DD244366A1 - Verfahren zur nachbehandlung von kontinuierlich hergestellter viskoseseide - Google Patents

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DD244366A1
DD244366A1 DD28456285A DD28456285A DD244366A1 DD 244366 A1 DD244366 A1 DD 244366A1 DD 28456285 A DD28456285 A DD 28456285A DD 28456285 A DD28456285 A DD 28456285A DD 244366 A1 DD244366 A1 DD 244366A1
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viscose
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drying
post
coagulation
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Application number
DD28456285A
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Inventor
Ulrich Loescher
Gabriele Kuehn
Wilfried Zerndt
Siegfried Penzel
Original Assignee
Kunstseidenwerk Clara Zetkin V
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Abstract

Das erfindungsgemaesse Verfahren dient zur Erspinnung und kontinuierlichen Nachbehandlung von Viskoseseide. Ziel und Aufgabe bestehen in einer Verbesserung der Produktqualitaet kontinuierlich hergestellter Viskoseseide bezueglich Schrumpf, Restschwefel, Reissfestigkeit, Reissdehnung, Flusigkeit und Anfaerbung bei gleichzeitiger Senkung der Fadenbruchhaeufigkeit und niedrigstem Wasser- und Energieverbrauch. Erfindungsgemaess wird dies erreicht, indem die Nachbehandlung auf verschraenkten Walzen nacheinander die Phasen der Koagulation, Nachzersetzung, Neutralwaesche mit Entschwefelung und Trocknung des endlosen Viskosefadens bzw. -fadenpaares umfasst, wobei die Trocknung am Ende der Nachbehandlungsstrecke auf bikonisch gestalteten Trockenwalzenpaaren erfolgt und das Schrumpfverhalten der Viskoseseide bei der spaeteren textilen Weiterverarbeitung verbessert und der Fadenlauf stabilisiert wird.

Description

Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Bei Einsatz einer Viskose-Kontinuespinnmaschine erfolgt nach dem Auflaufen des frisch ersponnenen Fadenpaares mit einem Titer von 17tex und einer Abzugsgeschwindigkeit von 67 m/min auf die Nachbehandlungswalzen die weitere Koagulation durch das anhaftende Spinnbad bei einer Länge der Koagulationszone von 410 mm bis zum Erreichen der Trennstelle zur Nachzersetzungsstrecke.
Nachzersetzt wird das Fadenpaar durch zweifache Aufgabe von Badflüssigkeit auf die Nachzersetzungsstrecke der Unterwalze mit einer Temperatur von 85°C bei einer Schwefelsäurekonzentration von 1,6 Ma.-%, einer Natriumsulfatkonzentration nicht größer als 1,5Ma.-% und einer Länge der Nachzersetzungszone von 305 mm bis zum Erreichen der Trennstelle zur Neutralwaschstrecke. Die Neutralwäsche mit gleichzeitiger Entschwefelung wird durch zweifache Aufgabe von Weichwasser auf die Neutralwaschstrecke der Unterwalze mit einer Temperatur von 800C bei einer Länge der Neutralwaschzone von 405 mm bis zum Erreichen der Trockenstrecke realisiert. Die Trocknung erfolgt am Ende der gesamten Nachbehandlungsstrecke auf bikonisch geformten, 300 mm langen Trockenwalzenpaaren bei einer Oberflächentemperatur von 850C, wodurch das Schrumpfverhalten des Fadenpaares für die spätere textile Weiterverarbeitung verbessert und der Fadenlauf über die Nachbehandlungsstrecke stabilisiert wird.
Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß auch Viskoseseide, die als endloses Fadenpaar mit sehr kurzen Verweilzeiten über die Nachbehandlungsstrecke läuft, vollständig nachbehandelt wird und nur zwei kritische Badtrennstellen auf der Unterwalze erforderlich sind.
Bei Anwendung des beschriebenen kontinuierlichen Nachbehandlungsverfahrens erhält man Viskoseseide mit folgenden
Produkteigenschaften: ' .· '.
Restxantogenatgehalt(%) < 0,05
Restschwefelgehalt (%) < 0,04
Restschrumpf (%) < 5 gleichmäßig über Gespinst
Restfeuchte (%) < 12
Reißfestigkeittrocken (mN/tex) >160
Reißdehnung trocken (%) > 18
Flusen (Anzahl/100 km) < 2

