DD243634A5 - Fungizide zusammensetzung - Google Patents

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DD243634A5 DD85275796A DD27579685A DD243634A5 DD 243634 A5 DD243634 A5 DD 243634A5 DD 85275796 A DD85275796 A DD 85275796A DD 27579685 A DD27579685 A DD 27579685A DD 243634 A5 DD243634 A5 DD 243634A5
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Barry T Friedlander
Robert A Davis
Allen R Blem
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Uniroyal Inc.,Us
Uniroyal Ltd.,Ca
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft fungizide Mittel fuer die Anwendung in der Landwirtschaft. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer Zusammensetzungen mit starker Wirksamkeit gegenueber einem breiten Spektrum von Pilzen und ohne Hemmwirkung auf das Pflanzenwachstum. Erfindungsgemaess werden als Wirkstoff in den neuen fungiziden Zusammensetzungen Verbindungen der Formel eingesetzt, worin beispielsweise bedeuten: Z und Z1 gleich oder verschieden Sauerstoff, Schwefel, SO, SO2 oder NR3, Y Stickstoff oder CH, R ein linearer oder verzweigter C2-C12-Alkylenrest, R1 Wasserstoff, eine C1-C4-Alkylgruppe, ein Benzyl- oder ein Phenylrest, R2 eine Phenyl-, Phenoxy-, Phenylthio-, Phenylsulfinyl-, Phenylsulfonyl-, Phenylamino-, Benzyl-, eine durch Halogen, eine C1-C4-Alkyl-, eine C1-C4-Alkoxy-, Nitro-, Cyano-, Trihalogenmethyl-, Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenoxy-, eine durch Halogen, eine C1-C4-Alkyl-, C1-C4-Alkoxy-, Nitro-, Cyano-, Trihalogenmethyl-, Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenylgruppe und R3 Wasserstoff oder eine C1-C6-Alkylgruppe.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft fungizide Mittel mit einem Gehaltan neuen substituierten Imidazolen und Triazolen für die Anwendung in der Landwirtschaft.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Der wirtschaftliche Verlust, der mit dem Pilzbefall bei Pflanzen verbunden ist, wird durch die fortlaufende Entwicklung immer neuer Verbindungen, die als Fungizide eingesetzt werden, aufgezeigt. Diese Entwicklung setzt sich auf Grund der Notwendigkeit, Breitbandfungizide zu entwickeln, die gegenüber allen Arten von Pilzen, die Pflanzen und Vegetation befallen, wirksam sind, unvermindert fort.
Unter vielen Klassen und Arten von Verbindungen, die zur Verwendung als Fungizide entwickelt worden sind, sind verschiedene ' Gruppen substituierter Imidazole und Triazole. So werden z.B. in der EPU 29355 Azolverbindungen beschrieben, die außerhalb des Rahmens der vorliegenden Erfindung liegen. In der EPÜ 92158 wird eine neue Klasse von Thiazolidinverbindungen beschrieben, die zur Verwendung als Fungizide herangezogen werden kann. In den EPÜ 61 789 und EPÜ 61794, die im wesentlichen identisch sind, werden azolsubstituierte Fungizide beschrieben. In der GB-Anmeldung 2098607 wird eine Klasse von Aryl-phenyl-ether-Derivaten beschrieben, die zur Bekämpfung von phytopathogenen Mikroorganismen sowie als antimykotische und/oder anticonvulsive und anxiolytische pharmazeutische Wirkstoffe verwendet werden können. In der US-PS 3 575 999 wird eine Klasse von Imidazolderivaten genannt, die fungizide Wirkung aufweisen. Andere substituierte Triazole werden in bekannten Dokumenten zur Verwendung als antimikrobielle Wirkstoffe beansprucht, in den US-PS 4079062 und US-PS 4402963 werden z. B. triazolsubstituierte Verbindungen beschrieben, die in dieser Hinsicht verwendbar sind. Ein bei vielen Verbindungen, die nach dem Stand der Technik bekannt sind, auftretendes Problem besteht darin, daß sie zusätzlich zu ihren fungiziden Eigenschaften das Pflanzenwachstum beeinflussen können. Oftmals ist eine solche Eigenschaft erwünscht. Die Aufgabe eines Fungizids besteht jedoch in dem Schutz von Pflanzen oder Vegetation durch Verhinderung des Pilzbefalls. Eine Verbindung, die als Fungizid wirksam ist und die ebenfalls als Regulator des Pflanzenwachstums wirkt, hemmt das Pflanzenwachstum. In diesen Fällen ist es offensichtlich, daß der Schutz, wenn er nicht negativerwirkt als der Befall, keine Verbesserung gegenüber der Erkrankung der Pflanzen darstellt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer fungizider Mittel, deren Wirksamkeit gegenüber einem breiten Spektrum von Pilzen größer ist als die der bekannten Verbindungen und die keine nachteiligen Wirkungen auf das Wachstums der Kulturpflanzen aufweisen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Klasse fungizider Wirkstoffe aufzufinden, die gegenüber einer Vielzahl von Pilzen wirksam sind, insbesondere eine Klasse von Verbindungen, die nicht nur ein breites Spektrum von Pilzen angreift, sondern auch keine nachteiligen Wirkungen auf das Pflanzenwachstum aufweist und die als Wirkstoff in fungiziden Mitteln geeignet
Erfindungsgemäß wird eine neue Klasse von Imidazol- und Triazol-substituierten Verbindungen zur Verfugung gestellt, deren Wirksamkeit gegenüber einem breiten Spektrum von Pilzen größer ist als die der Imidazol- und Tria/ol-substituierten Verbindungen, die nach dem Stand der Technik bekannt sind. Zusätzlich dazu werden die Verbindungen der Erfindung durch das Fehlen von Wirkungen auf das Pflanzenwachstums charakterisiert. Folglich werden die Pflanzen und Vegetation, die gegen Pilze durch Verbindungen nach dieser Erfindung geschützt werden, nicht durch nachteilige Wirkungen durch die zum Schutz anwesenden Verbindungen beeinflußt.
