit Vorspannung aufliegen, Die Abdichtung der auf den Arbeitstisch
aufliegenden profilierten Tafelseite erfolgt durch ein entsprechend profilierte
Arbeitsplatte. Diese Arbeitsplatte wird auf den Arbeitstisch aufgelegt und hier
in führungsschienen oder dergleichen geführt. Die profilierte Oberseite der Arbeitsplatte
besteht aus einem weichen, flexiblen und luftdurchlässigem Material,
beispielsweise
borsten oder Schaumstoff.
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Zur eindeutigen Lagerfixierung sind Führungen angeordnet, die niedriger
als die Profilhöhe und stark luftdurchlä55i sind, Besteht die Materialtafel aus
einem regelmäßigen Profil, kann die profilierte Auflage auf die Arbeitsplatte auch
aus einem weniger flexiblen oder härteren aterial bestehen.
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Durch die erfindungsgemäße Einrichtung wird das Austreten von Emissionen
in das Umfeld arbeitender Menschen vollständig beseitigt, so daß der Umgang mit
schadstoffhaltigem Material ohne Gefahr für die Gesundheit und ohne zusätzliche,
belastende Schutzmaßnahmen mäglich ist.
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Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die
zugehörigen Zeichungen zeigen als Schema: Fig. 1 eine mobile Werkzeugmaschine mit
rotierendem Schneidwerkzeug in der Vorderansicht (in Arbeitsrichtung); Fig. 2 eine
Seitenansicht zu Fig l ini Schnitt entlang der Linie I - I; Fig- 3 den Bereich des
Schneidwerkzeuges im Schnitt entlang der Linie II - II nach Fig. 2; Fig. 4 die Gestaltung
des Bereiches des Schneidwerkzeuges bei gewelltem Material; Fig. 5 einen Schnitt
der Fig. 4 entlang der Linie III - II
ic in Sig. 1 und 2 dargestellte
Werkzeugmaschine zum Trennen von insbesondere Schadstoffhaltigem Material besteht
aus einem auf Stützen 1 oder dergleichen befestigten, horizontalen Arbeitstisch
2. Druch einen Schlitz in Arbeitstisch 2ragt das runde Schneidwerkzeug 3, welches
unterhalb des Arbeitatisches 2 drehbar gelagert ist und angetrieben wird. Unterhalb
des Arbeitstisches 2 ist das Schneidwerkzeug 3 von einer Abdeckhaube 4 vollstandig
umgeben. Diese mündet in einen Sammelbehälter 5, ist außerdem über einen Stutzen
6 an eine Absaugsvorrichtung angeschlossen.
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Ooerhalb des Arbeitatisches 2 ist hinter den Schneidwerk zeug 3 ein
Spaltkeil 8 angeordnet. An diesen ist ein Rahmen 10 befestigt, der im Abstand parallel
zum Arheitstisch 2 den gesamten Arbeitsbereich des Schneidwerkzeuges 3 überdeckt.
Am Rahmen 13 ist in Richtung Arbeitstisch 2 ein Bürstensystem niit unterschiedlich
langen Bürsten 11; 12 befestigt. Die kürzeren Borsten 12 befinden sich in umittelbarer
Nähe des Schneidwerkzeuges 3, während sich die langen Borsten 11 am äußeren Rand
des Bürstensystems befinden.
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Die Borstenlänge ist is Beispiel abgestuft, kann aber auch von innen
nach außen kontinuierlich zunehmen. Die Länge der Borsten 11; 12 ist so bemessen,
daß die langen orten ii bis auf den Arbeitstisch 2 herabreichen und auf diesen mit
geringer Vorspannung aufliegen, Die kurzen borsten 12 enden im Abstand über den
Arbeitstisch 2, wobei der kürzeste Abstand geringer ist als die Dicke des zu trennenden
Materials. Im Bereich des aus dem Schlitz im Arbeirstisch aufstrebenden Schneidwerkzeuges
ist ein Durchbruch 7 in das Bürstensystem und den Rahmen 10 einbearbeitet über den
ein Stutzen 9 befestigt ist zum Ånschluß an eine Absaugvorrichtung.
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Die Werkzeugmaschine nach Sig; , 1 und 2 ist geeignet zur.
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Trennen von ebenen Tafelmaterial 13. Dieses wird auf (lel.
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Arbeitstisch 2 vor das Schneidwerkzeug ausgelegt und in Pfeilrichtung
gegen das Schneidwerkzeug 3 geschoben, durch das es in zwei Teile getrennt wird.
