DD258632A1 - Tragsystem aus stahlbetonriegeln und wandscheiben - Google Patents

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DD258632A1 DD28309985A DD28309985A DD258632A1 DD 258632 A1 DD258632 A1 DD 258632A1 DD 28309985 A DD28309985 A DD 28309985A DD 28309985 A DD28309985 A DD 28309985A DD 258632 A1 DD258632 A1 DD 258632A1
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wall
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DD28309985A
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Gerfried Mantey
Bernhard Lattke
Original Assignee
Berlin Wohnungsbau
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Tragsystem aus Stahlbetonriegeln und Wandscheiben zum Abfangen von Waenden ueber Grossraeumen in Hochbauten, insbesondere im industriellen mehrgeschossigen Wohnungsbau mit Funktionsunterlagerung. Ausgehend von Ziel und Aufgabe, durch eine neue Abfangkonstruktion die bisher zwingend geforderten aufwendigen Rahmenkonstruktionen abzuloesen, wurde ein Riegel-Wand-Verbundsystem mit ueberhoehtem T-Querschnitt gefunden, dessen extrem hoher Steg durch die Wandscheibe gebildet wird. Das erfindungsgemaesse Tragsystem entsteht durch die kraftschluessige Verbindung eines Stahlbetonriegels mit flach T-foermigem Querschnitt mit einer Wandplatte, deren zapfenfoermige Auskragungen in entsprechende, im Stahlbetonriegel angeordnete Aussparungen eingreifen. Der Kraftschluss wird durch Verschweissen von in den Stahlbetonelementen angeordneten Stahlankern mit Stahlwinkeln erreicht. Mit diesem Tragsystem wird die sichtbare Unterzughoehe so wesentlich reduziert, dass es fuer Geschosshoehen von 3,30 m bzw. 3,60 m geeignet ist. Es werden erhebliche Betoneinsparungen erzielt. Fig. 1