Erfindungsgemäß werden als Wirkstoff in den neuen fungiziden Mitteln Verbindungen der Formel
angewandt, ,
in der Z und Z1 gleich oder verschieden, und zwar Sauerstoff, Schwefel, SO, SO2 oder NR3 sein können, ausgenommen, daß Z und Z1 gleichzeitig Sauerstoff sind und wenn Z oder Z1 Schwefel bedeuten, das andere Z der Z1 nicht NR3 sein kann, Y gleich N oder CH bedeutet, R ein linearer oder verzweigter C2-C12-Al kylenrest, R1 Wasserstoff oder eine CrC4-Alkylgruppe, ein Benzyl- oder ein Phenyl rest, R2 eine Phenyl-, Phenoxy-, Phenylthio-, Phenylsuifinyl-, Phenylsulfonyl-, Phenylamino-, Benzyl-, eine durch Halogen, eine C1-C4-AIkYl-, eine C1-C4-AIkOXy-, Nitro-, Cyano-, Trihalogenmethyl-, Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenoxy-, eine durch Halogen, eine C1-C4-AIkVl-, eine Ci-C4-AIkOXy-, Nitro-, Cyano-, Trihalogenmethyl-, Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenylgruppe, und R3 Wasserstoff oder eine C1-C6-Alkylgruppe bedeuten.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich fernerhin auf ein Verfahren zur Bekämpfung von Pilzen durch die Anwendung einer fungiziden wirksamen Menge einer der oben beschriebenen Verbindungen.
Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.besteht in einem Verfahren zur Herstellung der Verbindung dieser Erfindung. Nach diesem Verfahren wird ein Azolketon der Formel
-C-CH-N
Y=J
in der Y, R1 und R2 die Bedeutung haben, wie sie weiter oben für die in der Reaktion hergestellte Verbindung gegeben worden ist, mit einer Verbindung der Formel
HZ-R-Z1H,
in der R, Z und Z1 die Bedeutung haben, wie sie weiter oben für die in der Reaktion hergestellte erfindungsgemäße Verbindung gegeben worden ist, einschließlich der darin eingeschlossenen Beschränkungen, außer daß Z und Z1 nicht SO oder SO2 sein können, umgesetzt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gruppe von Verbindungen mit der Formel
(D
CH - N
in der Z und Z1 gleich oder verschieden sind, und zwar Sauerstoff, Schwefel, SO, SO2 oder NR3, ausgenommen, daß Z und Z1 nicht gleichzeitig Sauerstoff sind, und auch, wenn Z oder Z1 Schwefel bedeutet, daß dann das andere Z oder Z1 nicht NR3 sein kann; Y Stickstoff oder CH bedeutet; R eine lineare oder verzweigte C2-C12-Alkylengruppe bedeutet; R1 Wasserstoff, eineC-i-CrAlkyl-, Benzyl- oder Phenylgruppe bedeutet; R2 eine Phenyl-, Phenoxy-, Phenylthio-, Phenylsulfinyl-, Phenylsuifonyl-, Phenylamino-, Benzyl-, durch Halogen, eine C-pd-Alkylgruppe, eine C-rCi-Alkoxygruppe, Nitrogruppe, Cyanogruppe,Trihalogenmethylgruppe oder eine Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenoxy-, durch Halogen, Ci-Ct-Alkylgruppe, C1-C4-Alkoxygruppe, Nitrogruppe, Cyanogruppe, Trihalogenmethylgruppe, Mono-, Di-oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenylgruppe bedeutet und R3 Wasserstoff oder eine CrCe-Alkylgruppe ist.
Bevorzugter nach dieser Erfindung ist eine Verbindung entsprechend Formel (I), in der Y Stickstoff, Z Sauerstoff, Z1 Schwefel oder SO2, R eine lineare und verzweigte C2-C5-Alkylengruppe, R1 Wasserstoff, eine Methyl- oder Phenylgruppe und R2 eine Phenyl-, Phenoxy-, Phenylthio-, eine durch Fluor, Chlor, Brom, eine Methyl-, Methoxy-, Trifluormethyl-, oder Dichlormethoxygruppe substituierte Phenoxy- oder eine durch Fluor, Chlor, Brom, eine Methyl-, Methoxy-, Trifluormethyl- oder Dichlormethoxygruppe substituierte Phenylgruppe bedeuten.
Am meisten bevorzugt nach dieser Verbindung ist eine Verbindung entsprechend der Formel für die Verbindung (I), in der Y Stickstoff, Z Sauerstoff, Z1 Schwefel oder SO2, R eine C2-Alkylengruppe, R1 Wasserstoff und R2 ejne Phenyl-, Phenoxy-, Phenylthio-, eine mit Brom substituierte Phenyl- oder eine mit Brom substituierte Phenoxygruppe bedeuten. Die Verbindung dieser Erfindung, Verbindung I, wird nach einem Verfahren hergestellt, in dem eine Verbindung der Formel
(M)
in der Y, R1 und R2 die Bedeutung haben, wie sie für Verbindung I weiter oben definiert wurden, mit einer Verbindung der Formel
HZ-R-Z1H " (III)
in der R, Z, Z1 die Bedeutung und die Einschränkungen haben, die für Verbindung !gegeben wurden, außer daß Z und Z1 nicht SO oder SO2 sein können, umgesetzt wird.
In dieser Reaktion wird wenigstens 1 Mol und vorzugsweise ein Überschuß an Verbindung III mit einem Mol der Verbindung Il umgesetzt. Üblicherweise wird die Reaktion in Gegenwart eines sauren Katalysators durchgeführt. Der in dieser Reaktion verwendete Katalysator ist eine Lewis-Säure. Unter den Lewis-Säuren innerhalb des Umfanges dieser Erfindung sind Methansulfonsäure, Benzensulfonsäure, p-Toluensulfonsäure, Aluminiumchlorid, Zinkchlorid, Zinnchlorid und ähnliche. Am meisten von diesen bevorzugt wird p-Toluensulfonsäure.