Beim Eix-ldri lgen des Tafelmaterials 13 in den Arbeitsbereich schiebt diese sich
unter das Bürstensystem und drückt die Bor sten 11; 12 nach oben. Die äußeren Langen
:orsten 11 liegen dann schräg auf das Tafelmaterial auf. Die inneren kurzen Borsten
12 liegen nur mit leichter Vorspannung auf das Tafelmaterial 13 auf, wobei die sich
in unmittelbarer Nähe des Schneidwerkzeuges 3 befindlichen borsten 12 während des
Schneidvorganges in den Freischnitt im Bereich des Schneidwerkzeuges 3 und in den
Schnittapalt hinter dem Schneidwerkzeug 3 eindringen.
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Die beim Trennvorgang anfallenden Späne und Stäube gelangen in die
Abdeckhaube 4 unter dem Arbeitstisch 2. Während die Staubteile über den Stutzen
6 abgesaugt werden, gelangen die größeren Teile in den Sammelbehälter 5. Durch die
Ventilatoreinwirkung reißt das Schneidwerkzeug Teile mit durch den Schlitz im Arbeitstisch
2 nach oben. Diese werden durch die in den Freischnitt und in den Schnittspalt hineinragenden
Borsten 12 zurückgehalten. Am Schneidwerkzeug 3 anhaftende Materialteile, die doch
mit in den oberen Bereich gelangen und Spritzkörper werden durch das Bürstensystem
zurückgehalten und über den Durchbruch 7 und Stutzen 9 abgesaugt. Beim Ein- und
Auslaufen entstehende Spritzkörner oder ähnliches werden durch die langen äußeren
Borsten 11 am Entweichen gehindert.
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Fig. 3 zeigt das Zusammenwirken von Bürstensystem und zu trennendes
Material.
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Das Trennen von profilierten, beispielsweise wellenförmien I¢Laterial
18 ist mit der erfindungsgemäßen Einrichtung auch emissinonsfrei möglich. Hierzu
ist aber eine weitere Ausgestaltung notwendig, die in Fig. 4 und 5 dargestellt ist.
Hierbei besteht das Borstensystem nur aus langen Borsten 11. Um die Unterseite des
wellenförmigen Materials 16 gegenüber dem Arbeitstisch 2 abzudichten, ist zwischen
beiden eine Arbeitsplatte 14 angeordnet. Diese ist mittels Gleitschienen 15 oder
Rollen in Führungabahnen im Arbeitstisch 2 in Arbeitsrichtung geführt. Die Oberseite
der Arbeitaplatte 14 ist mit einer profilierten Auflage 16 versehen, die entsprechend
dem zu trennenden Material ausgebildet ist. Die profilierte Auflage 16 besteht aus
einem welchen, flexiblen und luftdurchlässigem Material mit seitlicheiA luftdurchlässigen
Führungen 17 zur eindeutigen Lagefixierung.
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Die profilierte Auflage 16 kann bei einfachem Profil jedoch auch aus
einem festen Laterial sein. Dann entfallen die seitlichen Führungen. Diese feste
Auflage kann jedoch nur darin verwendet werden, wein Auflage und Material fest aufeinanderliegen,
so daß Emissionen zwischen beiden nicht hindurchtreten können.
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Der Vorteil der Erfindung besteht darin daß durch die erfindungsgemäße
Einrichtung eine vollständige Abdichtung des Schnittbereiches von Werkzeugmaschinen
mit rotierendem Schneidwerkzeug gegenüber der Umwelt erfolgt.
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Hierdruch ist es möglich, schadstoffhaltige Materialien zu trennen
ohne das nachhaltige gesundheitliche Schäden ei Menschen entstehen, die sich im
Umfeld der maschine aufhalten bzw. an ihr tätig sind. Gleichzeitig tritt eine wesentliche
Arbeitserleichterung ein, weil zusätzliche Arbeitsschutzbekleidung und Atemschutzmasken
nicht getragen werden brauchen.
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Durch das Bürstensystem wird darüberhinaus eine erhebliche Minderung
des Lärms erreicht, die bei ca. 60 % liegt.
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Einrichtung zum Entfernen von Emissionen an Werkzeugmaschinen Aufstellung
der verwendeten Bezugzeichen 1 Stütze 2 Arbeitstisch 3 Schneidwerkzeug 4 Abde ckhaube
5 Sammelbehälter 6 Stutzen 7 Durchbruch 8 Spaltkeil 9 stutzen 10 Rahmen 11 lange
Borsten 12 kurze Borsten 13 Tefelmaterial 14 Arbeitsplatte 15 Gleitschiene 16 profilierte
Auflage 17 seitliche Führung 18 wellenförmiges material