DD251249A3 - Verfahren zur herstellung von palladiumpulver - Google Patents

Verfahren zur herstellung von palladiumpulver Download PDF

Info

Publication number
DD251249A3
DD251249A3 DD28134585A DD28134585A DD251249A3 DD 251249 A3 DD251249 A3 DD 251249A3 DD 28134585 A DD28134585 A DD 28134585A DD 28134585 A DD28134585 A DD 28134585A DD 251249 A3 DD251249 A3 DD 251249A3
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
palladium
solution
hydrazine
powder
item
Prior art date
Application number
DD28134585A
Other languages
English (en)
Other versions
DD251249C2 (de
Inventor
Eva-Maria May
Margit Martin
Original Assignee
Funk A Bergbau Huettenkombinat
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Funk A Bergbau Huettenkombinat filed Critical Funk A Bergbau Huettenkombinat
Priority to DD28134585A priority Critical patent/DD251249C2/de
Publication of DD251249A3 publication Critical patent/DD251249A3/de
Publication of DD251249C2 publication Critical patent/DD251249C2/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Palladiumpulver, das vorzugsweise zur Herstellung von Siebdruckpasten und Metallisierungspraeparaten fuer Einsatzfaelle der Mikroelektronik geeignet ist. Zielstellung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das mit hoher Reproduzierbarkeit unter produktionsmaessigen Bedingungen ein Palladiumpulver mit einer spezifischen Oberflaeche im Bereich von 6 bis 10 m2g 1 herzustellen gewaehrleistet. Verfahrensgemaess wird aus einer salzsauren Palladiumchloridloesung unter gleichzeitiger Zugabe einer ammoniumhydroxid- und einer hydrazinhaltigen Loesung, vorzugsweise als Gemisch, intermediaer eine Palladiumkomplexverbindung ausgefaellt, die durch weitere Zugabe einer hydrazinhaltigen Loesung zu Palladiumpulver umgesetzt wird. Das Verfahren ist nicht stoeranfaellig und sichert ein Pulverausbringen von ueber 99% im geforderten Oberflaechenbereich.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Palladiumpulver mit definierter Oberfläche aus einer wäßrigen Palladiumsalzlösung, das zur Herstellung von Siebdruckpasten und Metallisierungspräparaten geeignet ist.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist prinzipiell bekannt, aus einer wäßrigen Palladiumsalzlösung durch Zugabe eines Reduktionsmittels Palladiumpulver zu fällen.
Gemäß DE-AS 1.515.890 werden durch reduzierendes Fällen von Edelmetallen, u.a. auch von Palladium, aus deren Lösungen Pulver mit definierter Korngröße und Oberfläche erzielt, aus denen Leit- und/oder Widerstandspasten für mikroelektronische Schaltkreise hergestellt werden. Verfahrensgemäß wird zunächst eine Palladiumnitratlösung mittels Ammoniak auf einen pH-Wert zwischen pH 0 und pH 7 eingestellt. Bei Siedehitze, und in Gegenwart eines Dispergiermittels, wird anschließend unter Zusatz eines Reduktionsmittels, wie Ameisensäure oder Hydrazinlösung, Palladium in Form eines Pulvers, das eine spezifische Oberfläche im Bereich von 2 bis 40m2 · g"1 aufweisen soll, gefällt, wobei durch Wahl eines pH-Wertes, der Konzentration des Reduktionsmittels und des Dispergiermittels sowie durch einen kontinuierlichen Ablauf der Reduktionsreaktion ein engerer Oberflächenbereich erzielbar sein soll.
Es ist nachteilig festzustellen, daß sich infolge der Vielzahl der Einflußfaktoren und der Empfindlichkeit des Fällmechanismus ein Palladiumpulver mit einem eng begrenzten Bereich spezifischer Oberfläche im Produktionsmaßstab nicht reproduzierbar herstellen läßt, da bei entsprechender Chargengröße, insbesondere Temperatur- und Konzentrationsgefälle instabile Bedingungen ergeben. Es ist ferner festzustellen, daß die nach diesem Verfahren hergestellten Pulver spezifische Oberflächen aufweisen, die vorrangig im Bereich kleiner 3 oder größer 10 m2 · g"1 liegen.
Dementsprechend können die gestiegenen Forderungen der Mikroelektronikindustrie, die Palladiumpulver im Oberflächenbereich von 6 bis 10m2 · g"1 insbesondere für die Herstellung von Leitpräperaten benötigt, nicht produktionsmäßig erfüllt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das mit hoher Reproduzierbarkeit unter Produktionsbedingungen ein Palladiumpulver mit einer spezifischen Oberfläche im Bereich von 6 bis 10 m2 · g"1 herzustellen gawährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Ursachen des Mangels am Stand der Technik sind einerseits in der Störanfälligkeit des Verfahrens durch teilweise nicht erkennbare Faktoren und andererseits in der stofflichen und technologischen Spezifik des Verfahrens begründet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das durch entsprechende stoffliche und technologische Bedingungen die Herstellung von Palladiumpulver mit einer spezifischen Oberfläche im Bereich von 6 bis 10m2 · g"1 gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß aus einer salzsauren Palladiumchloridlösung unter gleichzeitiger Zugabe einer Ammoniumhydroxid- und einer Hydrazin enthaltenen Lösung intermediär eine Palladiumkomplexverbindung hergestellt wird, die durch weitere Zugabe von Hydrazinlösung zu Palladiumpulver umgesetzt wird.