Weiterhin wird die Reaktion vorzugsweise in einem Lösungsmittelgemisch durchgeführt, wobei das Lösungsmittel eine inerte organische Flüssigkeit bedeutet. Unter den bevorzugten inerten organischen Lösungsmitteln innerhalb des Umfanges dieser Erfindung befinden sich Kohlenwasserstoffe wie Hexan, Cyclohexan, Heptan, Benzen, Toluen, Xylen und ähnliche. Andere bevorzugte Lösungsmittel sind die niederen Alkanole, z. B. 1-Butanol. Weiterhin können chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Di-, Tri- und Tetrachlormethan, Dichloretha^Trichloretha^Tetrachlorethan und ähnliche verwendet werden. Schließlich sind Ether wie Tetrahydrofuran und 1,4-Dioxan weitere Lösungsmittel innerhalb des Umfanges dieser Erfindung. Von diesen Lösungsmitteln wird ein Lösungsmittelgemisch aus Toluen und einem niederen Alkanol, vorzugsweise Butanol-1, besonders bevorzugt.
Die Reaktion wird innerhalb einer Zeitspanne von einem bis zu vier Tagen, normalerweise bei der Rückflußtemperatur des verwendeten Lösungsmittels durchgeführt. Während der Reaktionszeit wird Wasser azeotrop abgetrennt. Die Isolierung des Reaktionsproduktes, der Verbindung I, wird schließlich durch übliche Methoden durch die Fällung des sauren Salzes der Verbindung I durchgeführt. Andererseits kann das Produkt aus der Mutterlauge des Reaktionsgemisches isoliert werden. Es wird an dieser Stelle betont, daß das Produkt dieser Reaktion nicht alle Verbindungen nach der vorliegenden Erfindung einschließt. Insbesondere sind die Bedeutungen von Z und Z1 auf Sauerstoff, Schwefel und NR3 beschränkt. Um die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu erhalten, in denen wenigstens eines von Z oder Z1 ein Sulfoxid oder Sulfon (SO bzw. SO2) ist, ist eine weitere Umsetzung notwendig.
In der bevorzugten Ausführungsform, nach der ein Sulfoxid hergestellt wird, wird das Reaktionsprodukt, das nach der oben beschriebenen Methode hergestellt wurde, weiter mit einem Oxidationsmittel umgesetzt. Oxidationsmittel innerhalb des Umfanges der Erfindung schließen ein: Periodate, z. B. Natriumperiodat, Kaliumperiodat und so weiter; Peroxide, z.B. Wasserstoffperoxid, Natriumperoxid und ähnliche; Peroxysäuren, z. B. Peroxybenzoesäure und m-Chlorperoxybenzoesäure. Von diesen Oxidationsmitteln wird m-Chlorperoxybenzoesäure besonders bevorzugt.
In dieser Reaktion, nach der die Ausführungsform Sulfoxid der Verbindung dieser Erfindung hergestellt wird, wird das Produkt, das in der ersten Stufe hergestellt wurde, d. h. Verbindung I, in der Z und Z1 nicht SO oder SO2 bedeuten, mit einem Äquivalent des Oxidationsmittels, wie sie oben erläutert wurden, vorzugsweise m-Chlorperoxybenzoesäure, umgesetzt. Die Reaktionszeit beträgt zwischen einer und 24 Stunden und die Reaktionstemperaturzwischen O0C und Zimmertemperatur. Die Reaktion wird in Gegenwart von Lösungsmitteln, d.h. chlorierten Kohlenwasserstoffen, durchgeführt.
In der Ausführungsform, in der ein Sulfon hergestellt wird, d. h. in der wenigstens eines von Z oder Z1 eine SO2-Gruppe ist, wird die gleiche Reaktion durchgeführt, außer daß wenigstens zwei Äquivalente, und bevorzugt mehr als diese, des Oxidationsmittels, vorzugsweise der m-Chlorperoxybenzoesäure, verwendet werden. Wie im Falle der Herstellung des Sulfoxids wird diese Stufe in Gegenwart eines Lösungsmittels, das wiederum vorzugsweise ein chlorierter Kohlenwasserstoff ist, durchgeführt. Von den chlorierten Kohlenwasserstoffen, die im Sinne dieser Erfindung als Lösungsmittel verwendet werden können, sind Chloroform und Methylenchlorid besonders bevorzugt. Die Reaktion zur Herstellung des Sulfons wird, im Gegensatz zu der zur Herstellung des Sulfoxids, bei erhöhter Temperatur durchgeführt, vorzugsweise bei der
-4- IAO ÖÜ4
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die Reaktanten Verbindungen Il und III, in denen Y Stickstoff, Z Sauerstoff, Z1 Schwefel, R ein linearer oder verzweigter C2-C5-Alkylenrest, R1 Wasserstoff, eine Methyl- oder Phenylgruppe und R2 eine Phenyl-, Phenylthio-, eine durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Methoxy, Trifluormethyl oder Trichlormethyl substituierte Phenyl- oder Phenoxygruppe bedeuten.
