DD256556A5 - Fuellvorrichtung fuer einen roehrentrockner - Google Patents

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Sonnhart Gauch
Maternus Rosellen
Hans-Joachim Seidel
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Fried. Krupp Gmbh,De
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    • F26B11/02Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles
    • F26B11/04Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles rotating about a horizontal or slightly-inclined axis
    • F26B11/0404Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles rotating about a horizontal or slightly-inclined axis with internal subdivision of the drum, e.g. for subdividing or recycling the material to be dried
    • F26B11/0418Machines or apparatus for drying solid materials or objects with movement which is non-progressive in moving drums or other mainly-closed receptacles rotating about a horizontal or slightly-inclined axis with internal subdivision of the drum, e.g. for subdividing or recycling the material to be dried the subdivision consisting of a plurality of parallel tubes, e.g. through which the material to be dried is conveyed in single or multi-pass fashion
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Fuellvorrichtung fuer einen Roehrentrockner zur Steuerung des Rutschverhaltens des Trocknungsgutes mit einer zwischen zwei seitlichen Fuehrungswaenden schwenkbaren Schurre, einer oberhalb dieser hoehenverstellbar gehaltenen Stauwand und einer Bodenwand ausgestattet, welche den Bereich unterhalb der Schurre nach unten hin abschirmt. Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit einer derartigen Fuellvorrichtung wird die Schurre (2) mit einer Blaseinheit (14) ausgestattet, die nach Art einer Verlaengerung ueber den trocknerseitigen Schurren-Endabschnitt (2 a) hinausragt und deren Blasoeffnungen (15 a) der Eintrittsstirnwand (9) des Roehrentrockners (1) mit einstellbarem Abstand gegenueberliegen. Fig. 1

Description

Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Füllvorrichtung für einen Röhrentrockner, der an einer ortsfesten Drehachse umläuft, insbesondere für Braunkohle, mit einer vor der Eintrittsstirnwand des Röhrentrockners zwischen zwei seitlichen Führungswänden schwenkbaren Schurre, mit einer Stauwand, die höhenverstellbar oberhalb der Schurre gehalten ist, und mit einer Bodenwand, welche den Bereich zwischen den Führungswänden und der Eintrittsstirnwand unterhalb der Schurre nach unten hin abschirmt, wobei der Abstand zwischen der Schurre und der Stauwand — über die Breite dieser Bestandteile gesehen — veränderbar ist.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß Füllvorrichtungen der eingangs genannten Gattung, das zu trocknende Gut — insbesondere Braunkohle — beispielsweise aus einem verschließbaren Fülltrichter zugeführt wird. Sie sollen sicherstellen, daß das Trocknungsgut mit möglichst geringer Rutschgeschwindigkeit in den Bereich der Eintrittsstirnwand des Röhrentrockners gelangt und anschließend in die von dieser ausgehenden, beheizten Trocknerrohre eintritt.
Abgesehen von der Veränderbarkeit des Neigungswinkels der Schurre kann das Rutschverhalten des Trocknungsgutes durch Höhenverstellung der zugehörigen Stauwand beeinflußt werden: Deren Annäherung an die Schurre hat eine Verengung des Durchflußquerschnitts zur Folge, durch den sich das Trocknungsgut auf die Eintrittsstirnwand zu bewegt. Eine weitere Beeinflussungsmöglichkeit des Rutschverhaltens ist dadurch gegeben, daß der Abstand zwischen der Schurre und der Stauwand—über die Breite dieser Bestandteile gesehen—veränderbar ist; insbesondere können die beiden Bestandteile in der Weise relativ zueinander ausgerichtet werden, daß ihr gegenseitiger Abstand in Richtung auf die Röhrentrockner-Drehachse abnimmt. Trotz der Verstellbarkeit der Schurre und der mit dieser zusammenwirkenden Stauwand lassen sich Schwierigkeiten bei der Zuführung von Trocknungsgut insbesondere dann nicht vermeiden, wenn dieses zum Anbacken neigt: Durch sich bildende Pfropfen wird der Eintritt des Trocknungsgutes in die Trocknerrohre unter Umständen beträchtlich behindert und damit die Trocknungsleistung gemindert.
