DD242176A1 - Ski - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Ski fuer den Langlauf, Touren- und Alpinskilauf. Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Skis mit geringem Materialaufwand, geringen Herstellungskosten und einem hohen Gebrauchswert bezueglich des Gleit- und Steigverhaltens. Daher ist es Aufgabe der Erfindung, einen Ski zur Verbesserung der Gleit-, Steig- und Kantenabdruckeigenschaften, zur Verringerung des Kantenverschleisses an Skilaufsohlen und/oder Skioberkanten und mit einer optischen Aufwertung durch Wahl geeigneter farbiger Einbaumaterialien zu entwickeln. Erfindungsgemaess wird diese Aufgabe dadurch geloest, dass Einlagen ueber die gesamte Skilaenge oder ueber deren Teilbereiche unter einem Winkel von 10 bis 80 Grad zur Laufsohle- und/oder zur Skioberkante im Bereich der Laufsohle und/oder der Seitenwange und/oder des Skikernes und/oder der Skioberflaeche fest angeordnet sind. Dabei wirken die in viscoelastischer Folie angeordneten, mehrschichtig und farbig gestalteten und mit Aussparungen versehenen Einbauten aufgrund ihrer raeumlichen Bauform gleichzeitig als Tritt-, Bindungs- und/oder Trittbereichsverstaerkung.
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betritt einen Ski für den Volkssport und Leistungssport in den'Disziplinen Touren-, Alpin- und Langlauf.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die bekannten technischen Lösungen gehen davon aus, daß Profile (Metall oder Plast) mit senkrecht stehenden Stegen als Kern bauteil im Ski (oder nur im Skimittelbereich) zwischen Ober- und Untergurt verpreßt werden und daß sämtliche Kanten oder Kantenverstärkungen paralleloder in einem Winkel von ca. 45 Grad zur Laufsohle nur im äußeren Bereich am Skikern befestigt sind, jedoch keine durchgehende Verbindung vom tragenden Kernbauteil und Kante besteht.
Die Nachteile dieser Ausführungsformen liegen in dem hohen Materialeinsatz und einer sehr kostenaufwendigen Herstellung begründet.
Aus der CH 549394 ist ein Ski bekannt, dessen Kern aus einem aus Kunststoff bestehenden tragenden Element gebildet wird, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß zwei Längsträger durch eine profilierte Platte miteinander verbunden sind, die jedoch nicht als Skikante wirken.
Um die Steifigkeit und Biegefestigkeit am Ski zu erhöhen, werden nach der DE 2623382 Armierungen aus Stahldraht in den Skikern eingebracht.
Über Form, Art und Befestigung vom Seitenwangenschutz, Laufsohlenkantenschutz, Ein- und Mehrfachkanten sowie Kantenverstärkungen am Ski gibt es eine Vielzahl von Veröffentlichungen.
In der DE 2652131 wird eine C-förmige Profilkante, die in Längsnuten in der Laufsohle und in der Oberseite der Ski gehalten wird, beschrieben, die gleichzeitig Laufsohlen- und Oberkante bildet, jedoch nicht als Kernbauteil wirksam wird.
Verschiedene Kantenausführungen (Profile) und deren Befestigung im äußeren Bereich des Skikerns mit modifizierten Ausbildungen der Laufsohle wurde beschrieben in:
DE 2461890, DE 3331314 A1, F 7806601, DE 2014025, DE 2459980.
Die Verankerung einer Kante im inneren Bereich des Kernes sieht die DE 2343725 vor, ohne jedoch in der Funktion eines Kernbauteiles zwischen Ober- und Untergurt zu wirken.
Der Einsatz eines S-gewinkelten Flachbandes mit ausgespartem Befestigungswinkel zur Fixierung am Unterteil des Skikernes als Laufsohlenkante wird in AT 310629 beschrieben, ohne jedoch gleichzeitig kernbildend zu wirken.
Der nachträgliche An-oder Einbau von Laufsohlen-oder Seitenwangenschutzkanten (Abdruckkanten) wird in der DE 2720766 und der DE 2543413 beschrieben, ohne jedoch die Eigenschaften des Skikernes zu beeinflussen.