In einer noch mehr bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens haben die Reaktionspartner die Strukturformel der Verbindungen Il und III, in denen Y Stickstoff, Z Sauerstoff, Z1 Schwefel, R eine C2-Alkylengruppe, R1 Wasserstoff und R2 eine Phenyl-, Phenylthio-, Phenoxy-, eine mit Brom substituierte Phenyl oder eine mit Brom substituierte Phenoxygruppe bedeuten. Die Verbindung dieser Erfindung, Verbindung I, wird besonders als Fungizid zur Bekämpfung von Pilzwachstum an Pflanzen und Vegetation verwendet. Es ist von besonderer Bedeutung, daß die Verbindungen dieser Erfindung gegen phytopathogene Pilze wirksam sind, die Bestandteil der Pflanze oder tief in das Pflanzengewebe eingebettet sind. Unter den Krankheiten, die durch die Verbindungen nach dieser Erfindung wirksam bekämpft werden können, sind echter Mehltau bei Gerste (Erysiphe graminis) und Gurke (Erysiphe cichoracearum) sowie Rosterkrankungen, wie Bohnenrost (Uromyces phaseoli). Bei verschiedenen Verbindungen dieser Erfindung konnte auch eine Wirksamkeit gegen andere Pilze, die Pflanzenerkrankungen hervorrufen, gefunden werden, zu denen z. B. gehören: Alternaria Solani, Cercospora arachidicola, Phytophthora infestans, Sclerotinia sclerotiorum, Sclerotium rolfsii, Fusarium oxysporum, Helminthosporium maydis und Piricularia oryzae. Um die Verbindungen nach dieser Erfindung auf ihrem Hauptanwendungsgebiet, als Fungizide, wirksam einsetzen zu können, können die Verbindungen als solche oder in Gemischen mit inerten Trägermaterialien und/oder Zusatzstoffen unter Bildung einer fungizid wirksamen Zusammensetzung angewendet werden. In einer Ausführungsform einer solchen Zusammensetzung wird Verbindung I mit einem festen, inerten Trägermaterial kombiniert. Unter den inerten Trägermaterialien innerhalb des Schutzumfanges dieser Erfindung sind die mineralischen Silikate, z. B. Glimmer, Talk, Pyrophyllit und Tone. Weitere feste Trägermaterialien innerhalb des Schutzumfanges dieser Erfindung sind Vermicullit, Holzkohle und Maiskolben. Feste Zusammensetzungen, die durch Mischung der oben genannten festen inerten Trägermaterialien und der aktiven Verbindung hergestellt wurden, werden durch nach flem Stand der Technik gut bekannte Methoden angewendet, z.B. durch Auswerfen, Zwischenbehandlung, Einarbeiten in den Boden und Saatgutbehandlung.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Zusammensetzung nach dieser Erfindung wird eine flüssige Zusammensetzung, die aus der Verbindung I und einem flüssigen, inerten .Trägermaterial besteht, angewendet. In dieser bevorzugten Ausführungsform kann dasflüssigeTrägermaterial ein Lösungsmittel oder ein Suspensionsmittel für die aktive Verbindung, Verbindung I, sein. Es wird betont, daß das Trägermaterial selbst inert in bezug auf eine fungizide Wirksamkeit hin ist.
Unter den flüssigen Trägermaterialien innerhalb des Schutzumfanges dieser Erfindung sind Wasser, Alkanole und aromatische Lösungsmittel wie substituierte und unsubstituierte Phenole, Benzen, Kerosin, Toluen und Xylen. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der flüssigen Zusammensetzung nach dieser Erfindung ist eine Emulsion, die dadurch hergestellt wird, daß Verbindung I in einem geeigneten organischen Lösungsmittel gelöst wird und dann diese Lösung in Wasser gegeben wird. Zur Herstellung der Emulsion wird natürlich ein Emulgator, ein oberflächenaktiver Stoff, der ein anionisches, nicht-ionisches oder kationisches oberflächenaktives Mittel sein kann, zugesetzt.
In einer weiteren Ausführungsform der flüssigen Zusammensetzung nach dieser Erfindung wird aus Verbindung I und Wasser ohne die Verwendung eines organischen Lösungsmittels eine Dispersion hergestellt. Zur Herstellung eine solchen Suspension werden wiederum oberflächenaktive Dispergatoren verwendet.
Die oberflächenaktiven Mittel, die bei der Herstellung von Zusammensetzungen mit einer flüssigen Phase wirksam sind, sind dem Fachmann bekannt. Zum Beispiel stellt die US-PS 2.547.734 ausführlich Beispiele für solche oberflächenaktiven Mittel zur Verwendung bei Emulsionen und Dispersionen nach dieser Erfindung zur Verfugung.
In einer weiteren flüssigen Zusammensetzung nach dieser Erfindung werden Lösungen hergestellt, die zur Anwendung der Verbindung dieser Erfindung als Aerosol dienen. Diese Zusammensetzungen werden hergestellt, indem Verbindung I direkt in einem Aerosol bildenden Lösungsmittel, das bei erhöhtem Druck eine Flüssigkeit ist, aufgelöst wird. Das Aerosol-Verfahren besteht darin, die Aerosol-Lösung bei einem Druck in eine Atmosphäre freizusetzen, bei dem das Trägermaterial ein Gas ist. Weiterhin kann die Aerosol-Lösung dadurch hergestellt werden, daß die Verbindung !zunächst in einem weniger flüchtigen Lösungsmittel aufgelöst und die so hergestellte Lösung mit einem hochflüchtigen Aerosol-Träger vermischt und dann wie weiter oben beschrieben verfahren wird.
In einer weiteren Ausführungsform der Verbindung dieser Erfindung wird eine Zwei-Phasen-Zusammensetzung zur Verfügung gestellt. Bei dieser Art der Anwendung wird die Verbindung I zunächst auf der Oberfläche eines inerten festen Trägermaterials absorbiert. Für diese Anwendung sind, wie oben beschrieben, die verschiedensten mineralischen Silikate besonders bevorzugt. Diese inerten Silikate werden dann in Gegenwart eines Dispersionsmittels in einem geeigneten Medium, das ein NichtLösungsmittel darstellt, gewöhnlich Wasser, dispergiert.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beispielen näher erläutert.
Es ist weder beabsichtigt noch soll es angenommen werden, daß durch diese Beispiele eine ausdrückliche oder indirekte Begrenzung der Erfindung gegeben wird.
