DD250264A1 - Verfahren zur absorption von schwefeldioxid aus abgasen der raffination von altoelen - Google Patents

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DD250264A1
DD250264A1 DD29157686A DD29157686A DD250264A1 DD 250264 A1 DD250264 A1 DD 250264A1 DD 29157686 A DD29157686 A DD 29157686A DD 29157686 A DD29157686 A DD 29157686A DD 250264 A1 DD250264 A1 DD 250264A1
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DD29157686A
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Gerhard Schroeder
Helmut Fiedler
Lothar Engler
Reinhard Kroczek
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Zeitz Hydrierwerk
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Altoelen. Nach dem erfindungsgemaessen Verfahren werden als Absorptionsmittel Neutralisationsschlaemme aus der Neutralisation der bei der Raffination von Altoelen mit Schwefelsaeure anfallenden Saueroele mit Natronlauge verwendet. Die waessrigen Neutralisationsschlaemme enthalten 0,2 bis 5% Natriumhydroxid, 0,5 bis 2% Natriumsulfit, 0,1 bis 2% Natriumsulfat, 0,5 bis 4% Natriumsulfonate und 5 bis 25% Oelbestandteile. Das erfindungsgemaesse Verfahren kann in an sich bekannten einfachen Absorptionsanlagen mit nur einer theoretischen Trennstufe angewendet werden.

