DD242443A1 - Fuellstoff fuer fachwerkwaende - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fuellstoff fuer Fachwerkwaende. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fuellstoff fuer Fachwerkwaende zu entwickeln, der aus einem Waermedaemmstoff und einem anorganischen Bindemittel besteht und vorteilhafte Eigenschaften bezueglich geringer Brandausbreitung, guten Feuchtigkeitsaustausches, anteiliger Waermebeharrung und nagemessen Waermedaemmvermoegens aufweist, der des weiteren bei geringer Masse genuegend stabil ist und fuer dessen Herstellung in der Regel Abfaelle aufgearbeitet und oertlich vorkommende anorganische Bindemittel verwendet werden koennen. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass Schaumstoffkoerper allseitig von einem Moertel umgeben sind, der aus Schaumstoffgranulat und/oder -flocken und Lehm besteht, wobei das Raumteileverhaeltnis des Moertels von 1,5:1 bis 2:1 betraegt und der Lehm jedes Schaumstoffteil in einer geschlossenen Schicht umgibt. Die Erfindung kann ueberall dort zur Anwendung kommen, wo bei Dachausbauten Leichtbau angestrebt wird und fuer eine Wetterschutzschicht und entsprechende Ueberdachung Sorge getragen ist.
Description
Es sind bauliche Lösungen bekannt, bei denen Fachwerkkonstruktionen das tragende Gerüst bilden und mit unterschiedlichen Füllstoffen versehen sind. So sind Lösungen bekannt, bei denen die Fachwerkfelder mit Stampflehm, Ziegelmauerwerk, Anhydrit oder Gasbeton ausgefüllt werden.
Diese Lösungen befriedigen jedoch nicht im Bezug auf angestrebten Leichtbau und Wärmedämmung.
Ferner sind Lösungen bekannt, bei denen der Füllstoff zum Ausfüllen der Gefache aus PS- bzw. PUR-Schaumstoff besteht, der entweder in kompakter Form als Platten oder in Form von Schüttgut als Granulat oder Flocken Verwendung findet. Diese Schaumstoffe besitzen zwar eine sehr hohe Wärmedämmung und sind leicht, nachteilig ist jedoch, daß der Grad der Brandausbreitung groß ist, daß eine Wärmebeharrung nicht vorhanden ist und daß die Wärmedämmung bei Ausfüllen der Fachwerkdicke übergroß ist, und die Fachwerkhölzer demgegenüber Wärmebrücken bilden, weiterhin ist der Feuchtigkeitsaustausch durch kompakte Schaumstoffkörper unbefriedigend.
Die Anwendung von Schaumstoffen in Form von Schüttgut beinhaltet einen weiteren Nachteil, indem sich durch das Setzen des Schüttgutes Hohlräume bilden und dieses Schüttgut durch vorhandene Öffnungen herausrieselt. Weiterhin sind Lösungen bekannt, bei denen der Füllstoff aus Mineralfasern besteht. Der Nachteil besteht auch hier im unbefriedigenden Feuchtigkeitsaustausch sowie in der geringen Wärmebeharrung und ungenügenden Winddichtheit, die zur Aufhebung der isolierenden Wirkung infolge Wärmeaustausches bei Luftdurchströmung führt, wenn die Wetterschutzschicht nicht winddicht schließt.
Alle vorgenannten Lösungen sind mit Mängeln behaftet und sind daher verbesserungsbedürftig.
Das Ziel der Erfindung ist es, einen Füllstoff für Fachwerkwände, bestehend aus einem Wärmedämmstoff und einem anorganischen Bindemittel zu entwickeln, dessen Brandausbreitung gering ist, der einen guten Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet, der einen Anteil an Wärmebeharrung besitzt, dessen Wärmedämmvermögen und Stabilität angemessen groß ist, und der leicht, kompakt und winddicht ist.
Des weiteren soll bei der Herstellung des Füllstoffes in der Regel einerseits auf Schaumstoffabfälle und andererseits auf örtlich vorhandene natürliche Vorkommen zurückgegriffen werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Füllstoff für Fachwerkwände, bestehend aus einem Wärmedämmstoff und einem anorganischen Bindemittel zu entwickeln, der durch sinnvolle Kombination beider Anteile als ein in sich gebundener Körper die Fachwerkfelder ausfüllt, eine geringe Brandausbreitung besitzt, einen guten Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet, einen Anteil an Wärmebeharrung aufweist, dessen Wärmedämmvermögen und Stabilität angemessen groß ist und der die Forderungen des Leichtbaues erfüllt. Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung, den Füllstoff so zu gestalten, daß vorwiegend die Verwendung von Abfällen möglich ist und bezüglich des anorganischen Bindemittels auf natürliche Vorkommen ohne erforderlichen energieverbrauchenden Aufwand zurückgegriffen werden kann. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Schaumstoffkörper allseitig von Mörtel umgeben sind, der aus Schaumstoffgranulat und/oder-flocken und Lehm im Raumteileverhältnis von 1,5:1 bis 2:1 besteht, in dem der Lehm jedes Schaumstoffteil in einer geschlossenen Schicht umgibt. Die erfinderische Lösung wird dadurch charakterisiert, daß Schaumstoffkörper in ein Fachwerkfeld mit einem Mörtel eingebracht werden, der selbst aus Schaumstoffgranulat und/oder-flocken und Lehm besteht. Da die Schaumstoffkörper sowie auch die aus Schaumstoffteilchen bestehende Mörtelkörnung allseitig mit Lehm umgeben sind und somit eine feuerhemmende Schicht vorliegt, wird eine geringe Brandausbreitung erzielt.