Beispiel 1
1-[2-{ΒϊρΙιβηγΙ-4-γ1)-1,3-οχ3ίΗϊοΐ3η-2-γΐΓηβΐΗγΙ]-1Η-1,2,4-ίπ3ζοΙ (Verbindung 1) Zu einer Aufschlämmung von 13,1g 1-(Biphenyl-4-yl)-2-(1 H-1,2,4-triazol-1-yl)ethanon in 175ml trockenem Toluen und 70ml Butanol-1 wurden unter Rühren 7,8g 2-Mercaptoethanol und 12,3g p-Toluensulfonsäure zugegeben. Die so erhaltene, dicker gewordene Aufschlämmung wurde 72 Stunden unter Benutzung eines Dean-Stark-Wasserabscheiders (Handeismarke) am Rückfluß gekocht. Zu diesem Zeitpunkt wurde kein weiteres Wasser mehr abgeschieden. Nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches wurden die Feststoffe abfiltriert, in Methylenchlorid aufgeschlämmt und nacheinander mit 10%iger wäßriger Natriumhydroxidlösung und einmal mit Wasser geschüttelt. Die organische Schicht wurde getrocknet und eingedampft. Dadurch wurde ein Öl erhalten, das durch Pumpenvakuum kristallisiert wurde. Dieser Feststoff wurde mit Petrolether aufgeschlämmt und ergab 6,7 g 1-[2-(Biphenyl-4-yl)-1,3-oxathiolen-2-ylmethyl]-1H-1,2,4-triazol, das Produkt dieser Reaktion. Der Schmelzpunkt dieser Verbindung beträgt 85-90°C.
-5- 243 834
Beispiel 2
1-[2-(Biphenyl-4-yl)-1,3-oxathio!an-2-ylmethyl]-1H-1,2,4-triazol-S,S-dioxid (Verbindung 2) Eine Lösung von 5,1 g 80—85%iger m-ChlorperbenzoesäureinSOmi Methylenchlorid wurde bei Zimmertemperaturtropfenweise zu einer Lösung von 3,2g 1-[2-(Biphenyl-4-yl)-1,3-oxathiolan-2-ylmethyl]-1H-1,2,4-triazol in 40ml Methylenchlorid gegeben. Nach Beendigung der Zugabe wurde das Reaktionsgemisch 24 Stunden am Rückfluß gekocht. Das Volumen wurde dann auf die Hälfte vermindert und der dabei ausfallende Niederschlag abfiltriert. Das Filtrat wurde dann drei mal mit 5%iger wäßriger Natriumbicarbonatlösung, einmal mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Dadurch wurden 3,1 g 1-[2-(Biphenyl-4-yl)-1,3-oxathiolan-2-ylrnethyl]-1H-1,2,4-triazol-S,S-dioxid als Produkt erhalten, F = 145-155°C.
Beispiel 3
1-[2-(Biphenyl-4-yI)-1,3-oxathiolan-2-yImethyl]-1 H-1,2,4-triazol-S-oxid (Verbindung 3) Eine Lösung von 6,1 g80-85%igerm-Chlorperbenzoesäure in 60 ml Methylenchlorid wurde bei 0°C tropfenweise zu einer Lösung von 9,7g 1-[2-(Biphenyl-4-yl)-1,3-oxathiolan-2-ylmethyl]-1 H-1,2,4-triazol in 45ml Methylenchlorid gegeben. Nach Beendigung der Zugabe wurde das Reaktionsgemisch auf Zimmertemperatur erwärmt und über Nacht gerührt. Die Lösung wurde drei mal mit 5%iger wäßriger Natriumbicarbonatlösung und einmal mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft, so daß ein weißer Feststoff erhalten wurde. Dieser Feststoff wurde gut mit Ether aufgeschlämmt und gab 8,5g 1-[2-(Biphenyl-4-yl)-1,3-oxathiolan-2-ylmethyl]-1 H-1,2,4-triazol-S-oxid, F = 149-153°C.
Beispiel 4
Darstellung der Verbindungen 4-13: Gemäß dem Verfahren, das in den Beispielen 1-3 beschrieben worden ist, wurden weitere Verbindungen innerhalb des Umfanges dieser Erfindung hergestellt. Diese Verbindungen, die Verbindungen 4-13 sind in der Tabelle 1 weiter unten tabelliert. Die Tabelle 1 enthält auch die Verbindungen 1-3, die nach den Beispielen 1-3 hergestellt wurden.
'Tabelle 1
IY
Nr. derVerbindg. Struktur
F(0C)
IV IV IV IV V
4-
4-
ο;
UC)
IV 4-0-((")
85-90 145-155 149-153 135-137 142-143 169-170 190-192 120-122
IV
IV
127-132 118-119
4-CM'O V-Br
129-131
IV
' 4-0-/
143-145 Ol
Zusätzlich zu diesen wurden weitere Verbindungen nach dem Verfahren der Beispiel 1-3 hergestellt. Diese Verbindungen werden durch die Struktur von Verbindung I bestimmt, wobei die Radikale die Bedeutung haben, wie sie in der Tabelle IA im folgenden aufgeführt ist:
Tabelle IA Z1 R R1 R2 Y
Z Schwefel CH3CHCH2 Methyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH3CHCH2 Methyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CHCH3 Methyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CHCH3 Methyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH3CH2CH2CHCH2 Phenyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH3CH2CH2CHCH2 Phenyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CHCH2CH2CH3 Phenyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CHCH2CH2CH3 Phenyl Phenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CH2 Wasserstoff 4-Fluorphenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CH2 Wasserstoff 4-Fluorphenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CH2 Wasserstoff 4-Chlorphenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CH2 Wasserstoff 4-Chlorphenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CH2 Wasserstoff 4-Methylphenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CH2 Wasserstoff 4-Methylphenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CH2 Wasserstoff 4-Methoxyphenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CH2 Wasserstoff 4-Methoxyphenyl Stickstoff
Sauerstoff Schwefel CH2CH2 Wasserstoff 4-Trifluormethylphenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CH2 Wasserstoff 4-Trifluormethylphenyl Stickstoff
Sauerstoff SO2 CH2CH2 Wasserstoff 4-DichlormethoxyphenylStickstoff
Sauerstoff 4-DichlormethoxyphenylStickstoff
Beispiel 5 Bekämpfung des Echten Mehltau-Pilzes (Aufnahe über die Wurzel)
Verbindungen der vorliegenden Erfindung wurden auf ihre Wirksamkeit in Bezug auf die Verhinderung oder die Bekämpfung des Befalls von Gerste (Erysiphegraminis) und Gurke (Erysiphecichoracearum) bei systemischer Aufnahme über die Wurzein hin untersucht.