Description

Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Schwefeldioxid aus den bei vielen chemischen Prozessen entstehenden Abgasen absorptiv mit Hilfe verschiedener Waschmittel zu entfernen. Bei der Verwendung von Wasser als Absorptionsmittel wirkt sich nachteilig aus, daß das absorbierte Schwefeldioxid leicht wieder abgegeben wird und daß der zur Absorption erforderliche Wasserverbrauch sehr hoch ist. Zur Absorption von Schwefeldioxid geeignete Waschmittel sind hauptsächlich wäßrige Lösungen von Alkali- oder . Erdalkalisalzen, Alkali- oder Erdalkalihydroxiden und Ammoniak.
Beispielsweise beschreiben DE-OS 1 807926 ein Verfahren zur Abtrennung von Schwefeldioxid durch Natrium-, Lithium-oder Berylliumsulfidlauge, DE-OS 3136155 ein Naßkalkverfahren, wobei Schwefeldioxid durch Lösch-oder Branntkalk absorbiert wird, und DE-OS 3121 722 ein kombiniertes Kalk-Gips-Verfahren. Bei derartigen Verfahren unter Einsatz von Alkali- oder Erdalkalisalzlösungen entstehen aufgrund der gleichzeitigen Absorption von Schwefeldioxid und anderen Bestandteilen des Abgases stark verunreinigte Produkte, deren Aufarbeitung u^d Reinigung sehr kostenaufwendig ist, so daß diese Produkte ausschließlich auf Halden deponiert oder dem Abwasser zugeführt werden. Andere Absorptionsmittel, wie beispielsweise Calciumcarbonat, bilden bei Übersättigung teilweise schwerlösliche Verbindungen, die sich an den verschiedensten Teilen der Absorptionsanlage ablagern.
Verfahren unter Verwendung von Alkalihydroxiden als Absorptionsmittel zeichnen sich dadurch aus, daß das Schwefeldioxid chemisch gebunden wird und damit vollständig aus den Abgasen entfernt wird. Die erhaltenen Reaktionsprodukte sind jedoch in vielen Fällen nicht verwertbare Alkalisulfitlaugen.
Die Absorption von Schwefeldioxid mit Hilfe von Ammoniaklösungen ist kostengünstig. Das Verfahren ist zur Rückgewinnung von reinem Schwefeldioxid geeignet. Nachteilig sind dagegen die extreme Geruchsbelästigung durch das Waschmittel und die hohen Kosten der Weiterverarbeitung der entstandenen Sulfitlauge.
Nach DD-PS 213358 wird schwefeldioxidhaltiges Abgas in einer an sich bekannten Absorptionsanlage mit einem beim Verspülen von Asche aus Kohlekraftwerken durch Klären der Asche-Wasser-Suspension in einem Absetzbecken entstehenden rezirkulierenden Trübwasser als Absorptionsmittel behandelt. Das mit Schwefeldioxid beladene Trübwasser wird wieder in das Absetzbecken zurückgeführt und mit der suspendierten Asche in Kontakt gebracht.
Der Nachteil der bekannten technischen Lösungen besteht darin, daß die als Absorptionsmittel verwendeten Laugen und Salzlösungen bzw. Suspensionen eine hohe Oberflächenspannung aufweisen, wodurch einer Vergrößerung der Austauschoberfläche zwischen flüssiger und gasförmiger Phase natürliche Grenzen gesetzt sind. Um eine genügende Entfernung des Schwefeldioxides aus den Abgasen zu erreichen, sind deshalb Absorptionsapparate mit mehreren theoretischen Trennstufen erforderlich, wodurch der technische Aufwand sehr hoch ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Altölen, das es gestattet, das Schwefeldioxid unter Einsatz eines verfügbaren und kostengünstigen Absorptionsmittels mit geringem technischem Aufwand aus dem Abgas zu entfernen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit Hilfe eines geeigneten Absorptionsmittels in Absorptionsanlagen mit einer theoretischen Trennstufe Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Altölen zu absorbieren. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß als Absorptionsmittel Neutralisationsschlämme verwendet werden, die bei der Neutralisation von bei der Raffination von Altölen mit Schwefelsäure erhaltenen Sauerölen mit Natronlauge anfallen. Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten wäßrigen Neutralisationsschlämme enthalten 0,2 bis 5% Natriumhydroxid, 0,5 bis 2% Natriumsulfit, 0,1 bis 2% Natriumsulfat, 0,5 bis 4% Natriumsulfonate und 5 bis 25% Ölbestandteile. Überraschenderweise wurde gefunden, daß die erfindungsgemäß eingesetzten Neutralrsationsschlämme einen ausreichenden Absorptionseffekt für Schwefeldioxid schon in einfachen Absorptionsvorrichtungen mit nur einer theoretischen Trennstufe haben, so daß die Abgase dieser Absorptionsstufe ohne weitere Behandlung der Atmosphäre zugeführt werden können. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen darin, daß das Verfahren in bestehenden Anlagen mit geringem technischem Aufwand angewendet werden kann und das Absorptionsmittel Neutralisationsschlamm kostengünstig im Prozeß der Raffination von Altölen mit Schwefelsäure verfügbar ist und vor der weiteren Aufarbeitung eingesetzt werden kann.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden:
Das bei der Raffination von vorgereinigtem, entwässertem und vordestilliertem Industriealtöl mit Schwefelsäure entstehende Abgas, das etwa 1,2Vol.-% Schwefeldioxid enthält, wird in einer Menge von etwa 5Om3Zh durch einen Injektor abgesaugt, der Bestandteil einer Absorptionsanlage ist.
Die Absorptionsanlage besteht aus einem Behälter mit einem Volumen von 10m3, einer Kreiselpumpe mit einer Förderleistung von 15m3/h und einem Injektor. Dem Behälter werden 0,250m3/h Neutralisationsschlamm aus der Neutralisationsstufe der Raffination von Industriealtöl mit Schwefelsäure, der noch 0,7% nichtumgesetztes Natriumhydroxid und 1,8% Natriumsulfonate enthält, zugeführt. Dieses Absorptionsmittel wird mit der Kreiselpumpe über den Injektor im Kreislauf gefahren, mit dem das Abgas abgesaugt wird. Im Injektor kommt es zur vollständigen Absorption des Schwefeldioxids. Der Überschuß an Absorptionsmittel gelangt durch einen Überlauf in einen Sammelbehälter, von wo aus die Zuführung zur weiteren Verarbeitung erfolgt.

Claims (2)

  1. Verfahren zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Altölen in Absorptionsanlagen mit einer theoretischen Trennstufe, gekennzeichnet dadurch, daß als 'Absorptionsmittel wäßrige Neutralisationsschlämme aus der Neutralisationsstufe der Altölraffination verwendet werden, die 0,2 bis 5% Natriumhydroxid, 0,5 bis
  2. 2% Natriumsulfit, 0,1 bis 2% Natriumsulfat, 0,5 bis 4% Natriumsulfonate und 5 bis 25% Ölbestandteile enthalten.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Altölen.
DD29157686A 1986-06-23 1986-06-23 Verfahren zur absorption von schwefeldioxid aus abgasen der raffination von altoelen DD250264A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT400530B (de) * 1994-04-06 1996-01-25 Austria Metall Verfahren zur reinigung von ofenabgasen

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