DD247262A1 - Anordnung zum aufbereiten von gebrochener rohbraunkohle fuer eine kohlenstaubfeuerung - Google Patents

Anordnung zum aufbereiten von gebrochener rohbraunkohle fuer eine kohlenstaubfeuerung Download PDF

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Inventor
Kurt Stroeer
Dieter Koritz
Friedrich Bude
Reinhard Richter
Fritz Tatschke
Original Assignee
Luebbenau Vetschau Kraftwerke
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Aufbereiten von gebrochener Rohbraunkohle fuer eine Kohlenstaubfeuerung, wobei zwischen Zuteiler und Kohlenstaubmuehle eine Feingut-Trenneinrichtung sowie eine Grobgut-Trockeneinrichtung eingebunden ist. Dabei soll die Feingutabtrennung und die Grobguttrocknung direkt in den Prozess der Kohlenstaubfeuerung einbezogen werden. Dies wird dadurch erreicht, dass der Zuteiler in die einen mediumbeaufschlagten Klassierboden aufweisende Feingut-Trenneinrichtung eingebunden und die Feingut-Trenneinrichtung ueber eine Transporteinrichtung mit der ein mediumbeaufschlagtes Rost sowie einer darueber angeordneten mediumbeaufschlagte Transporteinrichtung aufweisende Grobgut-Trockeneinrichtung verbunden ist, wobei der unter dem Klassierboden befindliche Teil der Feingut-Trenneinrichtung ueber eine von einem Transportmedium beaufschlagte Leitung mit einem Kohlenstaubbrenner der Kohlenstaubfeuerung verbunden ist. Figur

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Aufbereiten von gebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubfeuerung, wobei zwischen Zuteiler und Kohlenstaubmühle«ine Feingut-Trenneinrichtung und eine Grobgut-Trockeneinrichtung eingebunden ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Verbrennung ballastreicher und feuchter Rohbraunkohle in Kohlenstaubfeuerungen ist mit erheblichen Mängeln, angefangen vom Mühlenverschleiß, der Leistungseinsenkung von Mühlen und der Feuerung bis zu starken Zünd- und Verbrennungsinstabilitäten, behaftet.
Durch eine Vielzahl von Maßnahmen wurde versucht, die o.g. Mangel auszuschalten.
Besondere Bedeutung kommt der Vortrocknung der feuchten Rohbraunkohle und/oder der Trennung der ballastreichen Rohbraunkohle zu. Dabei werden im Prinzip eine Feingut-Trenneinrichtung und eine Grobgut-Trockeneinrichtung direkt oder indirekt vor Kohlenstaubmühle eingebunden.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß keine hohe Effektivität der Gesamttechnologie erreicht werden kann, da hohe anlagen- und bedienungstechnische Aufwendungen nur geringen Aufbereitungsvorteilen gegenüberstehen.
Aus diesem Grunde wird auf eine gesonderte Aufbereitung verzichtet und mit Hilfe von gas-, öl- oder kohlenstaubbetriebenen Stützbrennern versucht, eine stabile Verbrennung zu gewährleisten.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, eine technisch einfache und effektive Aufbereitung zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Feingutabtrennung und Grobguttrocknung direkt in den Prozeß der Kohlenstaubfeuerung einzubeziehen.
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß der Zuteiler in die einen mediumbeaufschlagten Klassierboden aufweisende Feingut-Trenneinrichtung eingebunden und die Feingut-Trenneinrichtung über eine Transporteinrichtung mit der ein mediumbeaufschlagtes Rost sowie einer darüber angeordneten mediumbeaufschlagte Transporteinrichtung aufweisende Grobgut-Trockeneinrichtung verbunden ist, wobei der unter dem Klassierboden befindliche Teil der Feingut-Trenneinrichtung über eine von einem Transportmedium beaufschlagte Leitung mit einem Kohlenstaubbrenner der Kohlenstaubfeuerung verbunden ist.
Ausführungsbeispiel
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt:
-2- IAI ZÖZ
Fig. 1: die Anordnung der Feingut-Trenneinrichtung und die Grobgut-Trockeneinrichtung innerhalb der Kohlenstaubfeuerung
für einen Dampfkessel im Prinzip, Fig. 2: die Ausbildung der Grobgut-Trockeneinrichtung im Prinzip.
