DD246569A1 - Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen haerten mittels energietraegerstrahl - Google Patents

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Steffen Keitel
Goetz Sobisch
Thomas Ardenne
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Zentralinstitut Schweiss
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen Haerten mittels Energietraegerstrahl, vorzugsweise Elektronenstrahl, zur Erhoehung der Festigkeit von Verschleiss ausgesetzten Metalloberflaechen. Ziel ist, die Effektivitaet und Leistung beim Haertevorgang zu erhoehen. Nach der Aufgabe ist die notwendige Energiemenge so einzubringen, dass ein maximaler Waermetransport erreicht wird, ein Anschmelzen der Werkstueckoberflaeche unter Minimierung der Bestrahlungszeit verhindert und darueberhinaus eine groessere Einhaertetiefe gewaehrleistet wird. Erfindungsgemaess wird die Waermezufuhr mittels Energietraegerstrahl in einem zu haertenden Punkt der veraenderlichen Waermeableitung angepasst, derart, dass ein Anschmelzen der Werkstueckoberflaeche unterbleibt, dass die Leistung des Energietraegerstrahles so veraendert wird, dass jeweils ein Maximum an Waermeenergie genutzt wird, und dass die Leistung des Energietraegerstrahles in den Einzelpunkten in Abhaengigkeit der Werkstoffeigenschaften vergroessert oder verkleinert wird.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen Härten mittels Energieträgestrahl, vorzugsweise Elektronenstrahl, zur Erhöhung der Festigkeit von Verschleiß ausgesetzten Metalloberflächen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist allgemein bekannt, daß metallische Oberflächen mittels eines Energieträgerstrahles punktweise gehärtet werden können.
So ist nach der DE-OS 2209148 das punkt-, linien- oder flächenförmige Wärmebehandeln eines metallischen Werkstückes bekannt. Dabei .handelt es sich jedoch vorwiegend um das Umschmelzen von Werkstückoberflächen.
Die DE-OS 2311 283 offenbart das Wärmebehandeln von Stählen unter Ausnutzung des Effektes der Selbstabschreckung durch Wärmeabfuhr in das angrenzende Grundmaterial. Der Erfindung sind keine Angaben über eine spezielle Energiequelle zu
entnehmen. · ·
Auch aus anderen Lösungen ist das Härten in Punkt- oder Linienform bekannt. Hierbei wird jedoch stets eine Wärmequelle mit konstanter Leistung erwähnt, deren Strahldurchmesser ebenfalls unveränderlich ist. Durch diese Voraussetzungen können temperaturabhängige Eigenschaften nicht berücksichtigt werden. Somit kann es in einem bestimmten zu durchlaufenden Temperaturintervali zu einer Wärmebelastung kommen, die oberhalb eines kritischen Bereiches liegt, z.B. oberhalb der Schmelztemperatur. Als Nachteil entsteht ein Aufschmelzen der Oberfläche, wodurch eine Endbearbeitung verhindert wird.
Ziel der Erfindung
Durch die Erfindung ist die Effektivität und Leistung beim werkstoffbezogenen punktweisen Härten mittels Energieträgerstrahlen zu erhöhen.
Das Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen Härten zu entwickeln, bei dem die notwendige Energiemenge so eingebracht wird, daß ein maximaler Wärmetransport erfolgt, ein Anschmelzen der Werkstückoberfläche unter Minimierung der Bestrahlungszeit verhindert und darüberhinaus eine größere Einhärtetiefe gewährleistet wird.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die Wärmezufuhr mit Hilfe eines Energieträgerstrahles in einen zu härtenden Punkt unter Berücksichtigung der veränderlichen Wärmeableitung erfolgt, derart, daß ein Anschmelzen der Werkstückoberfläche unterbleibt, daß die Leistung des Energiestrahles so verändert wird, daß jeweils ein Maximum an Wärmeenergie nutzbar ist, daß die Leistung des Energieträgerstrahles in den Einzelpunkten in Abhängigkeit der Werkstoffeigenschaften vergrößert oder verkleinert wird und somit ein Pulsieren der Strahlleistung erfolgt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, der pulsierenden Strahlleistung des Energieträgerstrahles eine veränderte Fokussierung zu überlagern.
Die durch die Bestrahlung bedingte Erhöhung der Oberflächentemperatur bzw. der tiefer gelegenen Werkstoffbereiche und die damit verbundene Veränderung der Wärmeleitfähigkeit wird erfindungsgemäß genutzt, um die Strahlleistung so anzupassen, daß die vorliegenden Verhältnisse der Energieabführung maximal verwendet werden. Eine Erhöhung der Strahlleistung wird vorzugsweise durch Vergrößern der Strahlstromstärke erreicht. Dieser Anstieg der Strahlstromstärke wird solange betrieben, bis Temperaturen im Austenitbereich erreicht werden.
Wird der Variation der Stromstärke ein Pulsieren des Fokusdurchmesser auf der Werkstückoberfläche überlagert, so werden die Wärmeverhältnisse des Wärmepunktes zusätzlich günstig beeinflußt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Das punktweise Härten der Werkstückoberfläche eines Bauteiles mittels Elektronenstrahl wird mit folgenden Parametern durchgeführt:
Beschleunigungsspannung: 74 kV Strahlstromstärke: 5-8 mA
Bestrahlungszeit: 0,1 s
Strahldurchmesser an der Werkstückoberfläche: 0,4-0,5 mm
Bei dem Bauteil besteht der Grundwerkstoff aus einem Stähl mit 0,71 % C und 3,24% Cr, dessen Wärmeleitfähigkeit sich beim Durchlaufen desTem'peraturintervalles von 1000C bis 9000C nahezu verdoppelt. Vorgenommen wird die Härtung einer Fläche durch Einzelimpulse. Die Flächenabmessung beträgt 8 x 30mm.
In diesem Ausführungsbeispiel wird die Strahlstromstärke, als ein Hauptbestandteil der Strahlleistung, linear geändert. Dabei entsteht ein geringfügiger Fehler, da die Wärmeleitfähigkeit nicht linear ansteigt. Entsprechend der veränderten Wärmeleitfähigkeit wird die Strahlleistung annähernd verdoppelt. Dies erfolgt aus Gründen der Steuerung in diesem Fall kontinuierlich. Die Gefahr des Anschmeizens und damit eine zusätzliche Nachbehandlung oder -bearbeitung des Werkstückes wird wesentlich herabgesetzt bzw. vollständig verhindert.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen Härten mittels Energieträgerstrahl, vorzugsweise Elektronenstrahl, zur Erhöhung der Festigkeit von Verschleiß ausgesetzten Metalloberflächen, gekennzeichnet dadurch, daß die Wärmezufuhr mit Hilfe eines Energieträgerstrahles in einen zu härtenden Punkt der veränderlichen Wärmeableitung angepaßt wird, derart, daß ein Anschmelzen der Oberfläche des Werkstückes unterbleibt, daß die Leistung des Energieträgerstrahles so verändert wird, daß jeweils ein Maximum an Wärmeenergie nutzbar ist und die Leistung des Energieträgerstrahles in den Einzelpunkten in Abhängigkeit der Werkstoffeigenschaften vergrößert oder verkleinert wird.
  2. 2. Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen Härten nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß der pulsierenden Strahlleistung des Energieträgerstrahles eine veränderte Fokussierung überlagert wird.
DD28662286A 1986-01-30 1986-01-30 Verfahren zum werkstoffbezogenen punktweisen haerten mittels energietraegerstrahl DD246569A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2005040445A1 (en) * 2003-10-29 2005-05-06 Novelis Inc. Functionally graded aluminum alloy sheet

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