DD241292A1 - Regelvorrichtung an haeuslichen feuerstaetten fuer feste brennstoffe - Google Patents

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DD241292A1
DD241292A1 DD28101485A DD28101485A DD241292A1 DD 241292 A1 DD241292 A1 DD 241292A1 DD 28101485 A DD28101485 A DD 28101485A DD 28101485 A DD28101485 A DD 28101485A DD 241292 A1 DD241292 A1 DD 241292A1
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DD28101485A
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Inventor
Hans-Martin Ermisch
Ulrich Gernitz
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Industriewaren Rathenow Stammb
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Abstract

Die Regelvorrichtung ist fuer die Senkundaerluftzufuehrung insbesondere bei Braunkohlenbrikettfeuerstaetten und fuer die Primaerluftzufuehrung an Braunkohlenbrikettfeuerstaetten geeignet. Die Regelvorrichtung zeichnet sich durch einen Schieber und ein Regelorgan, die nicht fest verbunden sind, und nach Absinken der Temperatur der Primaer- und/oder Sekundaerluft der Schieber in seiner Ausgangslage bleibt, aus. Das Regelorgan kehrt dabei in seine Ausgangslage zurueck. Durch die Regelvorrichtung wird der Wirkungsgrad erhoeht durch die Begrenzung des Verbrennungsluftverhaeltnisses besonders in der Endphase des Abbrandes sowie der Verhinderung der Entstehung einer Falschluftquelle fuer an gleiche Schornsteine angeschlossene Feuerstaetten.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Regelvorrichtung für die Sekundärluftzuführung bei häuslichen Feuerstätten, insbesondere Braunkohlenbrikettfeuerstätten, und der Primärluftzuführung bei Braunkohlenbrikettfeuerstätten.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Verbrennungsluft wird zumeist als Primär-und Sekundärluft zugeführt. Die Zufuhr von Sekundärluftist überwiegend ungeregelt, die der Primärluft meist geregelt.
Im Verlaufe der Verbrennung folgt als zweite Station nach der Trocknung der Kohle die Entgasung, die pyrogene Zersetzung. Die entstehende Gasmenge ist je nach Art des Brennstoffes verschieden. Zur besseren Verbrennung der entstandenen Gase wird Sekundärluft in den Verbrennungsraum oberhalb des Rostes eingeführt. Bei nichtindustriellen Feuerstätten ist der Verbrennungsablauf zyklisch. Der CO2-Gehalt im Rauchgas geht über ein Maximum. Dem CO2-Gehalt umgekehrt proportional ist das Luftverhältnis. Beim Abfall des CO2-Gehaltes steigt das Luftverhältnis und damit steigen die Verluste.
Nach der Verbrennung der flüchtigen Bestandteile wird weniger oder keine Sekundärluft mehr benötigt.
Für die Dosierung der Sekundärluft gibt es mechanische und elektrische Funktionsprinzipien. Sie sind mechanischer und elektrischer Art und lösen das Problem nur unvollkommen.
Das Schließen der Sekundärluftzuführung per Hand wird oft vergessen und erfordert die Anwesenheit des Bedienenden.In der DD/WP 148813 erfolgt die Regelung der Sekundärluftzufuhr so, daß die Veränderung der Sekundärluftmenge entgegengesetzt der Veränderung der Primärluftmenge erfolgt. Das gewährleistet nicht die Einstellung eines optimalen Luftverhältnisses, was auch mit der DD/WP 142748 nicht erreicht wird, wo ein nicht einstellbarertemperaturabhängiger Regler beschrieben wird, der bei Abkühlung öffnet und damit eine ständige Verschlechterung des Luftverhältnisses verursacht. Aus der DE/OS3221 660 ist eine Einstellung des Verhältnisses von Brennstoff massenstrom zum Verbrennungsluftmassenstrom unter Verwendung eines Mikroprozessors bekannt. Trotz hohen technischen Aufwandes kann die Sekundärluft nicht optimal geregelt werden.
Die bekannten Lösungen zur Regelung der Primärluft verwenden einen Temperaturfühler, der mit einer Luftklappe oder einem Schieber fest verbunden ist. Auch elektrische Kopplungen sind bekannt. Bei steigender Temperatur wird die Verbrennungsluftzufuhr zunehmend verringert. Ist die Abbrandphase beendet und die Temperatur fällt, wird wieder mehr Verbrennungsluft zugeführt, und das Verbrennungsluftverhältnis verschlechtert.
In der DD-PS 59618 wird versucht, diesem Mangel abzuhelfen durch eine Fallklappe, die beiTemperaturumkehrfällt und den Luftzutritt verschließt. Bei zwischenzeitlichem Temperaturabfall fällt die Klappe jedoch auch, und die Feuerstätte beginnt zu schwelen, infolge Luftmangels. Ein weiterer Nachteil ist die konstante Verbrennungsluftzufuhr, bevor es zum Schließen kommt, Dadurch kommt es mit fortschreitendem Abbrand zu einer zunehmenden Verschlechterung des Verbrennungsluftverhältnisses.
Die Erfindungsbeschreibungen DE-OS 2909539 und DD/PS 143946 regeln die Verbrennungsluftzufuhr ebenfalls in Abhängigkeit von derTemperatur.
In der DD PS 143946 wird eine Erfinderlösung beschrieben, die die Luftzufuhr zwar nicht bei einem zwischenzeitlichen Temperaturabfall unterbricht, deren maximale Temperaturbegrenzung aber von der Handeinstellung abhängig ist.