Die Ausbildung von zwei- oder Mehrfachkanten und deren direkten oder nachträglichen Einbau über dem Gesamtski oder nur über Teilbereiche des Ski wird in folgenden Patenten beschrieben: DE 2065825, DE 3125395 A 1,AT 328350.
Es ist das Ziel der Erfindung, einen Ski zu entwickeln, der sich durch einen geringen Materialaufwand, geringe Herstellungskosten und einen hohen Gebrauchswert bezüglich des Gleit- und Steigverhaltens, eines niedrigen Kantenverschleißes und einer optischen Aufwertung der Skiseitenwange auszeichnet.
Die Ursachen der technischen Mangel der im Stand der Technik beschriebenen Lösungen liegen in der konstruktiven und auch fertigungstechnischen Trennung von Skikerneinbauten und Skikernen oder Kantenverstärkungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ski, insbesondere zur Verbesserung der Gleit-, Steig- und Kantenabdruckeigenschaften, zur Verringerung des Kantenverschleißes an Skilaufsohlen und/oder Skioberkanten und einer optischen Aufwertung durch Wahl geeigneterfarbiger Einbaumaterialien zu schaffen, wobei Homogenität von Skikerneinbauten (kernbildend) und Skikanten oder Kantenverstärkungen vorliegt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Einbauten vorzugsweise in Form von ebenen Einlagen über die gesamte Skilänge oder auch nur über deren Teilbereiche in Längsrichtung unter einem Winkel größer als 10 Grad und kleiner als' 80 Grad an allen Skikanten zur Laufsohle und/oder der Seitenwange und/oder des Skikernes und/oder der Skioberfläche fest angeordnet sind, wobei durchgehende und/oder einseitig geöffnete Kanäle (Schlitze) in dem Ski und/oder Skikern angeordnet sind, in denen die Einlagen mittels Klebeharzen befestigt sind.
Nachfolgend sind unter Einlagen solche Bauteile zu verstehen, die als Kern bauteil und gleichzeitig als Skikante und als Kantenverstärkung angeordnet sind. Dabei ist die Art und Weise der Anordnung, die Geometrie der Einlagen sowie deren Material ausschlaggebend für die Beeinflussung der Skiparameter.
Kennzeichnend ist weiterhin, daß die Einlagen aus Metall, Duro-oder Thermoplast und/oder sonstige hochfesten Materialien oder Materialkombinationen bestehen.
Der Einbau der Einlagen kann ohne aufwendigen Fertigungsprozeß sowohl vom Skihersteller als auch nachträglich durch den entsprechenden Skiservice erfolgen.
Erfindungswesentlich ist weiterhin, daß die als Kernbauteil und/oder als Kante kernverstärkend (Skispannung), kantenbildend (Laufsohle und/oder Skioberkante), trittbereichsverstärkend (Bindung) und/oder seitenkantenverstärkend (Seitenwange) am bzw. im Ski flächenbündig oder freiliegend aus der Skiseitenwange und/oder dem Skiuntergurt und/oder der Skilaufsohle und/oder dem Skiobergurt und/oder der Skioberfläche austretend angeordnet sind.
Erfindungsgemäß sind die Einlagen entweder symmetrisch im Ski und<eymmetrisch im Paar eingebaut, daß bei Wechseln der Ski im Paar zwei verschiedene, je nach vorliegenden Umweltbedingungen bestimmungsgemäß geeignete Skieigenschaften ausgenutzt werden können (langer oder kurzer Kantenabdruck, starke oder geringe Skispannung, eisgriffiges oder weniger eisgreifiges Verhalten der Kante).
Kennzeichnend istweiterhin,daßdie Einlagen entweder symmetrisch im Ski und asymmetrisch im Paar oder asymmetrisch im Ski und asymmetrisch im Paar eingebaut sind, sodaß jeder Ski im Paar voneinander unterschiedliche Einlagen besitzt, vorzugsweise ein Paar Ski, bestehend aus einem (vorwiegend) Abstoßski mit einem (vorwiegend) Gleitski.
