DD249912A1 - Verfahren zur herstellung von staerkederivaten - Google Patents

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Matthias Heidrich
Lutz Ullmann
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Chemiewerke Agrotex Pirna Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Staerkederivaten, bei dem durch Veretherung von Staerke in einem alkoholischen Quellungsinhibitor mit Alkalilauge und Halogenfettsaeuren und anschliessender Neutralisation mit Saeure nach der Filtration ein alkoholfeuchtes Staerkeprodukt entsteht, das anschliessend getrocknet und thermisch nachbehandelt wird. Die Erfindung bezweckt, die Herstellung des Produktes qualitaetsgemaess zu stabilisieren. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein thermisches Nachbehandlungsverfahren zu finden, bei dem ein Staerkederivat mit unterschiedlichen Viskositaetseigenschaften entsprechend des gewuenschten Verwendungszweckes entsteht. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass das Staerkeprodukt intermolekular durch Esterbruecken definiert auf die die Viskositaet der waessrigen Loesung des Produktes bestimmende Molekuelgroesse thermisch bei 80-130C vernetzt und nach einer Vernetzungsdauer (tv) von 10-300 Minuten die thermische Vernetzungsreaktion nach Erreichen der gewuenschten Produktqualitaet in Abhaengigkeit von der Vernetzungstemperatur (T1T2) durch Kuehlung bis unter 80C abgebrochen wird.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stärkederivaten für pharmazeutische und kosmetische Zwecke sowie zum Spezialeinsatz in der Nahrungsmittelindustrie, bei dem durch Veretherung von Stärke in einem alkoholischen Quellungsinhibitor mit Alkalilauge und Halogenfettsäuren bzw. deren Alkalisalzen und anschließender Neutralisation mit Säure sowie gegebenenfalls weiterer der Veredlung dienender VerfahrensschrittejZ. B. Wäsche und Zugabe verschiedener chemischer Vernetzungsmittel, nach der Filtration ein alkoholfeuchtes Stärkeprodukt entsteht, das anschließend getrocknet und thermisch nachbehandelt wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die technischen Verfahren zur Herstellung von Stärkederivaten unterteilen sich in Verfahren, bei denen im wäßrigen Medium, und Verfahren, bei denen mit Quellungsinhibitoren (niedrige aliphatische wasserlösliche Alkohole) gearbeitet wird. Von den letztgenannten Verfahren ist bekannt, daß zunächst die Stärke mit Halogenfettsäuren bzw. deren Alkalisalzen, vorzugsweise Monochloressigsäure, in Gegenwart von Alkalilauge und aliphatischen wasserlöslichen Alkoholen behandelt und danach neutralisiert wird. Das Produkt wird anschließend mit wasserhaltigen aliphatischen Alkoholen gewaschen und abschließend filtriert und getrocknet. Diese nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Produkte sind heiß- und kaltwasserlöslich, verfügen jedoch in der wäßrigen Lösung über eine nur geringe Viskosität.
Zur Modifizierung der Eigenschaften der Stärkederivate wurden ausgehend vom oben genannten Standardverfahren vielfältige Verfahrensvarianten vorgeschlagen, die hauptsächlich das Löseverhalten und die erreichbaren Viskositäten der wäßrigen Lösungen betreffen.
Bekannt ist ein Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Carboxymethylderivat der Stärke oder Amylose, das in bekannter Weise aus Stärke oder Amylose in Gegenwart von Methanol, Aceton, Äthanol oder Isopropylalkohol erhalten worden ist, anschließend an dessen Herstellung in einem der genannten Lösungsmittel den pH-Wert des Gemisches mit einer Mineralsäure auf 2 bis 0 eingestellt und das Gemisch kurze Zeit stehen läßt, worauf man mit Natronlauge einen pH-Wert von 6 bis-8 einstellt und das Carboxymethylderivat isoliert (AS 1239284).
Dieses Verfahren weist den Nachteil auf, daß eine zusätzliche Säurebehandlung und anschließend nochmalige Neutralisation erforderlich ist, wodurch der Herstellungsprozeß sehr aufwendig ist.