Auch der Vorschlag, das Trocknungsgut mittels eines sogenannten Wirbelbetts, d. h. durch Einblasen von Druckluft von der Bodenwand her in Richtung auf den Trocknerseitigen Endabschnitt der Schurre aufzulockern, hat in einer Reihe von Fällen nicht das anzustrebende Rutschverhalten des Trocknungsgutes zur Folge.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Füllvorrichtung für einen Röhrentrockner zur Anwendung zu bringen, der ein technologisch vorteilhaftes Einbringen des Trocknungsgutes in den Röhrentrockner ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Füllvorrichtung für einen Röhrentrockner, der auf eine ortsfeste Drehachse umläuft zu schaffen, durch den die Bewegung des Trocknungsgutes in der Nähe des Röhrentrockners erleichtert und unterstützt wird. Die Füllvorrichtung soll danach auch so ausgestaltet sein, daß sie zu einer Auflockerung des Trocknungsgutes zumindest in der Nähe der Eintrittsstirnwand des Röhrentrockners beiträgt.
Die "gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Schurre im Übergabebereich, d.h. im Bereich ihres trocknerseitigen Endabschnitts, eine sie verlängernde Blaseinheit zugeordnet ist, deren der Eintrittsstimwand des Röhrentrockners zugewandte Blasöffnungen hinsichtlich ihrer Lage bezüglich der Eintrittsstimwand einstellbar sind. Die Blasöffnungen sollen dabei derart angeordnet und ausgebildet sein, daß sie das Trocknungsgut in die Trocknerrohre hinein antreiben und gleichzeitig eine Auflockerung der Schicht aus Trocknungsgut in die Trocknerrohre hinein antreiben und gleichzeitig eine Auflockerung der Schicht aus Trocknungsgut bewirken, die sich im Bereich zwischen dem trocknerseitigen Endabschnitt und der Eintrittsstimwand bildet.
Bei einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes sind die Blasöffnungen der Blaseinheit unterhalb (der gedachten geradlinigen Verlängerung) der Schurre angeordnet (Anspruch 2).
Die gewünschte Beschleunigung des Trocknungsgutes in Richtung auf den Röhrentrockner läßt sich dadurch herbeiführen, daß die Blasöffnungen als Schlitze ausgebildet und — nach Art einer Jalousie — in Richtung auf die Eintrittsstimwand fächerförmig gegeneinander versetzt angeordnet sind (Anspruch 3). Vorzugsweise ist die Blaseinheit so ausgebildet, daß die Winkellage der Blasöffnungen bezüglich der Eintrittsstimwand veränderbar ist (Anspruch 4); die Blasöffnungen können somit erforderlichenfalls in eine Winkellage gebracht werden, welche in verstärkten Maße eine nach oben gerichtete Gasströmung zur Folge hat.
Die Ausbildung der Blaseinheit kann auch eine derartige sein, bei der die Außenkontur, welche die Blasöffnungen mit bilden, mit der Eintrittsstimwand einen spitzen Winkel einschließt (Anspruch 5) und/oder bei welcher die Blasöffnungeh—von der Seite her gesehen — in etwa senkrecht zur Eintrittsstimwand ausgerichtet sind (Anspruch 6).
Um über die Breite der Schurre eine gleichmäßige Druckgasbeaufschlagung gewährleisten zu können, sind die Blasöffnugnen gruppenweise (insbesondere hinsichtlich ihres Querschnitts) unterschiedlich ausgebildet (Anspruch 7) und/oder gruppenweise unterschiedlich mit Druckgas beaufschlagt (Anspruch 8). Die Gruppenaufteilung ist erforderlich, um die Wirkung der Blaseinheit an die mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten umlaufenden Trocknerrohre anzupassen. Beispielsweise muß die pro Zeiteinheit durchgesetzte Gasmenge — entsprechend der Anzahl der pro Zeiteinheit durchlaufenden Trocknerrohre — mit größer wedendem Abstand von der Drehachse des Röhrentrockners zunehmen. Die im Bereich der außenliegenden Trocknerrohre zuzuführende Luftmenge kann dabei ein Mehrfaches der Luftmenge ausmachen, die im Bereich der innenliegenden, der Drehachse benachbarten Trocknerrohre durchgesetzt werden muß.
