DD247193A1 - Vorrichtung zum kontinuierlichen vereinzeln biegeschlaffer flaechengebilde der bekleidungsindustrie - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen vereinzeln biegeschlaffer flaechengebilde der bekleidungsindustrie Download PDFInfo
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Abstract
Ziel der Erfindung ist es, mit minimalem technischem Aufwand eine kontinuierliche Vereinzelung zu ermoeglichen. Die erfinderische Aufgabe wird dadurch geloest, dass von haengend angeordneten Stapeln kontinuierlich durch Greifsysteme Zuschnitte erfasst werden und die Greifsysteme zum Zeitpunkt des Erfassens vorzugsweise durch Relativbewegung zum Greifertransport in Ruhestellung gebracht und danach beschleunigt werden. Die erfindungsgemaesse Vorrichtung besteht aus einer Transporteinheit fuer die Zuschnittstapel, einer oder mehrerer Greifertransporteinheiten mit Greifsystemen und technischen Elementen zur Erzeugung der Ruhephase zum Zeitpunkt des Erfassens. Die Anwendung der Vorrichtung erfolgt vorzugsweise zur automatischen Beschickung von Verarbeitungsanlagen in der Bekleidungsindustrie. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Vereinzeln biegeschlaffer Flächengebilde der Bekleidungsindustrie, vorwiegend von Zuschnitteilen in den Bereichen der Vorfertigung der Konfektionsindustrie.
Die bekannten technischen Lösungen zum Vereinzein beinhalten Vorrichtungen, mit denen das Verarbeitungsgut diskontinuierlich vereinzelt und im weiteren Verarbeitungsprozeß einer Verarbeitungsanlage zugeführt wird. Dies geschieht in ' der Regel durch eine rückläufige Bewegung der Greiforgane nach dem Vereinzelungsvorgang in Ausgangsstellung. Nachteilig bei all diesen Vorrichtungen ist, daß die Rückbewegung der Greiforgane die Taktzeit der Anlage negativ beeinflußt und die Verarbeitungszeit durch zusätzliche, durch die Vereinzelung bedingte Stillstandszeiten bestimmt wird. So wird z.B. in DT 2847003 eine Vorrichtung zum stückweisen Greifen und Transportieren von aufeinandergestapelten gewebten, gestrickten oder vliesartigen Stoffstücken beschrieben. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der auch schwere Gewebestücke ohne Störung vom Stapel abgenommen und genau an vorbestimmter Stelle abgelegt werden können, wobei auch auf einem Stapel liegende gefaltete Stücke vom Stapel abgenommen, entfaltet und exakt liegend ablegbar sein sollen, ohne daß bei der Abnahme der Stapel in Unordnung gerät. Mittels nadelartigen Greiferwerkzeugen wird ein Teil eines Gewebestückes angehoben und mittels Luftstrom oder anderen geeigneten technischen Mitteln an eine Greiferwerkzeug, welches mittels Vakuum wirkt, angelegt. Nachteilig ist-, daß bei großen Zuschnitteilen ein relativ großer Luftstrom erforderlich ist, um ein Anlegen an ein Greifwerkzeug mittels Vakuum zu gewährleisten. Des weiteren kann damit eine Flatterbewegung nicht ausgeschlossen werden, die zu Funktionsstörungen führt. Ein Anlegen mit anderen technischen Mitteln ist nur mit großem Aufwand möglich.
Nach DT 2549903 wird eine Vorrichtung zum Vereinzeln und gleichzeitigen Wenden des obersten Blattes eines gleichorientierten Folienstapels beschrieben. Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß zum Zwecke des Zusammenlegens von Vergütungsfolien in abwechselnd gegenorientierter Ordnung auf einem Zusammenlegetisch bei der Herstellung von Faserplatten oder Laminatplatten das Übergabeaggregat als Zwischenstapelstation und Zusammenlegetisch verfahrbaren Übergabewagen ausgeführt ist. Das Erfassen und Wenden der Folien erfolgt dabei über einen Wendesaugbalken. Diese Vorrichtung setzt heraus, daß der zu erfassende Stoff mittels geeigneten Saugelementen erfaßt werden kann. Bezogen auf die Anwendung dieser Vorrichtung für Stoffzuschnitte ergeben sich dabei erhebliche Schwierigkeiten, da eine Vereinzelung vom Stapel mittels Vakuum nur für sehr wenige Zuschnitte geeignet ist. Weiterhin sind zusätzliche technische Mittel zum Drehen erforderlich, um ein Wenden zu ermöglichen. Sollen großflächige Teile erfaßt und vereinzelt werden, so wird ein enormer Energieverbrauch auftreten, um derartige Teile zu halten.