Weiterhin ist eine Vielzahl von Verfahren allgemein bekannt, bei denen vielfältige chemische Vernetzungsmittel zur Verbesserung der Produkteigenschaften verwendet werden. Diese Verfahren gelangen in der Industrie nur wenig zum Einsatz, da die Kosten für die chemischen Vernetzungsmittel sehr hoch sind und dertechnologische Herstellungsprozeß zu aufwendig
Es ist schließlich noch ein Verfahren zur Herstellung von Stärkeverbindungen hoher Quellfähigkeit durch Veretherung von Stärke mit Halogenfettsäuren und Alkalilaugen bekannt. Bei diesem Verfahren werden nach der Veretherung die nicht quellfähigen Amyloseanteile durch etwa 70-80Gew.-%igen Alkohol ausgewaschen. Die so erhaltenen Amylopektinverbindungen werden einer Wärmebehandlung bei 900C bis 120°C unterzogen. (DD-PS 4390) Die Ursache der Wirkungssteigerung auf die Quellfähigkeit kann bei diesem Verfahren nicht nachgewiesen werden. Die Begründung dafür wurde in einem noch ungeklärten Phänomen gesehen, das auf einen intramizellaren Koagulationsvorgang zurückgeführt wurde. Das Verfahren ist zur technischen Herstellung von Produkten, die als hochquellfähig bezeichnet werden können, geeignet. Nachteilig wirkt sich bei diesem Verfahren jedoch aus, daß es auf Grund unterschiedlicher Nachreaktionen im Produkt zu Viskositätsänderungen kommt, die die gezielte Herstellung von Produkten mit dem gewünschten Viskositätsverhalten unmöglich machen oder zumindest sehr erschweren.
Außerdem sind große Viskositätsschwankungen innerhalb einer Charge unvermeidlich. Die theoretisch mögliche Maximalviskosität ist durch diese Viskositätsschwankungen nicht erreichbar.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung bezweckt, die Herstellung des Produktes qualitätsmäßig zu stabilisieren, um dadurch Rohstoffeinsparungen zu erzielen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein thermisches Nachbehandlungsverfahren für das alkdholfeuchte Stärkeprodukt zu finden, bei dem ein Stärkederivat mit unterschiedlichen Viskositätseigenschaften entsprechend des gewünschten Verwendungszweck entsteht und bei dem unkontrollierte Nachreaktionen ausgeschlossen und die Viskositätsschwankungsbreite innerhalb einer Charge minimiert wird. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß das Stärkederivat intermolekular durch Esterbrücken definiert auf die die Viskosität der wäßrigen Lösung des Produktes bestimmende Molekülgröße thermisch bei 80—1300C vernetzt und nach einer Vernetzungsdauer von 10-300 Minuten die thermische Vernetzungsreaktion nach Erreichen der gewünschten Produktqualität in Abhängigkeit von der Verneteungstemperatur durch Kühlung bis unter 800C abgebrochen wird.
Dam it wird vorteilhaft eine thermische Vernetzungsreaktion über die Ausbildung von Esterbrücken erreicht, wobei innerhalb des Temperaturbereiches von 80°C-130°C die gewünschten Qualitätseigenschaften entstehen. Bei dieser thermischen Nachbehandlung überlagern sich 2 Effekte. Zum einen führt die Esterbildung bzw. Vernetzung zur Erhöhung des Molekulargewichtes und dam it zur Steigerung der Viskosität der wäßrigen Lösung. Andererseits überwiegt nach Erreichen eines bestimmten Molekulargewichtes bzw."Vernetzungsgrades der Einfluß des Rückganges der Wasserlöslichkeit des Produktes, so daß die Viskosität der wäßrigen Lösung nach Erreichen eines Maximums wieder abnimmt.
Nach dem Absenken der Produkttemperatur unterhalb 800C finden keine temperaturbedingten Nachreaktionen im Produkt statt, so daß das Stärkederivat ohne Viskositätsveränderungen im nächsten Verfahrensschritt zwischengelagert bzw. konfektioniert werden kann.
In der Zeichnung stellen die beiden Kurven die Viskosität der wäßrigen Lösung des thermisch nachbehandelten Stärkeproduktes in Abhängigkeit von der Verweilzeit (als Maß für den Vernetzungsgrad bzw. das Molekulargewicht) für zwei gewählte konstante Temperaturen (T1 < T2) in dem eingegebenen Bereich von 8O0C bis 13O0C bei konstanten Bedingungen im Standardverfahren prinzipiell dar, wobei auf der Ordinate mit η die Viskosität und auf der Abzisse mit tv die Vernetzungsdauer dargestellt wird.
Wie die Zeichnung zeigt, führt eine Erhöhung der Nachbehandlungstemperatur zu einer Verkürzung der Vernetzungsdauer (tv), die zum Erreichen der maximalen Viskosität (η max.) notwendig ist. Selbstverständlich ist die Lage der in Fig. 1 dargestellten Kurven auch von den Bedingungen in vorgelagerten Prozeßstufen abhängig.
