DD254585A1 - Korrekturmittel zum abdecken falsch gesetzter zeichen - Google Patents

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DD254585A1
DD254585A1 DD29754186A DD29754186A DD254585A1 DD 254585 A1 DD254585 A1 DD 254585A1 DD 29754186 A DD29754186 A DD 29754186A DD 29754186 A DD29754186 A DD 29754186A DD 254585 A1 DD254585 A1 DD 254585A1
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DD
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vinyl acetate
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DD29754186A
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Manfred Gebauer
Hans-Joachim Baumann
Wolfgang Stark
Rolf-Peter Pfitzner
Renate Schwartze
Bernd Schneider
Gisela Walther
Original Assignee
Leuna Werke Veb
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Abstract

Das Korrekturmittel besteht aus einem Abdeckmittel, einem Bindemittel und gegebenenfalls weiteren Zusatzstoffen wie Netzmittel, Stabilisatoren oder Schutzkolloiden und einem organischen Loesungsmittel bzw. Loesungsmittelgemisch. Erfindungsgemaess ist das Bindemittel in Form eines ueber Schmelzehomogenisierung hergestellten Masterbatches in die Gesamtmischung eingebracht, wobei der Masterbatch aus 75 bis 85 Ma.-% Abdeckmittel und 25 bis 15 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 25 bis 35 Ma.-% und einer Viskositaet bei 413 K von 300 bis 700 mm2/S besteht und sein Anteil an der Gesamtmischung 50 bis 75 Ma.-% betraegt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Das erfindungsgemäße Korrekturmittel eignet sich zum Abdecken falsch gesetzter Zeichen. Unter Zeichen werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung ganz allgemein falsch getippte Buchstaben, Wörter oder ganze Sätze verstanden. Auch für handschriftliche Markierungen und dergleichen sowie gedruckte Zeichen eignet sich die vorliegende Erfindung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Falsch angebrachte Zeichen lassen sich durch Abkratzen oder Radieren entfernen.
Diese Methode erfordert relativ viel Zeit und führt zumeist dazu, daß die Papierunterlage oberflächlich zerstört oder zerrissen
Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen, falsch angebrachte Zeichen abzudecken und diese Stelle neuerlich zu beschriften. Es ist eine Reihe von Verfahren entwickelt worden, die entweder darauf beruhen, daß eine Masse auf fester Basis oder eine Abdeckflüssigkeit an der Stelle angebracht wird. Die sogenannten Korrekturblättchen bestehen aus einer Trägerfolie, auf die eine Abdeckmasse aufgebracht wurde. Die Abdeckmasse enthält zu ca. 90 bis 95% Abdeckpigment und der Rest sind Bindemittel. Als Pigment eignen sich Titandioxid, Magnesiumsilikate oder andere anorganische Weißpigmente. Es versteht sich von selbst, daß solche Korrekturblättchen die Neigung haben, die Abdeckmasse abzubröckeln oder abzuschmieren, so daßungewollte Verschmutzungen, sowohl der Hände als auch der Schreibmaschine die Folge sind.
Korrekturstreifen werden in der Weise gehandhabt, daß sie auf die zu korrigierende Stelle des Schreibbogens mit der Schichtseite (Abdeckmasse) gelegt werden und anschließend tippt man nochmals mit dem falsch gesetzten Buchstaben darüber.
Man erzielt somit zwar eine konturengetreue Abdeckung des falsch gesetzten Zeichens, kann jedoch großflächige Markierungen nicht korrigieren.
Die neu gesetzten Buchstaben sind dabei in vielen Fällen nicht mehr sehr konturengetreu zu erzeugen.
Auf den Durchschlägen muß jedoch weiterhin abgekratzt oder radiert werden.
Heute finden als Korrekturmittel vielfach Abdeckflüssigkeiten Verwendung.
Bei den Abdeckflüssigkeiten sind zwei Richtungen beschritten worden. Zum einen bestehen sie aus einer Lösung von Polymeren in organischen Lösungsmitteln und zum anderen aus wäßrigen Dispersionen.
So sind beispielsweise aus den Patentschriften SU-PS 540897, SU-PS 552346 und DE-PS 2745735 Korrekturmittel auf Basis wäßriger Dispersionen bekannt, die im wesentlichen
— polymere Bindemittel (z.B. Polyvinylacetatemulsionen, Polymethacrylatemulsionen oder Polyvinylacetat-Maleinsäure-di-nbutylester-Copolymere),
— Netzmittel auf Basis von Polyphosphaten oder polymeren Acrylaten,
— Stabilisatoren und/oder Schönungsfarbstoffe,
— Schutzkolloide, z.B. Cellulosederivate und
