DD250263A1 - Verfahren zur absorption von schwefeldioxid aus abgasen der raffination von transformatorenoelen - Google Patents

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DD250263A1
DD250263A1 DD29157586A DD29157586A DD250263A1 DD 250263 A1 DD250263 A1 DD 250263A1 DD 29157586 A DD29157586 A DD 29157586A DD 29157586 A DD29157586 A DD 29157586A DD 250263 A1 DD250263 A1 DD 250263A1
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DD29157586A
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Gerhard Schroeder
Helmut Fiedler
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Zeitz Hydrierwerk
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Abstract

Nach dem erfindungsgemaessen Verfahren werden als Absorptionsmittel Neutralisationsschlaemme aus der Neutralisation der bei der Raffination von Transformatorenoelen mit Schwefelsaeure anfallenden Saueroele mit Ammoniak verwendet. Die waessrigen Neutralisationsschlaemme enthalten 0,2 bis 6% Ammoniumhydroxid, 0,1 bis 2,5% Ammoniumsulfit, 0,1 bis 1,5% Ammoniumsulfat, 0,2 bis 2% Ammoniumsulfonate und 2 bis 12% Oelbestandteile. Das erfindungsgemaesse Verfahren kann in an sich bekannten einfachen Absorptionsanlagen mit nur einer theoretischen Trennstufe angewendet werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Transformatorenölen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Schwefeldioxid aus den bei vielen chemischen Prozessen entstehenden Abgasen absorptiv mit Hilfe verschiedener Waschmittel zu entfernen. Bei der Verwendung von Wasser als Absorptionsmittel wirkt sich nachteilig aus, daß das absorbierte Schwefeldioxid leicht wieder abgegeben wird und daß der zur Absorption erforderliche Wasserverbrauch sehr hoch ist. Zur Absorption von Schwefeldioxid geeignete Waschmittel sind hauptsächlich wäßrige Lösungen von Alkali- oder Erdalkalisalzen, Alkali- oder Erdalkalihydroxiden und Ammoniak.
Beispielsweise beschreiben DE-OS 1 807926 ein Verfahren zur Abtrennung von Schwefeldioxid durch Natrium-, Lithium- oder Berylliumsulfidlauge, DE-OS 3136155 ein Naßkalkverfahren, wobei Schwefeldioxid durch Lösch- oder Branntkalk absorbiert wird, und DE-OS 3121 722 ein kombiniertes Kalk-Gips-Verfahren. Bei derartigen Verfahren unter Einsatz von Alkali-oder Erdalkalisalzlösungen entstehen aufgrund der gleichzeitigen Absorption von Schwefeldioxid und anderen Bestandteilen des Abgases stark verunreinigte Produkte, deren Aufarbeitung und Reinigung sehr kostenaufwendig ist, so daß diese Produkte ausschließlich auf Halden deponiert oder dem Abwasser zugeführt werden. Andere Absorptionsmittel, wie beispielsweise Calciumcarbonat, bilden bei Übersättigung teilweise schwerlösliche Verbindungen, die sich an den verschiedensten Teilen der Absorptionsanlage ablagern.
Verfahren unter Verwendung von Alkalihydroxiden als Absorptionsmittel zeichnen sich dadurch aus, daß das Schwefeldioxid chemisch gebunden wird und damit vollständig aus den Abgasen entfernt wird. Die erhaltenen Reaktionsprodukte sind jedoch in vielen Fällen nicht verwertbare Alkalisulfitlaugen.
Die Absorption von Schwefeldioxid mit Hilfe von Ammoniaklösungen ist kostengünstig. Das Verfahren ist zur Rückgewinnung von reinem Schwefeldioxid geeignet. Nachteilig sind dagegen die extreme Geruchsbelästigung durch das Waschmittel und die hohen Kosten der Weiterverarbeitung der entstandenen Sulfitlauge.
Nach DD-PS 213358 wird schwefeldioxidhaltiges Abgas in reiner an sich bekannten Absorptionsanlage mit einem beim Verspülen von Asche aus Kohlekraftwerken durch Klären der Asche-Wasser-Suspension in einem Absetzbecken entstehenden rezirkulierenden Trübwassers als Absorptionsmittel behandelt. Das mit Schwefeldioxid beladene Trübwasser wird wieder in das Absetzbecken zurückgeführt und mit der suspendierten Asche in Kontakt gebracht.