Der Erfindungsgegenstand kann dadurch weiter ausgestaltet werden, daß die Blaseinheit einen die Blasöffnungen enthaltenden Hohlbalken aufweist, dessen Breite in etwa derjenigen der Schurre entspricht (Anspruch 9) und der über Führungselemente in Längsrichtung der Schurre verschiebbar an dieser gehalten ist (Anspruch 10). Durch Verschieben des Hohlbalkens an der Schurre kann die Lage der Blasöffnugnen bezüglich der diesen gegenüberliegenden Eintrittsstimwand des Röhrentrockners zur Anpassung an die Betriebsbedingungen, insbesondere an die Eigenschaften des Trocknungsgutes, feinfühlig verändert werden.
Die Wirkung der Blasöffnungen auf das Trocknungsgut läßt sich ggf. zusätzlich dadurch verändern, daß der Hohlbalken schwenkbar an der Schurre befestigt ist (Anspruch 11); darunter ist insbesondere eine derartige Anordnung zu verstehen, bei welcher der Hohlbalken um eine zur Querrichtung der Schurre parallele Schwenkachse beweglich und in verschiedenen Schwenkstellungen festhaltbar ist.
Eine bevorzugte Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum des Hohlbalkens nebeneinanderliegend mehrere voneinander getrennte Sektoren aufweist, die über eigene mit Drosselventilen ausgestattete Versorgungsleitungen an eine Druckquelle anschließbar sind (Anspruch 12). Durch geeignete Einstellung der Drosselventile können über die zugehörigen Sektoren des Hohlbalkens unterschiedlich große Luftmengen an dem Trocknungsgut zur Einwirkung gebracht werden.
Die Wirkung der Füllvorrichtung läßt sich im Bedarfsfall dadurch weiter verbessern, daß über die Bodenwand, die zumindest im Bereich unterhalb des trocknerseitigen Endabschnitts der Schurre aufwärts gerichtete Bodenbohrungen aufweist, in den darüberliegenden Bereich in dosierter Menge Druckgas zuführbar ist (Anspruch 13): Bei einer derartigen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird also die Wirkung der Blaseinheit mittels des eingangs erwähnten Wirbelbetts unterstützt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand von zwei stark schematisierten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1: einen lotrechten Schnitt durch die einem Röhrentrockner vorgeschaltete Füllvorrichtung mit einem Teil der
Eintrittsstirnwand des Röhrentrockners, Fig.2: den Schnitt H-Il in Fig. 1, Fig. 3: eine Draufsicht auf den trocknerseitigen Endabschnitt der in Fig. 1 und 2 dargestellten Schurre und zugehörigen
Blaseinheit und Fig.4: in verändertem Maßstab einen vertikalen Teilabschnitt durch die Füllvorrichtung nach Fig. 1 im Bereich des trocknerseitigen Endabschnitts der Schurre mit schwenkbar gehaltener Blaseinheit.
Die einem Röhrentrockner 1 vorgeschaltete Füllvorrichtung Weist als bekannte Hauptbestandteile eine plattenförmige Schurre 2 mit zwei diese seitlich begrenzenden Führungswänden 3 und oberhalb der Schurre 2 eine nach Art eines Wehres wirksame Stauwand 4 auf, die an Führungen 5 zwischen den Führungswänden 3 in Richtung des Doppelpfeiles 6 höhenverstellbar gehalten ist (Fig. 1).
Die Schurre 2 ist mit den Führungswänden 3 (und den an diesen befestigten Zubehörteilen) im Sinne des Doppelpfeiles 7 um eine zur Zeichenebene lotrechte Schwenkachse 8 beweglich gehalten. -
Dem untenliegenden Endabschnitt 2a der Schurre 2 liegt die Eintrittsstirnseite 9 des Röhrentrockners 1 gegenüber, der eine trommeiförmige Außenform aufweist. Die von der Eintrittsstirnwand ausgehenden Trocknerrohre 10 laufen mit dieser im Uhrzeigersinn (Pfeil 11 in Fig.2) um eine ortsfeste Drehachse 12 um, die ebenso wie die Trocknerrohre 10 gegenüber der Waagerechten unter einem flachen Winkel geneigt ist. Die Beheizung der Trocknerrohre 10 wird mittels eines gasförmigen Heizmediums bewirkt, welches im Bereich der Drehachse 12 zugeführt wird und im Innenraum des Röhrentrockner-Trommelkörpers an den Trocknerrohren 1.0 vorbeiströmt.