Description

Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Das Tragsystem dient zum Abfangen von Wänden über Großräumen in Hochbauten, insbesondere im industriellen und mehrgeschossigen Wohnungsbau mit Funktionsunterlagerung. T
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bisher ist bei Hochbauten generell gefordert, über großen, zumeist in der Erdgeschoßzone befindlichen Räumen (Läden, Gaststätten etc.) die Wände kleinerer Räume der darüber liegenden Wohngeschosse mit Stahlbetonrahmen, Sturzhöhe ä 600 mm, abzufangen. Diese Rahmen sind in voller Höhe als Unterzüge unter den Decken sichtbar, was nicht nur den Raumeindruck erheblich stört, sondern auch Funktionseinschränkungen mit sich bringt. Die genannte Forderung zwingt zu einem baulichen Aufwand, der nicht gerechtfertigt erscheint.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, eine material- oder kostengünstigere Lösung bei gleichzeitiger Minimierung der genannten Beeinträchtigungen zu finden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine statisch zuverlässige Abfangkonstruktion für Wände zu entwickeln, die geeignet ist, die bisher ausschließlich geforderten Stahlbetonrahmen abzulösen. Die Abfangkonstruktion soll so gestaltet sein, daß sie auch bei Geschoßhöhen von 3,30m einsetzbar ist.
Außerdem muß sie gewährleisten, daß bei der verhältnismäßig großen Auflagerkraft die zulässige Auflagerpressung nicht überschritten wird.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Stahlbeton-Riegel-Wand-Verbundsystem gefunden wurde, bei welchem Stahlbetonriegel mit flach T-förmigem Querschnitt auf Stützen derart aufgelegt werden, daß die Deckenplatten oberflächengleich mit den Riegeln montierbar sind und die Auflagekraft durch die große Flanschbreite auf eine große Stützfläche übertragen wird. Um die statischen Voraussetzungen zur Aufnahme der Lasten der darüber stehenden Wände und Decken eines oder mehrerer Geschosse zu schaffen, wird ein Tragsystem durch eine kraftschlüssige Verbindung der Wand mit dem Riegel hergestellt. Diese Verbindung wird durch mehrere an die Wand angeformte zapfenförmige Auskragungen erreicht, die in entsprechende im Riegel angeordnete Aussparungen eingreifen. Zur Aufnahme der Abrißkräfte zwischen Riegel und Wand dienen Stahleinlagen. Das können beispielsweise Stahlplatten sein, die in der Bewehrung der Betonelemente verankert sind. Zur Verbindung dieser Stahlanker miteinander, d. h. zur Verbindung des Riegels mit der Wand, werden Stahlwinkel angeschweißt.
Dadurch ist der Teil „Zugverbindung" der kraftschlüssigen Verbindung zwischen Riegel und Wand hergestellt; der Teil „Aufnahme der Schubkraft" wird durch den Mörtelverguß zwischen Zapfen und Aussparung erzielt.
Es sind auch andere Verbundarten denkbar, wie z. B. Anordnung von Rundstahldollen, die Wandzapfen und den oberen Riegelbereich durchdringen, und andere mehr. Entscheidend ist in jedem Fall die kraftschlüssige Verbindung.
Der somit entstandene überhöhte T-Querschnitt ist in der Lage, senkrechte Belastungen-(Aufnahme der Deckenlast) auf den Flansch in den Steg zu übertragen.
Mit dem erfindungsgemäßen Tragsystem aus Stahlbetonriegeln und Wandscheiben wird die unterzugartig sichtbare Riegelhöhe wesentlich reduziert. Die in den Betonwerken vorhandenen Formen für die Elementeherstellung bleiben verwendbar, es sind lediglich unkomplizierte Einlagen erforderlich. Mit Hilfe der vorgeschlagenen Lösung wird eine erhebliche Betoneinsparung erzielt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Isometrische Darstellung des Riegel-Wand-Verbundsystems
Fig.2: System-Querschnitt Fig.3: Verankerungsdetail
Ein Stahlbetonriegel mitT-förmigem Querschnitt 1 in den Abmessungen 650/300mm wird auf Stahlbetonstützen 2 aufgelegt.
Deckenplatten 3 werden auf die Flansche 4 der Riegel 1 derart aufgelagert, daß ihre Oberflächen bündig mit der des Riegels 1 abschließen. Dadurch entsteht bei einem 300mm hohen Riegel eine sichtbare Unterzughöhe von 160 mm.
Die an den Wandplatten 5 angeformten zapfenförmigen Auskragungen 6 werden in entsprechende im Riegel 1 befindliche Aussparungen 7 eingeführt und vermörtelt. Die in Riegel- und Wandbewehrung verankerten Stahlplatten 8 werden mittels Stahlwinkel 9 miteinander unlösbar verbunden. Damit ist die kraftschlüssige Verbindung hergestellt, ein Verbundsystem mit überhöhtem T-förmigem Querschnitt entstanden, dessen hoher Steg durch die Wand gebildet wird.
Wird in der Erdgeschoßzone eines mehrgeschossigen Wohnhauses ein großräumiger Laden eingeordnet, so daß belastete Wohnungstrennwände abzufangen sind, ist die Erfindung geeignet, die bisher zwingend erforderlichen ca. 600rrim hohen Unterzüge der Rahmenkonstruktion auf 160 mm zu reduzieren. Das ist besonders vorteilhaft bei Ladengeschoßhöhen von 3,30 m bzw. 3,60m, wo höhere Unterzüge eine erhebliche Funktionseinschränkung bewirken.

Claims (2)

1. Tragsystem aus Stahlbetonriegeln und Wandscheiben zum Abfangen von Wänden und Decken über Großräumen in Hochbauten, dadurch gekennzeichnet, daß Stahlbetonriegel mit flach T-förmigem Querschnitt (1) und Wandplatte (5) einen überhöhten T-Querschnitt bilden, indem der Stahlbetonriegel (1) Aussparungen (7) besitzt, in welche zapfenförmige Auskragungen (6) der Wandplatte (5) formschlüssig eingreifen, daß zu deren kraftschlüssiger, unlösbarer Verbindung Stahlanker (8) und Stahlwinkel (9) angeordnet sind, daß seine Flansche (4) zur oberflächengleichen Aufnahme der Deckenplatten (3) geeignet ausgebildet sind, daß er in voller Flanschbreite einer Stützfläche (2) aufgelagert und seine sichtbare Unterzughöhe um ein geringes Maß größer als die Hälfte der Höhe des Stahlbetonriegels (1) ist.
2. Tragsystem nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftschlüssige Verbindung zwischen Stahlbetonriegel (1) und Wandplatte (5) durch Rundstahldollen erfolgt, die die zapfenförmigen Auskragungen der Wandplatte (6,5) und den oberen Bereich des Stahlbetonriegels (1) durchdringen.
DD28309985A 1985-11-21 1985-11-21 Tragsystem aus stahlbetonriegeln und wandscheiben DD258632A1 (de)

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