DD249049A1 - Rostschutzmittel fuer nicht entfettete metallteile - Google Patents

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DD249049A1
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degreased
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DD29010486A
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Inventor
Frans Steffers
Juergen Hauschild
Bernd Rothenhaeusser
Original Assignee
Buna Chem Werke Veb
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  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Rostschutzmittel auf waessriger Basis, das sich zur Konservierung von nicht entfetteten metallischen Bauteilen eignet. Hierzu zaehlen Stahlkonstruktionen, wie U- und T-Profile, Fenster, Leitungsmasten und Rohrleitungen sowie andere Bauteile aus Stahl oder Eisen. Das erfindungsgemaesse Mittel besteht aus 5 bis 20 Gew.-% Polyakrylsaeureester, 30-40 Gew.-% aromatischer Loesungsmittel und 5 bis 13 Gew.-% Hexantriol und/oder Oktandiol in 30-40 Gew.-% Wasser, mittels 18-25 Gew.-% Natriumlaurylsulfat emulgiert.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Werkstücke, wie gepreßte oder gezogene Profile, kommen meist leicht verzundert oder mit Flugrost überzogen zum Einsatz.
Deshalb sind sie vielfach gegen Lagerkorrosion eingefettet. Um solche Werkstücke mit einer Rostschutzschicht zu überziehen, müssen sie vorher aufwendig gereinigt werden.
Dazu eignen sich mechanische oder thermische Verfahren, wie Sandstrahlen, Bürsten, Abwaschen, Abkochen, Dampfstrahlen oder Abspritzen.
Entsprechend des gewünschten Anwendungsfalles verwendet man die bekannten Korrosionsschutzmittel, bestehend aus einem Bindemittel, einem Extender, dem Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel und etwaigen Hilfsstoffen, wie Antiabsetzmittel oder Hautschutzmittel (s. K. A. von Oeteren: „Korrosionsschutz durch Beschichtungsstoffe", 1,Carl Hauser Verlag München, Wien, 1980, S.277ff.).
Als Bindemittel verwendet man Chlorkautschuk, Phenolharze, Alkydharze, Cyclokautschuk oder Polyakrylate. Diese werden allein oder gemeinsam mit Extendern wie Bleimennige, Zinkoxid, Zinkchromat, Bleiweiß, Eisenglimmer oder Titandioxid in einem entsprechenden Lösungsmittl gelöst und auf den gereinigten Untergrund aufgebracht. Als Lösungsmittel benutzt man Toluen, Xylen, Benzen, Äthanol, Isopropanol, Cyclohexanon, Butanol u. a. organische Lösungsmittel. So besteht beispielsweise eine klassische Komposition aus
7,5Tl. Polycrylsäureester 81,5Tl. Butanol ;
10,0 TI. Toluen
1,0Tl. Zinkpulver.
Der Reinigungsgrad des zu schützenden Teiles bestimmt die Haftfestigkeit und damit die Schutzdauer des jeweiligen Anstrichs.
In allen Fällen ist also ein entsprechend aufwendiger Reinigungsschritt notwendig.
Chemisch-physikalische Verfahren, wie Abwaschen oder Abbeizen werden mit den unterschiedlichsten Mitteln durchgeführt. So benutzt man beispielsweise Wasser, dem man Netzmittel zugesetzt hat oder Lösungsmittel wie Alkohole, Benzin, Trichloräthylen oder Tetrachlorkohlenstoff.
Weiterhin ist der Einsatz von Säuren oder Laugen bekannt. Diese aufwendigen Verfahren zur Reinigung der Oberflächen vor einer Rostschutzbeschichtung sind notwendig, da der Fettfilm die Haftung der Korrosionsschutzschicht stark vermindert. Dies hängt wiederum von vielen Faktoren ab.
So spielt die Verteilung des Fettfilms eine große Rolle; z. B. ob er über die ganze Fläche verteilt oder nur örtlich konzentriert ist.
Die örtliche Konzentration führt zu größeren Problemen als eine gleichmäßige Verteilung des Films.
Bei der Art des Öls muß beachtet werden, daß sich ein dünnes Öl leichter einarbeiten läßt als ein dünnes Ziehfett. Ebenso wird ein gestrichener Fettfilm leichter eingearbeitet als ein gespritzter.
Weiterhin spielt das Alter der aufgebrachten Fettschicht eine große Rolle. Hier gilt die Faustregel, je älter die Schicht, desto schwieriger ihre Einarbeitung oder Entfernung. Weiterhin bilden Fette bei langer Lagerung nach einer Reaktion mit Luftsauerstoff metallsaure Salze, die sich nur sehr schwer entfernen lassen. Hier helfen meist nur mechanische Mittel, also das Abtragen der Oberflächenschicht.