Der Nachteil der bekannten technischen Lösungen besteht darin, daß die als Absorptionsmittel verwendeten Laugen und Salzlösungen bzw. Suspensionen eine hohe Oberflächenspannung aufweisen, wodurch einer Vergrößerung der Austauschoberfläche zwischen flüssiger und gasförmiger Phase natürliche Grenzen gesetzt sind. Um eine genügende Entfernung des Schwefeldioxids aus den Abgasen zu erreichen, sind deshalb Absorptionsapparate mit mehreren theoretischen Trennstufen erforderlich, wodurch der technische Aufwand sehr hoch ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Transformatorenölen, das es gestattet, das Schwefeldioxid unter Einsatz eines verfügbaren und kostengünstigen Absorptionsmittels mit geringem technischem Aufwand aus dem Abgas zu entfernen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit Hilfe eines geeigneten Absorptionsmittels in Absorptionsanlagen mit einer theoretischen Trennstufe Schwefeldioxid aus den Abgasen der schwefelsauren Raffination von Transformatorenölen zu absorbieren. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß als Absorptionsmittel Neutralisationsschlämme verwendet werden, die bei der Neutralisation von bei der Raffination von Transformatorenölen mit Schwefelsäure erhaltenen
Sauerölen mit Ammoniak anfallen. Die im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten wäßrigen Neutralisationsschlämme enthalten 0,2 bis 6% Ammoniumhydroxid, 0,1 bis 2,5% Ammoniumsulfit, 0,1 bis 1,5% Ammoniumsulfat, 0,2 bis 2% Ammoniumsulfonate und 2 bis 12% Ölbestandteile.
Überraschende'rweise wurde gefunden, daß die erfindungsgemäß eingesetzten Neutralisationsschlämme einen ausreichenden Absorptionseffekt für Schwefeldioxid schon in einfachen Absorptionsvorrichtungen mit nur einer theoretischen Trennstufe haben, so daß die Abgase dieser Absorptionsstufe ohne weitere Behandlung der Atmosphäre zugeführt werden können. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen darin, daß das Verfahren in bestehenden Anlagen mit geringem technischen Aufwand angewendet werden kann und das Absorptionsmittel Neutralisationsschlamm kostengünstig im Prozeß der Raffination von Transformatorenöl mit Schwefelsäure verfügbar ist und vor der weiteren Aufarbeitung eingesetzt werden kann.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden:
L ns bei der Raffination von Transformatorenöl mit Schwefelsäure entstehende Schwefeldioxid wird mit einem Gebläse abgesaugt und einer Waschkolonne zugeführt. Die mit Füllkörpern gefüllte Waschkolonne wird mit 0,2m3/h Nt.'utralisationsschlamm aus der Neutralisation von Saueröl der schwefelsauren Raffination von Transformatorenöl mit A nmoniak berieselt. Der Vorrat an Neutralisationsschlamm befindet sich in einem Behälter mit einem Fassungsvermögen von 2,5 m3 und wird mit einer Pumpe über die Waschkolonne im Kreislauf gefahren. Das Absorptionsmittel wird alle 12 Stunden ausgetauscht. Der als Absorptionsmittel eingesetzte Neutralisationsschlamm enthält 2% Ammoniumhydroxid und 0,8% Ammoniumsulfonate. Das verbrauchte Absorptionsmittel wird der weiteren Aufarbeitung zugeführt.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    Verfahren zur Absorption von Schwefeldioxid aus Abgasen der schwefelsauren Raffination von Transformatorenölen in Absorptionsanlagen mit einer theoretischen Trennstufe, gekennzeichnet dadurch, daß als Absorptionsmittel wäßrige Neutralisationsschlämme aus der Neutralisationsstufe derTransformatorenölraffination verwendet werden, die 0,2 bis 6% Ammoniumhydroxid, 0,1 bis 2,5% Ammoniumsulfit, 0,1 bis 1,5% Ammoniumsulfat, 0,2 bis
  2. 2% Ammoniumsulfonate und 2 bis 12% Ölbestandteile enthalten.
DD29157586A 1986-06-23 1986-06-23 Verfahren zur absorption von schwefeldioxid aus abgasen der raffination von transformatorenoelen DD250263A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT400530B (de) * 1994-04-06 1996-01-25 Austria Metall Verfahren zur reinigung von ofenabgasen

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