— Abdeckmittel, z. B. Titandioxid,Talk enthalten.
Die Korrekturmittel auf wäßriger Basis haben den Nachteil, daß sich wegen der Löslichkeitseigenschaften keine ausreichende Konzentration des Abdeckpigmentes und des Bindemittels erzielen läßt. Dadurch haben Korrekturflüssigkeiten dieser Art nicht die ausreichende Deckkraft. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß die Trocknungszeiten zu hoch sind.
Die DE-OS 2823381 beschreibt eine Korrekturzusammensetzung, die ein filmbildendes Bindemittelmaterial, ein opakes Pigment und ein flüchtiges, organisches Lösungsmittel für das Bindemittel enthält. Als Bindemittel wird Celluloseether eingesetzt und als flüchtiges, organisches Lösungsmittel ein Gemisch von Methylchloroform und Perchlorethylen. Daneben können Weichmacher und Netzmittel für das Pigment eingesetzt werden.
Bei den vorgeschlagenen Lösungen kommt es aber zu einer zu geringen Filmbildung durch das Bindemittel. Nachteilig ist weiterhin, daß es oft zum Ausbluten der zu korrigierenden Farbe kommt.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die Dispersionen nicht stabil genug sind, so daß das Bindemittel zum Koagulieren neigt und sich am Boden des Gefäßes absetzt und dann nicht mehr aufrührbar ist. Dadurch werden die Korrekturflüssigkeiten nach kurzer Zeit unbrauchbar. Nachteilig ist auch, daß derartige Dispersionen während der Lagerung in Fiäschchen, bei denen im Verschluß ein Pinsel angebracht ist, um den Pinsel einen abgesetzten „Kuchen" (gelagertes Filtrat) bilden und dadurch die Pinselhaare unbrauchbar machen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Korrekturmittels zum Abdecken falsch gesetzter Zeichen mit verbesserter Verteilung des Abdeckmittels und verbesserter Deckkraft.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es bestand somit die Aufgabe, ein Korrekturmittel zum Abdecken falsch gesetzter Zeichen zu entwickeln, das eine ausreichende Deckkraft besitzt, damit das korrigierte Zeichen nicht wieder durchscheint, die Übertippbarkeit mit dem neuen Zeichen gut ist und die Korrekturschicht nicht von der Korrekturstelle abblättert.
Die Aufgabe wurde gelöst durch ein Korrekturmittel zum Abdecken falsch gesetzterZeichen, bestehend aus einem Abdeckmittel, einem Bindemittel, organischen Lösungsmitteln und ggf. weiteren Zusatzstoffen, wie Netzmittel, Stabilisatoren oder Schutzkolloiden, wobei erfindungsgemäß das Bindemittel in Form eines über Schmelzehomogenisierung hergestellten Masterbatches in die Gesamtmischung eingebracht ist, wobei der Masterbatch aus 75 bis 85 Ma.-% Abdeckmittel und 25 bis 15 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 25 bis 35 Ma.-% und einer Viskosität bei 413 K von 300 bis 700mm2/S besteht und sein Anteil an der Gesamtmischung 50 bis 75Ma.'-% beträgt.
Überraschenderweise zeigte sich beim Einsatz eines über eine Schmelzhomogenisierung hergestellten Masterbatches aus Abdeckmittel und dem erfindungsgemäßen Bindemittel eine wesentliche Verbesserung der Verteilung des Abdeckmittels auf der Korrekturunterlage. \
Ausführungsbeispiele
In einem Doppelschneckenextruder wurde über eine Schmelzehomogenisierung ein Masterbatch aus Abdeckmittel und Bindemittel in den erfindungsgemäßen Bereichen hergestellt und granuliert.
Beispiel 1
Es wurde ein Lösung folgender Zusammensetzung hergestellt:
Masterbatch, 50Ma.-%
bestehend aus 75 Ma.-% Titandioxid und 25 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 35,0 Ma.-% und einer Viskosität von 527 mmz/S bei 413 K, und Lösungsmittel (Trichlorethylen) 50 Ma.-% Das Korrekturmittel wurde in Fläschchen abgefüllt, bei denen im Verschluß ein Pinsel angebracht war. Das Korrekturmittel wurde zur Korrektur falsch gesetzterZeichen mit und ohne nachträglichem Überschreiben mit neuen Zeichen verwendet. Die Abdeckkraft war gut. Die abgedeckte Stelle wurde erneut überschrieben und brachte gute, exakte Konturen.
Die Flexibilität der Abdeckung wurde gemessen, indem ein Formblatt (A4) zehnmal in der Querrichtung über eine scharfe Kante gezogen wurde. Das Abdeckmittel blätterte nicht ab. Das Korrekturmittel wurde 6 Monate bei Raumtemperaturen gelagert und nach sechsmaligem Schütteln den gleichen Tests unterzogen. Dabei wurden keine Veränderungen festgestellt.
