DD244748A1 - Verfahren zur herstellung von n,n' - dibenzyl-tetramethalen-(oxytetramethalen)-diaminen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von n,n' - dibenzyl-tetramethalen-(oxytetramethalen)-diaminen Download PDF

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DD244748A1
DD244748A1 DD28503785A DD28503785A DD244748A1 DD 244748 A1 DD244748 A1 DD 244748A1 DD 28503785 A DD28503785 A DD 28503785A DD 28503785 A DD28503785 A DD 28503785A DD 244748 A1 DD244748 A1 DD 244748A1
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diamines
dibenzyl
oxytetramethylene
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benzylamine
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DD28503785A
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Joachim Klee
Hans-Heinrich Hoerhold
Iris Ackermann
Gert Hopf
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Univ Schiller Jena
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  • Macromolecular Compounds Obtained By Forming Nitrogen-Containing Linkages In General (AREA)
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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Herstellung von N,N-Dibenzyl-tetramethylen-(oxytetramethylen)-diaminen beschrieben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass a,v-Dihalogen-tetramethylen-(oxytetramethylene) mit Benzylamin im Molverhaeltnis 1:2...1:20 zwischen 60-200C umgesetzt werden. Diese Amine sind u. a. zur Herstellung von Epoxid-Amin-Additionspolymeren, Polyurethanen und Polyamiden geeignet, die relativ niedrige Glasuebergangstemperaturen, eine gute Haftung auf Metall-, Glas- und Keramikoberflaechen auch bei Temperaturwechselbelastung und ein gutes Komplexierungsvermoegen von Metallionen besitzen.

