DD270930B1 - Verfahren zum haerten der saegeblattzaehne von kreissaegeblaettern - Google Patents
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Description
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zum bekannten Stand der Technik gehören verschiedene Verfahren zum Härten von Sägeblattzähnen und Zähnen von Zahnrädern oder Zahnstangen. Dabei wird die Erwärmung mittels Flamme, elektrischem Widerstand oder Induktion
vorgenommen.
So beschreibt die US-EB 2346923 eine Vorrichtung zur Flammenhärtung von Zahnstangen, die längs und quer zur Zahnstange bewegt werden kann.
Eine einstellbare Führung für Flammanhärtiingsbrenner ist Gegenstand der US-EB 2404656.
Mit einer Maschine, die zurOberflächenhär ungvon Zahnradzähnen dient, befaßt sich die US-EB 2617643. Das Brennerpaar mit der Wasserdusche bewegt sich hierbei länys der Zahnflanke. Zur Temperaturmessung dient ein Thermoelement, das am erwärmten Zahn anliegt. Die genannton ErfindungsLeschreibungon behandeln nur Vorrichtungen, die über die zu härtenden Zähne der Werkzeuge hinweg bewegt werden. Mit einem Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallsägeblättern befaßt sich die US-EB 3540949. Hierbei kann die Flamme sowohl auf den Zahngrund als auch auf die Zahnspitze gerichtet werden. Nach Abschrecken in einer Kühlstrecke wird das gesamte Blatt angelassen.
In ähnlicherweise beschreibt die DE-EB 2623731 ein Verfahren zum Härten von Zähnen einer Bandsäge, die durch einen Wasserstrom läuft. Die Flamme des Brenners bläst den Wasserfilm hinweg, so daß nur im Zahnspitzenbereich eine Härtung erfolgt.
Eine Methode zur Flammenhärtung rotationssymmetrischer Teile wird durch die JP-EB 61 -113712 geschützt. Zur Stabilisierung der Temperatur wird bei dieser Lösung ein Viertel des Umfanges von einem Kasten umhüllt, wodurch ein Härteverzug verhindert wird.
Eine induktive Härtung der Zähne und Zahnfüße von Kreissägeblättern beschreibt die DE-EB 1911277. Hier werden lediglich Härtewerte für die Zahnseitenfläche im Bereich von 42 bis 56 HRC angegeben.
Schließlich befaßt sich die DD-EB 82746 mit einem Verfahren zur Wärmebehandlung von Kreissägeblättern, wobei eine Erwärmungsquelle und eine Wasserbrause das Blatt in radialer Richtung gabelförmig umschließen. Das mit Arbeitsdrehzahl rotierende Blatt wird zunächst austenitisiert und anschließend nach Abschaltung der Wärmequelle abgeschreckt.
Es kann konstatiert werden, daß für die Zahnhärtung vor Kreissägeblättern keine Flammenhärteverfahren mit definierten Prozeßparametern bekannt sind.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Verschleißwiderstand von Kreissägeblättern zum Trennen von Profilstahl zu erhöhen und den Sägegrat zu reduzieren.
Dabei wird auf der Grundlage des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Arbeitszeiteinsparung für das Härten der Sägeblätter und eine Verringerung der Stillstandszeiten der Walzstraße erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Hörten der Sägeblattzähne von Kreissägeblättern zu entwickeln, mit dessen Hilfe durch Angabe wesentlicher Prozeßparameter wie Auetenltislerungstemperatur, spezifische Austenltislerungszeit, definierte Wärmelokalislerung, spezifische Qasmenge und spezifische Menge des Abschreckmittels die entscheidenden Nachteile des Standes der Technik, d. h. fehlende Anpassung des Härteprofiles an das Verschleißbild von Walzwerkssägeblätter, beseitigt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Kreissägeblatt aus einem unlegierten oder legierten Stahl Im Bereich zwischen Zahnspitze und Zahnfuß von einem Azetylen-Sauerstoff-Doppelbrenner beidseitig symmetrisch auf Austenitisierungstemperatur erwärmt und anschließend mit einer definierten Kühlmittelmenge abgeschreckt wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß entsprechend dem Verschleißbild der Sägeblattzähne im Bereich der maximalen Abnutzung an den Zahnseitenflächen ein größere Härte, d. h. 65 bis 64 HRC und im weniger beanspruchten Bereich der Zahnflankenmitte eine mittlere Härte von 48 bis 58 HRC eingestellt wird. Das wird durch eine gefundene Wärmelokalisierung erreicht, in dem die Flamme unter einem Winkel von 60 bis 90° zur Blattebene beidseitig im Bereich zwischen Zahnspitze und Zahnfuß den Sägeblattzahn erwärmt. Die Brennerdüsen des Azetylen-Sauerstoff-Doppelbrenners besitzen einen beidseitigen axialen Abstand von 10 bis 30 mm und einen radialen Abstand von 1 bis 3 mm von der Zahnspitze.