Aus dem Verlauf der beiden Kurven in der Zeichnung ist zu ersehen, daß bei unterschiedlichen Vernetzungstemperaturen (Ti + T2) und gleichen Prozeßbedingungen eine unterschiedliche Vernetzungsdauer (tv,; tv2) die Folge ist. Dabei sind je nach Vernetzungsdauer die verschiedensten Produktqualitäten herstellbar, wie in den Ausführungsbeispielen noch näher erläutert ist. Es ist jedoch dabei zu beachten, daß die bereits vorher erwähnte Absenkung der Produkttemperatur unter 800C eingehalten
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Vernetzung vorzugsweise durch schnelle Kühlung mit Kühlzeiten unter 30 min abgebrochen.
Bei Einhaltung einer derartig kurzen Kühlzeit wird die Produktqualität mit höherer Sicherheit erreicht, da auch bei hohen Nachbehandlungstemperaturen nur eine geringe Verschiebung auf der Viskositätskurve eintritt.
Die Erfindung.ist noch dadurch gekennzeichnet, daß das alkoholfeuchte Stärkeprodukt vorzugsweise rotierende Aggregate durchläuft, die vorzugsweise wechselweise beheizbar und kühlbar ausgebildet sind. In derartigen Aggregaten kann das Stärkeprodukt sowohl getrocknet, thermisch nachbehandelt und innerhalb kurzer Zeit abgekühlt werden.
Ausführungsbeispiel 1
In einem Rührbehälter werden in 1 200 kg Reinmethanol 850kg Kartoffelstärke mit 600 kg 45%iger Natronlauge 2 Stunden alkalisiertund anschließend unterZusatzvon 300 kg Monochloressigsäurein bekannter Weise umgesetzt. Nach einer Reaktionsund Reifezeit von 12-15 Stunden wird die erhaltene Suspension im Waschkessel vorgewaschen, mit Essigsäure neutralisiert, in bekannter Weise der erhaltene Elektrolytanteil mit wäßrigem Methanol ausgewaschen und mit Reinmethanol nachgewaschen. Über Filtrationsaggregate wird der Feststoffanteil vom Waschmedium getrennt und das Feuchtgut in einem Drehschaufeltrockner getrocknet, d.h. der Restmethanolgehalt und physikalisch gebundenes Wasser entfernt. Nach derTrocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 800C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 90-1000C wird 1 h thermisch nachbehandelt. Anschließend wird das Produkt unter 8O0C innerhalb von 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen.
Man erhält ein reines, weißes, pulverförmiges Produkt, das als 2%ige wäßrige Lösung niedrigviskos (Quasiviskosität 1 OOOmPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler), optisch klar ist und sich durch hohe Gleichmäßigkeit auszeichnet. Das so hergestellte Produkt eignet sich vor allem in der Pharmazie und Lebensmittelindustrie als Stabilisator für Emulsionen.
Ausführungsbeispiel 2
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 8O0C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 90-1000C wird 3 h thermisch nachbehandelt. Anschließend wird das Produkt unter 8O0C innerhalb von 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen. Man erhält ein reines, weißes, pulverförmiges Erzeugnis, das als 2%ige wäßrige Lösung mittelviskose (Quasiviskosität 5000mPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler), transparente Pasten ergibt und sich durch hohe Gleichmäßigkeit auszeichnet. Das so hergestellte Produkt eignet sich vor allem in der Pharmazie, Kosmetik und Lebensmittelindustrie als Tablettierhilfsstoff, Verdickungs- bzw. Bindemittel.
Ausführungsbeispiel 3
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 8O0C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 90-1000C wird 5 h thermisch nachbehandelt. Anschließend wird das Produkt unter 80°C innerhalb von 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen. Man erhält ein reines, weißes, pulverförmiges Erzeugnis, das als 2%ige wäßrige Lösung hochviskose (Quasiviskosität 15000mPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler), transparente bis trübe, nicht mehr fließfähige Pasten ergibt. Das so hergestellte Produkt kann in der Pharmazie als Tablettierhilfsstoff eingesetzt werden und stellt ein hervorragendes Dickungsmittel dar.
Ausführungsbeispiel 4
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 8O0C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 110-1200C wird 15'thermisch nach behandelt. Anschließend wird das Produkt unter 800C innerhalb von 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen. Die Eigenschaften und der Anwendungsbereich entsprechen denen des Ausführungsbeispieles 1.