Erfindungswesentlich ist weiterhin, daß ebene Einlagen so in den Ski und/oder Skikern eingebaut sind, daß sie aufgrund der räumlichen Bauform gleichzeitig als Trittplatte und/oder Bindungsplatte und/oder Trittbereichsverstärkung wirken, wobei sämtliche eingeleiteten Kräfte des Skiläufers auf die Bindung direkt über die Einlagen auf die Skilaufsohle und/oder die Laufsohlenkante und/oder Seitenkante wirken, wobei die als Trittplatte und/oder Bindungsplatte und/oder Trittbereichsverstärkung wirkenden Einlagen mitdiv. Bohrungen (Innengewinde) zur bestimmungsgemäß geeigneten Montage verschiedener Skibindungssysteme versehen sein können, um einen zeitsparenden Wechsel von verschiedenen Bindungstypen zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß können die im Ski und/oder Skikern schräg stehenden Einlagen in visko-elastischen Folien angeordnet sein, sodaß eine Bewegung der Einlagen bei Druck des Systems Bindung-Schuh auf die Oberfläche des Ski vorzugsweise in Richtung der Laufsohleninnenkante und/oder -außenkante erfolgen kann, sodaß die Kantenverstärkungen aus der kantenbildenden oder zurückliegenden Lage (höheren Reibungskoeffizient des Kantenverstärkungsmaterials als PE-Laufsohlenmaterial) heraustritt und freiliegend das Kantenabdruckverhalten verbessert.
Durch die Wahl geeigneterfarbiger Materialien (Schichten) mit entsprechenden physikalisch-mechanischenEigenschaften wird bei mehrschichtig und farbig gestalteten Einlagen eine optische Aufwertung der Skiseitenwange und/oder der Skilaufsohlenkante und/oder der Skioberflächenkante erreicht.
Diese Einlagen dienen zur Gestaltung der Skiseitenwange, wobei vorzugsweise zwei-, drei- oder mehrlagig diese vor dem Einbringen in den Ski und/oder Skikern mit Klebeharz herzustellen sind.
Kennzeichnend ist weiterhin, daß die im Ski und/oder Skikern schräg stehenden Einlagen zur Gewichtsreduzierung und zur besseren Verankerung mit Aussparungen versehen sind, die vorzugsweise als Bohrungen ausgeführt sind.
Dabei kann über Art, Größe und Verteilung der Aussparungen eine Beeinflussung des zu erzielenden Spannungsverhaltens des Ski in der Art erfolgen, daß in der Nähe der Spannungsnullinie des Ski große und/oder kleine und in Richtung der Skigurte kleine und/oder große Aussparungen eingebracht werden.
Somit wird es neben einer exakten Endhärtefixierung auch möglich, Vorspannungsunterschiede am Fertigski auszugleichen, da deren Ursache vorwiegend im Kernmaterial mit relativ großer Dichtestreuung und dessen niedrigem Ε-Modul begründet liegt.
Erfindungswesentlich ist weiterhin, daß Einlagen im Bereich der kantenbildenden und/oder kantenverstärkenden Lage als verschiedene Profilierungen, vorzugsweise als Alpinski-Kante in Einfach- und/oder Doppelkantenfunktion, ausgeführt sind, wobei die Einlagen gerade oder abgewinkelt zur Skiseitenwange kantenbildend oder freiliegend aus dem Ski und/oder Skikern austretend angeordnet sein können.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von 3Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Dabei zeigen:
Fig. 1: Querschnitteines Skikernes mit einseitig und/oder beidseitig offenen Kanälen sowie deren mögliche Lage (Winkel α und
Fig.2: Querschnitteines Ski mit einseitig und/oder beiseitig offenen Kanälen Fig.3:· Querschnitt eines Ski mit eingeklebten Einagen
— als Eckkante für Skilaufsohle
— als Eckkante für Skioberfläche.
Fig. 4: Querschnitt eines Ski mit eingeklebten Einlegen
— als Kernbauteil
— als Flachkante für Skiseitenwange.
Fig. 5: Querschnitt eines symmetrischen Skipaares mit asymmetrischen Einlagen je Ski
— als Flachkante für Skiseitenwange,
— als Flachkante für Skilaufsohle.