Die lediglich schwenkbaren Führungswände 3 endigen mit geringem Abstand vor der umlaufenden Eintrittsstirnwand 9. Der Neigungswinkel der Schurre 2 bezüglich der Waagerechten wird über den an ihr (und den Führungswänden 3) angreifenden Schwenkarm 8a so flach eingestellt, daß das Trocknungsgut — beispielsweise feuchte Braunkohle im Bereich B; B' — mit möglichst geringer Rutschgeschwindigkeit noch sicher zur Eintrittsstirnwand 9 gelangt und von dort in die Trocknerröhre 10 hineingleitet, in denen der Trocknungsvorgang abläuft. Der Rutschvorgang kann dabei durch Anheben oder Absenken der Stauwand 4 beeinflußt werden. Deren Bewegung hat eine Vergrößerung bzw. Verkleinerung des zur Verfügung stehenden Durchflußquerschnitts zur Folge. In der Nähe der Eintrittsstirnwand erfährt die Braunkohle eine Auflockerung; dieser Bereich ist mit B' bezeichnet. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel (vgl. Fig.2) sind die Bestandteile Schurre 2 und Stauwand 4 einander so zugeordnet, daß ihr gegenseitiger Abstand in Richtung auf die Röhrentrockner-Drehachse 12 abnimmt; Bei waagerechter Anordnung der Unterkante 4a der Stauwand 4 steigt die Schurre 2 unter einem flachen Winkel in Richtung auf die Drehachse 12 an, kann also auch bezüglich einer zur Zeichenebene lotrechten Ebene schwenkbar ausgebildet sein.
Zwischen den Führungswänden 3 ist eine Bodenwand 13 befestigt, welche den Bereich zwischen den Führungswänden und der Eintrittsstirnseite 9 unterhalb der Schurre nach unten hin abschirmt (vgl. dazu Fig. 1). Wie noch beschrieben werden wird, kann die Bodenwand 13 erforderlichenfalls zur Erzeugung eines sogenannten Wirbelbetts herangezogen werden. Zur Verbesserung der Wirkung der Füllvorrichtung mit den Hauptbestandteilen und damit zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit auch des Röhrentrockners 1 ist an der Unterseite der Schurre 2 eine Blaseinheit 14 befestigt, die im Bereich des trocknerseitigen Schurren-Endabschnitts 2a einen mit Blasöffnugnen 15a versehenen Hohlbalken 15 aufweist. Dieser ragt nach Art einer Verlängerung über den trocknerseitigen Endabschnitt 2a hinaus und ist hinsichtlich seiner Längeso bemessen, daß er sich zumindest annähernd über die gesamte Breite der Schurre 2 (d. h. in Fig. 1 quer zur Zeichenebene) erstreckt. Die der Eintrittsstirnseite 9 zugewandte Außenkontur 15b des Hohlbalkens, welche von den Blasöffnungen 15a mitgebildet wird, verläuft gemäß Fig. 1 annähernd parallel zur Schurre 2 und schließt mit der Eintrittsstirnwand einen spitzen Winkel α ein. Eine feinfühlige Einstellung der Lage des Hohlbalkens 15 bezüglich der Bestandteile Schurre 2 und Eintrittsstirnseite 9 wird dadurch ermöglicht, daß der Hohlbalken 15 an Führungsstangen 16 (vgl. Fig.3) befestigt ist, die ihrerseits (beispielsweise über Zahnstangengetriebe oder Zylinderaggregate) in Längsrichtung beweglich in Führungskonsolen 17 unterhalb der Schurre 2 gehalten sind; die daraus resultierende Verschiebbarkeit des Hohlbalkens 15 ist in Fig. 1 durch einen Doppelpfeil 18 angedeutet.
Durch Bewegen des Hohlbalkens 15 parallel zur Schurre 2 kann der Abstand zwischen den Blasöffnungen 15a — die in der Seitenansicht in etwa senkrecht zur Eintrittsstirnwand 9 ausgerichtet sind — zur Anpassung an die jeweiligen Betriebsverhältnisse, insbesondere zur Anpassung an die Eigenschaften der zu trocknenden Braunkohle, feinfühlig verändert werden.
