DD248567A1 - Vorrichtung zum fliessenden falzen von bogen- bzw. blattfoermigem material - Google Patents
Vorrichtung zum fliessenden falzen von bogen- bzw. blattfoermigem material Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fliessenden Falzen von bogen- bzw. blattfoermigem Material, z. B. zur Anwendung in Umschlagfalzanlegern fuer Rueckstichbroschurenstrecken. Das Ziel der Erfindung ist eine Vorrichtung zum fliessenden Falzen zu schaffen, bei welcher eine einfache und geringe Wartung noetig ist. Die Aufgabe besteht darin, dass die Formungsteile fuer die Falzbildung leicht austauschbar und verschleissarm vorgesehen werden. Erfindungsgemaess wird laengs einer geraden Foerderstrecke (3) eine keilfoermig ausgebildete Falzschiene (4) in Foerderrichtung vom Foerderanfang zum Foerderende hin geneigt angeordnet, auf welcher ein endloses, angetriebenes Foerdertrum (5) gleitet. Beid- und laengsseits dieser Falzschiene (4) erstrecken sich endlos umlaufende Formungsstraenge (8; 9) mit vorzugsweise kreisfoermigem Querschnitt. Um ein allmaehliches Verformen zu erreichen, verlaufen die Formungsstraenge (8; 9) in bezug auf die Falzschiene (4) in Foerderrichtung von oben nach unten und/oder von aussen nach innen in schraeger Richtung. Am Ende der Foerderstrecke (3) schliessen sich zwei Presswalzen (13; 14) an, die den Falz vollstaendig auspraegen. Fig. 1
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum fließenden Falzen von bogen- bzw. blattförmigem Material, z. B. zur Anwendung in Umschlagfalzanlegern für Rückstichbroschurenstrecken.
Gemäß der DE-OS 2 809 226 ist eine Faltmaschine für Papierbogen mit einem endlosen, antreibbaren, 'außenseitig eine Keilnut aufweisenden und längs einer Falzstrecke verlaufenden Strang, bekannt. Mit dessen Keilnut wirken Druckrollen gegenüberliegende Falzrollen zusammen, die gegen ihre Peripherie keilförmig angeschrägt sind und deren Keilwinkel in Laufrichtung der Papierbogen von Falzrolle zu Falzrolle spitzer wird. Außerdem sind die Druckrollen zur Vermeidung von Schaden im Bereich des Falzes entsprechend der Dicke und der Qualität der zu faltenden Papierbogen einstellbar angeordnet. Weiterhin besteht der längs der Falzlinie verlaufende Strang aus einem gummielastischen Material. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß diese eine große Anzahl von Verschleißteilen enthält, die eine aufwendige Wartung bedingen. Außerdem ist besonders die Montage der unterschiedlich spitzen Falzrollen und die Einstellung der Druckrollen entsprechend der gegebenen Falzbedingungen problematisch.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum fließenden Falzen von bogen- bzw. blattförmigem Material zu schaffen,' bei welcher eine einfache und geringe Wartung nötig ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, daß die Formungsteile für die Falzbildung leicht austauschbar und verschleißarm vorgesehen werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß längs einer geraden Förderstrecke eine keilförmig ausgebildete Falzschiene angeordnet ist, auf welcher ein endloses, angetriebenes Fördertrum gleitet. Diese Falzschiene kann auch vom Förderanfang zum Förderende hin geneigt sein. Beid- und Längsseitig dieser Falzschiene erstrecken sich endlos umlaufende Formungsstränge mit vorzugsweise kreisförmigem Querschnitt und aus elastischem Material. Von diesen werden die vor der Förderstrecke gerillten und zwischen der Falzschiene und dem Fördertrum transportierten Falzbogen beidseitig der Falzschiene nach unten abgebogen.