Die neutrale Flamme des Azetylen-Sauerstoff-Doppelbrenners wird durch Einstellung einer Azetylenmenge von 200 bis 600 l/h und einer Sauerstoffmenge von 200 bis 700 l/h gewährleistet, womit eine Austenitisierungstemperatur von 800 bis 95O0C realisiert wird. Die Austenitisierungszeit beträgt in Abhängigkeit von der Blattstärke für max. 20 mm hohe Dreieckszähne 4 bis 7 Sekunden, d.h. 0,2 bis 0,88/mm.
Da es sich um ein Umlaufhärteverfahren handelt, wird der Sägeblattzahn nach der Erwärmungsphase mittels Schrittschaltwerk um den Betrag der Zahnteilung zu einer Wasserbrause transportiert. Dort erfolgt ein Abschrecken mit einer Wassermenge von 350 bis 700 l/h bei einer Wassertemperatur von 5 bis 20"C. Zum Abbau von Härtespannungen kann für die Dauer der Taktzeit ein Anlassen bei 200 Us 4009C erfolgen, ohne daß die Härte abnimmt.
Von besonderem Vorteil ist die Tatsache, daß sich das Kreissägeblatt nicht verzieht.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
Die Sägeblattzähne eines Kaltkreissägeblattes der Stahlmarke C60 mit einem Durchmesser von 1800 mm und einer Dicke von 12 mm, welches durch Neuanschliff eine Dreieckszahnform von 6 mm Zahnhöhe bei einer Zahnteilung von 9 mm erhalten hat, wird mit einem Azetylen-Sauerstoff-Doppelbrenner auf 800 bis 85O0C erwärmt. Die Austenitisierungszeit beträgt 0,42 s/mm Blattstärke. Um die genannte Austenitisierungstemperatur zu erzielen, sind die Gasmengen vpn 360 l/h Azetylen und 400 l/h Sauerstoff erforderlich. Der Azetylen-Sauerstoff-Doppelbrenner wird so eingestellt, daß die Brennerdüsen beidseitig axial 15 mm von der Zahnseitenfläche entfernt sind. In radialer Richtung beträgt der Abstand 1mm von der Zahnspitze. Die Flammen treffen im Winkel von 70 Grad zur Blattebene auf den Zahn auf.
Nach Ablauf der Erwärmungsphase wird der austenitisierte Sägeblattzahn mittels Schrittschaltwerk durch Drehung des Kaltkreisoägeblattes um den Betrag der Zahnteilung zu einer Wasserbrause befördert. Hier erfolgt ein Abschrecken mit einer Wassermenge von 480l/min bei einer Wassertemperatur von 100C.
Die Härtemessung ergibt eine Härte von 56HRC in der Mitte der Zahnflanke und eine solche von 61HRC auf der Zahnseitenfläche.
Zur Beseitigung von Härtespannungen erfolgt anschließend noch ein Anlassen bei 200 bis 250°C mit der o.g. Taktzeit ohne Veränderung der Härte.
Der Erfolg der beschriebenen Wärmebehandlung wird im Vergleich zu konduktiv gehärteten Sägeblattzähnen der gleichen Abmessungen anhand der nachstehenden Tabelle deutlich, die als Standzeitmaß den gesägten Profilquerschnitt enthält:
Härteverfahren Stahlmarke gesägter Profil
querschnitt (m2)
konduktiv C 60 3,4
erfindungsgemäß C60 22,0
Die Standzeit bzw. der gesägte Querschnitt kann also um den Faktor 6,5 erhöht werden.
Claims (1)
- Verfahren zum Härten der Sägeblattzähne von Kreissägeblättern aus unlegierten und legierten Stählen zum Trennen von Formstahl und anderen metallurgischen Erzeugnissen, gekennzeichnet dadurch, daß durch einen Azetylen-Sauerstoff-Doppelbrenner, dessen Brennerdüsen einen beidseitigen axialen Abstand von 10 bis 30 mm sowie einen radialen Abstand von 1 bis 3 mm von der Zahnspitze besitzen und deren Flammen im Winkel von 60 bis 90° zur Sägeblattebene den seitlichen Bereich zwischen Zahnspitze und Zahnfuß erwärmen, bei Einspeisung einer Azetylenmenge von 200 bis 600 l/h und einer Sau«, 3toff menge von 200 bis700l/h, eine Austenitisierungstemperaturvon 800 bis 95O0C erzielt, eine Austenitlsierungszeit von 0,2 bisO,8s/mm Blattstärke bei einer Zahnhöhe von höchstens 20 mm angewandt und eine Abschreckung mit einer Wassermenge von 350 bis 700 l/h bei einer Wassertemperatur von 5 bis 2O0C durchgeführt wird.Anwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft ein Vorfahren zum Härten der Sägeblattzähne von Kreissägeblättern aus unlegierten und legierten Stählen, die zum Trennen von Formstahl und anderen metallurgischen Erzeugnissen dienen.
Priority Applications (1)
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Publications (2)
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| DD270930A1 DD270930A1 (de) | 1989-08-16 |
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1988
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