Die Blasöffnungen 15a des Hohlbalkens 15 sind vorzugsweise als Schlitze ausgebildet und in Richtung auf die ihnen gegenüberliegende Eintrittsstirnwand 9 des Röhrentrockners 1 (nach Art einer Jalousie) fächerförmig gegeneinander versetzt. Dies hat zur Folge, daß die untere Blasöffnung 15c in Richtung auf die Eintrittsstirnseite 9 weiter vorspringt als die benachbarte, darüberliegende Blasöffnung 15a (vgl. dazu insbesondere auch Fig.3 und 4).
Die Umlaufbewegung des Röhrentrockners 1 in Richtung des Pfeiles 11 (Fig.2) hat zur Folge, daß bei gleichmäßiger Belegung der Eintrittsstirnseite 9 mit Trocknerrohren 10 im Außenbereich pro Zeiteinheit erheblich mehr Trocknerrohre 10 in den Bereich der Blasöffnungen 15a gelangen als in der Nähe der Drehachse 12. Ein wesentliches Merkmal des Erfindungsgegenstandes besteht daher darin, die Blaseinheit an die geschilderten Gegebenheiten anzupassen, und zwar dadurch, daß der Hohlraum des Hohlbalkens 15 durch Zwischenwände 15c (vgl. Fig.3) in nebeneinanderliegende, voneinander unabhängige Sektoren 15d, 15e, 15f, 15 g unterteilt ist. Jeder Sektor ist über eine eigene, mit einem Drosselventil 19 ausgestattete Versorgungsleitung 20 an eine Druckquelle 2'anschließbar.
Durch unterschiedliche Einstellung der Drosselventile 19 ist es also möglich, über die zugehörigen Sektoren 15d, 15e, 15f, 15g in Richtung auf die Drehachse 12 abnehmende Luftmengen zuzuführen.
Zusätzlich oder stattdessen können die Blasöffnungen 15a der einzelnen Sektoren auch unterschiedlich ausgebildet sein. Dies läßt sich in einfacher Weise dadurch verwirklichen, daß die zur Verfügung stehenden Blasquerschnitte der einzelnen Sektoren 15a, 15e, 15f, 15g in Richtung auf die Drehachse 12 von Sektor zu Sektor kleiner werden.
Bedingt durch die Verwendung der Blaseinheit 14 und die bereits erwähnte Ausrichtung der Blasöffnungen 15a annähernd senkrecht zur Eintrittsstirnwand 9 wird die zu trocknende Braunkohle im Übergabebereich der Schurre 2, d.h. im Bereich des trocknerseitigen Endabschnitts 2 a, nicht nur aufgelockert, sondern insbesondere auch in Richtung auf die Eintrittsstirnseite g und die von dieser ausgehenden Trocknerrohre 10 beschleunigt: Der Bildung von Anbackungen bzw. Pfropfen in dem besonders gefährdeten Übergabebereich wird dadurch weitgehend entgegengewirkt.
Die Druckquelle, über welche die Versorgungsleitungen 20 mit Druckgas — normalerweise Luft — versorgt werden, ist in Fig. 1 (rein schematisch) mit 21 bezeichnet.
Die erfindungsgemäße Füllvorrichtung kann dadurch weiter ausgestaltet sein, daß die Bodenwand 13 im Bereich unterhalb des , trocknerseitigen Endabschnitts 2a der Schurre 2 aufwärts gerichtete Bodenbohrungen 13a aufweist und dort einen Druckkasten 22 mit bildet. Dieser ist über eine Druckleitung 23 und ein Drosselventil 24 dosiert mit Druckgas beaufschlagbar, welches insbesondere der Druckquelle 21 entnommen werden kann (Fig. 1). Zur Anpassung an unterschiedliche Betriebsverhältnisse kann der Druckkasten 22 — der Ausbildung des Hohlkastens 15 entsprechend — in mehrere nebeneinanderliegende, voneinander getrennte Sektoren unterteilt sein, wobei diese untereinander unterschiedlich ausgebildete und/oder unterschiedlich angeordnete Bodenbohrungen 13a aufweisen können.
Bei der bisher beschriebenen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes kann der Hohlbalken 15 bezüglich der Schurre 2 lediglich in deren Längsrichtung verschoben werden.
