DD242248A1 - Verfahren zur grundwasserabsenkung bzw. -gewinnung mittels filterbrunnen - Google Patents
Verfahren zur grundwasserabsenkung bzw. -gewinnung mittels filterbrunnen Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf die Entwaesserung von Tagebauen bzw. der Trinkwassergewinnung. Waehrend das Ziel darin besteht, die Kosten zu senken, ist es die Aufgabe, eine Belueftung weitgehend zu vermeiden und eine Ueberbaggerung zu gewaehrleisten. Die Loesung besteht darin, dass das Wasser in Wasserfassungsraeumen innerhalb Voll- bzw. Filterrohre gesammelt und ueber Ableitungsrohre bzw. -schlaeuche zur UWM-Pumpe geleitet wird. Ueber die vorhandene Steigrohrleitung wird das Wasser abgepumpt. Durch die Wassersammlung und -ableitung wird eine Belueftung ausgeschlossen und nach Rueckbau der Steigrohrleitung ist eine Ueberbaggerung moeglich. Die Anwendung erfolgt in Tagebauen, Wasserwerken usw. Figur
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Grundwasserabsenkung bzw. -gewinnung mittels Filterbrunnen bei geringer Verockerung und Selektion der Grundwasserleiter insbesondere bei Tagebauentwässerungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen "
Es sind Verfahren bekannt, bei denen mittels Brunnen aus Voll- und Filterrohren das Wasser der Grundwasserleiter erfaßt und durch UWM-Pumpen und Steigrohrleitungen abgepumpt wird. Nachteilig ist dabei, daß das Wasser beim Herabstürzen in den Pumpensumpf belüftet wird und eine starke Verockerung eintritt.
Um die Verockerung zu verhindern, wurde bereits vorgeschlagen, die Wasserfassung mittels Fallfilterrohren vorzunehmen und die Steigrohrleitung außerhalb dieser Fallfilterrohre vorzusehen. Nachteilig ist bei diesem Absenkungsverfahren, daß die Steigrohrleitung aus Stahlrohr besteht und nicht überbaggert werden kann. Außerdem ist eine selektive Wasserfassung nur durch mehr Filterbrunnen zu ermöglichen.
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Verfahren zur Grundwasserabsenkung bzw.-gewinnung mittels Filterbrunnen zu entwickeln, bei welchem die Kosten gesenkt und die Wasserhebeleistungen spezifisch erhöht werden.
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Grundwasserabsenkung bzw. -gewinnung mittels Filterbrunnen zu entwickeln, welches bei geringer Belüftung des Wassers nur demontierbare bzw. baggerfähige Brunneneinbauten benötigt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in einem an sich bekannten Filterbrunnen mit Tonvoll- und Filterrohren das Grundwasser in einem Wasserfassungsraum gesammelt, über Ableitungsrohre oder -schläuche das gesammelte Grundwasser abgeleitet und unterhalb des Motors der UWM-Pumpe in den Sandfang eingeleitet und über eine Steigleitung abgepumpt wird.
Die Ableitungsrohre oder -schläuche sowie der Wasserfassungsraum sind so dimensioniert, daß keine Turbulenzen entstehen und entsprechend dem Zufluß aus den Grundwasserleitern eine gute Füllung erreicht wird.
Erfindungsgemäß ist der Sandfang mit der eingesetzten UWM-Pumpe durch Dichtmanschetten, welche am Steigrohr befestigt sind, hermetisch gegen den übrigen Brunnenraum abgedichtet. Dadurch entsteht im Sandfang bzw. Pumpensumpf, in den Ableitungsrohren, im Wasserfassungsraum und im Grundwasserleiter ein Unterdruck, welcher zur Erhöhung der Wasserergiebigkeit führt.
Der Wasserfassungsraum wird ebenfalls durch Abdichtmanschetten gebildet, die am Steigrohr befestigt sind und sich der Innenwandung der Brunnenrohre anschmiegen. Durch diesen Wasserfassungsraum wird also sowohl Wasser gesammelt, ohne das eine Belüftung erfolgt und gleichzeitig ein druckfester Abschluß der Brunnenröhre gegen den Sandfang trotzdem bewirkt wird. Aus den Grundwasserleitern gelangt das Grundwasser unter Überdruck oder durch Unterdruck im Brunnen über die Filterrohre in den Wasserfassungsraum, welcher sich an der Innenwandung der Brunnenrohre befindet. Nach Sammlung des Wassers im Wasserfassungsraum wird dieses in die Ableitungsrohre oder -schläuche eingeleitet und gelangt innerhalb der Brunnenrohre in den Sandfang, von wo es in die Steigleitung gepumpt oder oberirdisch abgeleitet wird.
