DD247008A1 - Verfahren zur herstellung von aryl-3beta-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-derivaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von aryl-3beta-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-derivaten Download PDF

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Eberhard Schroetter
Elfi Landmann
Hans Schick
Bruno Schoenecker
Ulrich Hauschild
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Aryl-3b-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-Derivaten, die Zwischenprodukte fuer die Synthese seitenkettenmodifizierter Steriode sind, durch Ozonolyse der Phthalazin-1,4-dion-Addukte von 3b-OH-geschuetzten Steroid-5,7,22-trienen, Reduktion der 22,23-Ozonide zu diengeschuetzten 23,24-Bisnorchola-5,7-dien-22-olen,Ueberfuehrung in 22-Halogen- und 22-Sulfonyloxyverbindungen, Umsetzung mit Sulfinaten zu diengeschuetzten 22-Arylsulfonylverbindungen und Freisetzung des 5,7-Diensystems zum Zielprodukt der allgemeinen Formel I, in der R1 Alkyl, Acyl und Silyl und R2 Aryl bedeuten. Formel I

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Aryl-3jS-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-solfon-Derivaten der allgemeinen Formel I,
in der
R1 Wasserstoff, Alkyle mit 1 bis 5 C-Atomen, alkoxysubstituierte Alkyle, z. B. Methoxymethyl und Methoxyethoxymethyl, cyclische Etherreste, z. B. Tetrahydropyranyl, Acyle, insbesondere Kohlensäurederivate, z. B. Methylcarbonat und N-Phenylcarbamat, aliphatische Acyle mit 1 bis 5 C-Atomen, z. B. Acetyl, Trichloracetyl und Pivaloyl, aromatische Acyle, z. B. Benzoyl und Naphthoyl, sowie Silylreste, z. B. Trimethylsilyl und tert.-Butyldimethylsilyl, und
R2 Aryl, insbesondere Phenyl, 4-Methyl-phenyl und Naphthyl,
bedeuten, die Zwischenprodukte für die Synthese seitenkettenmodifizierter Steroide, insbesondere von Provitamin D-Derivaten,
sind. , *
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bereits bekannt, Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der R1 Tetrahydropyranyl, /3-IVIethoxyethoxymethyl, Methoxymethyl und tert.-Butyldimethylsiiyl und R2 Phenyl, alkyl- oder phenylsubstituiertes Phenyl bedeuten, durch Ozonolyse der22,23-Doppelbindung von OH-geschütztem 5a,8a-(3,5-Dioxo-4-phenyl-1,2,4-triazolidin-1,2-ylen)-3/3-hydroxy-24-methylcholesta-6,22-dien. Reduktion des Ozonids zum diengeschützten 22-Alkohol, Entfernung des Dienschutzes unter Gewinnung von 3/3-OH-geschütztem 3/3,22-Dihydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien, Veresterung zu einem 22-Sulfonsäureester, Umsatz zu einem 22-Halogenderivat und Reaktion dieses mit Arylsulfinat darzustellen (EP-PS 0045524)
Dieses Verfahren hat eine Reihe wesentlicher Nachteile.
Bei der Ozonolyse von OH-geschütztem 5a,8a-(3,5-Dioxo-4-phenyl-1,2,4-triazolidin-1,2-ylen)-3ß-hydroxy-24-methyl-cholesta-6,22-dien und Reduktion des Ozonids ist nur eine Ausbeute um 30% zu erreichen. Damit geht die Hauptmenge der aus Ergosterol gewonnenen wertvollen Ausgangsverbindung in Nebenreaktionen verloren.
