DD242637A5 - Kammerwand - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kammerwand, die zum Einsetzen in einem Konverter zur Behandlung von Metallschmelze mittels Magnesium bestimmt ist. Die Ausgestaltung der Kammerwand eines Konverters hat einen entscheidenden Einfluss auf den Wirkungsgrad der Behandlung einer Gusseisenschmelze im Konverter einerseits und auf die Treffsicherheit der Einstellung des Restmagnesiumgehaltes andererseits. Es sollen die Nachteile durch falsche Dimensionierung der Kammer vermieden und ein hoher Wirkungsgrad der Behandlung der Gusseisenschmelze bei hoher Treffsicherheit im Erreichen des Restmagnesiums erzielt werden. Um diesen Einfluss optimal zu steuern, wird die Laenge L der Kammerwand nach der Formel L600T0,45A und die Hoehe H nach der Formel H0,5 LA bestimmt, wobei A einen Koeffizienten zwischen 0,5 bis 1,5 je nach Schwefelgehalt von 0,01 bis 0,15 Gew.-% und je nach Dicke der feuerfesten Auskleidung (7) von 40 bis 150 mm des Gefaesses (1) bedeutet. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft die Kammerwand eines Konverters zum Behandeln von Gußeisenschmelze mittels Magnesium.
Ein Konverter zum Behandeln von Gußeisenschmelze mittels Magnesium weist im Bodenbereich des Konverters eine Kammer auf, die von der Schmelze durch eine Kammerwand getrennt ist. Die Kammerwand enthält in unterschiedlichen Höhen vom Boden des Konverters eine bestimmte Anzahl von Öffnungen. Während des Schwenkens des Konverters von der waagerechten Füllage in die senkrechte Behandlungslage und auch danach dringt durch die unterste Öffnung die Gußeisenschmelze in die Kammer ein und verdampft geregelt das Magnesium. Die Magnesiumdämpfe entweichen aus der Kammer durch die oberen Öffnungen in die Gußeisenschmelze. Für eine bestimmte Gußeisenmenge mit bestimmtem Schwefelgehalt muß eine bestimmte Menge von Magnesium zugegeben werden, um den Anfangsschwefelgehalt, z. B. von 0,1 % auf 0,006%, zu senken und um in der Gußeisenschmelze noch eine Restmagnesiummenge von z.B. 0,045% zu erreichen. *
Die Kammerwand muß deshalb in bezug auf die zu behandelnde Menge von Gußeisenschmelze eine bestimmte Form und Größe aufweisen. Ein zu klein oder zu groß gewähltes Kammervolumen beeinträchtigt den Wirkungsgrad der Behandlung und auch die Treffsicherheit im Erreichen des vorgegebenen Restmagnesiumgehaltes in der Gußeisenschmelze.
Ziel der Erfindung ist es, die durch eine falsche Dimensionierung der Kammer hervorgerufenen Nachteile zu vermeiden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Bemessung und Gestaltung der Kammerwand gemäß der zu behandelnden Menge der Gußeisenschmelze so vorzuschlagen, daß ein hoher Wirkungsgrad der Behandlung der Gußeisnschmelze mittels Magnesium und auch die Treffsicherheit im Erreichen des vorgegebenen Restmagnesiums in der Gußeisenschmelze gesichert wird.
Diese Aufgabe wird durch eine Kammerwand gelösut, die zum Einsetzen in einen Konverter zur Behandlung von Gußeisenschmelze mittels Mangesium bestimmt ist und die eine bogen- bzw. winkelartige Form aufweist, mit einer bestimmten Anzahl von in unterschiedlichen Höhen vom Bodenbereich des Konverters angeordneten Öffnungen, bei welcher die Länge L in mm der Kammerwand in bezug auf die Menge T in Tonnen der Gußeisenschmelze nach der Formel L = 600 χ Τ0·45 χ Α, und die Höhe H in mm der Kammerwand nach der Formel H = 0,5 L χ A bestimmt ist, wobei A einen Koeffizienten zwischen 0,5 bis 1,5 je nach Schwefelgehalt von 0,01 bis 0,15% und je nach Dicke S der feuerfesten Auskleidung von 40 bis 150 mm des Gefäßes bedeutet.
Die Gesamtfläche F in cm2 der Öffnungen der Kammerwand ist vorteilhaft nach der Formel F = 7,3 χ Τ03 χ B bestimmt, wobei T die Menge der Gußeisenschmelze in Tonnen und B einen Koeffizienten von 0,6 bis 1,4 je nach Schwefelgehalt zwischen 0,01 bis 0,15% bedeutet.
Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Gesamtfläche F der Öffnungen in der Kammerwand mit 25-45% auf die unteren Öffnungen, mit 15-35% auf die oberen und mit 35-55% auf die mittleren Öffnungen unterteilt ist.