Nach DD-PS 116192 wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Vereinzeln von mindestens einer Lage oder eines flächigen Gebildes von einem Stapel beschrieben. Die Erfindung besteht darin, daß an den Enden der Zuschnittstapels Nadeln, Stifte oder ähnliches in die oberste Lage eingedrückt und anschließend in entgegengesetzte Richtung bewegt werden. Dabei wird auf die oberste Lage eine Dehnung aufgebracht, was zu einem Überwinden der Haftkräfte führen kann. Die eingesetzten Vereinzelungselemente können unterschiedlich ausgebildet sein. Auch schräg angeordnete Nadeln und Nadelreihen werden verwendet. Werden diese Greifelemente nur an den Enden eines Zuschnittstapels aufgesetzt, führt dies bei großflächigen Zuschnitten zu einem Durchhängen der erfaßten Lage und so mit zu Funktionsstörungen im weiteren technologischen Ablauf.
Nach DD-PS 120633 wird eine Vorrichtung zum Abnehmen von Stoffteilen beschrieben. Eine über den gesamten Umfang mit zahnartigen Elementen bestückte Walze wird etwa mittig auf den Stapel aufgesetzt. Durch Drehung der Walze wird ein Verschieben der oberen Lage und die Bildung einer großen Falte bewirkt. Nach genügendem Umstülpen der oberen Lage hält ein Niederhalter, der dem Aufnehmer entgegengesetzt angeordnet ist, die unteren Lagen zurück und verhindert damit, daß diese beim Vereinzelungsvorgang verschoben werden. Sobald die obere Lage vollständig unter der Walze weggeschoben worden ist, kann durch den Aufnehmer der vereinzelte Lage vom Stapel entfernt und dem nächsten Arbeitsschritt zugeführt werden. Bezogen auf die Anwendung für Großteile steigt der technische Aufwand für eine sichere Vereinzelung enorm an. Außerdem kann bei einem mittigen Aufsetzen der Walze nicht garantiert werden, daß auch für die Randbereiche, besonders bei größeren Stoffteilen, durch das Drehen der Walze ein Verschieben der obersten Stofflage erreicht wird. Nach DD-WP 107649 wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum vereinzelten Zuführen von insbesondere textlien Flächengebilden beschrieben. Hierbei ist ein an einer bewegten Platte befestigtes Greifaggregat, das aus einer unten offenen, sich über dem Ende außen konisch verdickenden und vorzugsweise zweifach über dem Querschnitt geschlitzten Greifhülse mit Schließfeder und-ring besteht, entwickelt worden. Dabei wird mit dem Greifelement auf dem FlächengebiIde eine Falte gebildet, festgehalten, das Flächengebilde mit den Greifern angehoben, transportiert und lagegerecht abgelegt. Bei der Anwendung für großflächige Teile macht es sich erforderlich, daß eine Vielzahl derartiger Greifelemente angeordnet werden müssen, um das Flächengebilde sicher zu erfassen. Da bei den Großteilen, bezogen auf die Fläche, größere Haftkräfte auftreten, kann mit diesen Greifern ein sicheres Vereinzeln nicht in jedem Falle gewährleistet werden.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die den bisher bekannten Vorrichtungen zum Vereinzeln anhaftenden technischen und ökonomischen Mängel zu beseitigen und eine kontinuierliche Vereinzelung mit minimalem technischen Aufwand zu erreichen.
Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Vorrichtung zum Vereinzeln von biegeschlaffen Flächengebilden zu schaffen, mit der es möglich ist, eine nachgeschaltete Verarbeitungseinheit kontinuierlich zu beschicken und die Verlustzeiten zwischen Bereitstellung des Verarbeitungsgutes und Beginn des Verarbeitungsprozesses zu minimieren, wobei ein kontinuierlich umlaufendes Greifsystem die Zuschnitte von einem hängenden Stapel entnimmt und kontinuierlich einer Zuführeinrichtung oder einer Verarbeitungseinheit übergibt.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Vorrichtung erreicht, die Zuschnitte einer Transporteinheit entnimmt, auf der die Zuschnittstapel hängend angeordnet sind, und in ihren Hauptmerkmalen aus einer kontinuierlich umlaufenden Greifertransporteinrichtung, vorzugsweise einer Einrichtung zur Erzeugung eines Stillstandes der Greifersysteme im Moment des Erfassens des oberen Zuschnittes, ebenfalls vorzugsweise einem Andrücker in diesem Bereich, der in Wirkverbindung mit den Greifsystemen steht, und einer Kopplungsstelle zur Übergabe der vereinzelten Zuschnitte zur Verarbeitungseinheit besteht. Die Gestaltung der Stapelaufnahme kann dabei so erfolgen, daß die Zuschnittstapel auf ein Transportsystem hängend angeordnet werden und diese Anordnung so erfolgt, daß die Zuschnittstapel in verarbeitungstechnologischer Reihenfolge angeordnet werden und wahlweise durch die Transporteinheit die Zuschnittstapel in den Wirkungsbereich der Greifsysteme bewegt werden. Es ist auch möglich, die Stapel nacheinander abzuarbeiten, wenn nur ein Teil entnommen und an diesem einzelnen Zuschnitt eine Verarbeitungsoperation ausgeführt wird. Die Ausbildung der Transporteinheit für den Stapeltransport richtet sich vorwiegend nach dem Einsatzfall der erfindungsgemäßen Vorrichtung. So ist es ebenfalls möglich, die verarbeiteten Zuschnitte nach dem Verarbeitungsprozeß auf dieserTransporteinheit abzustapeln und danach erneut dem weiteren technologischen Prozeß zuzuführen.
Das Erfassen des biegeschlaffen Flächengebildes erfolgt mit an sich bekannten Greifern derart, daß das Erfassen der obersten Lage des Zuschnittstapels aus der kontinuierlichen Bewegung der Greifsysteme heraus erfolgt. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn Saug greifer zur Anwendung gelangen können. Viele biegeschlaffe Flächengebilde, insbesondere in der Konfektionsindustrie, gestatten es jedoch nicht, derartige Vereinzelungssysteme zur Anwendung zu bringen, so daß mechanische Greifer zum Einsatz kommen. Bei derartigen Greifsystemen ist es von Vorteil, erfindungsgemäß die in Bewegung befindlichen Greifer für den Zeitpunkt des Erfassens auf die Geschwindigkeit Null zu verzögern und nach dem Erfassen des Zuschnittes auf die kontinuierliche Greifertransportgeschwindigkeit zu beschleunigen. Durch geeignete technische Mittel wird das betreffende Greifsystem im Wirkbereich des Erfassens zum Stillstand gebracht und danach mit dem erfaßten Zuschnitt beschleunigt.
Entsprechende Anschläge und Arretierungen innerhalb des Greifertransportes sind für die Realisierung dieses Vorganges angeordnet. Eine mögliche Form der erfindungsgemäßen Lösung bringt durch eine Sperre das Greifsystem zum Stillstand, während sich der Greifertransport weiter bewegt, bis das Greifersystem über einen Anschlag diese Sperre aufhebt. Dies erfolgt nach dem Erfassen des obersten Zuschnittes des Zuschnittstapels. Um eine Beschleunigung auf die Geschwindigkeit des Greifertransportes zu bewirken, wird über die Relativbewegung des Greifertransportes ein Federelement vorgespannt, welches sich im Beschleunigungsvorgang vorzugsweise über ein Dämpfungselement entspannt, bis das Greifsystem seine ursprüngliche Stellung erreicht hat. Erfindungsgemäß kann diese relative Ruhe auch dadurch erzielt werden, daß für den Zeitpunkt des Erfassens der Zuschnittstapel kurzzeitig beschleunigt wird. Hierzu wird eine Stapeldreheinrichtung angeordnet, die für den Erfassungszeitraum den Stapel auf die Geschwindigkeit der Greifsysteme beschleunigt und nach dem Erfassen den Zuschnittstapel wieder in Ausgangsstellung zurück bewegt.