Die sich unmittelbar anschließende Entfernung der Dienschutzgruppe bringt weitere entscheidende Nachteile·. Steroide mit 5,7-Dienstruktur sind außerordentlich luft-' und lichtempfindlich, so daß ihre Handhabung während vieler Reaktionsstufen unter Lichtschutz und.iriertgas einen erheblichen technischen und ökonomischen Aufwand bedeutet. Während in der genannten Weise 5,7-diengeschützte Verbindungen eine gelbe Farbe besitzen und bei erforderlichen Reinigungsoperationen, insbesondere bei chromatographischen, keine spezielle Detektion erfordern, sind die daraus gewonnenen Folgeprodukte mit freier 5,7-Diengruppierung hingegen farblos, so daß spezielle ausgewählte Detektionsverfahren erforderlich sind. Wegen der Lichtempfindlichkeit der 5,7-Diene sind insbesondere auf UV-Absorption beruhende kontinuierliche Nachweisverfahren nicht anwendbar.
Ein erheblicher Aufwand zur Ausschaltung von Licht und Sauerstoff ist vor allem auch deshalb erforderlich, um die Gefahr der Bildung und Anreicherung schwer abtrennbarer hochtoxischer Nebenprodukte, die über eine Vielzahl von Reaktionsstufen bei der Umsetzung von 5,7-Dienen erheblich zunimmt, zu vermeiden.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, ein Verfahren zu erarbeiten, nach dem die Herstellung von Aryl-3/3-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-Derivaten der allgemeinen Formel I mit entscheidend verbesserter Ausbeute bei der Ozonisierung von 5,7-diengeschütztem 5,7,22-Steroidtrien möglich wird und die Nachteile des bekannten Verfahrens verringert werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Herstellung von Aryl-3/3-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-Derivaten der allgemeinen Formel I mit verbesserter Ausbeute durch Erhöhung der Selektivität des Ozonangriffs auf 5,7-diengeschütztes 5,7,22-Steroidtrien mit Hilfe eines geeigneten Dienschutzes günstiger zu gestalten, den Aufwand des Verfahrens dabei zu minimieren sowie seine Sicherheit zu erhöhen, indem die Zahl der mit freier 5,7-Diengruppierung auszuführenden Reaktionsschritte vermindert wird
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zum Schutz des 5,7-Diensystems in Verbindungen der allgemeinen Formel II,
in der R1 die oben genannte Bedeutung hat und R3 Alkyl mit 1 bis 10 C-Atomen bedeutet, erfindungsgemäß als Dienophil Phthalazin-1,4-dion der Formel III,
III
das gegebenenfalls substituiert ist, verwendet, das Cycloaddukt der allgemeinen Formel IV,
IV
in der R1 und R3 die oben genannten Bedeutungen haben, ozonisiert und das 22,23-Ozonid gegebenenfalls stufenweise zum diengeschützten 22-Alkohol der aligemeinen Formel V, '
in der R1 die oben genannte Bedeutung hat und R4 Hydroxyl bedeutet, reduziert, die Verbindung der allgemeinen Formel V, in der R4 Hydroxyl bedeutet, in eine Verbindung der allgemeinen Formel V, in der R4 Halogen oder Sulfonyloxy bedeutet, übergeführt wird und eine solche Halogen- oder Sulfonyloxyverbindung mit einem Sulfinsäuresalz unter Gewinnung eines Sulfons der allgemeinen Formel V, in der R4 SO2R2 bedeutet, wobei R2 die oben genannte Bedeutung hat, umgesetzt wird und nachfolgend ein Steroiddien der allgemeinen Formel I durch Entfernung der Dienschutzgruppe erhalten wird.
Die Herstellung der Aza-Diels-Alder-Cycloaddukte aus 5,7-Diensterolen der allgemeinen Formel Il und Phthalazin-1,4-dion der Formel 111 erfolgt dadurch, daß aus Phthalsäureanhydrid und hydrazin leicht zugängliches 2,3-Dihydro-phthalazin-1,4-dion mit dem 5,7-Diensterol in inertem Lösungsmittel, z. B. Dichlormethan, in Gegenwart eines Oxydationsmittels zur Bildung von Phthalazin-1,4-dion, z. B. Bleitetraacetat, umgesetzt wird.