Die Konzentration der Ammoniumhydroxidlösung beträgt vorzugsweise 2 bis 10Ma.-% NH4OH, die einer hydrazinhaltigen Lösung 0,5 bis 5 Ma.-% Hydrazin. Es ist vorteilhaft die NH40H-Lösung und die hydrazinhaltige Lösung als Lösungsgemisch einzusetzen. Die Zugabegeschwindigkeit beträgt in Abhängigkeit von der effektiven NH4OH-bzw. N2H4 · xH20-Konzentration 30 bis 500ml · min"1. Die Arbeitstemperatur während der gesamten Umsetzung von Palladiumchlorid zu Palladiumpulver beträgt 20 bis 6O0C. Der Ausgangs-pH-Wert soll unter pH 1,0 liegen und wird im Verlaufe der Reaktion auf größer/gleich pH 8,0 angehoben. Das gefällte Palladiumpulver wird anschließend durch bekannte Maßnahmen von der flüssigen Phase getrennt, gewaschen und getrocknet.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Beispiel 1:
Zu 31 einer salzsauren Palladiumchlorid-Lösung, die 100 g Pd Γ1 enthält, werden unter Rühren bei 400C eine 100%ige Ammoniumhydroxidlösung mit einer Geschwindigkeit von 100 ml · min"1 und 5%igeHydrazinhydratlösung mit einer Geschwindigkeit von 50ml · min"1 zugesetzt.
Nach Ausfällung einer nicht näher definierten Palladiumkomplexverbindung wird der Fällprozeß ohne Unterbrechung unter den gleichen Bedingungen fortgesetzt. Nach Erreichen eines pH-Wertes von pH 8,5 wird die Zugabe weiterer Reagenzien eingestellt.
Das gefällte Palladiumpulver wird abfiltriert, chloridfrei gewaschen und getrocknet.
Das erzielte Palladiumpulver weist eine spezifische Oberfläche von 7,0 m2 · g"1 auf.
Beispiel 2:
151 einer salzsauren Palladiumchlorid-Lösung, die 80 g Pd-I*1 und ein Filtrationshilfsmittel enthält, wird unter Rühren im Temperaturbereich 20 bis 500C ein Lösungsgemisch, das 3,5% Ammoniumhydroxid und 0,8% Hydrazinhydrat enthält, mit einer Zugabegeschwindigkeit von ca. 400 m · min"1 zugesetzt, bis ein als Palladiumkomplex zu bezeichnender Bodenkörper ausfällt. Mit einer Zugabegeschwindigkeit von 300 ml · min"1 wird unter im übrigen gleichen Bedingungen weiter das Ammoniumhydroxid und Hydrazinhydrat enthaltene Lösungsgemisch zugesetzt, bis Palladiumpulver ausgefallen ist. Das gefällte Palladiumpulver wird analog Beispiel 1 weiter behandelt und besitzt eine spezifische Oberfläche von 8m2 · g~1. Das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet die Herstellung von Palladiumpulver mit definierter spezifischer Oberfläche im engen Bereich von 6 bis 10m2 · g"1 mit einer an Sicherheit grenzenden Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Das Verfahren ist einfach durchführbar und nicht störanfällig. Die Pulverausbeute beträgt 99% im geforderten Oberflächenbereich.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung von Palladiumpulver mit definierter Oberfläche durch reduktive Fällung aus einer wäßrigen Palladiumsalzlösung, dadurch gekennzeichnet, daß aus einer salzarmen Palladiumchloridlösung unter gleichzeitiger Zugabe einer ammoniumhydroxid- und einer hydrazinhaltigen Lösung intermediär eine Palladiumkomplexverbindung hergestellt wird, die durch weitere Zugabe einer hydrazinhaltigen Lösung zu Palladiumpulver umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ammoniumhydroxidlösung eine · Konzentration von 2bis 10 Ma.-% aufweist.
3. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hydrazinhaltige Lösung einen Hydrazingehalt von 0,5 bis 5 Ma.-% aufweist.
4. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ammoniumhydroxidlösung und die hydrazinhaltige Lösung kontinuierlich als Gemisch zugesetzt werden.
5. Verfahren nach Punkt 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe des Gemisches mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 500 ml · min"1 erfolgt.
6. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur 20 bis 6O0C beträgt.
7. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangs-pH-Wert <pH 1,0 und der End-pH-Wert >8,0 beträgt.
DD28134585A 1985-10-02 1985-10-02 Verfahren zur herstellung von palladiumpulver DD251249C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28134585A DD251249C2 (de) 1985-10-02 1985-10-02 Verfahren zur herstellung von palladiumpulver