Der Weitertransport des vereinzelten Zuschnittes erfolgt in üblicher Weise, wobei zur Lagesicherung das Greifsystem auf dem Transportweg durch bekannte technische Mittel unterstützt werden kann, bis eine Übergabe des vereinzelten Zuschnittes an eine Verarbeitungseinheit erfolgt. Diese Verarbeitungseinheit kann ein weiteres Transportsystem oder direkt eine Verarbeitungsstation, wie z.B. eine Positioniereinrichtung, sein. Zur Unterstützung des Erfassens des oberen Zuschnittes des Zuschnittstapels ist es auch möglich, den Greifertransport im Erfassungsbereich zum Zuschnittstapel hin auszulenken. Eine derartige Ausbildung des Greifertransportsystems ist insbesondere dort von Vorteil, wo Haftkraftbeziehungen zwischen den
Zuschnitten wirken und durch die rückläufige Bewegung der Auslenkung der obere Zuschnitt vom nachfolgenden Zuschnitt abgeschält wird. Durch eine stufenlose Regelbarkeit der Greifertransportgeschwindigkeit, eine Einstellbarkeit der Greifsysteme am Greifertransport auf die Zuschnittlänge und eine Verstellung der Greifer am Greifsystem ist es möglich, eine Kontinuität der Vereinzelung von Zuschnitten unterschiedlicher Form und Größe zu erreichen und ebenfalls kontinuierlich dem Verarbeitungsprozeß zuzuführen.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigen
Figur 1: eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Figur 2: eine schematische Darstellung der Auslenkung der Greifsysteme,
Figur 3: eine schematische Darstellung zur Erzeugung des Stillstandes der Greifsysteme zum Zeitpunkt des Erfassens des
Zuschnittes, Figur 4: eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung des relativen Stillstandes zwischen Greifsystem und Zuschnitt.
Auf einer Transporteinheit 3 sind ein oder mehrere Zuschnittstapel 1, vorzugsweise Zuschnitte der Bekleidungsindustrie, angeordnet, und zwar derart, daß sich diese hängend auf der Transporteinheit 3 befinden. Die Transporteinheit 3 selbst ist vorzugsweise horizontal und vertikal beweglich ausgebildet, so daß die Zuschnittstapel in den Wirkungsbereich der Greifsysteme 2 bewegt werden können. Diese Bewegung erfolgt nach Abarbeitung eines Zuschnittstapels, so daß danach der nächstfolgende Zuschnittstapel in diesen Wirkungsbereich gefahren wird, oder wechselsinnig, wenn, je nach technologischem Erfordernis, Zuschnitte, vorzugsweise unterschiedlicher Form und Größe, von verschiedenen Zuschnittstapeln 1 in bestimmter Reihenfolge abgearbeitet werden sollen. An einem kontinuierlich angetriebenen, vorzugsweise stufenlos in seiner Geschwindigkeit veränderbaren Greifertransport 5 sind ein oder mehrere Greifsysteme 2 angeordnet. Diese Greifsysteme 2 sind die Träger der G reifer 8, die in ihrem Abstand auf dem Greifertransport 5 vorzugsweise verstellbar und auf dem Greifersystem 2 einstellbar angeordnet sind. Zur Führung der Greifsysteme 2 ist eine Greiferführung 7 vorhanden, die den exakten Bewegungsablauf der Greifsysteme 2 bestimmt und mit dem kontinuierlich angetriebenen Greifertransport 5 einen Umlauf der Greifsysteme 2 realisiert. In der Bewegungsphase sind die Greifer 8 so lange mit dem erfaßten Zuschnitt in Wirkung, bis dieser als vereinzelter Zuschnitt 6 auf einer nachgeschalteten Verarbeitungseinheit 4 abgelegt ist. Hierbei ist es möglich, die Ablage auf einem Transportband durchzuführen oder die Verarbeitungseinheit 4 beispielsweise als Positioniertisch auszubilden. Das Erfassen des oberen Zuschnittes des Zuschnittstapels 1 erfolgt während der kontinuierlichen Bewegung. Vorteilhaft ist es hierbei, den Greifertransport 5 und gegebenenfalls die Greiferführung 7 so auszubilden, daß sich während der Bewegung die Greifsysteme 2 mit den Greifern 8 zu dem Stapel hin bewegen und nach dem Erfassen sich mit dem erfaßten Zuschnitt wieder von diesem entfernen.