Fig. 6: Querschnitt eines symmetrsichen Skipaares mit asymmetrischen Einlagen im Paar
— als Eckkante für Skilaufsohle mit abgewinkelter Trittplatte
— als Eckkante für Skioberfläche
— als Kernbauteil mit abgewinkelter Trittbereichsverstärkung
Fig.7: Querschnitt eines Ski mit einer Kombination von Einlagen
— als Eckkante für Skilaufsohle mit abgewinkelter Trittplatte
— als Kernbauteil mit abgewinkelter Trittbereichsverstärkung, wobei diese gleichzeitig eine Bindungsplatte mit Bohrungen (Innengewinde) für Bindungsschrauben bildet.
Fig. 8: Querschnitteines Ski mit verschiebbarer Einlage als Eckkante für Skilaufsohle, die zwischen viscoelastischen Folien eingebaut ist,
Fig.9: Querschnitt eines Ski mit mehrlagiger (mehrfarbiger) Einlage als Flachkante für Skiseitenwange Fig. 10: Ansicht einer Einlage mit Aussparungen (Bohrungen) Fig. 11: Querschnitt eines Ski mit Einlage als Winkelkante Fig. 12: Querschnitt eines Ski mit Einlage als Doppelwinkelkante Fig. 13: Querschnitteines Ski mit Einlage als Doppeltrapezkante Fig. 14: Querschnitteines Ski mit Einlage als Doppelkante
— Eckkante für Skilaufsohle
— Flachkante für Skiseitenwange .
Ausführungsbeispiel I.Beispiel
Nachfolgend sollen zunächst die Vorteile bei Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung für den Skiläufer, der sowohl Volkssport- als auch Leistungssportler sein soll, beschrieben werden.
In den Bereichen Langlauf, Touren- und Alpinskilauf gewinnt einerseits die Frage nach geeigneten Skikanten sowohl an der Skilaufsohle als auch an der Skioberfläche oder Skiseitenwange immer mehr an Bedeutung.
Parallel dazu werden andererseits immer aufwendigere Skikernkonstruktionen mit sehr komplizierten Skikernverstärkungen oder Skikemeinlagen in die Praxis überführt, wobei die M ate rial koste η und der Herstellungsaufwand sehr hoch sind.
Beim Einbau der im Wesen der Erfindung beschriebenen Einlagen im Ski werden mehrere Eigenschaften gleichzeitig optimiert, so können gezielte, durch spezielle Anordnung der Kanten und kernbildenden Einlagen während der Skiherstellung aber auch im Nachhinein gezielt skispezifische Parameter den individuellen Anforderungen der Anwender angepaßt werden. So kann man im Langlaufbereich, bevorzugt für die neueSiitonentechnik, mehrere Eigenschaften wie Laufsohlenkantendruck, Eisgriffigkeit, hohe Spannungssteifigkeit und hohe Abriebfestigkeit der Skilaufsohleninnenkante und der gegenüberliegenden verschleißbeanspruchten Skioberkante durch Einbau entsprechender Einlagen am Ski realisieren.
Dabei können die Einlagen im Ski wie folgt eingebaut sein:
— symmetrisch im Ski und symmetrisch im Paar,
— asymmetrisch im Ski und symmetrisch im Paar (Fig.5)
— symmetrisch im Ski und asymmetrisch im Paar
— asymmetrisch im Ski und asymmetrisch im Paar (Fig.6)
Im Alpineskibereich sollte vorzugsweise der symmetrische Einbau der Einlage im Paar gewählt werden, wobei der Einbau im Ski symmetrisch für homogene Eigenschaften, wie gleichmäßiger Kantengriff oder homogene Druckverteilung ausschlaggebend
Der asymmetrische Aufbau (Fig. 5) erzwingt bevorzugte Eigenschaften, wie z. B. als Hang- und Talski oder eisgriffige Skiaußenkante und gutgleitende Skiinnenkante.
ImTourenskibereich wird man vorwiegend den symmetrischen Einbau (Fig. 5) der Einlagen im Paar bevorzugen, wobei hauptsächlich Flach-und Eckkanten (9,13,14) die Laufsohlenkante und die Skiseitenwange vor Verschleiß schützen, während die Skioberkanten besonders im Vorder- und Hinterbereich des Skis ausschließlich durch Eckkanten (10) geschützt werden. So sind die nachfolgend beschriebenen Varianten des Skiaufbaues entsprechend den einleitenden Bemerkungen für den jeweiligen Verwendungszweck optimal geeignet.