Description

χ bedeutet dabei Halogen (Cl, Br, J) a = 1,2,3...η
Von wesentlichem Vorteil für das erfindungsgemäße Verfahren ist, daß die entsprechenden α,ω-Dihalogen-tetramethylen-(oxytetramethylene) als Ausgangskomponenten durch saure Spaltung von THF technisch verfügbar sind. Die erfindungsgemäßen Diamine sind dadurch wesentlich kostengünstiger herzustellen, als das bisher für spannungsfreie Epoxid-Amin-Polyaddukte verwendete N,N'-Dibenzyl-3,6-dioxaoctandiamin-1,8.
Die Aminalkylierungsreaktion wird zwischen 60-200°C unter Verwendung von 2 bis 20 Mol Benzylamin gegebenenfalls in einem Lösungsmittel durchgeführt. Vorteilhaft erfolgt die Synthese durch Umsetzung in siedendem Benzylamin (1840C) unter Verwendung eines öfachenÜberschusses an Benzylamin und ohne Lösungsmittel. Nach dem Abkühlen der Reaktionsmasse "' wird mit Basen, vorteilhaft mit 25- bis 40%iger wäßriger Kalilauge, geschüttelt, das Amingemisch abgetrennt, über fester KOH getrocknet und anschließend, nach dem Abdestillieren des überschüssigen Benzylamins im Vakuum, fraktioniert. Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden N,N'-Dibenzyltetramethylen(oxytetramethylen)-diamine aus technisch leicht zugänglichen α,ω-Dihalogenverbindungen hergestellt. Die erfindungsgemäßen Amine können zur Synthese von Epoxid-Amin-Additionspolymeren verwendet werden. Diese Polymeren weisen gegenüber bekannten Polymeren aus N,N'-Dibenzylalkylendiaminen niedrigere Glasübergangstemperaturen, eine bessere Flexibilisierung und ein besseres Haftungsvermögen auf _ Glas-, Metall- und Keramikoberflächen auch bei Temperaturbelastungen auf.
Vergleich der Glasübergangstemperaturen Tg von DGEBA-Diamin-Additionspolymeren
Diamin ·' Tn/°c
C-H-CH0-NH-CH0CH0-NH-CH0O-H,, ^ - ' 51
O C. C. ^ c. Q O ' '
- C6H5CH2-NH-(CH2)4-0-(CH2)4-NH-CH2C5H5 21
Insbesondere kommen zur Herstellung durch das erfindungsgemäße Verfahren folgende Diamine in Betracht:
N,N*-Dibenzyl-5-oxanonandiamin-l,9
C6H5-CH2-NH-(CH2)4-0-(CH2)4-NH-CH2C6H5
NiN'-Dlbenzyl-5,10-dioxatetradeGandiamin-l,14 C6H5CH2-Nh4-( CH2)4-oJ~(CH2 J4-NH-CH2C6H5
Beispiel 1
49,1 g (0,18mol) !,M-Dichlor-ö^O-dioxatetradecan (Kp. 137-8°C/0,2 Torr) und 388g(3,62mol) Benzylamin werden in einem 1-l-Kolben mit Rückflußkühler 2 Stunden am Rückfluß (184°C) gekocht. Nach dem Abkühlen des Reaktionsansatzes wird mit 25%iger wäßriger KOH geschüttelt, die Aminphase abgetrennt und über fester KOH getrocknet.
Anschließend destilliert man überschüssiges Benzylamin ab und fraktioniert den Rückstand im Ölpumpenvakuum. Durch
Destillation wird das N.N'-Dibenzyl-ö^dioxatetradecandiamin-i^ als schwach gelbliches Öl erhalten.
Ausbeute: 60g (80,3% d. Th.)
Kp. 235-238°C/0,5 Torr ,
C26H40N2O2 412,5 Ber. C 75,68 H 9,77 N 6,79
Gef. C 75,82 H 9,78 N 6,70
Das durch Additionspolymerisation von gleichmolaren Mengen dieses Diamins mit Bisphenol-A-diglycidylether erhaltene Polymer weist eine Molmasse von Mn = 9800 und eine Glastemperatur von T9 = 9°Cauf. Die Grenzviskosität dieses Polymeren beträgt [η] ?S;C = 0,5940dl/g.
Beispiel 2
99,6g (0,50mol) 1,9-Dichlor-5-oxanona_n (Kp. 122-3°C/10 Torr) und 535,8g (5,00mol) Benzylamin werden zusammen 2 Stunden am Rückfluß gekocht. Danach wird die abgekühlte Reaktionsmischung mit 40%iger wäßriger KOH geschüttelt, das Amingemisch abgetrennt und über fester KOH getrocknet. Anschließend destilliert man das Benzylamin ab und fraktioniert das zurückgebliebene Amin im Ölpumpenvakuum. Es wird nach der Destillation schwach gelblich gefärbtes N,N'-Dibenzyl-5-oxa=nonandiamin-1,9 erhalten
Ausbeute: 140g (82,2% d. Th.) Kp. 192-195°C/0,2 Torr
C22H32N2O 340,5 Ber. C 77,60 J±9._4Z_ N 8,23
Gef. C77,59 H 9,61 N 8,11
Durch Additionspolymerisation von gleichmolären Mengen dieses Diamins mit Bisphenol-A-diglycidylether wird ein Additionspolymer mit einer Molmasse von Mn = 9500 und einer Glasübergangstemperatur von T9 = 21 °C erhalten. Die Grenzviskosität für dieses Polymer beträgt [η] thfC = 0,7021 dl/g.

Claims (5)