Beispiel 2
Es wurde eine Lösung folgender Zusammensetzung hergestellt:
Masterbatch, 60Ma.-%
bestehend aus85Ma.-% Titandioxid und 15 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 25,2 Ma.-% und einer Viskositätvon 312 mm2/S bei 413 K, und
Lösungsmittel (Trichlorethylen/Perchlorethylen,Verhältnis4:1) 40Ma.-%
Die Testung erfolgte analog Beispiel 1. Die Korrekturflüssigkeit zeigte ähnlich gute Eigenschaften wie die des Beispiels 1. Die Abdeckkraft war verbessert.
Beispiel 3
Es wurde eine Lösung folgender Zusammensetzung hergestellt:
Masterbatch, 75Ma.-%
bestehend aus 80 Ma.-%Titandioxid und 20 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 29,4 Ma.-% und einer Viskosität von 700 mm2/S bei 413 K,
Lösungsmittel (Trichlorethylen) und 24,8 Ma.-%
Schutzkolloid (Methylcellulose) 0,2Ma.-%
Die Testung erfolgte analog Beispiel 1. Die Korrekturflüssigkeit zeigte ähnliche Eigenschaften wie die des Beispiels 1. Das Korrekturmittel ließ sich nach der Lagerung besser dispergieren.
Vergleichsbeispiel
Es wurde analog DE-OS 2823381 verfahren. Als Abdeckmittel wurde Titandioxid und als Lösungsmittel ein Gemisch aus Methylchloroform und Perchlorethylen verwendet. Als Bindemittel wurde Celluloseether verwendet.
Die Testung erfolgte analog Beispiel 1. Die Abdeckkraft war nach dem erneuten Überschreiben ausreichend. Beim Überdecken falsch gesetzter Zeichen ohne erneutes Überschreiben war die Abdeckkraft nicht ausreichend, die falsch gesetzten Zeichen waren noch zu erkennen.
Bei dem Flexibilitätstest gemäß Beispiel 1 blätterte ein Teil des Abdeckmittels ab.
Nach einer Lagerung von 4,5 Monaten versagte die Korrekturflüssigkeit. Es bildete sich ein gelartiger Niederschlag, der sich durch Schütteln nicht ausreichend verteilen ließ.
Beispiel 4
Es wurde eine Lösung folgender Zusammensetzung hergestellt:
Masterbatch, 70Ma.-%
bestehend aus 38 Ma.-% Titandioxid, 37 Ma.-% Kaolin und 25 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit
einem Vinylacetatgehalt von 28,6 Ma.-% und einer Viskosität von 356 mm2/S bei 413 K, und
Trichlorethylen 30Ma.-%.
Das Korrekturmittel wurde zur Korrektur falsch gesetzter Zeichen verwendet. Die Abdeckkraft war ausgezeichnet. Die erneute Übertippbarkeit war sehr gut.
Die Klebrigkeit der Abdeckung wurde in Abwandlung des Wattebauschtestes zur Bestimmung der Klebrigkeit von
Fußbodenpflegemitteln nach Chem. Industrie, Augsburg, Jrg.68, vom 17.8.72 mit dem modifizierten Gerät nach Dr. von
Rosenberg ermittelt. Zur Messung wurde ein gleichmäßig verteilter kleiner Wattebausch (ca. 0,05g Polierwatte), der vorher
mindestens 24h bei Normalklima lagerte, mit dem 0,5kg schweren Stempel von 1,0cm2 Auflagefläche unter 5 kg zusätzlicher Belastung 15 min auf die zu prüfende Korrekturstelle gedruckt. Das Aufsetzen des 5 kg Gewichtes erfolgte langsam, ohne
zusätzliche Belastung. Nach 15 min wurde entlastet und die Entfernbarkeit des Wattebausches beurteilt. Der Wattebausch ließ sich wegblasen, was der Einstufung „gut" entspricht.

Claims (2)

1. Korrekturmittel zum Abdecken falsch gesetzter Zeichen, bestehend aus einem Abdeckmittel, einem Bindemittel, organischen Lösungsmitteln und ggf. weiteren Zusatzstoffen wie Netzmittel, Stabilisatoren oder Schutzkolloiden, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel in Form eines über Schmelzehomogenisierung hergestellten Masterbatches in die Gesamtmischung eingebracht ist, wobei der Masterbatch aus 75 bis 85 Ma.-% Abdeckmittel und 25 bis 15Ma.-%einesEthylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 25 bis 35 Ma.-% und einer Viskosität bei 413K von 300 bis 700mm2/S besteht und sein Anteil an der Gesamtmischung 50 bis 75 Ma.-% beträgt.
2. Korrekturmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckmittel Titandioxid enthalten ist.
DD29754186A 1986-12-15 1986-12-15 Korrekturmittel zum abdecken falsch gesetzter zeichen DD254585A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991002769A1 (en) * 1989-08-14 1991-03-07 The Gillette Company Solid correction compositions

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WO1991002769A1 (en) * 1989-08-14 1991-03-07 The Gillette Company Solid correction compositions

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