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Nachbehandlung von kontinuierlich hergestellter Viskoseseide auf Kontinuespinnmaschinen mit verschränkten Walzenpaaren bei nacheinander erfolgender Koagulation, Nachzersetzung, Neutralwäsche mit Entschwefelung und Trocknung des endlosen Viskoseseidenfadens bzw.-fadenpaares, gekennzeichnet dadurch, daß die Länge der Koagulationszone für den Fadenlauf mit anhaftendem Spinnbad 350-450 mm, vorzugsweise 400-420 mm beträgt, die Nachzersetzung bei einer Temperatur von 80-90°C, vorzugsweise 85CC, bei einer Schwefelsäurekonzentration von 1,0 bis 2,5Ma.-%, vorzugsweise 1,6Ma.-%, bei einer Natriumsulfatkonzentration kleiner 1,5Ma.-% und einer Länge der Nachzersetzungszone von 250-350 mm, vorzugsweise 290-310 mm, die Neutralwäsche mit Weichwasser bei einer Temperatur von 75-85°C, vorzugsweise 8O0C, und einer Länge der Neutralwaschzone von 360-440mm, vorzugsweise 390-420 mm, und die Trocknung des Viskoseseidenfadens bzw. -fadenpaares auf bikonischen Trockenwalzen bei einer Oberflächentemperatur von 60-1200C, abhängig von der Abzugsgeschwindigkeit und vom Fadentiter, erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Nachzersetzungsbad im Kreislauf betrieben wird und die Aufgabe der Waschbäder in mindestens zwei Teilströmen über die Gesamtlänge der Nachbehandlungszonen bei Ausschluß jeglicher Badvermischung erfolgt. -
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Nachbehandlung frisch ersponnener Viskoseseide im Titerbereich 6,8 tex bis 34 tex, die danach hauptsächlich in Webereien zu Futterstoffen und in Wirkereien zu Untertrikotagen verarbeitet wird.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Es ist allgemein bekannt, daß Viskoseseide im kontinuierlichen Spinnverfahren mit den Prozeßstufen Erspinnen, Nachbehandeln, Trocknen und Zwirnen hergestellt wird, wobei die Nachbehandlung auf verschränkten Walzenpaaren erfolgt. Dazu wird der frisch ersponnene Viskoseseidenfaden in Schraubenwindungen über das Walzenpaar gefördert und im fortlaufenden Arbeitsgang durch Berieseln der Walzenoberfläche mit speziellen Badflüssigkeiten gewaschen und nachbehandelt, dann anschließend über eine beheizte Trockenwalze geleitet und schließlich unter Zwirnen aufgewickelt. In der DE-OS 3100293 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem der Viskoseseidenfaden nach dem Koagulieren und Strecken in zwei Stufen in einem sauren Nachbehandlungsbad regeneriert wird, wobei die erste Regenerierungsstufe bei einer höheren Temperatur als die zweite Stufe durchgeführt wird. An die Regenerierung sind mindestens eine Waschstufe und die übrigen konventionellen Nachbehandlungen mit Ausnahme der klassischen Laugeentschwefelung angeschlossen. Die so nachbehandelte Viskoseseide ist zwar vollständig nachzersetzt, jedoch ist das Gesamteigenschaftsspektrum der Seide in textiltechnologischer Hinsicht nicht befriedigend.
    Weiterhin wird in der DE-OS 3100368 eine zweistufige Nachkoagulation vorgeschlagen, die eine erhöhte Behandlungsgeschwindigkeit erlaubt, aber zu einer Beeinträchtigung der Spinnsicherheit und zu verstärkter Flusenbildung führt.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, für kontinuierlich ersponnene Viskoseseide auf Kontinuespinnmaschinen mit verschränkten Walzenpaaren ein Nachbehandlungsverfahren zu entwickeln, das eine hohe Produktqualität bezüglich Schrumpf, Restschwefel, Reißfestigkeit, Reißdehnung, Flüsigkeit und Gleichmäßigkeit der Anfärbung sichert und bei voller Ausnutzung der Leistungsfähigkeit durch hohe Spinnsicherheit und niedrige Fadenbruchhäufigkeit einen wirtschaftlichen Betrieb bei niedrigstem Wasser-und Energieverbrauch ermöglicht.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, bei welchem durch einen gezielten Auftrag der einzelnen Nachbehandlungsbäder auf den frisch ersponnenen, noch nicht auskoagulierten Viskosefaden eine vollständige Nachzersetzung, Neutralisation mit Entschwefelung und Trocknung erfolgt, so daß keine Beeinträchtigung des Endproduktes in seiner Qualität auftritt und gleichzeitig eine hohe Spinnsicherheit durch stabilen Fadenlauf bei niedrigstem Wasser- und Energieverbrauch erreicht wird.
    Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß man das Verfahren zur Nachbehandlung von kontinuierlich hergestellter Viskoseseide auf Kontinuespinnmaschinen mit verschränkten Walzenpaaren bei nacheinander erfolgender Koagulation, Nachzersetzung, Neutralwäsche mit Entschwefelung und Trocknung des endlosen Viskoseseidenfadens bzw. -fadenpaares so durchführt, daß die Länge der Koagulationszone für den Fadenlauf mit anhaftendem Spinnbad 350-450 mm, vorzugsweise 400-420 mm beträgt, die Nachzersetzung bei einer Temperatur von 80 bis 900C, vorzugsweise 850C, bei einer Schwefelsäurekonzentration von 1,0 bis 2,5 Ma.-%, vorzugsweise 1,6 Ma.-%, bei einer Natriumsulfatkonzentration kleiner 1,5Ma.-% und einer Länge der Nachzersetzungszone von 250-350mm, vorzugsweise 290-310mm, die Neutralwäsche mit Weichwasser bei einer Temperatur von 75-850C, vorzugsweise 800C und bei einer Länge der Neutralwaschzone von 360-440 mm, vorzugsweise 390-420 mm, und die Trocknung des Viskoseseidenfadens aufbikonischen Trockenwalzen bei einer Oberflächentemperatur von 60-12O0C, abhängig von der Abzugsgeschwindigkeit und vom Fadentiter, erfolgt. Zweckmäßig ist es, das Nachzersetzungsbad im Kreislauf zu betreiben und die Wasch bäder in mindestens zwei Teilströmen über die Gesamtlänge der Nachbehandlungszonen bei Ausschluß jeglicher Badvermischung aufzugeben.
DD28456285A 1985-12-17 1985-12-17 Verfahren zur nachbehandlung von kontinuierlich hergestellter viskoseseide DD244366A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5958320A (en) * 1997-01-09 1999-09-28 Akzo Nobel Nv Process for the manufacture of cellulosic fibers; and cellulosic fibers

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