In der ersten Variante soll ein Skipaar beschrieben werden, in welches in jedem Ski asymmetrisch (Fig.5) zwei Einlagen (Fig. 10) mit Aussparungen (21) in Kanälen (7,8) unter einem Winkel größer α = 10 Grad kleiner β = 80 Grad (Fig. 1) so mit Klebeharzen eingebaut sind, daß diese Einlagen im Paar symmetrisch analog Fig. 5 je eine Flachkante zu Skiseitenwange und Skilaufsohle (13) und eine Flachkante zur Skilaufsohle (14) bilden.
Analog Fig. 5, im Paar symmetrisch und im Einzelski asymmetrisch, können ebenfalls folgende Kombinationen von Einlagen eingebautwerden:
— Eckkante für Skilaufsohle (9) und Eckkante für Skioberfläche (10)
— Kernbauteil (11) und mehrlagige Flachkante für Skiseitenwange (20)
—Eckkante für Skilaufsohle mit abgewinkelter Trittplatte (15) und Kernbauteil mit abgewinkelter Trittbereichsverstärkung (16)
— Eckkante für Skioberfläche (10) und in viscoelastische Folien (18) eingebaute Eckkante für Skilaufsohle (19)
So erhält man pro Ski zwei sich voneinander unterscheidende Eigenschaften, die man je nach Bedarf in der Praxis durch einfaches Vertauschen der beiden Ski ausnutzen kann. Folgende Skieigenschaften können durch den wie o. g. unterschiedlichen,. Einbau der Einlagen erzielt werden:
— extremer oder geringer Kantenabdruck
— starke oder geringe Skispannung
— eisgriffiges oder weniger eisgriffiges Verhalten der Skiseitenwange und Laufsohlenkante
— Verringerung des Kantenverschleißes an der Skilaufsohle, an der Skioberfläche und an der Skiseitenwange
— gute Gleiteigenschaften oder guter Eisgriff des Ski.
In einer zweiten Variante (Fig. 7) sind zwei Einlagen, die kern bauteilbildend oder kantenbildend und abgewinkelt gleichzeitig eine Trittplatte (15) und/oderTrittbereichsverstärkung (16) bilden, eingebaut, wobei die Überplattung der beiden abgewinkelten Teile als Bindungsplatte bezeichnet wird, welche den Schuh-Bindungsbereich optimal verstärkt und zur Aufnahme von diversen Bindungsschrauben mit Bohrungen und Innengewinde (17) versehen ist.
Die eingeleiteten Kräfte des Skiläufers auf die Bindung des Skis werden direkt über die Einlagen auf die Skilaufsohle und/oder die Skilaufsohlenkante und/oder die Skiseitenkante wirksam.
In der dritten Variante soll ein Skipaar erläutert werden, dessen Einlagen asymmetrisch im Paar eingebaut sind (Fig. 6), um jeden einzelnen Ski eine eigene Skicharakteristik zu geben, z. B. ein Paar Ski, bestehend aus einem (vorwiegend) Abstoßski mit Abstoßkante (15) und Trittplatte und einem (vorwiegend) Gleitski mit Kerneinlage und Trittbereichsverstärkung (16) und einer Eckkante für die Skioberfläche (10) zur Verringerung des Oberkantenverschleißes an der dem Abstoßski gegenüberliegenden Skioberkante.
Neben den genannten Vorzügen soll in einer vierten Variante die Möglichkeit des Einsatzes der Einlagen als geeignetes Gestaltungselement der Skiseitenwange beschrieben werden. Die Einlagen können aus einem Stück oder auch mehrlagig (Fig. 9) und aus verschiedenen Materialien bestehen. Dabei werden mehrere Materialien (in Folienform) mit Klebeharzen verklebt und als kompakte Einlage (20) in einem Kanal (7,8) so eingebaut, daß die kantenbildende Fläche durch mehrfarbige Gestaltung des Einbaumaterials zu einem geeigneten Gestaltungselement der Skiseitenwange wird.