Die Geschwindigkeit dieser Reaktion ist von der Fettart abhängig. In den meisten Fällen ist jedoch eine 4 bis 6wöchige Lagerzeit unbedenklich. Bei Lagerzeiten von V2 Jahr und mehr sind jedoch diese Schwierigkeiten in jedem Fall vorhanden. Soll dann eine Beschichtung erfolgen, muß von einer sorgfältig gereinigten Oberfläche ausgegangen werden. Die Art der anschließend aufzubringenden Korrosionsschutzschicht ist von diesen Problemen unabhängig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Konservierung nicht entfetteter oder leicht angerosteter Bauteile aus Stahl oder Eisen mit einem geeigneten Rostschutzmittel. Dabei soll die Lagerzeit des Bauteils keine Rolle spielen. Es handelt sich hierbei um die vorangegangene Lagerzeit.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rostschutzmittel zu entwickeln, daß den obigen Anforderungen entspricht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Emulsion von 5 bis 20 Gew.-% Polyakrylat in 30-40 Gew.-% Wasser, 30—40Gew.-% aromatischen Lösungsmitteln, 18-25Gew.-% Natriumlaurylsulfat und 5-10Gew.-% Hexantriol u./o. 5-13Gew.-% Oktandiol gelöst.
Diese Emulsion bewirkt, daß das Rostschutzmittel, dem gegebenenfalls noch Extender zugefügt sein können, auch auf vorher gefettete oder leicht angerostete Untergründen überraschend gut haftende und wirksame Korrosionsschutzschichten bildet, wobei das Alter der Fettschicht, also die Lagerzeit der zu schützenden Bauteile keine Rolle spielt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Alle Angaben erfolgen in Gewichtsteilen. Die Beispiele 1 und 2 erläutern den Stand der Technik und sind nicht erfindungsgemäß.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Prüfplatten aus Eisenblech der Abmessung 50 χ 50 χ 1 werden bei 23°C in einem Raum bei einer relativen Luftfeuchte von 90 ± 5% gelagert. Die Hälfte davon wurden vorher mit einem Ziehfett eingefettet, die andere Hälfte mit Benzen gereinigt. Nach einer Lagerzeit von 7,30 und 100 Tagen werden je 10 gefettete und 10 nichtgefettete Platten entnommen und mit einem Korrosionsschutzmittel, bestehend aus
Polyacrylsäureester 7,5Tl
Butanol 81,5Tl
Toluen 10,0Tl
Zinkpulver 1,0Tl
beschichtet.
Danach wurden die Platten nach TGL 18754/03 durch Beanspruchung im zentralen Salznebel auf ihre Korrosionsbeständigkeit getestet. Das Volumen des Versuchsraumes betrug 1 m3. Es wurden jeweils 10 Platten gleichzeitig geprüft. Der Aerosolerzeuger war mit einem Öl- und Staubfilter versehen. Am Boden des Versuchsraumes werden 3 Sammler zur Messung der Menge an versprühter Flüssigkeit angebracht.
Als Versuchsmedium wurde eine 5%ige Natriumchloridlösung benutzt. Der pH-Wert der Lösung lag bei 6,8. Während des Versuches wurde eine relative Luftfeuchte von 93 ± 3% eingehalten.
Die Auswertung erfolgte nach TGL 18754 gemäß der Formel
η-100
η —Anzahl der Quadrate mit narbiger Korrosion N — Gesamtzahl der Quadrate
Die Ergebnisse sind in Tab. 2 zusammengefaßt.
Beispiel 2-10
Es wird verfahren wie in Beispiel 1 mit dem Unterschied, daß die gemäß Tab. 1 zusammengesetzten Korrosionsschutzmittel benutzt werden.
Tab. 1: Zusammenfassung der benutzten Korrosionsschutzmittel
Beispiel Polyacrylat Wasser Toluen Hexantriol Oktandiol Natrium Buta Zinkpul
Nr. lauryl nol ver
sulfat
(TI.) (TI.) (TI.) (TI.) (TI.) (TI.) (TI.) (TI.)
1 7,5 10 81,5 1,0
2 7,5 11 82,5
3 7,0 30 35 10 18,0
4 7,5 30 35 8 19,5
5 7,5 30 35 5 22,5
6 9,0 30 35 10 16,0
7 9,0 30 30 10 21,0
8 9,0 30 30 13 18,0
ε 10,0 30 30 10 20,0
10 10,0 35 27 5 5 18,0
Tabelle 2: Ergebnisse der Korrosionsschutzprüfung
Beispiel Hn (ungefettete Platten) 30 100 Hn (gefettete Platten) 30 100
nach Lagerzeit (Tagen) 40 50 nach Lagerzeit (Tagen) 10 30
7 30 50 7 15 35
1 20 0 0 10 0 0
2 20 0 0 10 0 0
3 0 0,1 0,1 0 0 0,2
4 0 0 0,2 0 0 0,4
5 0 0 0,1 0 0,1 0,5
6 0 0 0 0 0 0,3
7 0 0 0,1 0 0,2 0,6
8 0 0 0 0 0,1 1,2
9 0 0
10 0 0

Claims (1)

  1. Rostschutzmittel für nicht gefettete Metallteile auf der Basis von Polyacrylaten und aromatischen Lösungsmitteln, gekennzeichnet dadurch, daß es 5 bis 20Gew.-% des Polyarylates, 30 bis40Gew.-% des aromatischen Lösungsmittels, 18 bis 25Gew.-% Natriumlaurylsulfat, 5 bis 13Gew.-% Hexantriol und/oder Oktandiol in 30 bis 40Gew.-% Wasser emulgiert, enthält.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Rostschutzmittel, das sich zur Konservierung nicht entfetteter Bauteile eignet.
    Hierzu zählen Stahlkonstrukionen, wie U- und T-Profile, Fenster, Leitungsmasten und Rohrleitungen wie auch andere Bauteile aus Stahl und Eisen.
DD29010486A 1986-05-12 1986-05-12 Rostschutzmittel fuer nicht entfettete metallteile DD249049A1 (de)

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