In die Brennkammer 20 des Dampfkessels ist die Rauchgasrücksaugung 2 mit Kohlenstaubmühle 3 und Kohlenstaub-Hauptbrenner 4 eingebunden (Fig. 1).
Der Zuteiler 6 ist über den Schacht 7 in die Feingut-Trenneinrichtung 8 eingebunden, in der der Klassierboden 9 angeordnet ist. Der Trichter 14 der Feingut-Trenneinrichtung 8 ist über den Ejektor 16 in die Leitung 17 und über den Kohlenstaubbrenner 19 in die Brennkammer 20 eingebunden.
Das Oberteil 23 ist über die Leitung 22 mit der Brennkammer 20 verbunden.
Die Feingut-Trenneinrichtung 8 ist über die Transporteinrichtung 25 mit der Grobgut-Trockeneinrichtung 12 verbunden, in der der Rost 28 mit darüberliegender Transporteinrichtung 31 (Wanderrost, Kratzer) angeordnet ist. Das Unterteil 27 der Grobgut-Trockeneinrichtung 12 ist über die Leitung 26 mit der Brennkammer 20 verbunden. Das Oberteil 35 der Grobgut-Trockeneinrichtung 12 ist über die Abgasleitung 32 mit dem Abgassystem 33 des Dampfkessels 1 verbunden.
Die Grobgut-Trockeneinrichtung 12 weist als Kühl-oder Heizrost 28 die Membranrohrwand 36 auf (Fig. 2), deren Rohre entweder mit einem Heiz- oder Kühlmedium beaufschlagt werden. Die Stege 30 der Membranrohrwand 36 weisen die Durchtrittsöffnungen 29 auf. Die Rohre der Membranrohrwand 36 sind mit den Gleichrichtungen 34 versehen. Die Wirkungsweise ist folgende:
Die gebrochene Rohbraunkohle 5 wird über den Zuteiler 6 und Schacht 7 der Feingut-Trenneinrichtung 8 zugeführt. Durch den angeordneten Klassierboden 9 wird die Rohbraunkohle 5 durch das Heißgas 21 weitgehend aufgelockert, so daß der Grobgutstrom 11 und der Feingutstrom 10 gebildet werden. Diese Strombildun^ wird besonders durch den Ejektor 16 (Saugwirkung) unterstützt.
Der Feingutstrom wird über Trichter 14, Ejektor 16 und Leitung 17 dem in der Brennkammer 20 eingebundenen Kohlenstaubstrom 19 zugeführt. Das Feingut verbrennt in der Brennkammer 20 stabil. Es ist ohne weiteres möglich, daß der Ejektor 16 über die Leitung 37 gebunkerten Kohlenstaub 18 ansaugt.
Das Grobgut 11 gelangt über die Transporteinrichtung 25 auf die Transporteinrichtung 31 in der Grobgut-Trockeneinrichtung 12. Über die Leistung 26 wird aus der Brennkammer 20 Heißgas 24 in das Unterteil 27 gefördert und tritt durch die Durchtrittsöffnungen 29 der Membranrohrwand 36 sowie über die Transporteinrichtung 31.
Durch das Heißgas 24 wird der Grobgutstrom 11 aufgetrocknet. Durch die Gleiteinrichtungen 34 wird erreicht, daß die Transporteinrichtung möglichst dicht an der Rohrwandoberfläche gleitet, ohne daß die Rohre der Membranrohrwand 36 verschleißen.
Entsprechend der Transporteinrichtung 31 ist der Gleiteinrichtungsabstand gewählt, so daß zwei oder mehrere Auflagen gebildet sind.