Ausführungsbeispiel 5
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 800C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 110-12O0C wird 1 h thermisch nachbehandelt. Anschließend wird das Produkt unter 800C innerhalb von 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen. Die Eigenschaften und der Anwendungsbereich entsprechen denen des Ausführungsbeispieles 2.
Ausführungsbeispiel 6 · £'j"
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 8O0C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 110-1200C wird 2 h thermisch nachbehandelt. Anschließend wird das Produkt unter 80 0C innerhalb von 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen. Man erhält ein Produkt mit gleichen Eigenschaften wie im Ausführungsbeispiel 3. In 2%iger wäßriger Lösung wird eine hochviskose (Quasiviskosität 12000mPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler), transparente bis trübe, nicht mehr fließfähige Paste erzeugt. Die Anwendung entspricht der des Ausführungsbeispieles 3.
Ausführungsbeispiel 7
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben. Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 800C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 110-1200C wird 2,5h thermisch nachbehandelt. Anschließend wird das Produkt unter 800C innerhalb 30' gleichmäßig gekühlt und danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen. Man erhält ein reines, weißes, pulverförmiges Erzeugnis, das als 2%ige wäßrige Lösung mittelviskose (Quasiviskosität SOOOmPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler), trübe, wieder fließfähige Pasten ergibt. Das Produkt unterscheidet sich etwas in Molekülgröße und Quellungsverhalten vom Produkt in Ausführungsbeispiel 2 und 5. Das praktische Anwendungsgebiet ist jedoch diesen analog.
Ausführungsbeispiel8
Herstellung, Reinigung und Trocknung wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben.
Nach der Trocknung setzt nach Erreichen der Gutstemperatur von 800C die thermische Nachbehandlung ein. Bei einer Gutstemperatur von 110-1200C wird 1 h thermisch nachbehandelt. Danach erfolgt Probenahme zwecks Viskositätsermittlung.
Bei einer Quasiviskosität von 4800 mPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler, wird langsam und gleichmäßig innerhalb von 60' unter 800C gekühlt, danach das Fertigprodukt in Lagerbehälter ausgetragen.
Man erhält ein reines, weißes, pulverförmiges Erzeugnis, das als 2%ige wäßrige Lösung mittelviskose (Quasiviskosität 6000mPas, gemessen im Rheoviskosimeter nach Höppler), transparente bis trübe noch fließfähige Paste ergibt. Das so hergestellte Produkt ist zum Einsatz in der Pharmazie, Kosmetik und Lebensmittelindustrie als Tablettierhilfsstoff, Verdickungs- bzw. Bindemittel geeignet.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von Stärkederivaten für pharmazeutische und kosmetische Zwecke sowie zum Spezialeinsatz in der Nahrungsmittelindustrie, bei dem durch Veretherung von Stärke in einem alkoholischen Quellungsinhibitor mit Alkalilauge und Halogenfettsäuren bzw. deren Alkalisalzen und anschließender Neutralisation mit Säure sowie gegebenenfalls weiterer der Veredlung dienender Verfahrensschritte (z. B. Wäsche und Zugabe verschiedener chemischer Vernetzungsmittel) nach der Filtration ein alkoholfeuchtes Stärkeprodukt entsteht, das anschließend getrocknet und thermisch nachbehandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Stärkeprodukt intermolekualr durch Esterbrücken definiert auf die die Viskosität der wäßrigen Lösung des Produktes bestimmende Molekülgröße themisch bei 80-13Q0C vernetzt und nach einer Vernetzungsdauer (tv) von 10-300 Minuten die thermische Vernetzungsreaktion nach Erreichen der gewünschten Produktqualität in Abhängigkeit von der Vernetzungstemperatur (T1 < T2) durch Kühlung bis unter 800C abgebrochen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vernetzung vorzugsweise durch schnelle Kühlung mit Kühlzeiten unter 30 Minuten abgebrochen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das alkoholfeuchte Stärkeprodukt vorzugsweise ein rotierendes Aggregat durchläuft, das vorzugsweise wechselweise beheizbar und kühlbar ausgebildet ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6248338B1 (en) 1996-07-08 2001-06-19 National Starch And Chemical Investment Holding Corporation Starchy cleaning and cosmetic care preparations
EP0907663B1 (de) * 1996-06-27 2004-03-10 Novartis AG Thermisch immobilisierte polysaccharidderivate
WO2020015158A1 (zh) * 2018-07-19 2020-01-23 江南大学 一种低血糖指数抗性淀粉类重组米饭的制备方法

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WO2020015158A1 (zh) * 2018-07-19 2020-01-23 江南大学 一种低血糖指数抗性淀粉类重组米饭的制备方法

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