Töpfe mit mehreren Pflanzen Gerste (Sorte „Herta") und Gurke (Sorte „Marketmore 70") wurden bis zu einem Alter von sechs bzw.zehnTagen gezogen. Nachdem sie dieses Alter erreicht hatten, wurden jedemTopf 45ml einerEmulsion derVerbindungen dieser Erfindung zugesetzt. Diese Menge von 45 ml sättigte den Boden ohne einen signifikanten Verlust am Emulsion durch Abfluß in die Schälchen unter den Topfen.
Die Emulsion wurde hergestellt, indem die reine Verbindung in 5 bis 7 ml Aceton oder einem geeigneten anderen Lösungsmittel aufgelöst wurde, ein oder zwei Tropfen eines Emulgators (d.h. Triton (Handeismarke) X-100) und schließlich Wasser zugesetzt wurden, so daß schließlich die geeigneten Konzentrationen in Teile je Million (ppm) der aktiven Verbindung erhalten wurden.
Zusätzlich zu diesen Topfen wurde eine gleiche Anzahl von Topfen, die die gleichen Gerste- und Gurkenpflanzen enthielten, unbehandelt gelassen. Diese Töpfe wurden als Kontrollwerte verwendet.
24 Stunden nach der Behandlung wurden sowohl die Gerstenpflanzen als auch die Gurkenpflanzen mit dem Echten Mehltau-Pilz geimpft, indem Blätter infizierter Gersten- oder Gurkenpflanzen auf die behandelten und die unbehandelten Pflanzen abgestäubt wurden. Sechs Tage nach dieser Infizierung wurde die Bekämpfung der Krankheit auf einer Skala mit Werten zwischen 0 bis 6 bewertet. Eine Einstufung „0" wurde dann zugeordnet, wenn keine Erkrankung festgestellt wurde und eine Einstufung „6" dann, wenn eine schwere Erkrankung vorlag. Aus dem Vergleich der Einstufungen für die behandelten und unbehandelten Pflanzen wurden die Prozent Bekämpfung errechnet.
Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle 2 zusammengefaßt.
Tabelle 2
Bekämpfung von Echtem Mehltau durch systemische Aufnahme über die Wurzeln
Nr. der Verbindung Dosierung (ppm) Prozent Bekämpfung Gurke
Gerste 100
1 250 100 66
125 100 0
62 100 100
2 250 100 0
5 250 50 40
6 250 85 0
7 250 60 100
8 250 100 90
9 250 75 0
10 250 0 65
11 250 100 40
12 250 50
Beispiel 6 Bekämpfung von Echtem Mehltau an Gerste durch Verabreichung über die Blätter
Gerstenpflanzen der Sorte „Larker" im Alter von sieben bis zehn Tagen wurden, bei jeweils 6-10 Pflanzen im Topf, mit den Verbindungen dieser Verbindung mit den jeweils angegebenen Dosierungen gesprüht. Die Verbindungen wurden derart angewendet, daß sie zunächst in Aceton gelöst wurden und danach in Wasser suspendiert wurden mit Hilfe eines oberflächenaktiven Mittels oder eines Suspensionsmittels. Diese Suspension wurde dann auf jeweils zwei oder drei Töpfe gesprüht. Eine ausreichende Zahl an Töpfen, die als Kontrolle dienten, wurden nicht auf diese Art und Weise behandelt. Nachdem die gesprühten Töpfe abgetrocknet waren, wurden sie und die Kontrolltöpfe in ein Gewächshaus mit einer konstanten Temperatur von 21 °C gestellt. Alle Töpfe wurden infiziert, indem Sporen des Mehltau-Pilzes über die Blätter verteilt wurden, die von Pflanzen stammten, die vorher mit der Mehltau-Krankheit infiziert worden waren.
Fünf Tage nach der Infizierung der Pflanzen wurden diese nach einer Erkrankungs-Skala mit Werten zwischen 0 und 6 bewertet, wobei 0 und 6 keine Erkrankung bzw. schwere Erkrankung bedeuten. Durch Vergleich der Ergebnisse behandelter mit den Ergebnissen der unbehandelten Kontrollpflanzen wurden die Prozent Bekämpfung errechnet. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in Tabelle 3 zusammengefaßt:
Tabelle 3 Bekämpfung des Mehltaus bei Gerste bei Anwendung über die Blätter
Nr. d. Verbindung Dosierung (ppm) Prozent
1 1000 90/100*
250 100
125 100
62 100
2 1000 100
500 75/50*
250 100
125 100
62 100
5 1000 100
6. 1000 90
7 1000 75
8 1000 100
9 1000 100
10 1000 100
11 1000 100
12 1000 100
* Doppeluntersuchung
Beispiel 7 Bekämpfung der Reisbranderkrankung durch Applikation über die Blätter
Reispflanzen der Sorte Bellemont im Alter von drei bis vier Wochen mit 4 bis 6 Pflanzen je Topf wurden mit den Verbindungen dieser Erfindung mit Konzentrationen, wie sie in der nachfolgenden Tabelle angegeben werden, gesprüht. Die Spritzbrühe wurde nach dem Verfahren, wie es in Beispiel 6 beschrieben wurde, hergestellt.
Gespritzte und ungespritzte Töpfe mit den Pflanzen wurden mit Sporen und Pyricularia oryzae infiziert. Die Infizierungslösung wurde so hergestellt, daß sie 20000 bis 30000 Sporen je Milliliter enthielt. Diese Lösung wurde zusammen mit ein bis zwei Tropfen Tween 20 (Handelsmarke) als oberflächenaktives Mittel auf die Pflanzen gespritzt und so eine gleichmäßige Benetzung der Pflanzenblätter gewährleistet.
Die Pflanzen wurden in einer Klimakammer mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von 21 °C 24 bis 48 Stunden gehalten, um der Infektion ausreichend Gelegenheit zu geben. Danach wurden die Pflanzen in ein Gewächshaus gebracht, um die Krankheit innerhalb von 5 bis 7 Tagen zu entwickeln.