Um ein allmähliches Verformen zu erreichen, verlaufen die Formungsstränge vom Förderanfang zum Förderende hin in Bezug auf die Falzschiene von oben nach unten und/oder von außen nach innen in schräger Richtung. Anstelle der umlaufenden Formungsstränge können auch Formungsschienen angeordnet werden. Am Ende der Förderstrecke schließen sich zwei Preßwalzen an, die den Falz vollständig ausprägen. Diese Preßwalzen sind zueinander starr befestigt. Zum Ausgleich verschiedener Falzbogendicken sind sie an ihrem Umfang mit einem elastisch verformbaren Material ummantelt. Zur Vermeidung von Schlupferscheinungen sind in Ausnehmungen der Falzschiene keilförmig angeschrägte Transportrollen drehbar und bündig mit der Oberkante der Falzschiene gelagert. Diesen Transportrollen sind Druckrollen zugeordnet, die über den Transportrollen auf dem Fördertrum aufsitzen und ebenfalls drehbar gelagert sind. Insgesamt ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum fließenden Falzen von bogen- bzw. blattförmigem Material so aufgebaut, daß die an der Falzbildung beteiligten Formungsteile für die Verarbeitung unterschiedlichen Falzmaterials nicht eingestellt werden müssen. Den Hauptanteil an der Prägung haben die beiden Preßwalzen. Da diese starr zueinander angeordnet sind, sind sie bei Verschleiß leicht austauschbar. Die wenig belasteten Formungsstränge haben eine entscheidend längere Lebensdauer ab der mit einer Keilnut versehene Strang und die unterschiedlich angeschrägten Falzrollen gemäß der in der DE-OS 2 809 226 beschriebenen Lösung. Damit ist die erfindungsgemäße Vorrichtung verschleißärmer und bedarf einer geringeren Wartung.
Auführungsbeispie!
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1: die Seitenansicht der Vorrichtung
Fig. 2: die Draufsicht auf die Vorrichtung
Fig. 3: die Schnittdarstellung der Falzschiene mit Transportrolle, Fördertrum und Formungssträngen
Fig. 4: die Einstellvorrichtung für den Lagerbock
Die zu falzenden gerillten Bogen 1 werden in einer durch den Pfeil gekennzeichneten Förderrichtung in den Einlauf 2 einer geraden in Förderrichtung um 4° abfallenden Förderstrecke 3 transportiert. Sie gelangen zwischen die keilförmig ausgebildete Falzschiene 4 und das endlos umlaufende Fördertrum 5. Dieses ist durch eine Antriebsrolle 6 und eine Umlenkrolle 7 geführt. Die Antriebsrolle 6 wird von einem nicht dargestellten Antrieb aus angetrieben. Von der Antriebsrolle 6 aus werden gleichzeitig die in bezug auf die Falzschiene 4 beid- und längsseitig angeordneten ebenfalls endlosen Formungsstränge 8; 9 angetrieben, welche wie das Fördertrum 5 in Förderrichtung umlaufen. Weiterhin verlaufen die Formungsstränge 8; 9 in bezug auf die Falzschiene 4 vom Förderanfang zum Förderende hin von oben nach unten und von außen nach innen in schräger Richtung. Die Umlenkrollen 10; 11 für die Formungsstränge 8; 9 sind im Ausführungsbe'ispiel um 90° versetzt zur Antriebsrolle 6 an einem Lagerbock 12 angeordnet und dienen gleichzeitig als Antrieb für zwei Preßwalzen 13; 14. Diese sind ebenfalls am Lagerbock 12 starr zueinander befestigt. Zum Ausgleich verschiedener Falzbogendicken sind sie an ihrem Umfang mit einem elastisch verformbaren Material 15 ummantelt. Der Lagerbock 12 ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich, geringfügig höhenverstellbar und winkelverstellbar längs zur Förderrichtung am Maschinenrahmen angeordnet.
Die Höhenverstellung ist erforderlich, um den Einlauf der vorgefalzten Bogen zwischen die beiden Preßwalzen 13; 14 so einstellen zu können, daß der Falz von den beiden Preßwalzen 13; 14 erfaßt wird. Mit der Winkelverstellung wird ein Spannen der Formungsstränge 8; 9 erzielt.