Die Ozonisierung eines Cycioaddukts der allgemeinen Formel IV wird zweckmäßig durch Einleiten eines ozonhaltigen Gasstroms in die Lösung der Verbindung der allgemeinen Formel IV in einem inerten Lösungsmittel, beispielsweise Hexan, Dichlormethan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Essigsäureethylester, Methanol und Ethanol, oder in Gemischen solcher Lösungsmittel, gegebenenfalls unter Zusatz von Pyridin, bei Temperaturen unter -2O0C vorgenommen. Die Ozonide werden durch Reduktionsmittel, vorzugsweise durch Eintragen komplexer Hydride, insbesondere Natriumborhydrid, in das Reaktionsgemisch dervorangegangenen Ozonisierung in diengeschützten 22-Alkohol der allgemeinen Formel V, in der R4 Hydroxyl bedeutet, übergeführt. Ferner ist die Reduktion derartiger Ozonide mit Dimethylsulfid, Zinkstaub oder Hexamethyltriaminophosphin zunächst zum 22-Aldehyd gleicher Struktur und nachfolgende weitere Reduktion zum 22-Alkohol möglich. Für die Umwandlung des diengeschützten 22-Alkohols in Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Halogen oder Sulfonyloxy bedeutet, bestehen eine Reihe von Möglichkeiten.
So kann die Gewinnung von Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Chlor bedeutet, z. B. durch Reaktion von 22-Alkohol mit Chlormethylendimethylammoniumchlorid in Dimethylformamid während 2 Stunden bei O0C erfolgen. In gleicher Weise ist das 22-Bromderivat bei Verwendung von Brommethylendimethylammoniumbromid zugänglich. Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Iod bedeutet, sind beispielsweise durch Austausch von Brom in Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Brom bedeutet, gegen Iod durch Reaktion mit Natriumiodid in Aceton zugänglich.
Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Sulfonyloxy bedeutet, werden bei Einwirkung von Sulfonsäurehalogenide^ beispielsweise Benzensulfochlorid,4-Methyl-benzensulfobromid oder Trifluormethansulfonylchlorid, auf diengeschützten
22-Alkohol, zweckmäßig in Gegenwart anorganischer oder organischer Basen, insbesondere Pyridin oder Triethylamin;
erhalten. Sie sind ferner bei Reaktion von Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Halogenid bedeutet, mit Sulfonsäuresalzen darstellbar.
Andererseits sind durch nucleophile Verdrängung der Sulfonyloxygruppe aus Verbindungen der allgemeinen Formel V mit Halogenid, z. B. Bromid oder Iodid, in Dimethylformamid, Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Halogen bedeutet zu erhalten.
Durch Reaktion von Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Halogen oder Sulfonyloxy bedeutet, mit Sulfinsäuresalzen in z.B. Dimethylformamid, Tetrahydrofuran oder Alkoholen, gegöbenenfalls in Gegenwart von Phasentransferkatalysatoren, z. B. Tetrabutylammoniumbromid, werden Verbindungen der allgemeinen Formel V erhalten, in der R4 den Rest SO2R2 bedeutet, wobei R2 Aryl, insbesondere Phenyl, 4-Methyl-phenyl und Naphthyl, bedeutet.
Die Entfernung des Dienschutzes aus Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 SO2R2 bedeutet, unter Gewinnung von Aryl-3j8-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-Derivaten der allgemeinen Formel I ist mit Hilfe einer Reihe von Verfahren möglich. Sie kann durch Reaktion mit komplexen Hydriden, z. B. Lithiumaluminiumhydrid, in Tetrahydrofuran, durch Erhitzen mit Kaliumcarbonat in Dimethylsulfoxid, alkoholischer Kalilauge oder auch hochsiedenden organischen Basen, z. B.