Durch Verschiebung des Wasserfassungsraumes längs der Steigrohrleitung wird der Wasserzufluß aus dem Grundwasserleiter versperrt oder frei gegeben. Damit wird wahlweise die Entwässerung der Grundwasserleiter einzeln oder gemeinsam möglich.
Wenn der Brunnen außer Betrieb geht, wird die Steigrohrleitung mit UWM-Pumpe gezogen und der Brunnenausbau kann überbaggert werden.
Ausführungsbeispiel
Das erfindungsgemäße Verfahren soll anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden.
In dem Filterbrunnen 1, welcher aus Tonvollrohr 2, Tonfilterrohr 3 und Sandfang 4 besteht, ist eine Steigrohrleitung 6 mit UWM-Pumpe 5 eingesetzt.
An der Steigrohrleitung 6 sind Abdichtmanschetten 7 und 8 sowie 9 und 10 vorgesehen, die jeweils an der Innenwandung der Tonvollrohre 2 anliegen und an dem Tonfilterrohr 3 einen Wasserfassungsraum 11 bilden. Aus den Grundwasserleitern 12 bzw. 13 gelangt das Wasser in den Wasserfassungsraum 11 und wird durch die Ableitungsrohre 14 bzw. 15 in den Sandfang 44 geleitet. Das Wasser umströmt die UWM-Pumpe 5 und wird über die Steigleitung 6 abgepumpt. Zwischen der Brunnenbohrung und den Tonvollrohren 2 und Tonfilterrohren 3 ist ein Filterungsraum 21 gebildet, der oben an der Rasensohle 16 mit Rohton 17 als Dichtung gefüllt ist, und unterhalb des Rohtones 17 ist Kies eingebracht.
Der Filterbrunnen 1 ist mit einem Abschlußdeckel 18 gegen die Atmosphäre abgeschlossen, und ein Kabel 20 dient als Elektroenergieverso.rgung für die UWM-Pumpe 5. Mittels eines Strömungsüberwachungsgerätes 19 wird festgestellt, ob Wasser abgepumpt wird oder.eine Störung durch Wassermangel, Verstopfung usw. eingetreten ist.
Durch das Sammeln des Wassers in den Wasserfassungsräumen 11 ist eine Belüftung ausgeschlossen, und gleichzeitig wird ein Unterdruck im Sandfang erzeugt.
Außerdem kann durch Verschieben des Wasserfassungsraumes 11 längs der Steigleitung 6 der Wasserzufluß aus dem Grundwasserleiter 12 bzw. 13 frei gegeben oder versperrt werden. Damit ist auch eine selektive Fahrweise möglich.
Nach Ziehen der Steigrohrleitung 6 mit UWM-Pumpe 5 kann der Brunnenausbau überbaggert werden.
Claims (3)
- Erfindungsanspruch:1. Verfahren zur Grundwasserabsenkung bzw.-gewinnung mittels Filterbrunnen unter Verwendung von keramischen Vollrohren, Filterrohren und UWM-Pumpen mit Steigrohrleitung, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser aus den Grundwasserleitern (12) bzw. (13) an der Innenwandung der Filterrohre (3) in einem Wasserfassungsraum (11) gesammelt, durch Ableitungsrohre oder-schläuche (14) bzw. (15) in den Sandfang (4) geleitet und über eine Steigrohrleitung (6) abgepumpt wird, wobei Abdichtmanschetten (7), (8), (9) und/oder (10) den Brunnenraum hermetisch gegen den Pumpenraum im Sandfang (4) abdichten und gleichzeitig im Wasserfassungsraum (13) das Wasser aus dem Grundwasserleiter (12) bzw. (13) sammeln.
- 2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundwasser unterhalb der UWM-Pumpe (5) in den Sandfang eingeleitet wird.
- 3. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verschieben des Wasserfassungsraumes (11) entlang der Steigrohrleitung der Wasserzutritt aus dem Grundwasserleiter (12) bzw. (13) frei gegeben oder versperrt wird.
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1985
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