Eine zusätzliche Einstellungsmöglichkeit der Lage der schlitzartigen Blasöffnungen 15a läßt sich dadurch herbeiführen, daß der Hohlbalken 15 (gemäß Fig. 4) um eine Achse 25 schwenkbar an den Führungsstangen 16 aufhängt und die Teile der Hohlbalken 15 und die Führungsstange 16 mit geeigneten Feststellelementen ausgestattet sind. Die schwenkbare Anordnung des Hohlbalkens 15setzt selbstverständlich voraus, daß die Versorgungsleitungen 20 im Anschluß an den Hohlbalken 15 in ausreichendem Maße beweglich oder nachgiebig ausgebildet sind.
Durch Schwenken des Hohlbalkens 15 bezüglich der Schurre 2 kann der Winkel α zwischen der Außenkontur 15b und der Eintrittsstirnseite 9 verändert werden mit der Folge, daß sich auch die Ausrichtung der Blasöffnungen 15a bezüglich der Eintrittsstirnwand 9 ändert. Auf diese Weise läßt sich also die Wirkung der Blaseinheit 14 auf die in den Röhrentrockner zu überführende Braunkohle zusätzlich beeinflussen, und zwar dadurch, daß eine mehr oder weniger aufwärts gerichtete Gasströmung — im Normalfall Luftströmung — eingestellt wird.

Claims (13)

1. Füllvorrichtung für einen Röhrentrockner, der um eine ortsfeste Drehachse umläuft, insbesondere für Braunkohle, mit einer vor der Eintrittsstirnwand des Röhrentrockners zwischen zwei seitlichen Führungswänden schwenkbaren Schurre, mit einer Stauwand, die höhenverstellbar oberhalb der Schurre gehalten ist, und mit einer Bodenwand, welche den Bereich zwischen den Führungswänden und der Eintrittsstirnwand unterhalb der Schurre nach unten hin abschirmt, wobei der Abstand zwischen der Schurre und der Stauwand — über die Breite dieser Bestandteile gesehen — veränderbar ist, gekennzeichnet dadurch, daß die Schurre (2) eine Blaseinheit (14) ausweist, die nach Art einer Verlängerung über den trocknerseitigen Schurren-Endabschnitt (2a) hinausragt und deren Blasöffnungen (15a) der Eintrittsstimseite (9) mit einstellbarem Abstand zugewandt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Blasöffnungen (15a) unterhalb der Schurre (2) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Blasöffnungen (15a) als Schlitze ausgebildet und in Richtung auf die Eintrittsstirnseite (9) fächerförmig gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Winkellage der Blasöffnungen (15 a) bezüglich der Eintrittsstirnseite (9) veränderbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die Außenkontur(15b), welche die Blasöffnungen (15a) mit bilden, mit der Eintrittsstirnseite (9) einen spitzen Winkel (cc) einschließt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Blasöffnungen 5a)—von der Seite her gesehen — in etwa senkrecht zur Eintrittsstirnseite (9) ausgerichtet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Blasöffnungen 15a) — über die Breite der Schurre (2) gesehen — gruppenweise unterschiedlich ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Blasöffnungen 15a) — über die Breite der Schurre (2) gesehen — gruppenweise unterschiedlich mit Druckgas beaufschlagt sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Blaseinheit (14) einen die Blasöffnungen (15a) enthaltenden Hohlbalken (15) aufweist, dessen Breite in etwa derjenigen der Schurre (2) entspricht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet dadurch, daß der Hohlbalken (15) über Führungselemente in Längsrichtung der Schurre (2) verschiebbar an dieser gehalten ist.
11. Vorrichtung nach Anpruch 9 oder 10, gekennzeichnet dadurch, daß der Hohlbalken (15) schwenkbar an der Schurre (2) befestigt ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet dadurch, daß der Hohlraum des Hohlbalkens (15) nebeneinanderliegend mehrere voneinander getrennte Sektoren (15d; 15e; 15f; 15g) aufweist, die über eigene, mit Drosselventilen (19) ausgestattete Versorgungsleitungen (20) an eine Druckquelle (21) anschließbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet dadurch, daß über die Bodenwand (13), die zumindest im Bereich unterhalb des trocknerseitigen Schurren-Endabschnitts 2a) aufwärts gerichtete Bodenbohrungen (13a) aufweist, in den darüberliegenden Bereich in dosierter Menge Druckgas zuführbar ist.
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