2,4,6-Trimethyl-pyridin, sowie elektrochemisch erfolgen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden einmal wesentlich höhere Ausbeuten als nach dem bekannten Verfahren erreicht; zum anderen werden lagerfähige Zwischenprodukte der Synthese seitenkettenmodifizierter Steroide erhalten, die ohne besondere Maßnahmen zum Luft- und Lichtausschluß ohne zeitliche Begrenzung haltbar sind.
Durch Abspaltung des Dienschutzes sind daraus in einer Reaktionsstufe 22-Sulfonyl-5,7-diensteroide erhältlich, die universelle Bausteine zur Darstellung von in der Seitenkette derivatisierterVerbindungen, insbesondere auch von Provitaminen D, sind.
Besonders überraschend ist dabei, daß die Entfernung des Dienschutzes, insbesondere nach der bevorzugten Methodik der
Reaktion mit komplexen Hydriden, unter Erhalt der 22-Sulfonylgruppe vorgenommen werden kann. „'
Ausführungsbeispiele ·
Beispiel 1
Phenyl-3/3-(tetrahydropyran-2-yloxy)-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon
a) 5,a,8Q:-(1,4-Dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-22-hydroxy-3i3-(tetrahydropyran-2-yloxy)-23,24-bisnorchol-6-en
In die Lösung von 5,13g (8mmol) 5a,8a-(i;4-Dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-24-methyl-3/3-(tetrahydropyran-2-yloxy)-cholesta-6,22-dien in 400ml Dichlormethan und 4ml Pyridin wird unter Rühren bei —650C ein Ozon-Sauerstoff-Gemisch eingeleitet, bis die Ausgangsverbindung nahezu umgesetzt ist. Nach 15 min werden 1,82g (48mmol) Natriumborhydrid eingetragen. Anschließend werden 150ml Methanol mit einer solchen Geschwindigkeit zugetropft, daß die Temperatur -5O0C nicht übersteigt. Im Laufe von 3 h läßt man auf Raumtemperatur kommen. Es wird 2 h bei Raumtemperatur gerührt, das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, der Rückstand in Essigsäureethylester aufgenommen, die Lösung mit Kochsalzlösung gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen. Der Rückstand wird über Kieselgel mit einem Essigester-Hexan-Gemisch chromatographiert. Gelber Feststoff
.Schmelzbereich: 130 bis 1750C
Ausbeute: 3,29g (71,6%); C35H46N2O5 (574,8).
b) 4-Methyl-benzensulfonsäure-/5a,8a-(1,4-diöxo-phthalazin-2,3-ylen)-3/S-(tetrahydropyran-2-yloxy)-23,24-bisnorchol-6-en-22-yl-ester/
Zur Lösung von 968mg (1,68mmol) 5a,8a-(1,4-Dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-22-hydroxy-3/S-(tetrahydropyran-2-yloxy)-23,24-bisnorchol-6-en in 8,5ml trockenem Pyridin werden unter Rühren und Kühlen bei O0C 2,58g (13,5mmol)4-Methylbenzensulfonsäurechlorid gegeben. Es wird 4 h in der Kälte gerührt, über Nacht bei 5°C im Kühlschrank aufbewahrt und auf 80 g Eis gegeben. Der Niederschlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und nach dem Trocknen über Kieselgel mit einem Essigester-Hexan-Gemisch chromatographiert. Gelber Feststoff
Schmelzbereich: 107 bis 120°C; Ausbeute: 1,03g (83,8%); C42H52N2O7S (728,9).
c) 5a,8a-(1,4-Dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-3/3-tetrahydropyran-2-yl-oxy)-23,24-bisnorchol-6-en-22-yl-phenyl-sulfon
Das Gemisch aus 729mg 4-Methyl-benzensulfonsäure-/5a,8a-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-3ß-(tetrahydropyran-2-yloxy)-23,24-bisnorchol-6-en-22-yl-ester, 260mg Lithiumbromidmonohydrat, 170mg Lithiumcarbonat und 19,5ml Dimethylformamid . wird 2,5h bei 78 bis 82°C gerührt. Nach Zugabe von 578mg INatriumbenzolsulfinat wurde weitere 3 h bei 8O0C erwärmt. Es wird in 200 ml Essigsäureethylester aufgenommen, der Extrakt fünfmal mit je 20 ml gesättigter Kochsalzlösung gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittelwird verdampft und der Rückstand über Kieselgel mit einem Essigester-Hexan-Gemisch chromatographiert. Gelber Feststoff
Schmelzbereich: 100 bis 1150C; Ausbeute: 356mg (50,9%); C4IH50N2O6S (698,9).