Die DE/OS 2909539 ermöglicht über eine elektronische Temperaturmessung eine trägheitslose Regelung. Da bei sinkender Temperatur das Steuergerät die Primärluftklappe öffnet, haften dieser Lösung die oben genannten Nachteile an.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, unter Vermeidung der aufgeführten Nachteile eine Einrichtung zur optimalen geregelten Verbrennungsluftzuführung, die für Primär- und/oder Sekundärluft geeignet ist, und einen weitgehendst bedienungsfreien Betrieb von häuslichen Feuerstätten, insbesondere Braunkohlenbrikettfeuerstätten, gewährleistet, zu schaffen. Durch diese Einrichtung soll erreicht werden, daß das Verbrennungsluftverhältnis in einem günstigen Bereich bleibt, wodurch die Verluste an fühlbarer Wärme eingeschränkt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zu entwickeln, die die Zuführung der Verbrennungsluft in Form der Primär- und/oder Sekundärluft nach der jeweils letzten Brennstoffaufgabe und der Drosselung der Verbrennungsluftzufuhr bis zu einem einstellbaren Temperaturmaximum gewährleistet und die erneute Zufuhr von Verbrennungsluft in der Endphase der Verbrennung verhindert. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Schieber mit einem Regelorgan nichtfest verbunden ist, und nach Absinken derTemperatur der Primär- und/oder Sekundärluft der Schieber in seiner Lage verbleibt, und das Regelorgan in seine Ausgangsstellung zurückkehrt. Die Erfindung zeichnet sich weiterhin dadurch aus, daß beim Öffnen der Fülltür der Schieber in die je nach Stellung des Regelorgans mögliche Ausgangslage zurückkehrt.
Der Füllraum einer Feuerungsanlage wird mit festen Brennstoffen, insbesondere Braunkohlenbriketts, gefüllt und in bekannter Weise in Betrieb genommen.
Ein Schieber für die Verbrennungsluftzuführung wird in Abhängigkeit von der benötigten Zuführung der Verbrennungsluft in Form der Primär- und/oder Sekundärluft eingestellt. Mit fortschreitender Verbrennung der flüchtigen Bestandteile steigt die Temperatur im Feuerraum. Das neben dem Schieber der Verbrennungsluftzuführung angeordnete Regelorgan, beispielsweise ein Bimetallstreifen, beginnt sich zu krümmen und den Schieber langsam zu schließen. Da sich der Schieber der Verbrennungsluftzuführung in einem indifferenten Gleichgewicht befindet, verharrt in seiner Lage, wenn nach Temperaturabfall der Bimetallstreifen in seine Ausgangslage zurückkehrt.
Bei jeder Brennstoffaufgabe wird der Schieber durch einen mit der Fülltür gekoppelten Mechanismus in seine Auslage bzw. in seine je nach Stellung der Bimetallstreifen mögliche Lage zurückgeführt.
Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung zur geregelten Verbrennungsluftzuführung wird das Ziel der Erfindung in vollem Umfang erreicht.
Eine vorteilhafte Wirkung entsteht insbesondere durch die Erhöhung des Wirkungsgrades begründet durch die Begrenzung des Verbrennungsluftverhältnisses besonders in der Endphase des Abbrandes und die Verhinderung der Entstehung einer Falschluftquelle für am gleichen Schornstein angeschlossene Feuerstätten.
Ausführungsbeispiel
Die erfindungsgemäße Vorrichtung soll im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die Vorrichtung besteht aus dem Sekundärluftschieber (2) mit einer nicht dargestellten Rückholvorrichtung und einem am Ofenkörper befestigten Winkel (4) mit dem Bimetallstreifen (3). Je nach Brennstoffart kann der sich im indifferenten Gleichgewicht befindende Sekundärluftschieber (2) eingestellt werden und gibt den gewünschten Anteil der Verbrennungsluftzuführungsöffnung (1) frei. Bei Erwärmung des Ofenkörpers beginnt sich der Bimetallstreifen (3) zu krümmen und schließt den Schieber (2) langsam, indem er auf den Mitnehmer (5) drückt. Der Zeitpunkt der Mitnahme kann in Abhängigkeit von derTemperatur durch Verstellung des Haltewinkels (4) verändert werden. Nach Verbrennung der flüchtigen Bestandteile sinkt die Temperatur des Bimetallstreifens, und er beginnt in seine Ausgangslage zurückzukehren. Der Sekundärluftschieber (2) bleibt jedoch in der geschlossenen Lage. Wird der Ofen erneut mit Brennstoff beschickt, wird der Schieber durch eine mit dem Türscharnier gekoppelte Vorrichtung wieder geöffnet.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Einrichtung zurgeregelten Verbrennungsluftzuführung für Primär-und/oder Sekundärluft mit einem Schieber, der sich im indifferenten Gleichgewicht befindet, eine Voreinstellung der Verbrennungsluftzuführung ermöglicht, gekoppelt mit einem Regelorgan wie einem Bimetallstreifen, der in Abhängigkeit von der Temperatur des Ofenkörpers über einen Mitnehmer den Schieber in seiner Lage so ändert, daß die Öffnungen zur Zuführung der Verbrennungsluft verschlossen wird und nach Absinken der Temperatur der Bimetallstreifen in seine Ausgangslage zurückkehrt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schieber (2) mit dem Regelorgan wie Bimetallstreifen (3) nicht fest verbunden ist, und nach Absinken der Temperatur der Verbrennungsluft der Schieber in seiner Lage verharrt.
  2. 2. Einrichtung zur geregelten Verbrennungsluftzuführung für Primär- und/oder Sekundärluft nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Öffnen der Fülltür der Schieber (2) in die je nach Stellung des Regelorganes mögliche Ausgangslage zurückkehrt.
DD28101485A 1985-09-25 1985-09-25 Regelvorrichtung an haeuslichen feuerstaetten fuer feste brennstoffe DD241292A1 (de)

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