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28134585A DD251249C2 (de) 1985-10-02 1985-10-02 Verfahren zur herstellung von palladiumpulver

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD251249A3 true DD251249A3 (de) 1987-11-11
DD251249C2 DD251249C2 (de) 1988-07-27

Family

ID=5571850

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD28134585A DD251249C2 (de) 1985-10-02 1985-10-02 Verfahren zur herstellung von palladiumpulver

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD251249C2 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102017100965B3 (de) * 2016-03-02 2017-08-17 Rüdiger Miller Verfahren zur Rückgewinnung von Palladium aus zinnhaltigen sauren, kolloidalen Lösungen

Also Published As

Publication number Publication date
DD251249C2 (de) 1988-07-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0335222B1 (de) Verfahren zur Herstellung Nickel, Aluminiumoxyd und Zirkondioxyd enthaltender Katalysatorzusammensetzungen
DE69527069T2 (de) Katalysatoren aus cobalt auf aluminiumoxyd
DE69511537T2 (de) Verfahren zur herstellung von metallkompositpulver
DE69507048T2 (de) Nickelpulver im mikrobereich und verfahren zur herstellung
DE3107593A1 (de) Mit eisenblau ueberzogenes substrat, insbesondere als perlmuttpigment
DE2459099C2 (de) Verwendung eines Extraktionsmittels zur selektiven Extraktion von Palladium aus sauren wässrigen, Platinmetalle enthaltenden Lösungen
DE3587333T2 (de) Verfahren zur herstellung von festen loesungen.
DE69818404T2 (de) Feines ITO Pulver und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1166163B (de) Verfahren zur Herstellung eines hydratisierten Aluminiumoxyds
CH646197A5 (de) Verfahren zum wiedergewinnen von gold.
DE4319372A1 (de) Magnesiumhydroxid und Verfahren zur dessen Herstellung
DE2942023B2 (de) Verfahren zum Beschichten eines Pulvers mit einem Metall durch Substitution
DD251249A3 (de) Verfahren zur herstellung von palladiumpulver
DE1458459C2 (de) Verfahren zur Herstellung von pulverförmigen Pail adium-Silber-Legierungen
DE2154108C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Goldpulver
DE2330413A1 (de) Verfahren zur herstellung plaettchenfoermigem goldpulver
DE2161517A1 (de) Herstellung von Silberpulver
DE3636981A1 (de) Verfahren zur herstellung von reinem kobaltmetallpulver
DE3635050C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Bariumsulfat
DE1110878B (de) Verfahren zur Trennung von Nickel und Kobalt
DE2625631A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkaligoldsulfit
DD249808A3 (de) Verfahren zur herstellung von silberpulver
DE2219531A1 (de) Verfahren zur herstellung von silberpulver
DE69003125T2 (de) Verfahren zur Oxidation von Ammoniak und Katalysator dafür.
DD288293A7 (de) Verfahren zur herstellung von palladiumverbindungen

Legal Events

Date Code Title Description
VZ Disclaimer of patent (art. 11 and 12 extension act)