Eine weitere vorteilhafte Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß während des kontinuierlichen Bewegungsprozesses des Greifertransportes 5, zum Zwecke des Erfassens des Zuschnittes, eine Bewegungsphase mit minimaler Relativgeschwindigkeit zwischen Greifsystem 2 und dem oberen Zuschnitt des Stapels 1 erzeugt wird. Dies geschieht beispielsweise dadurch, daß die Greifsystem 2 beweglich am Greifertransport 5 angeordnet sind. Die Beweglichkeit wird dabei durch Anschläge 9 definiert begrenzt. Über eine Sperre 10 wird die Bewegung der Greifsysteme 2 zum Zwecke des Erfassens unterbrochen. In dieser Phase wird der obere Zuschnitt erfaßt, und der Greifertransport 5 bewegt sich dabei kontinuierlich weiter. Diese Bewegung wird ausgenutzt, um vorzugsweise ein Federelement 11 vorzuspannen. Die Relativbewegung und damit die Vorspannnung des Federelementes 11 wird beendet, wenn das Greifsystem 2 den unteren Anschlag 9 berührt. Mit an sich bekannten technischen Mitteln wird die Sperre 10 außer Eingriff gebracht. Danach können sich die Greifsysteme 2 in Greifertransportrichtung bewegen. Die Greifsysteme 2 und der erfaßte Zuschnitt werden durch die durch das Federelement 11 gespeicherte Energie beschleunigt, bis sie die Transportgeschwindigkeit des Greifertransportes 5 erreicht haben. Um diese Beschleunigung in definierten Grenzen zu halten, ist es vorteilhaft, ein Dämpfungselement 13 anzuordnen. Zur Unterstützung des Erfassens ist vorzugsweise ein Andrücker 12 angeordnet, der zum Zeitpunkt der relativen Ruhe den Stapel im Bereich des Erfassens an die Greifer 8 andrückt und nach dem Erfassen in seine Ausgangsstellung zurückführt. Erfindungsgemäß ist es ebenfalls möglich, den relativen Ruhezustand für den Zeitpunkt des Erfassens dadurch zu erzielen, daß das kontinuierlich umlaufende Greifsystem 2 seine Bewegungsgeschwindigkeit beibehält und der Zuschnittstapel 1 durch eine Stapeldreheinrichtung 14 auf die Geschwindigkeit des Greifertransportes 5 beschleunigt und nach dem Erfassungsvorgang in seinen Ausgangszustand zurück bewegt wird. Erfindungsgemäß ist es ebenfalls möglich, die Greifsysteme 2 biegeelastisch auszubilden, um zum Zeitpunkt des Erfassens die Relativgeschwindigkeit zwischen den Greifern 8 und dem oberen Zuschnitt des Zuschnittstapels 1 zu reduzieren oder auf Null herabzusetzen. Die Wahl dieser Ausbildung richtet sich nach dem Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Vorrichtung und nach der gewünschten Flexibilität.
Es ist zu bemerken, daß sich die Erfindung nicht auf das beschriebene Äusführungsbeispiel beschränkt, sondern auf verschiedene Abwandlungen desselben erstreckt.
Claims (6)
- Erfindungsanspruch:1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Vereinzeln biegeschlaffer Flächengebilde der Bekleidungsindustrie mit einer Transporteinheit zur hängenden Aufnahme von Zuschnittstapeln und an einem Greifertransport befestigten Greifelementen und einer nachgeschalteten Verarbeitungseinheit, gekennzeichnet dadurch, daß ein Greifertransport (5) mit Greifern (8) von der Transporteinheit (3) bis zur Verarbeitungseinheit (4) kontinuierlich umlaufend angeordnet ist und ein oder mehrere Sperren (10) und am Greifertransport ein oder mehrere Anschläge (9) befestigt sind.
- 2. Vorrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß eine horizontale Auslenkung des Greifertransportes (5) im Erfassungsbereich des Zuschnittstapels (1) vorhanden ist.
- 3. Vorrichtung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß ein oder mehrere Federelemente (11) im Bereich der Anschläge (9) und ein oder mehrere Dämpfungselemente (13) angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß das Federelement (11) und das Dämpfungselement (13) einstückig ausgebildet sind.
- 5. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß ein Andrücker (12) im inneren Bereich des Zuschnittstapels (1) angeordnet ist.
- 6. Vorrichtung nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß eine Stapeldreheinrichtung (14) angeordnet ist.
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