Die Krankheit manifestierte sich im Auftreten von Brandstellen auf den Blättern. Die Bekämpfung der Krankheit wurde berechnet, indem bei mäßiger Infektion diese Brandstellen gezählt wurden oder nach der Skala mit Werten von 0 bis 6, die in den vorhergehenden Beispielen definiert wurde, bewertet wurde. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in Tabelle 4 zusammengefaßt.
Tabelle 4 Bekämpfung der Reisbrand-Krankheit
Nr. d. Verbindung Dosierung, ppm Pro
1 1000 100
250 100
125 100
25 100
2 250 100
Prozent Bekämpfung
Nr. d. Verbindung Dosierung, ppm Pro:
125 100
62 100
8 1 000 100
9 1000 100
10 1000 65
11 1000 100
12 1000 100
Prozent Bekämpfung ;
Beispiel 8 Bekämpfung des Bohnenrost-Pilzes
Sieben Tage alte Pflanzen der Garten-Schinkbohne (P. vulgaris), die gegen die Rostkrankheit anfällig ist, wurden mit einer Sporensuspension (20000 Sporen je ml) im Wachstumsstadium des ersten Blattes gespritzt. Die Pflanzen wurden dann in einer Klimakammer bei 21 °C und hoher Luftfeuchtigkeit 24 Stunden inkubiert, um die Infektion wirksam werden zu lassen. Die Pflanzen wurden dann aus der Klimakammer entnommen und trocknen lassen. Zwei Tage nach der Infizierung wurde die Mehrzahl der Pflanzen mit Verbindungen nach dieser Erfindung bei einer Dosierung von 1 000 ppm gespritzt. Die verbleibenden infizierten Pflanzen wurden nicht gespritzt und dienten als Kontrolle. Die Gesamtheit der infizierten Pflanzen wurde dann in ein Gewächshaus gebracht und dort fünf Tage bei 210C (7O0F) stehengelassen, um einer vorhandenen Krankheit die Möglichkeit zum Ausbrechen zu geben.
Die Bekämpfung der Krankheit wurde durch Vergleich der behandelten Pflanzen mit den unbehandelten beurteilt, wobei die Pflanzen auf einer Skala mit Werten von 0 bis 6 eingeordnet wurden, wie es in den vorhergehenden Beispielen beschrieben wurde und in Prozent Bekämpfung der Krankheit ausgedrückt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 zusammengefaßt.
Tabelle 5 Bekämpfung von Bohnenrost
Nr. d. Verbindung Dosierung (ppm) Pro:
1 1000 100
250 100
62 100
2 1000 100
, 250 100
62 100
5 1000 75
6 1000 0
7 1000 0
8 1000 95
9 1000 98
10 1000 90
11 1000 100
12 1000 100
Prozent Bekämpfung
Beispiel 9 Bekämpfung derCercospora-Blattflecken-Krankheit von Erdnüssen durch Spritzen der Blätter
Vier Wochen alte Pflanzen von Virginia-Erdnüssen mit 3—4 Pflanzen je Topf wurden mit Verbindungen nach dieser Erfindung bei Dosierungen von 1 000, 500, 250 und 125ppm gespritzt. Die Zusammensetzungen wurden dadurch angewendet, daß eine Suspension der Verbindung in Wasser direkt auf die Blätter der Pflanzen gespritzt wurde.
Nach dem Spritzen und Trocknen der Pflanzen wurden diese mit Sporen des Erdnuss-Cercospora-Blattfleckenpilzes (Cercospora arachidicola) infiziert. Die Infizierungslösung wurde so hergestellt, daß sie 20000 bis 30000 Sporen je ml enthielt. Diese Lösung wurde mit 1 bis 2 Tropfen Tween 20 (Handelsmarke) als oberflächenaktives Mittel gespritzt, um die Benetzung der Blätter zu sichern. Eine gleiche Anzahl von Topfen, die nicht mit den Verbindungen nach dieser Erfindung behandelt worden waren, wurden ebenfalls mit Blattflecken-Sporen infiziert. Alle infizierten Töpfe mit Frdnusspflanzen wurden in einer Klimakammer bei 240C 36 Stunden inkubiert. Danach wurden die Pflanzen in ein Gewächshaus gebracht, damit sich die Krankheit entwickeln konnte. Nach 18 bis 21 Tagen im Gewächshaus entwickelten sich die Krankheitssymptome, die auf einer Skala mit Werten zwischen 0 und 6 bewertet wurden. Durch Vergleich der Ergebnisse von behandelten Topfen und unbehandelten Kontrollen wurden die Prozent der Bekämpfung errechnet. Die Ergebnisse dieses Versuches sind in Tabelle 6 zusammengefaßt.
Tabelle 6 Dosierung (ppm) Prozent Bekämpfung
Nr. d. Verbindung 1000 99
1 500 99
250 99
125 93
1000 500 250 125
99 99 99 98
Beispiel 10 Bekämpfung von Gerstenbrand
Ungefähr sechs Tage alte Pflanzen der Gerstensorte „Herta" in Töpfen (etwa 8 Pflanzen je Topf) wurden mit Suspensionen aus Verbindungen dieser Erfindung gespritzt. Die Pflanzen wurden zusammen mit einer gleichen Anzahl ungespritzter Kontrollproben mit Sporen von Pyricularia oryzae nach dem Verfahren von Beispiel 7 infiziert. Die Pflanzen wurden inkubiert, die Krankheit entwickelte sich und wurde nach dem Verfahren von Beispiel 7 bewertet. Die Ergebnisse dieses Versuches sind in Tabelle 7 zusammengefaßt.
Tabelle 7 Bekämpfung von Gerstenbrand-Krankheit
Nr. d. Verbindung 2 Dosierung (ppm) Pro
1 5 1000 100
6 500 100
7 1000 100
1000 100
1000 40
1000 75
Prozent Bekämpfung
Beispiel 11 Bekämpfung von acht Arten von Pilzen
Verbindungen dieserErfindung wurden in den Konzentrationen, die weiter unten in Tabelle 8 angegeben sind, in Aceton gelöst. In diese Versuchslösungen wurden jeweils Testscheiben für Antibiotika von 11 mm Durchmesser getaucht. Danach wurden diese Scheiben zur Entfernung des Lösungsmittels getrocknet. Eine gleiche Anzahl von Scheiben wurde nicht auf diese Weise behandelt und diente als Kontrolle.