d) Phenyl-3(8-(tetrahydropyran-2-yloxy)-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon
In die unter Inertgas gerührte Suspension von 0,5g (13 mmol) Lithiumaluminiumhydrid in 10 ml trockenem Tetrahydrofuran wird die Lösung von 150 mg (0,21 SmmoDöa^a-dADioxo-phthalazin^S-ylenl-SyS-ltetrahydropyran^-yloxy^S^-bisnorchol-e-en-22-yl-phenyl-sulfon in 12ml Tetrahydrofuran im Laufe von 15min getropft. Anschließend wird 30min bei 75°C gerührt. Nach dem Abkühlen werden 5 ml 20%ige Natronlauge zugetropft. Es'wird 15 min gerührt, vom Niederschlag abfiltriert, dieser mit 15 ml
Tetrahydrofuran gewaschen, das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand über Kieselgel mit einem Essigester-Hexan-Gemisch chromatographiert. Weißer Feststoff. · Schmelzbereich: 165 bis 175°C;
Ausbeute: 70mg (60,3%); -
C33H46O4S (538,8).
Beispiel 2
3)8-Hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-phenyl-sulfon
a) 3ß-Benzoyloxy-5a,8a:-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-22-hydroxy-23,24-bisnorcho!-6-en
In der im Beispiel 1 a) beschriebenen Weise werden 2,5 g 3,S-Benzoyl-oxy-5a, 8a-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-24-methyl-.
cholesta-6,22-dien ozonisiert. Das Ozonid wird, wie dort beschrieben, mit Natriumborhydrid reduziert. Nach Aufarbeitung und Chromatographie wird die Verbindung als gelber Feststoff erhalten.
Schmelzbereich: 168-1730C;
Ausbeute: 1,96g (87,2%);
C37H42N2O5(594,8). ' ' λ
b) 4-Methyl-benzensulfonsäure-/3/3-benzoyloxy-5a,8a-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-23,24-bisnorchol-6-en-22-ylester/ In der im Beispiel 1 b) beschriebenen Weise werden 948 mg 3j3-Benzoyloxy-5a,8a-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-23,24-bisnorchol-6-en-22-ol mit 5,35g Tosylchlorid umgesetzt. Es wird, wie im Beispiel 1 b) beschrieben, aufgearbeitet und durch Säulenchromatographie gereinigt. Gelber Feststoff.
Schmelzbereich: 132 bis 1410C;
Ausbeute: 961 mg (80,5%); .
C44N48N2O7S (748,9).
c) 3/3-Benzoyloxy-5a, 8a-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-23,24-bisnorchol-6-en-22-yl-phenyl-sulfon
Inder im Beispiel 1 c) beschriebenen Weise werden 1,72g 4-Methyl-benzensulfonsäure-/3j3-benzoyloxy-5o:,8a!-(1,4-dioxophthalazin-2,3-ylen)-23,24-bisnörchol-6-en-22-ylester/mit784mg Lithiumbromid-monohydrat und 514mg Lithiumcarbonate 60ml Dimethylformamid sowie nachfolgend mit 3,12 g Natriumbenzolsulfinat umgesetzt. Es wird, wie im Beispiel 1c) beschrieben, aufgearbeitet und durch Säulenchromatographie gereinigt. Gelber Feststoff. Schmelzbereich: 206 bis 209°C; ' ,
Ausbeute: 1,29g (78,0%); C43H46N2O6S (718,9).