Die keilförmig ausgebildete Falzschiene 4 weist mehrere Ausnehmungen 16 auf. Darin sind keilförmig angeschrägte Transportrollen 17 drehbar und bündig mit der Oberkante der Falzschiene 4 gelagert, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Den Transportrollen 17 sind Druckrollen 18 zugeordnet, die über den Transportrollen 17 auf dem Fördertrum 5 aufsitzen und ebenfalls drehbar gelagert sind. Gegenüber der Lösung gemäß der DE-OS 2 809 226 sind diese Druckrollen 18 der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum fließenden Falzen an der Falzbildung nicht beteiligt. Deshalb entfällt auch die gefühlsmäßige und damit problematische Höheneinstellung dieser Druckrollen gemäß der DE-OS 2 809 226 zur Vermeidung von Schaden im Bereich des Falzes entsprechend der Dicke und der Qualität der zu faltenden Papierbogen. Bei der erfindungsgemäßen Lösung sind die an der Falzbildung beteiligten Formungsteile so vorgesehen, daß eine Einstellung für die Verarbeitung unterschiedlichen Falzmaterials nicht erforderlich ist. Beim Durchlauf der Bogen 1 zwischen den Preßwalzen 13; 14 werden verschiedene Falzbogendicken durch die Ummantelung der Preßwalzen 13; 14 mit einem elastisch verformbaren Material 15 ausgeglichen. Bei auftretendem Verschleiß an den Preßwalzen 13; 14 sind diese leicht austauschbar. Es ist also nur eine einfache Wartung erforderlich. Die Formungsstränge 8; 9 werden wenig belastet und unterliegen deshalb nur einem geringen Verschleiß. Ein Austausch wird selten und kann problemlos erfolgen. Damit ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum fließenden Falzen gegenüber der in der DE-OS 2 809 226 beschriebenen Lösung verschleißärmer und bedarf einer geringeren Wartung.
Claims (6)
- Erfindungsanspruch:1. Vorrichtung zum fließenden Falzen von bogen- bzw. blattförmigem Material, gekennzeichnet dadurch, daß längs einer geraden Förderstrecke (3) eine keilförmig ausgebildete Falzschiene (4) angeordnet ist, auf welcher ein endloses, angetriebenes Fördertrum (5) gleitet und daß sich beid- und längsseitig dieser Falzschiene endlos umlaufende Formungsstränge (8; 9) mit vorzugsweise kreisförmigem Querschnitt erstrecken, sowie daß sich am Ende der Förderstrecke (3) zwei Preßwalzen (13; 14) anschließen.
- 2. Vorrichtung zum fließenden Falzen nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die keilförmig ausgebildete Falzschiene (4) auf das darauf gleitende Fördertrum (5) in Förderrichtung vom Förderanfang zum Förderende hin um einen geringen Winkel α geneigt angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung zum fließenden Falzen nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Formungsstränge (8; 9) vom Förderanfang zum Förderende hin in bezug auf die Falzschiene (4) von oben nach unten und/oder von außen nach innen in schräger Richtung verlaufen.
- 4. Vorrichtung zum fließenden Falzen nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß anstelle der Formungsstränge (8; 9) vom Förderanfang zum Förderende hin in bezug auf die Falzschiene (4) von oben nach unten und/oder von außen nach innen in schräger Richtung verlaufende Formungsschienen angeordnet sind.
- 5. Vorrichtung zum fließenden Falzen nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß am Ende der Förderstrecke zwei Preßwalzen (13; 14) zueinander starr an einem Lagerbock (12) befestigt und an ihrem Umfang mit einem elastisch verformbaren Material (15) ummantelt sind.
- 6. Vorrichtung zum fließenden Falzen nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Falzschiene (4) Ausnehmungen (16) aufweist, in welcher keilförmig angeschrägte Transportrollen (17) drehbar und bündig mit der Oberkante der Falzschiene (4) gelagert sind, über denen ebenfalls drehbar gelagerte Druckrollen (18) auf dem Fördertrum (5) aufsitzen.
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Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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