Die behandelten und unbehandelten Scheiben wurden dann auf Agar-Platten gelegt und die zum Versuch ausgewählten Organismen wurden dann auf die Mitte einer jeden Testscheibe gegeben, derart, daß ein Bausch der Kultur mit dem Pilzmyzel mit dem behandelten Papier die Testscheibe in Kontakt gebracht wurde. Die Platten wurden inkubiert und danach bewertet, indem der Durchmesser der Pilzkolonie auf der behandelten Scheibe im Vergleich zu einer unbehandelten Scheibe gemessen wurde. Es wurden die Prozent der Wachstumsinhibierung berechnet. Die aus diesen Versuchen erhaltenen Daten sind in der folgenden Tabelle 8 zusammengefaßt.
Tabelle 8 Dosierung (ppm) Cercospora Sclerotinia Fusarium Alternaria
Nr.d.Verbdg. arachidicola sclerotium oxysporum solani
500 100 45 100 100
1 100 ' 100 # 70
20 100 - 32
500 100 25 60 79
2 100 0 - - 25
20 0 25
500 100 0 85 70
(Jl 500 0 0 0 0
6 500 0 0 0 35
7 500 100 50 100 40
8 500 50 45 ...35 20
9 500 1U0 0 ' 90 80
10 500 100 0 100 90
11 500 100 0 85 100
12
Fortsetzung der Tabelle 8
Nr. d.Verbdg. Dosierung (ppm) PhytophthorainfestansSclerotium rolfsii
-11- 243 634
Botrytiscinerea Helminthospo-
riummaydis
100 100
60 100
43 100
72 100
16 100
0 42
60 100
25 40
50 25
100 90
20 65
100 85
100 100
100 95
1 500 100
100 76
20 33
2 500 80
100
20 -
5 500 100
6 . 500 20
7 500 0
8 500 100
9 500 90
10 500 95
11 500 100
12 500 100
75
55
50
45
55
Beispiel 12 Phytotoxische Wirkung
Alle Pflanzen, die der Behandlung durch Verbindungen nach dieser Erfindung unterworfen wurden, wurden in Hinblick darauf bewertet, ob ihr Wachstum durch diese Behandlung negativ beeinflußt wurde. Um diese Wirkung zu bestimmen, wurden Form und Größe für alle mit den Verbindungen dieser Erfindung behandelten Pflanzen festgehalten.
Die oben beschriebenen Beispiele und Ausführungsformen machen es dem Fachmann deutlich, daß innerhalb des Umfanges und des Geistes dieser Erfindung weitere Ausführungsformen und Beispiele möglich sind. Diese anderen Ausführungsformen und Beispiele liegen innerhalb der Ansprüche der vorliegenden Erfindung. Deshalb soll die Erfindung nur durch die nachfolgenden Ansprüche begrenzt werden.

Claims (6)

1. Fungizide Zusammensetzung, gekennzeichnet dadurch, daß sie eine Verbindung der Strukturformel
-1- 243 834
Erfindungsanspruch:
2. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß Y Stickstoff, Z Sauerstoff, Z1 Schwefel oder SO2, Rein linearer oder verzweigter C2-Cs-Alkylenrest, R1 Wasserstoff, eine Methyl- oder Phenylgruppe und R2 eine Phenyl-, Phenylthio-, Phenoxy-, durch Fluor, Chlor, Brom, eine Methyl-, Methoxy-, Trifluormethyl-, oder Dichlormethoxygruppe substituierte Phenyl-, oder eine durch Fluor, Chlor, Brom, eine Methyl-, Methoxy-, Trifluormethyi oder Dichlormethoxygruppe substituierte Phenoxygruppe bedeuten.
2.
in der Z und Z1 gleich oder verschieden, und zwar Sauerstoff, Schwefel, SO, SO2 oder NR3 sein können, ausgenommen Z und Z1 gleichzeitig Sauerstoff sind, und wenn Z oder Z1 Schwefel bedeutet, das andere Z oder Z1 nicht NR3 sein kann; Y N oder CH bedeutet; R ein linearer oder verzweigter C2-Ci2-Alkylenrest, R1 Wasserstoff oder eine C-i-C^AIkylgruppe, einen Benzyl-oder einen Phenylrest, R2 eine Phenyl-, Phenoxy-, Phenylthio-, Phenylsulfinyl-, Phenylsulfonyl-, Phenylamino, Benzyl-, eine durch Halogen, eine C1-C4-AIkYl-, eine C1-C4-AIkOXy-, eine Nitro-, Cyano-, Trihalogenmethyl-, Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenoxy-, eine durch Halogen, eine Ci-CrAlkyl-, CrC4AIkOXy-, eine Nitro-, Cyano-, Trihalogenmethyl-, Mono-, Di- oder Trihalogenmethoxygruppe substituierte Phenylgruppe und R3 Wasserstoff oder eine C-i-Ce-Alkylgruppe bedeuten, enthält und ein Trägermaterial.
3. Zusammensetzung nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß R eine Ca-Alkylengruppe, R1 Wasserstoff, und R2 Phenyl-, Phenylthio-, Phenoxy-, eine mit Brom substituierte Phenyl- oder eine mit Brom substituierte Phenoxygruppe bedeuten.
4. Verfahren zur Bekämpfung von Pilzen, gekennzeichnet dadurch, daß eine fungizid wirksame Menge der Verbindung nach Punkt 1 verwendet wird.
5. Verfahren zur Bekämpfung von Pilzen, gekennzeichnet dadurch, daß eine fungizid wirksame Menge der Verbindung nach Punkt 2 verwendet wird.
6. Verfahren zur Bekämpfung von Pilzen, gekennzeichnet dadurch, daß eine fungizid wirksame Menge der Verbindung nach Punkt 3 verwendet wird.
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