Die aufgetrocknete Kohle wird über die Transporleitung 13 der Kohlenstaubmühle 3 oder dem Fallschacht zugeführt. Der erzeugte Kohlenstaub weist einen hohen Trockengrad auf und verbrennt stabil. Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
Durch die Aufteilung der Trockenanlage in zwei hintereinandergeschaltete funktionsgetrennte Wirkungsteile wird in der ersten Stufe mit relativ kurzer Verweilzeit ein Aushalten von Feinstkorn erzielt. Dagegen in der zweiten Verfahrensstufe mit wesentlich längererTrockenzeit ein Auftrocknungsgrad bestimmt und variiert. Die Aushaltung von Feinkorn sowie die Trocknung im ersten Verfahrensschritt erfolgt bei allseitiger Gasbeströmung in der Schwebe, wobei das Feinkorn und das Trockengas in die Brennkammer eingeblasen werden. In der zweiten Stufe des Auftrocknungsbetriebes wird die grobkörnige Rohkohle (nach Feinststaubaushaltung) statisch auf einem Rost mit hoher Verweilzeit aufgetrocknet. Bei diesem Trocknungsvorgang erfolgt ein Austreiben der groben Nässe; es wird die Verweilzeit so gewählt, daß keine Entgasung auftritt. Das Trockengas nach dem Passieren des Trockenbettes wird in die Abgasanlage des Kessels abgesaugt. Dieses Gas besitzt nur einen sehr geringen Anteil Brennbares. Der gesamte Trockenprozeß ist einem Dampfkessel zugeordnet und steht ständig unter Inertgasbetrieb. Durch das Membranrohrbett wird mit entsprechender Kühlwassermenge die Bettemperatur eingeregelt. Bei einem anzufahrenden Kessel werden die Rohre des Trockenbettes mit einem Heizmedium beströmt. Damit wird der entstehende Brüden durch den natürlichen Zug abgesaugt. Der hohe Auftrocknungsgrad der Kohlefür den Anfahrbetrieb kann somit vor dem eigentlichen Kesselbetrieb erfolgen.

Claims (9)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Anordnung zum Aufbereiten von gebrochener Rohbraunkohle für eine Kohlenstaubfeuerung, wobei zwischen Zuteilerund Kohlenstaubmühle eine Feingut-Trenneinrichtung sowie eine Grobgut-Trockeneinrichtung eingebunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler in die einen mediumbeaufschlagten Klassierboden aufweisende Feingut-Trenneinrichtung eingebunden und die Feingut-Trenneinrichtung über eine Transporteinrichtung mit der ein mediumbeaufschlagtes Rost sowie einer darüber angeordneten mediumbeaufschlagte Transporteinrichtung aufweisende Grobgut-Trockeneinrichtung verbunden ist, wobei der unter den Klassierboden befindliche Teil der Feingut-Trenneinrichtung über eine von einem Transportmedium beaufschlagte Leitung mit einem Kohlenstaubbrenner der Kohlenstaubfeuerung verbunden ist.
  2. 2. Anordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Rost aus einer in den Stegen mit Durchtrittsöffnungen versehenen Membranrohrwand gebildet ist.
  3. 3. Anordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Feingut-Trenneinrichtung und die Grobgut-Trockeneinrichtung über eine Heißgasleitung mit der Brennkammer der Kohlenstaubfeuerung verbunden ist.
  4. 4. Anordnung nach Punkt !,gekennzeichnet dadurch, daß der unter dem Klassierboden befindliche Teil der Feingut-Trenneinrichtung mit einem die Leitung beaufschlagenden Verdichter oder Ejektor verbunden ist.
  5. 5. Anordnung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Grobgut-Trockeneinrichtung über eine Abgasleitung mit dem Abgassystem der Kohlenstaubfeuerung verbunden ist.
  6. 6. Anordnung nach Punkt 1 und 4, gekennzeichnet dadurch, daß in die Leitung eine kohlenstaubbeaufschlagte Leitung eingebunden ist.
  7. 7. Anordnung nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Rost eine aufgesetzte Gleiteinrichtung aufweist.
  8. 8. Anordnung nach Punkt 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß der Zuteiler über eine Stelleinrichtung in die Feingut-Trenneinrichtung und in die Kohlenstaubmühle eingebunden ist.
  9. 9. Anordnung nach Punkt 1,4,6, gekennzeichnet dadurch, daß die Leitung in einen gesonderten Brenner eingebunden ist.
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