Erfindungsanspruch:
1. Verfahren zufHerstellung von N,N'-Dibenzyl-tetramethylen-(oxytetramethylen)-diaminen, dadurch gekennzeichnet, daß durch Umsetzung von «,cü-Dihalogen-tetramethylen-foxy = tetramethylenen) mit Benzylamin Ν,Ν'-Dibenzyl-tetramethylen-(oxytetramethylen)-diamine der allgemeinen Formel 1 erhalten werden
(CH2)4-0-|-(<
wobei a = 1,2,3...η ist.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß piro Mol Dihalogenverbindung 2 bis 20 Mol Benzylamin eingesetzt werden, vorzugsweise pro Mol Dihalogenverbindung 10 Mol Benzylamin.
3. Verfahren nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung zwischen 60-200°C, vorzugsweise bei 180—190°C, erfolgt.
4. Verfahren nach Punkt 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung lösungsmittelfrei oder in einem Lösungsmittel, und gegebenenfalls unter Druck, und gegebenenfalls bei Zusatz von Katalysatoren erfolgt.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N,N'-Dibenzyl-tetramethylen-(oxytetramethylen)-diaminen der allgemeinen Formel 1.
>5.H5CH2-NH-|-( CH2) 4-0J-( CH2
a = 1,2...
Ν,Ν'-Dibenzylalkylendiamine werden als polyadditions- und polykondensationsfähige Verbindungen mit zwei aktiven NH-Funktionen pro Molekül zur Herstellung von Epoxid-Amin-Additionspolymeren, Polyurethanen und Polyamiden verwendet. Als vorteilhaft erwies sich ein Ν,Ν'-Dibenzyldiamin mit einer 3,6-Dioxaoctan-Gruppe, da hieraus Polymere mit relativ niedrigen Glasübergangstemperaturen und gutem Haftvermögen auf Metall-, Glas- und Kermikoberflächen hergestellt werden können. Auf Grund ihrer günstigen Eigenschaftskombination stellen diese Diamine wertvolle Komponenten für Spezialanwendungen in Elektrotechnik/Elektronik, Optik und Medizintechnik dar.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der kostengünstigen Herstellung von Ν,Ν'-Dibenzyldiaminen mit einer flexibilisierenden Alkylenoxyalkylen-Zwischenkette.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Verfahren zur Herstellung von N,N'-Dibenzyl-tetramethylen-(oxytetramethylen)-diaminen sind bisher in der Literatur unbekannt.
In dem DDR-Patent DD 141 677 von Hörhold und Mitarb, wurde die Herstellung des analogen N,N'-Dibenzyl-3,6-dioxaoctandiamin-1,8 einschließlich der Additionspolymerisation mit Bisphenol-A-diglycidylether DGEBA vorgeschlagen. Im Zusammenhang mit komplexchemischen Untersuchungen sind Synthesen dieses Diamins in J. prakt. Chem. 322 (1980) 445 und in Tetrahedron Lett. 48 (1977) 4249 beschrieben worden. Die Herstellung dieses Ν,Ν'-Dibenzyldiamins ist jedoch nicht Gegenstand dieser Erfindung. Die generelle Synthesemethode für disekundäre Diamine über die Alkylierung primärer Monoamine wird in der Literatur (Houben-Weyl Bd.XI/1, S.24ff.) zumeist als problematisch angesehen, da hierbei immer Amingemische entstehen und sekundäre Amine auf Grund ihrer Nucleophilie nur in geringen Ausbeuten gebildet werden. In diesem Zusammenhang erfolgt die Darstellung sekundärer Amine häufig über Moleküle mit Schutzgruppen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung wurde dadurch gelöst, daß a,cü-Dihalogen-tetremethylen-(oxytetramethylene) mit Benzylamin direkt umgesetzt werden und auf diesem Weg N,N'-Dibenzyl-tetra=methylen-(oxytetramethylen)-diamine 1 in hohen Ausbeuten erhalten wurden.
nhX( ch2)4-c
DD28503785A 1985-12-23 1985-12-23 Verfahren zur herstellung von n,n' - dibenzyl-tetramethalen-(oxytetramethalen)-diaminen DD244748A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0673637A1 (de) * 1994-03-25 1995-09-27 Dentsply GmbH Zusammensetzung und Verfahren zur Füllung von Zähnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0673637A1 (de) * 1994-03-25 1995-09-27 Dentsply GmbH Zusammensetzung und Verfahren zur Füllung von Zähnen
US5624976A (en) * 1994-03-25 1997-04-29 Dentsply Gmbh Dental filling composition and method

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