Andererseits ergibt sich aus der Lehmumhüllungsschicht eine den Füllstoff durchdringende Struktur mit guter Kapillarwirkung für den Feuchtigkeitsaustausch.
Durch den Lehmanteil im Füllstoff ist ein gewisser Anteil an Wärmebeharrung im Bauwerksteil vorhanden. Der Füllstoff ist bezogen auf die Dicke bei Fachwerksausfüllung angemessen wärmedämmend, genügend stabil, des weiteren kompakt, so daß ein Setzen bzw. das Rieseln des Füllstoffes vermieden wird und die Fachwerksausfüllung winddicht ist. Durch die Einbettung von Schaumstoffkörpern, die allseitig mit Mörtel umgeben sind, ist der Füllstoff leicht. Die Masse beträgt etwa 200... 250 kg/m3. Da die Form und Größe der Schaumstoffkörper nicht wesentlich für den Füllstoff sind, kann vielfach auf PS- bzw. PUR-Schaumstoff-Abfälle zurückgegriffen werden. Lehmvorkommen sind weitverbreitet, so daß der erfindungsgemäße Füllstoff mit geringen Kosten realisierbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles in zweckmäßiger Darstellung unter Einbeziehung von technologischen Randbedingungen erläutert.
Ein Fachwerk wird außenseitig mit einer Wetterschutzschicht versehen. Diese Wetterschutzschicht kann bestehen aus Bretterverschalung, Dachpappe, Ebenasbest, Schiefer- oder PVC-Platten.
Die nun kastenförmigen Fachwerkfelder werden mit dem erfindungsgemäßen Füllstoff von der Innenseite herausgefüllt, indem eine Schicht kellengerecht hergestellter Mörtel, der aus Schaumstoffgranulat und/oder -flocken und Lehm im Raumteileverhältnis von 1,5:1 bis 2:1 besteht, in dem der Lehm jedes Schaumstoffteil in einer geschlossenen Schicht umgibt, auf die Verschalung aufgetragen wird. In diesen Mörtel werden vorzugsweise ca. 3... 4cm dicke prismenförmige Schaumstoffkörper flach eingedrückt. Anschließend wird auf die eingedrückten Schaumstoffkörper eine weitere fugenfüllende Schicht kellengerechter Mörtel aufgebracht und die zweite Schicht Schaumstoffkörper zur ersten Schicht fugenversetzt eingedrückt.
Dies wird so lange wiederholt, bis mit der letzten fugenfüllenden Mörtelschicht an der Innenseite der Fachwerkbündigkeit erreicht ist.
Die Gestaltung der Innenfläche kann wahlweise erfolgen. So z. B. das Anbringen eines Putzträgers wie Ziegeldraht für Innenglattputz, von Gipskartonplatten oder von Spanplatten.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Füllstoff für Fachwerkwände, bestehend aus einem Wärmedämmstoff und einem anorganischen Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß Schaumstoffkörper allseitig von Mörtel umgeben sind, der aus Schaumstoffgranulat und/oder -flocken und Lehm im Raumteileverhältnis von 1,5:1 bis 2:1 besteht, in dem der Lehm jedes Schaumstoffteil in einer geschlossenen Schicht umgibt.Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft einen Füllstoff für Fachwerkwände, vorzugsweise für Dachausbauten
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD85282227A DD242443A1 (de) | 1985-10-30 | 1985-10-30 | Fuellstoff fuer fachwerkwaende |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD85282227A DD242443A1 (de) | 1985-10-30 | 1985-10-30 | Fuellstoff fuer fachwerkwaende |
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| DD242443A1 true DD242443A1 (de) | 1987-01-28 |
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ID=5572544
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| DD (1) | DD242443A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9004744U1 (de) * | 1990-04-04 | 1990-08-30 | Krickl Lüftungsbau GmbH, 8264 Waldkraiburg | Wärmetechnische Isolation |
-
1985
- 1985-10-30 DD DD85282227A patent/DD242443A1/de not_active IP Right Cessation
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