d) 3/3-Hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-phenyl-sulfon
Die Lösung von 100mg (0,139mmol) 3/8-Benzoyloxy-5a,8a-(1,4-dioxo-phthalazin-2,3-ylen)-23,24-bisnorchol-6-en-22-yl-phenylsulfon in 10g 5%iger Kaliumhydroxidlösung in Propanol wird unter Argon bei 950C 2 h am Rückfluß erhitzt. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abgezogen und der Rückstand in 40 ml Wasser aufgenommen. Es wird mit 50 ml Dichlormethan extrahiert, die Dichlormethanlösung mit 15ml gesättigter Natriumchloridl.ösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand durch Säulenchromatographie an Kieselgel 60 unter Elution mit Dichlormethan gereinigt. Schwach gelbliche Kristalle
Schmelzbereich: 200 bis 210°C; Ausbeute: 47,7 mg (75,5%); C28H38O3S (454,6).

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Aryl-3ß-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-Derivaten der allgemeinen Formel I,
    in der ·
    R1 Wasserstoff, Alkyle mit 1 bis 5 C-Atomen, alkoxysubstituierte Alkyle, z. B. Methoxymethyl und Methoxyethoxymethyl, cyclische Etherreste, z. B. Tetrahydropyranyl, Acyle, insbesondere Kohlensäurederivate, z. B. Methylcarbonat und N-Phenylcarbamat, aliphatische Acyle mit 1 bis.5 C-Atomen, z. B. Acetyl, Trichloracetyl und Pivaloyl, aromatische Acyle, z. B. Benzoyl und Naphthoyl, sowie Silylreste, z. B. Trimethylsilyl und tert.-Butyldimethylsilyl und
    R2 Aryl, insbesondere Phenyl, 4-Methyl-phenyi und Naphthyl, . l
    bedeuten, aus Steroiden der allgemeinen Formel Il _
    in der R1 die oben genannte, Bedeutung hat und R3 Alkyl mit 1 bis 10 C-Atomen bedeutet, gekennzeichnet dadurch, daß aus den Steroiden der allgemeinen Formel Il und Phthalazin-1,4-dion der Formel III
    III
    Aza-Diels-Alder-Addukte der allgemeinen Formel IV,
    IV
    in der R1 und R3 die oben genannten Bedeutungen haben, erhalten, diese Verbindungen der allgemeinen Formel IV ozonisiert, die gebildeten 22,23-Ozonide zu diengeschützten 22-Alkoholen der allgemeinen Formel V,
    in der R1 die oben genannte Bedeutung hat und R4 Hydroxyl bedeutet, reduziert, diengeschützte 22-Alkohole der allgemeinen Formel V in Verbindungen der allgemeinen Formel V, in der R4 Halogenid, wie Chlor, Brom und Iod, oder Sulfonyloxy bedeutet, übergeführt und solche halogen- oder Sulfohyloxyverbindungen mit einem Sulfinsäuresalz zu einem Sulfon der allgemeinen Formel V, in der R4 den Rest SO2R2 bedeutet, wobei R2 die oben genannte Bedeutung hat, umgesetzt werden und nachfolgend der Phthalazin-1,4-dionrest unter Regenerierung des 5,7-Diensystems und Gewinnung eines Sulfonderivates der allgemeinen
    Formel I, in der R1 und R2 die oben genannten Bedeutungen haben, entfernt wird.
DD86287293A 1986-02-24 1986-02-24 Verfahren zur herstellung von aryl-3beta-hydroxy-23,24-bisnorchola-5,7-dien-22-yl-sulfon-derivaten DD247008A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2000051618A1 (en) * 1999-03-02 2000-09-08 Akzo Nobel N.V. (ANDROST-5-EN-17β-YL)ALKYL SULFOXIDES AND SULFONES AND THEIR USE FOR CONTROL OF FERTILITY

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