2. Beispiel
Entsprechend den einleitenden Bemerkungen für den jeweiligen Verwendungszweck soll im folgenden ein Ski zur optimalen Beherrschung der Siitonenlauftechnik beschrieben werden. In diesem Ski wird eine Einlage (Fig. 10) mit Aussparungen (21) in einem Kanal (7) unter einem Winkel größer α =10 Grad kleiner β = 80 Grad (Fig. 1) zwischen zwei viscoelastischen Folien (18) so eingebaut, daß die Einlage (19) zwischend den beiden viscoelastischen Folien in Richtung der Skiinnenkante oder Skiaußenkante beweglich gelagert ist (Fig.8).
Bei Druck des Systems Schuh-Bindung auf die Oberfläche des Skis in Richtung der Skiinnen- oder Skiaußenkante kann die Einlage aus der kantenbildenden oder zurückliegenden Lage (z. B. bei höherem Reibungskoeffizient des Einbaumaterials gegenüber dem des PE-Laufsohlenmaterials) heraustreten und dann freiliegend das Kantenabdruckverhalten verbessern.
3. Beispiel
Alle bisher beschriebenen Einlagen können vom Skihersteller in den Skikern und/oder in den Rohski eingebaut werden. Daneben ist es auch möglich, den nachträglichen Einbau der genannten Einlagen durch den Skifachhandel vornehmen zu lassen. So können generell alle Varianten, die einen Kanal (7,8) unter einem Winkel größer α = 10 Grad kleiner β = 80 Grad (Fig. 1) als Voraussetzung besitzen, durch entsprechenden nachträglichen Einbau kostengünstig realisiert und damit eine Gebrauchswerterhöhung des Ski erzielt werden.
Claims (11)
- Erfindungsanspruch: :1. Ski für Langlauf, Touren- und Alpineskilauf, gekennzeichnet dadurch, daß Einbauten vorzugsweise in Form von ebenen Einlagen über die gesamte Skilänge oder auch nur über deren Teilbereiche in Längsrichtung unter einem Winkel von größer α = 10° kleiner β = 80° an allen Skikanten zur Laufsohle und/oder zur Skioberfläche im Bereich der Laufsohle und/oder der Seitenwange und/oder des Skikernes und/oder der Skioberfläche fest angeordnet sind.
- 2. Ski nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß durchgehende und/oder einseitig geöffnete Kanäle (Schlitze) in dem Ski und/oder Skikern angeordnet sind, in denen die Einlagen mittels Klebeharzen angeordnet sind.
- 3. Ski nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Einlagen aus Metall, Duro-oder Thermoplast und/oder sonstigen hochfesten Materialien oder Materialkombinationen bestehen.
- 4. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Einlagen als Kernbauteil und/oder als Kante am bzw. im Ski flächenbündig oder freiliegend auf der Skiseitenwange und/oder dem Skiuntergurt und/oder der Skilaufsohle und/oder dem Skiobergurt und/oder der Skioberfläche austretend angeordnet sind.
- 5. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß Einlagen entweder symmetrisch im Ski und symmetrisch im Paar oder asymmetrisch im Ski und symmetrisch im Paar eingebaut sind.
- 6. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß Einlagen entweder symmetrisch im Ski und asymmetrisch im Paar oder asymmetrisch im Ski und asymmetrisch im Paar eingebaut sind.
- 7. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß ebene Einlagen so in den Ski und/oder Skikern eingebaut sind, daß sie aufgrund der räumlichen Bauform gleichzeitig als Trittplatte und/oder Bindungsplatte und/oder Trittbereichsverstärkung wirken, wobei diese bereits Bohrungen (Innengewinde) zur Montage verschiedener Skibindungssysteme besitzen können.
- 8. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die schräg stehenden Einlagen in viscoelastischer Folie angeordnet sind. - . -
- 9. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Einlagen mehrschichtig und farbig gestaltet sind.
- 10. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß Einlagen mit Aussparungen versehen sind.
- 11. Ski nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß Einlagen im Bereich der kantenbildenden und/oder kantenverstärkenden Lage als verschiedene Profilierungen gerade oder abgewinkelt zur Skiseitenwange aus dem Ski und/oder Skikern austretend angeordnet sind.
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