Ausführungsbeispiel
Anhand der beiliegenden Figuren wird die Erfindung in schematischer Darstellung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: den Bodenbereich des Konverters mit der Kammerwand in bogenartiger Form; Fig.2: den Schitt A-A von Fig. 1;
Fig.3: den Bodenbereich des Konverters mit der Kammerwand in winkelartiger Form und Fig.4: den Schnitt B-B von Fig.3.
Im Gefäß 1 ist eine Kammer 2 angeordnet. Die Beschickung der Kammer 2 mit Magnesium 4 geschieht über die Öffnung 5a, die mittels eines Verschlusses 5 abschließbar ist. Die Öffnungen 3; 3a; 3 b in der Kammerwand 2 a der Kammer 2 haben verschiedene Funktionen. Einerseits dringt die Metallschmelze 6 durch die Öffnung 3 in die Kammer 2 ein, während der Austritt der Dämpfe des Magnesiums 4 aus der Kammer2 durch die Öffnungen 3a; 3b erfolgt. Das Gefäß 1 wird auf bekannte Weise von einer waagerechten Lage (nicht dargestellt) in die senkrechte Behandlungslage gemäß den Fig. 1 und 3 geschwenkt, wodurch das Verdampfen des Magnesiums eingeleitet wird, nämlich im Moment des Eindringens der Metallschmelze 6 durch die Öffnung 3 in die Kammer 2.
Die Länge L in mm der Kammerwand 2 a ist gemäß der zu behandelnden Menge T in Tonnen der Metallschmelze 6 nach der Formel L = 600 χ T0'45 χ A und die Höhe H in mm der Kammerwand 2a nach der Formel H = 0,5L x A bestimmt. Der Koeffizient A liegt im Bereich von 0,5 bis 1,5 je nach Schwefelgehalt von 0,01 bis 0,15% und je nach Dicke S der feuerfesten Auskleidung 7 von 40 bis 150mm des Gefäßes 1.
Die Gesamtfläche Fin cm2 der Öffnungen 3; 3 a; 3 b in der Kammerwand 2 a ist nach der Formel F = 7,3 χ Τ0·3 χ Β bestimmt, wobei T wieder die zu behandelnde Menge in Tonnen der Metallschmelze 6 bedeutet. Der Koeffizient B liegt im Bereich von 0,6 bis 1,4 je nach Schwefelgehalt von 0,01 bis 0,15%.
Es ist vorteilhaft, die Gesamtfläche der Öffnungen 3; 3a; 3 b so zu verteilen, daß auf die eine bzw. mehrere untere Öffnungen 3 25-45%, auf die eine bzw. mehrere obere Öffnungen 3 a 15-35% und auf die mehrere bzw. eine mittlere Öffnung 3 b 35-55% entfällt.
Die Kammerwand 2 a kann eine bogenartige (Fig. 1) bzw. winkelartige (Fig. 3) Form aufweisen. Die Form des Gefäßes 1 kann rund (Fig. 1) bzw. eckig (Fig.3) sein.
Claims (3)
- Erfindungsanspruch:1. Kammerwand, die zum Einsetzen in einen Konverter zur Behandlung von Metallschmelze, vorzugsweise Gußeisenschmelze mittels Magnesium bestimmt ist und die eine bogen- bzw. winkelartige Form aufweist, mit einer bestimmten Anzahl von in unterschiedlichen Höhen vom Bodenbereich des Konverters angeordneten Öffnungen, gekennzeichnet dadurch, daß die Länge L in mm der Kammerwand (2a) in bezug auf die Menge T in Tonnen der Gußeisenschmelze nach der Formel L= 600 x T0'45 x A, und daß die Höhe H in mm der Kammerwand (2a) nach der Formel H = 0,5L χ A bestimmt ist, wobei A einen Koeffizienten zwischen 0,5 bis 1,5 je nach Schwefelgehalt von 0,01 bis 0,15% und je nach Dicke S der feuerfesten Auskleidung (7) von 40 bis 150mm des Gefäßes (1) bedeutet.
- 2. Kammerwand nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Gesamtfläche F in cm2 der Öffnungen (3; 3a; 3 b) der Kammerwand (2 a) nach der Formel F = 7,3 χ T0'3 x B bestimmt ist, wobei Tdie Menge der Gußeisenschmelze in Tonnen und Beinen Koeffizienten von 0,6 bis 1,4 je nach Schwefelgehalt zwischen 0,01 bis 0,15% bedeutet.
- 3. Kammerwand nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Gesamtfläche F der Öffnungen (3; 3a; 3 blinder Kammerwand (2a) mit 25-45% auf die unteren Öffnungen (3), mit 15-35% auf die oberen Öffnungen (3a) und mit 35-55% auf die mittleren Öffnungen (3b) unterteilt ist.
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